DE816046C - Maschine zum zentrischen Anbohren von Werkstuecken - Google Patents
Maschine zum zentrischen Anbohren von WerkstueckenInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B23B49/00—Measuring or gauging equipment on boring machines for positioning or guiding the drill; Devices for indicating failure of drills during boring; Centering devices for holes to be bored
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum zentrischen Anbohren von Stäben oder ähnlichen
Werkstücken, die auf Drehbänken bearbeitet werden, wobei die vorgebohrten Zentrierlöcher als Führungen
für die Spitze und Gegenspitze der Drehbank dienen.
Es sind bereits Maschinen dieser Art bekannt, bei welchen das Werkstück an seinem anzubohrenden
Ende zwischen zwei V-förmigen Klauen gehalten wird, die waagerecht derart zueinander verstellt werden,
daß das Werkstück in seine richtige Anbohrlage gebracht wird, so daß die Achse des Werkstücks mit der
Achse des Zentrierbohrers übereinstimmt.
Diese bekannten Maschinen weisen bedeutende Nachteile auf. Die entgegengesetzt wirkenden Klauen
benötigen zu ihrer Verstellung einen ziemlich großen Kraftbedarf, um das Werkstück anzuheben, bis seine
Achse mit der des Bohrers übereinstimmt. Je schwerer das Werkstück, desto größer ist der Kraftbedarf, so
daß nur Stücke bis zu einer bestimmten Größe damit bearbeitet werden können. Außerdem ist die Übereinstimmung
der Achsen des Werkstücks und des Bohrers nicht immer sehr genau, so daß während der
späteren Bearbeitung Schwierigkeiten entstehen können.
Die Maschine nach der Erfindung weist diese Nachteile nicht auf. Mit ihr können Werkstücke jeglicher
Länge zentrisch angebohrt werden, unabhängig von dem zum Verstellen der Werkstücke notwendigen
Kraftbedarf. Das Einstellen der Werkstücke wird erleichtert. Außerdem fällt die zum Festhalten der
in Stellung gebrachten Werkstücke notwendige Anpreßkraft der Klauen weg. Die neue Maschine ist endlich
derart ausgebildet, daß die Achsen des Werkstücks und des Bohrers in jedem Fall genau übereinstimmen.
Kurz gesagt ist die Maschine nach der Erfindung
praktisch, präzis, wirtschaftlich im Gebrauch, kräftig, geräuschlos, raumsparend und vermeidet Bohrerbrüche.
Die Maschine nach der Erfindung besteht im wesentliehen
aus zwei Klauen zum Festhalten des Endes des zentrisch anzubohrenden Werkstücks, von denen mindestens
eine senkrecht verstellbar ist, und aus einem ebenfalls senkrecht verstellbaren Bohrspindelkörper,
wobei die verstellbare Klaue und der Bohrspindelkörper derart miteinander gekuppelt sind, daß sie sich
gleichzeitig bewegen und daß der Bohrspindelkörper ständig in Zentrierstellung gegenüber dem Rachen der
Klauen gehalten wird.
Eine der Befestigungsklauen des Werkstücks sitzt vorzugsweise fest auf dem Gestell der Maschine und
dient als Träger des entsprechenden Endes des Werkstücks.
Das Ende des anzubohrenden Werkstücks wird auf die untere Klaue gelegt, und die obere Klaue wird in
ao Berührung mit dem Werkstück gebracht, um letzteres beim zentrischen Anbohren festzuhalten. Andererseits
liegt die Anfangsstellung des Bohrspindelkörpers ein für allemal gegenüber den Klauen fest, und ihr nachträgliches
Einstellen für dickere oder dünnere Werkstücke erfolgt selbsttätig durch die Verschiebung der
oberen Klaue. Es geht daraus klar hervor, daß zum Festhalten des in Stellung gebrachten Werkstücks die
Klauen keine Anpreßkraft auszuüben brauchen und daß das Zentrieren von größeren und schweren Werkstücken
verhältnismäßig leicht wird.
