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DE816019C - Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus pulverfoermigen Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus pulverfoermigen Massen

Info

Publication number
DE816019C
DE816019C DEP30100D DEP0030100D DE816019C DE 816019 C DE816019 C DE 816019C DE P30100 D DEP30100 D DE P30100D DE P0030100 D DEP0030100 D DE P0030100D DE 816019 C DE816019 C DE 816019C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
movement
press
powder
mold
pressing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP30100D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Silbereisen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DEP30100D priority Critical patent/DE816019C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE816019C publication Critical patent/DE816019C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/04Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with a fixed mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von PreBkörpern aus pulverförmigen Massen Bei der Herstellung von Preßkörpern aus trockenen pulverförmigen Stoffen, die sich wie beispielsweise Metallpulver durch schlechtes Fließvermögen und hohe Reibungswerte auszeichnen, wird im allgemeinen der zur Verdichtung der lose in eine Form eingeschütteten Pulver erforderliche Preßdruck zur Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Dichteverteilung durch je einen beweglichen Ober- und Unterstempel auf die Preßmasse übertragen. Bei der Herstellung von kompliziert geformten Preßlingen mit beispielsweise in der Preßrichtung liegenden Querschnittsabstufungen läßt sich die vorbeschriebene Arbeitsweise des zweiseitigen Pressens nicht durchführen. Die Forderung nach einer gleichmäßigen Dichte in den verschiedenen Querschnittselementen macht verschieden hohe, den Querschnittselementen angepaßte Pulveraufschüttungen oder Füllhöhen und damit die Aufteilung des Unterstempels in verschiedene unabhängig voneinander bewegliche Einzelstempel notwendig. In der Endphase des Preßvorganges sitzen diese Teilstempel auf einer fest auf die Presse montierten Grundplatte auf, so daß der Preßdruck lediglich vom Oberstempel aus übertragen und über die Preßmasse letztlich von der Grundplatte aufgenommen wird. Der beim zweiseitigen Pressen auf den dort von der Presse bewegten Unterstempel entfallende Anteil an der Gesamtverdichtung, der sogenannte Unterdruck, wird bei der vorstehend behandelten Preßweise durch eine Abwärtsbewegung des Preßformmantels ersetzt. Zeitlich betrachtet kann diese Bewegung synchron, verzögert oder beschleunigt im Vergleich zu der Abwärtsbewegung des Oberstempels und damit zum zeitlichen Ablauf der Pulververdichtung erfolgen, je nachdem wie das Abfließen des Pulvers aus den einzelnen Füllräumen in die benachbarten während des Verdichtungsvorganges ausgeglichen werden muß. Die Betätigung der Mantelbewegung erfolgt bei allen Pressen, gleichgültig ob sie mechanisch oder hydraulisch arbeiten, durch die Presse selbst mit Hilfe einer mechanischen Übertragung. Dabei wird der Endpunkt der Mantelbewegung während des Preßvorganges zwangsläufig erst dann erreicht, wenn die Verdichtung des Pulvers beendet ist, d. h. der Oberstempel den gesamten Preßdruck auf das Pulver übertragen hat. Der Preßling nimmt nun jedoch schon eine gewisse Zeit vor dem Ende des Verdichtungsvorganges eine weitgehend kompakte Form an, die durch das praktische Aufhören der Verschiebung der Pulverteilchen gegeneinander gekennzeichnet ist. Da andererseits aber die Mantelbewegung bis zum Ende des Preßvorganges zwangsläufig andauert, treten infolge der Relativbewegung zwischen den Pulverteilchen des vorverdichteten Preßlings und der Wand des Preßformmantels erhebliche Reibungskräfte auf, deren Auswirkung in vielen Fällen die Anwendbarkeit der durch die Kombination von Oberdruck mit einem bewegten Formmantel charakterisierten Arbeitsweise unmöglich macht: Abgesehen von dem durch die hohen Reibungskräfte bedingten, für eine Massenfertigung untragbaren Formverschleiß führt die Einwirkung dieser Kräfte auf den noch nicht endgültig verdichteten Preßling zur Ausbildung von Preßrissen, die den Preßkörper für die weitere ' Verarbeitung unbrauchbar machen.
