DE816248C - Verfahren und Vorrichtung zum Einhaengen von Buchbloecken in Decken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einhaengen von Buchbloecken in DeckenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Einhängen von Buchblöcken in Decken Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einhängen von Buchblöcken in Decken. Das Einhängen des beleimten Buchblockes in die Buchdecken geschieht im allgemeinen von Hand, wobei eine große Geschicklichkeit dazu gehört, um schnell und sicher den beleimten Buchblock in die richtige Lage zur Buchdecke unter Beachtung ihrer übersteigenden Ränder zu bringen. Die Schwierigkeiten wachsen bei großformatigen Büchern, so daß diese Arbeiten nur von Fachpersonal ausgeführt werden können. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Arbeiten zu vereinfachen und zu erleichtern.
- Erfindungsgemäß wird der eine Deckel der Buchdecke, mit der Innenseite nach oben, gegen je zwei zum vorderen Rand des Buchdeckels und je zwei zum Seitenrand des Buchdeckels im rechten Winkel auf einer Grundplatte angeordnete Anschlagvorrichtungen geschoben. Danach wird auf die Innenseite des Deckels eine tierausziehbare Raste gelegt, auf die der vorzugsweise zweiseitig beleimte Buchblock gelegt und durch Herausziehen der Raste in Richtung auf das vordere oder das seitliche Anschlagvorrichtungspaar gezogen wird. Diese Anschlagvorrichtungen besitzen eine zweite Anschlagmarke, die über die Anschlagmarke für den Deckel hinausragt und an die der Buchblock stößt. Dadurch wird die Lage des Buchblockes zum Buchdeckel und die Entfernung des Buchblockrandes zum Buchdeckelrand ganz automatisch bestimmt. Auf diese Weise erfordert das Einhängen des Buchblockes in die Decke keine besondere Geschicklichkeit mehr, so daß diese Arbeit auch von Personen ausgeführt werden kann, die nur kurze Zeit angelernt sind. Die Arbeiten werden beschleunigt und das Ergebnis verbessert, indem die Güte der Arbeit nicht mehr von der Geschicklichkeit der Bedienungsperson abhängt. Die Vorteile der Erfindung erweisen sich besonders groß bei großformatigen Büchern.
- Vorzugsweise wird die Raste nach einer derjenigen Seiten des Buches herausgezogen, an denen Anschlagvorrichtungen angebracht sind, so daB keinerlei Gefahr besteht, daß beim Herausziehen der Raste die Seiten des Buches gegeneinander verschoben werden.
- Die Raste besteht erfindungsgemäß aus Drähten oder Leisten, die vorzugsweise in der Zugrichtung verlaufen. Sie sind außen mit einem quer zu diesen Drähten oder Leisten verlaufenden Träger versehen, der gleichzeitig als Griff beim Herausziehen benutzt werden kann.
- Erfindungsgemäß sind die beiden Anschlagmarkenpaare zu einem einzigen Anschlagmarkenpaar vereinigt, indem dasjenige Markenpaar, das die Lage des Buchblockes festlegt, aus den senkrechten Ebenen des anderen Markenpaares herausragt, das die Lage der Decke festlegt. Dasjenige Anschlagmarkenpaar, das die Buchdecke festlegt, ist erfindungsgemäß auf einer Grundplatte einstellbar angeordnet.
- Hierbei ist es beispielsweise möglich, für jede zu verarbeitende Buchsorte ein nicht veränderbares Anschlagmarkenpaar vorzusehen, indem jede Anschlagmarke durchgehend angeordnet ist.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird aber jede Anschlagmarke durch zwei im Abstand voneinander angeordnete, als Anschläge wirkende Grundgestelle gebildet. Die Anschlagflächen dieser Grundgestelle können unter Umständen durch Stege oder Bleche miteinander verbunden sein.
- Erfindungsgemäß sind die Anschlagmarken desjenigen Anschlagmarkenpaares, das den Buchblock festlegt, in der Höhe einstellbar vorgesehen, während die Anschlagmarke, die den Buchdeckel festlegt, in der Tiefe einstellbar vorgesehen ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Anschlagmarkenpaare ohne Auswechslung den verschiedenen zu verarbeitenden Buchsorten anzupassen.
