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DE816125C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formen, besonders Pressformen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formen, besonders Pressformen

Info

Publication number
DE816125C
DE816125C DEP45498A DEP0045498A DE816125C DE 816125 C DE816125 C DE 816125C DE P45498 A DEP45498 A DE P45498A DE P0045498 A DEP0045498 A DE P0045498A DE 816125 C DE816125 C DE 816125C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molds
mold
production
shapes
alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP45498A
Other languages
English (en)
Inventor
Anton Liebscher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MELANGIT KUNSTSTOFF GmbH
Original Assignee
MELANGIT KUNSTSTOFF GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MELANGIT KUNSTSTOFF GmbH filed Critical MELANGIT KUNSTSTOFF GmbH
Priority to DEP45498A priority Critical patent/DE816125C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE816125C publication Critical patent/DE816125C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D15/00Casting using a mould or core of which a part significant to the process is of high thermal conductivity, e.g. chill casting; Moulds or accessories specially adapted therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur lIerstellung-von-Formeri, besonders Preßförmen Zur Herstellung von Formgegenständen aus Gummi, Celluloid, Kunststoff und sonstigen formbaren Massen und Mischungen werden Formen benötigt, die den zu verarbeitenden Materialien die gewünschte Gestalt geben und ermöglichen, daß in diesen Formen das verarbeitete Material vulkanisiert, erhärtet oder der Eigenart der verarbeiteten Masse entsprechend nachbehandelt werden oder erkalten kann.
  • Derartige PreBformen können nach dem gewöhnlichen SandguBverfahren nicht hergestellt werden, weil die erhaltenen Formen keine glatte Oberfläche und keine scharfen Konturen aufweisen. Eine Nachbearbeitung dieser Gußformen ist zeitraubend, in vielen Fällen überhaupt nicht möglich.
  • Man hat deshalb diese Formen durch Ausarbeiten von Stahlplatten oder Stahlklötzen hergestellt. Die Anfertigung dieser Stahlformen ist infolge der Härte des zu bearbeitenden Materials sehr langwierig, die erhaltenen Stahlformen sind sehr schwer und im Betrieb auch unhandlich.
  • Aus diesem Grunde hat man zur Herstellung von PreBformen Nichteisenmetalle oder deren Legierungen verwendet. Die Bearbeitung dieser Nichteisenmetalle, besonders der Leichtmetalle oder deren Legierungen ist zwar einfacher, doch besitzen diese Formen nur eine kurze Lebensdauer. Durch das Ausarbeiten der Formen aus diesen Leichtmetallen, z. B. Siluminlegierungen, wird die harte Oberflächenschicht entfernt, so da13 .die Formen auf die Dauer dem Prefidruck nicht standhalten. Durch die ständig wechselnden Temperaturbeanspruchungen, wie sie sich beispielsweise bei der Vulkanisation von Gummiartikeln ergeben, werden ferner die nicht vergüteten Stellen dieser Formen in ihrem Gefüge verändert, und das Formenmaterial wird hierdurch brüchig.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man Formen aller Art, besonders aber solche, die scharfe Konturen, glatte Oberflächen, komplizierte Motive usw. wiedergeben müssen, in technisch einfacher und wirtschaftlich tragbarer Weise nach dem Kokillenguß- bzw. dem Preßgußverfahren dann herstellen kann, wenn man sich besonderer Kokillenformen bedient.
  • Diese Kokillenformen sind erfindungsgemäß derart entwickelt, daß man bei gleicher Kokillengröße und im gleichen Kokillenkörper jeweils die zur Herstellung der gewünschten Preßform erforderlichen Kerne einsetzt.
  • Diese Kerne bilden das jeweilige Muster der herzustellenden Preßform.
  • Um bei einer gegebenen Kokillengröße auch größere Preßformen herstellen zu können, werden nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung größere Preßformen in mehrere Teile unterteilt und die nach dem Gießen erhaltenen Einzelteile durch Unterlegplatten, Leisten, Zugbänder u. dgl. zur gewünschten Preßform zusammengesetzt.
  • Als Material für die herzustellenden Preßformen gemäß der vorliegenden Erfindung können neben Gußeisen auch Nichteisenmetalle, deren Legierungen, mit besonderem Vorteil jedoch Leichtmetalle, insbesondere vergütbare Leichtmetallegierungen verwendet werden.