Die obere Klaue weist zwei in entsprechenden seitlichen Ausnehmungen der unteren Klaue verschiebbare
Führungssäulen auf, wobei die unteren Enden dieser Säulen in radialen Armen einer Mutter starr befestigt
sind, deren senkrechte Verschiebung durch die Drehung einer mit ihr im Eingriff stehenden Gewindespindel
bewirkt wird.
Der Bohrspindelkörper ist in senkrechter Richtung zwischen zwei Führungen verschiebbar und wird von
einem unten in der Mitte eines Hebels gelenkig gelagerten Träger getragen, wobei der Hebel an einem
Ende an einem festen Punkt der Maschine angelenkt ist, während sein anderes Ende an der die obere Klaue
verstellenden obengenannten Mutter angelenkt ist. Dadurch wird erreicht, daß die senkrechte Verschiebung
der Achse des Bohrspindelkörpers ständig gleich der Hälfte der senkrechten Verschiebung der oberen
Klaue ist, so daß der Bohrer ständig und selbsttätig in der richtigen Zentrierlage gehalten wird.
Da der Bohrspindelkörper senkrecht verschiebbar ist, bedarf die zwischen dem Motor der Maschine und der Bohrspindel vorgesehene mechanische Übertragung eines Ausgleichs, um einen kontinuierlichen Drehantrieb der Bohrspindel sicherzustellen.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung einen zwischen einer auf der Bohrspindel sitzenden Riemenscheibe und einer auf der Motorwelle sitzenden Riemenscheibe gespannten Riemen vor, wobei der genannte Motor pendelnd aufgehängt ist, um den Bewegungen des Bohrspindelkörpers folgen zu können.
Da der Bohrspindelkörper senkrecht verschiebbar ist, bedarf die zwischen dem Motor der Maschine und der Bohrspindel vorgesehene mechanische Übertragung eines Ausgleichs, um einen kontinuierlichen Drehantrieb der Bohrspindel sicherzustellen.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung einen zwischen einer auf der Bohrspindel sitzenden Riemenscheibe und einer auf der Motorwelle sitzenden Riemenscheibe gespannten Riemen vor, wobei der genannte Motor pendelnd aufgehängt ist, um den Bewegungen des Bohrspindelkörpers folgen zu können.
Der Vorschub des Bohrers für das zentrische Anbohren des Werkstücks wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß die Bohrspindel des Bohrspindelkörpers, die das Spannfutter für den Bohrer trägt, in einer
Muffe dreh-, aber axial unverschiebbar gelagert ist,
wobei die Muffe einschließlich der Bohrspindel in axialer Richtung in einer Hülse durch Schwenken
eines Handhebels verstellbar ist, der radial in der Muffe befestigt ist und durch einen schneckenförmig
sich um einen Teil ihres Umfangs erstreckenden Führungsschlitz der Hülse hindurchgreift.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel. der erfindungsmäßigen Maschine dar, und zwar
Fig. ι in Frontansicht und
Fig. 2 in Längsschnitt nach der Linie II-II der
Abb. i.
In dem dargestellten Beispiel bezeichnet 1 das Gestell der Maschine. Auf dem von dem Gestell getragenen
waagerechten Tisch sind zwei V-förmige Klauen 2 und 3 angebracht, die als Stützen für das
Ende des zentrisch anzubohrenden Werkstücks dienen. Eine mit der Klaue 2 zusammenwirkende obere Preßklaue
4, deren Profil dem der Klaue 2 entgegengesetzt ist, ist über der Klaue 2 angeordnet. Diese obere
Klaue 4 weist zwei senkrechte in entsprechenden Bohrungen der unteren Klaue 2 verschiebbare Säulen
5, 6 auf. Die senkrechte Verschiebung der Klaue 4 bewirkt, ohne besondere Maßnahmen, das Festhalten
des Werkstücks. Die Klaue 2 hat seitliche Ausnehmungen, die so bemessen sind, daß die Klaue 4 zum
Festhalten kleinerer Werkstücke in die untere Klaue 2 eingreifen kann.
Die unteren Enden der Säulen 5 und 6 sind, z. B. mit Hilfe von Muttern 5" und 6° in den Enden 70
und 8" der mit einer Mutter 9 (Abb. 2) verbundenen Arme 7 und 8 befestigt.