- Dieser Gedanke wird zweckmäßigerweise dadurch verwirklicht, daß die Anschlagmarken desjenigen Anschlagmarkenpaares, das den Buchblock festlegt, aus je zwei Verstellanschlägen bestehen, die mit zwei Verstellkörpern verbunden sind, die senkrecht verschiebbar auf dem Grundgestell angeordnet sind. Die beiden Verstellanschläge der Anschlagmarke für den Buchblock können bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung durch einen biegsamen Blechstreifen miteinander verbunden sein. Hierbei ist zu bedenken, daß es ja darauf ankommt, daß die Anschlagmarke, die die Vorderseite des Buchblockes festlegt, in der Mitte der Vorderkante dieses Buchblockes auftrifft. Die Form der Anschlagmarke braucht nicht mit der hohlen Aussparung der Vorderkante des Buchblockes übereinzustimmen, wenn nur die Anschlagmarkenkrümmung stärker ist als die Krümmung der hohlen Aussparung der Vorderkante des Buchblockes.
- Diejenige Anschlagmarke wiederum, die den Buchdeckel festlegt, ist durch zwei Verstellanschläge, die mit zwei Verstellkörpern verbunden sind, waagerecht aufschiebbar auf dem Grundgestell angeordnet. Diese Anordnung stellt eine weitere Maßnahme dar, um den Erfindungsgegenstand den verschiedenen Buchgrößen anzupassen.
Kante der senkrechten Wand 2o des Grundgestells eine Skala 22, die mit irgendeinem nicht näher dargestellten Merkstrich an der Backe i9 zusammenarbeitet.Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar stellt dar Fig. i eine erfindungsgemäß ausgebildete An- schlagvorrichtung in schaubildlicher Darstellung, Fig. 2 eine Ansicht auf die Anschlagvorrichtung in Richtung auf das Buch gesehen, Fig. 3 eine Ansicht von oben auf die Anschlag- vorrichtung der Fig. 2 gesehen, Fig. .4 eine Ansicht auf die Anschlagvorrichtung der Fig. 2 und 3 von der Buchseite her gesehen, Fig. 5 einen Schnitt durch die Anschlagvorrich- tung nach Linie V-V der Fig. 2, 3 und 4, Fig.6 eine schaubildliche Ansicht auf eine er- findungsgemäß ausgebildete Einrichtung zur bes- seren Darstellung des Erfindungsverfahrens. Zuerst sei an Hand der Fig. i bis 5 die Anschlag- vorrichtung beschrieben, die bei der Ausführung des Erfindungsgedankens benutzt wird. Diese An- schlagvorrichtung besteht aus einem Grundgestell i, das im wesentlichen aus zwei L-förinig senkrecht zu- einander stehenden Flächen besteht. Die waage- rechte Fläche dieses Gestells ist durch Stiftschrau- ben 9 mit einer weiter unten näher zu beschreiben- den Grundplatte io verbunden. Auf dem Grundgestell i ist in der Waagerechten verschiebbar ein Verstellkörper 2 vorgesehen. Zu diesem Zwecke ist das Grundgestell mit einer Füh- rungsbahn 13 versehen. Der Verstellkörper 2 ist mit einem Fortsatz i i versehen, der Schlitze 12 aufweist, in die Flügelschrauben; eingreifen. Nach Lösen dieser Flügelschrauben kann der Verstellkörper 2 in einer waagerechten Richtung, die senkrecht zu der senkrechten Wand des Grundgestells i liegt, ver- schoben werden. Mit Hilfe der Flügelschrauben kann man dann den Verstellkörper mit Bezug auf das Grundgestell i in der jeweils gew-iinschten Stellung festklemmen. In dem Verstellkörper 2 ist in der Senkrechten verschiebbar eine Traverse 14 gelagert, deren Füh- rungsbahn nach oben zu durch einen Deckel 3 ab- geschlossen ist, der mit Hilfe von Schrauben 1s auf dem Verstellkörper befestigt ist. In diesem Deckel 3 ist drehbar, jedoch nicht längs bewegbar, eine Ge- windespindel 5 gelagert, die