  • Die aus Leichtmetallen, besonders vergütbaren Leichtmetallegierungen gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Preßformen zeigen nicht die Nachteile der durch Ausfräsen aus diesen Platten o. dgl. erhaltenen Formen. Die neuen Formen besitzen bei glatter Oberfläche und ausgezeichneter Wiedergabe aller Konturen an allen Stellen der Form die gleiche Oberflächenbeschaffenheit und Oberflächenhärte. Sie weisen deshalb bei einer bedeutend längeren Gebrauchsdauer eine höhere mechanische Festigkeit auf.
  • Durch das neue Verfahren. und die zur Durchführung desselben erforderlichen apparativen Maßnahmen wird die Herstellung von Preßformen jeder Art, besonders aber von aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzten Preßformen technisch wesentlich einfacher.
  • Zur Herstellung einer Preßform aus Stahl, die beispielsweise sechs Sohlennester für drei Paar Gummi- oder Kunststoffsohlen enthält, mußten bisher aus der Stahlplatte alle sechs Sohlennester herausgefräst und graviert werden, eine Arbeit, die sehr zeitraubend ist. Nach dem vorgeschlagenen Verfahren muß Hingegen nur für den Kern der Kokille eine Sohle graviert werden. Mit dieser Kernplatte können dann in der Kokille beliebig viel Abgüsse der Sohlenform gegossen werden. Die so erhaltene Sohlenform kann als solche oder durch Zusammensetzen mehrerer Formen zu einer Preßplatte vereinigt werden. Im letzteren Falle erteilt man der Preßplatte zweckmäßigerweise die Größe und Form des Flächenraumes der zur Verfügung stehenden Presse.
  • Zur Herstellung des Kokillenkernes ist nur etwa ein Achtel der Zeit erforderlich, wie bei der Anfertigung der Preßplatte aus einem Stück.
  • Die Gestehungskosten einer derartig gegossenen und gegebenenfalls zusammengesetzten Formplatte stellen sich auf etwa ein Fünftel bis ein Viertel je nach der Anzahl der herzustellenden Formen gleichen Musters und gleicher Größe. Bei größeren Stückzahlen können die Gestehungskosten auf einen noch geringeren Bruchteil der bisher üblichen Herstellungskosten gesenkt werden.
  • In der gleichen Kokille kann durch Auswechseln des Kokillenkernes, der das Muster der neuen Form graviert oder geäzt enthält, die entsprechende Form gegossen werden.
  • Die gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Formen eignen sich auch zur Gewinnung von nicht unter Druck verformbaren Gegenständen z. B. zur Herstellung von Gummiartikeln in Vulkanisierkesseln oder hartbaren Kunststoffartikeln u. dgl.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Formen aller Art, besonders Preßformen für Gummi, Celluloid, Kunststoff u. dgl., gekennzeichnet durch das Abgießen der Form nach dem Kokillenguß- oder Preßgußverfahren.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß größere Formkörper in kleinere Einzelteile aufgeteilt werden.
  3. 3. Verfahren gemäß den Ansprüchen t und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Eisen, Nichteisenmetallen, insbesondere Leichtmetallen oder deren Legierungen, besonders vergütbaren Leichtmetallegierungen.
  4. 4. Vorrichtung zur Herstellung von Formen nach dem Verfahren der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Kokille mit auswechselbarem, das gewünschte Muster bzw. Form tragenden Kern.
DEP45498A 1949-06-11 1949-06-11 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formen, besonders Pressformen Expired DE816125C (de)

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DEP45498A DE816125C (de) 1949-06-11 1949-06-11 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formen, besonders Pressformen

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE816125C true DE816125C (de) 1951-10-08

Family

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Country Status (1)

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DE (1) DE816125C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220140B (de) * 1958-12-20 1966-06-30 Krauss Maffei Ag Verwendung eines niedrig legierten Stahles als Werkstoff fuer Stahlformen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220140B (de) * 1958-12-20 1966-06-30 Krauss Maffei Ag Verwendung eines niedrig legierten Stahles als Werkstoff fuer Stahlformen

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