Die mit der Klaue 4 starr verbundene Mutter 9 dient zur Übertragung der Bewegung der Klaue 4 auf
die den Zentrierbohrer 10 tragende Vorrichtung. Der Bohrer 10 befindet sich mit Hilfe der später beschriebenen
Vorrichtung immer in der Symmetrieachse des Spannrachens.
Die Mutter 9 steht ständig mit einer um ihre Achse drehbaren und in der Höhe gegenüber dem waagerechten
Tisch der Maschine feststehenden Gewindespindel 11 im Eingriff. Diese Gewindespindel ist durch
einen Halter 12 mit diesem Tisch verbunden. Auf dem unteren Ende der Gewindespindel 11 sitzt ein mit
einem Griff 14 versehenes Handrad 13. Daraus ergibt sich, daß eine Drehung der Gewindestange 11 eine
senkrechte Verschiebung der Mutter 9 zur Folge hat. In der in Fig. 2 dargestellten Stellung ist die Mutter 9
in ihrer Höchstellung.
An der Mutter 9 ist das eine Ende eines Hebels 15 gelenkig gelagert, dessen anderes Ende an einem festen
Punkt des Maschinengestells angelenkt ist. Jedes Ende des Hebels 15 ist mit dem entsprechenden Gelenkpunkt
durch gleiche Laschen 16, 17 verbunden. In der Mitte des Hebels 15 ist das untere Ende eines Trägers
18 angelenkt, dessen oberes Ende mit dem Bohrspindelkörper
starr verbunden ist. Dieser bewegt sich zwischen senkrechten Führungen, die vorzugsweise
mit einer mit dem Sockel 20 der unteren Klaue 2 ein Gußstück bilden. Durch die Lagerung des unteren
Endes des Trägers 18 in der Mitte des Hebels 15 bleiben
die senkrechten Bewegungen des Bohrers 10 ständig
der Hälfte der senkrechten Bewegungen der Klaue 4 gleich. Wenn also die Höheneinstellung des Bohrers 10
gegenüber der Klauen 2 und 4 anfänglich genau durchgeführt ist, bleibt die zentrische Einstellung für jede
andere Lage der Klaue 4 genau gleich, welches auch der Durchmesser des anzubohrenden Werkstücks sein
mag.
Der Bohrer 10, dessen Bohrspindel 19 durch eine
Riemenscheibe 20 angetrieben wird, muß ständig in Drehung versetzt werden können, welches auch seine
Lage gegenüber dem waagerechten Tisch der Maschine und seine Entfernung von der senkrechten Ebene der
Klauen 2 und 4 sein mag. Dies wird erfindungsgemäß durch besonders einfache und wirksame Übertragungsmittel
zwischen der Riemenscheibe 20 und dem Antriebsmotor 21 erreicht. Der Motor 21 sitzt auf einer
Bühne 22, die um eine am unteren Ende einer Stange 24, deren oberes Ende mit dem Gestell der Maschine
verbunden ist, aufgehängte Achse 23 schwenkbar geao lagert ist. Der vom Motor angetriebene Riemenscheibensatz
25, 26, 27 ist durch einen Riemen 28 mit der Riemenscheibe 20 auf der Bohrspindel verbunden.
Vorzugsweise ist die Riemenscheibe 20 etwas breiter als der Satz 25, 26, 27 einschließlich einer dem waagerechten
Vorschub des Bohrers entsprechenden zusätzlichen Breite. Es ist ersichtlich, daß der Motor 21
ständig an der Riemenscheibe 20 mittels des Riemens 28 aufgehängt ist. Bei den senkrechten Verstellungen
des Bohrspindelkörpers schwenkt also der Motor um die Achse 23 und bewirkt durch sein eigenes Gewicht
die ständige Spannung des Riemens 28.
Das freie Ende der Bühne 22 trägt einen Griff 29
zum Handanheben des Motors 21, z. B. um den Riemen 28 auf die verschiedenen Scheiben 25, 26, 27
zum Wechseln der Geschwindigkeit des Bohrers 10 aufzulegen.