mittels eines mit einer Gegenmutter 16 zusammenarbeitenden Handrades 6 gedreht werden kann. Die Gewindespindel 5 ist außer- dem, wie bei 17 gezeigt, mit dem einen Ende in dem Verstellkörper 2 geführt. An den beiden einander gegenüber nach außen frei liegenden Flächen der Traverse 14 sind zwei Backen 18, i9 auf irgendeine «'eise befestigt, die in zwei Anschläge. übergehen. Die beiden Anschläge. sind durch ein schmiegsames Blech 8 aus Feder- bronze miteinander verbunden und ragen finger- förmig über die senkrechte vordere Fläche 2o des Grundgestells i hinaus. indem ihre vorderen Kan- ten, wie bei 21 gezeigt ist, mit einer Abrundung ver- sehen sind. Zwischen einer Seitenkante des Fortsatzes i i des Verstellkörpers 2 und der waagerechten Wand des Grundgestells sind, wie bei 35 in der Fig. i gezeigt ist, miteinander zusammenwirkende Skalen an- gebracht. In entsprechender Weise trägt die eine - Die Höhe der Anschläge 4 und damit des Blechstreifens 8 kann durch Drehen des Handrades 6 eingestellt werden. Die Entfernung des vorderen Endes des Blechstreifens 8 von der Fläche 20 des Grundgestells kann durch Verschieben des Anschlagkörpers 2 verstellt werden, nachdem die Flügelschrauben 7 gelöst worden sind. Die jeweilige Stellung der Anschläge 4 und ihres Blechstreifens 8 kann an den Skalen 35 bzw. 22 abgelesen werden.
- Wie aus der folgenden Beschreibung hervorgeht, dient derjenige Teil der Fläche 2o, der unter den Anschlägen 4 liegt, als Anschlag für den unteren Deckel der Buchdecke, während derjenige Teil der senkrechten Fläche 2o, der unmittelbar über den Anschlägen 4 liegt, als Anschlag für den oberen Deckel der Buchdecke dient.
- Gemäß Fig. 6 sind auf der Grundplatte io je zwei Schlitze 23, 24 angeordnet, die senkrecht zueinander stehen und vorzugsweise an gewissen Stellen unterbrochen sind, um die Verbindung der Grundplatte io nicht auf einer gar zu langen Strecke zu unterbrechen. Diese Schlitze dienen zur Befestigung von Anschlagvorrichtungen 25, 26, 27, 28, indem ihre Stiftschrauben 9 durch diese Schlitze hindurchgesteckt und von unten her mittels nicht dargestellter Muttern befestigt werden. Die beiden Anschlagvorrichtungen 25, 26 liegen in einer Flucht. Ihre Anschläge 4 sind durch ein Leistenblech 8 ähnlich den Fig. i bis 5 miteinander verbunden. In entsprechender Weise liegen die beiden Anschlagvorrichtungen 27, 28 in einer Flucht. Ihre Anschläge 4 sind ebenfalls durch einen Blechstreifen miteinander verbunden. Die Flucht der Anschläge 4 der beiden Anschlagvorrichtungen 25, 26 liegt senkrecht zu der Flucht der beiden Anschläge .4 der Anschlagvorrichtungen 27, 28.
- .Nachdem die Anschläge 4 auf weiter unten näher beschriebene Weise ausgerichtet worden sind, wird der eine Deckel 29 einer Buchdecke, deren anderer Deckel mit 3o bezeichnet ist, derart gegen die Anschläge der Anschlagvorrichtungen 25 bis 28 gelegt, daß der Deckenrücken 31 von den Anschlagvorrichtungen 27, 28 abgekehrt ist, und daß der Deckel 29 unter die Anschläge 4 zu liegen kommt und seine Kanten gegen den unteren Teil der Flächen 20 stoßen.
- Danach wird auf die nach oben weisende Innenseite des Deckels 29 eine Raste 32 gelegt, die im wesentlichen aus vier Längsleisten oder Drähten besteht, die durch einen Querträger 33 miteinander verbunden sind. Diese Raste ist etwas länger als das zu verarbeitende Buch, so daß der Querträger 33 nach Auflegen der Raste herausragt.
- Danach wird der Buchblock 34, der vorzugsweise beidseitig heleimt ist, auf die Raste gelegt und kann nun leicht und schnell finit Hilfe der Raste, indem diese gleichzeitig wieder herausgezogen wird, gegen die Anschläge .4 bzw. die Blechstreifen 8 der Anschlagvorrichtungen 2J5, 26, 27 und 28 gebracht werden. Die Anschläge ,4 bzw. ihre Leisten 8 sind vorher so einzustellen, daß die Anschläge 4 der Anschlagvorrichtungen 25, 26 aus der Fläche 20 um diejenige Strecke herausragen, die durch die hohle Vorderkante des Buchblockes und ihr Zurückstehen gegenüber der Kante des Deckels gegeben ist. In entsprechender Weise sind die Anschläge 4 der Anschlagvorrichtungen 27, 28 vorher so einzustellen, daß sie über die Fläche 20 um diejenige Strecke herausragen, die durch das Übersteigen der Ober- und Unterkanten des Buchdeckels über die entsprechenden Kanten des Buchblockes gegeben ist. Danach kann der Deckel 30 übergeschlagen werden, welcher sich schnell und ohne Schwierigkeiten gegenüber der oberen Fläche des Buchblockes 34 von selbst ausgerichtet, indem seine entsprechenden Kanten gegen denjenigen Teil der Flächen 20 der Anschlagvorrichtungen 24 bis 28 gelegt werden, der oberhalb der Anschläge 4 liegt.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einhängen von Buchblöcken in Decken, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Deckel der Buchdecke, mit der Innenseite nach oben, gegen zwei zum vorderen Rand des Deckels und zwei zum Seitenrand des Deckels angeordnete Anschlagvorrichtungen geschoben wird, daß danach auf die Innenseite des Deckels eine herausziehbare Raste gelegt und dann der vorzugsweise zweiseitig beleimte Buchblock auf dieser Raste gegen ein weiteres Anschlagmarkenpaar gezogen wird, das gegenüber dem ersten entsprechend dem übersteigenden Rand der Decke herausragt, indem man gleichzeitig die Raste herauszieht, worauf der zweite Deckel übergeschlagen und dabei an Anschlagmarken angelegt wird, die mit den Anschlagmarken des Unterdeckels übereinstimmen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Raste nach einer derjenigen Seiten des Buches herausgezogen wird, an der das Buch an Anschlagvorrichtungen anliegt.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Raste aus Drähten oder Leisten besteht, die vorzugsweise in der Zugrichtung verlaufen, und außen mit einem quer zu diesen Drähten oder Leisten verlaufenden Träger versehen ist.
- 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anschlagmarkenpaare zu einem Anschlagmarkenpaar vereinigt sind, indem dasjenige Markenpaar, das die Lage des Buchblockes festlegt, aus den senkrechten Ebenen des anderen -Markenpaares herausragt, das die Lage der Buchdecke festlegt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagmarkenpaar, das die Lage der Buchdecke festlegt, auf einer Grundplatte einstellbar angeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Anschlagmarkenpaar durch zwei im Abstand voneinander angeordnete, als Anschläge wirkende Grundgestelle gebildet ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagmarken, die den Buchblock festlegen, in der Höhe, und die Anschlagmarken, die den Buchdeckel festlegen, in der Tiefe einstellbar sind. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagmarken des Anschlagmarkenpaares, das den Buchblock festlegt, aus zwei Verstellanschlägen bestehen, die mit zwei Verstellkörpern verbunden sind, die senkrecht verschiebbar auf den Grundgestellen angeordnet sind, und daß die Anschlagmarke, die den Buchdeckel festlegt, durch zwei Verstellanschläge, die mit zwei Verstellkörpern verbunden sind, waagerecht aufschiebbar auf dem Grundgestell angeordnet ist. g. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verstellanschläge jeder Leiste durch einen biegsamen Blechstreifen miteinander verbunden sind.
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