Die Erfindung sieht außerdem eine besondere Handvorschubsteuerung des Bohrers vor. Die Bohrspindel 19
ist in einer gleichachsig angeordneten Muffe 30 drehbar, aber nicht längs verschiebbar gelagert, so daß
eine Längsverschiebung der Muffe 30 eine gleiche Verschiebung der Bohrspindel 19 bedingt. Um die Muffe 30
ist eine Hülse 31 angeordnet, in deren unterem Ende das obere Ende des Trägers 18 befestigt ist. In der
Muffe 30 ist das Ende eines den Vorschub des Bohrers 10 steuernden radialen Handhebels 32 befestigt. Der
Fuß 32° dieses Hebels ist in einem vorzugsweise schneckenförmigen, in der Wand der Hülse 31 vorgesehenen
Schlitz geführt, der sich über z. B. 90° des Umfangs der Hülse erstreckt. Die Hülse 31 kann
sich nicht drehen und ist außerdem durch seitliche in Führungen des obenerwähnten Sockels 20 senkrecht
gleitende Ansätze gegen waagerechte Querverschiebungen gesichert geführt. Durch die Bewegung des
Fußes 32" in dem vorgenannten Schlitz wird die Muffe 30 gedreht, wodurch sie sich mit der Bohrspindel
19 gegenüber der Hülse 31 axial verschiebt und der Bohrer 10 in Arbeitsstellung gebracht wird.
Wie bereits erwähnt, ist die Breite der Riemenscheibe derart bemessen, daß in jeder Lage des Bohrers 10
der Riemen 28 auf ihr liegt.
Claims (6)
1. Maschine zum zentrischen Anbohren von Werkstücken mit zwei Klauen zum Festhalten des
Endes des anzubohrenden Werkstücks, deren mindestens eine senkrecht verstellbar ist, und mit
einem ebenfalls senkrecht verstellbaren Bohrspindelkörper, dadurch gekennzeichnet, daß die
verstellbare Klaue (4) und der Bohrspindelkörper durch ein Hebelwerk derart miteinander gekoppelt
sind, daß sie sich gleichzeitig bewegen und der Bohrer (10) ständig in Zentrierstellung gegenüber
dem Rachen der Klauen (2, 4) gehalten wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Klaue (2) fest auf dem Gestell (1) der Maschine sitzt und das Werkstück
trägt.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Klaue (4) zwei in
entsprechenden seitlichen Ausnehmungen der unteren Klaue (2) verschiebbare Führungssäulen (5,6)
aufweist, deren untere Enden mit einer mit radialen Armen (7, 8) versehenen Mutter (9) starr
verbunden sind, deren senkrechte Verschiebung durch die Drehung einer mit ihr im Eingriff stehenden
Gewindespindel (11) bewirkt wird.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrspindelkörper in
senkrechter Richtung zwischen zwei Führungen verschiebbar ist und von einem unten in der Mitte
eines Hebels (15) gelenkig gelagerten Träger (18) getragen wird, wobei der Hebel (15) am einen Ende
an einem festen Punkt der Maschine angelenkt ist, während sein anderes Ende an der die obere
Klaue (4) verstellenden Mutter (9) angelenkt ist.
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrspindel (19) über einen Riemen zwischen einer auf der Bohrspindel sitzenden
Riemenscheibe (20) und einer auf der Motor- »00 welle sitzenden Riemenscheibe (25, 26, 27) angetrieben
wird, wobei die Riemenspannung bei senkrechter Verschiebung des Bohrspindelkörpers
durch pendelnde Aufhängung des Motors aufrechterhalten wird. lo5
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspindel (19) des Bohrspindelkörpers,
die das Spannfutter für den Bohrer trägt, in einer Muffe (30) dreh-, aber axial unverschiebbar
gelagert ist, wobei die Muffe einschließlich der Bohrspindel in axialer Richtung in einer Hülse (31)
durch Schwenken eines Handhebels (32) verstellbar ist, der radial in der Muffe befestigt ist und
durch einen schneckenförmig sich um einen Teil ihres Umfanges erstreckenden Führungsschlitz der
Hülse hindurchgreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
θ 1659 9.51
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US579037A (en) * | 1897-03-16 | Centering-machine |
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- 1950-05-16 DE DEG1923A patent/DE816046C/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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