  • Das bekannte Preßverfahren mit beweglichem von der Presse durch mechanische Übertragung gesteuerten Preßformmantel soll an Hand der Abb. i a und i b näher erläutert werden.
  • In den Abbildungen ist ein Preßwerkzeug dargestellt, das in der Hauptsache aus der auf der Presse festgespannten Grundplatte i, dem Preßformmantel 2, der Kopfplatte oder Traverse 3 und der mit der Presse verbundenen Abzugstange 4 besteht. Der Preßformmantel 2 und die Kopfplatte 3 sind durch Säulen 5 fest miteinander verbunden und können über die Abzugstange 4 durch die Presse in oder gegen die durch einen Pfeil gezeichnete Preßrichtung bewegt werden. Der Preßformmantel 2 weist einen Durchbruch 6 auf, der in Preßrichtung gesehen ebenso wie der Oberstempel ? den äußeren Umriß des zu pressenden Formkörpers wiedergibt. Der Durchbruch 6 des Preßformmantels 2 dient zur Aufnahme der Unterstempel 8 und 8a sowie des zu pressenden Pulvers g° und b bzw. des fertigen Preßkörpers g. Je nach der Anzahl der in Preßrichtung liegenden Querschnittsabstufungen ist der Unterstempel in entsprechende Stempelelemente aufgeteilt. In dem dargestellten Beispiel weist der Preßkörper zwei verschiedene Höhenstufen auf, so daß auch der Unterstempel in zwei Elementen 8 und 8a aufgeteilt ist, die unabhängig voneinander beweglich sind. Während der dem größten Formkörperquerschnitt zugeordnete Einzelstempel 8 fest auf der Grundplatte i angebracht ist, ist das Stempelelement 8a über den Stempelvorheber io mit dem Vorheberkopf ioa beweglich angeordnet, wobei die Bewegung des Stempelelementes 8a durch eine Bewegung der Kopfplatte 3 bewirkt wird.
  • In Abb. i a ist das @%'erkzeug in der sogenannten Füllstellung gezeichnet, d. h. die Einstellung der Unterstempel 8 und 8a gibt in dem Preßformmantel 2 die Füllräume ga und gb für das durch eine nicht gezeichnete Füllvorrichtung eingebrachte Preßpulver frei. Die Höhen dieser Füllräume g° und gb im Verhältnis zu den entsprechenden Höhen des fertigen Formkörpers g in Abb. i b sind durch das jeweilige Verdichtungsverhältnis des Pulvers von der losen Schüttung zum fertigen Körper gegeben.
  • Der Preßvorgang läuft nun folgendermaßen: Der Oberstempel 7 bewegt sich in Preßrichtung abwärts und verschließt durch Eintritt in die Aussparung des mit Pulver gefüllten Formmantels 2 die Füllräume g° und gb nach oben. Mit der Bewegung des Oberstempels 7, durch die das in ga und gb befindliche Pulver langsam verdichtet wird, geht eine Abwärtsbewegung des Stempelelementes 8a einher. Gleichzeitig bewegen sich auch, durch die Presse über die Abzugstange gesteuert, Kopfplatte 3 und Formmantel 2 in Preßrichtung abwärts. Sobald das Stempelelement 8a auf der Grundplatte i aufsitzt, wirkt der durch den Oberstempel 7 übertragene Volldruck der Presse auf das Pulver und führt die endgültige Verdichtung herbei. Dabei wandert der Preßformmantel 2, der mit der Presse, wie schon erläutert, verbunden ist, noch immer in Preßrichtung abwärts. Die beschriebene Stellung der Werkzeugteile zueinander kennzeichnet die sogenannte Preßstellung, die durch Abb. ib dargestellt ist.
  • Im weiteren Verlauf des l'reßvorganges wird der Preßformmantel 2 über Kopfplatte 3 und Abzugstange 4 durch die Presse noch weiter nach unten gefahren, bis der Formkörper zur Entnahme aus der Preßform freiliegt. Sodann wird das Werkzeug automatisch wieder in Füllstellung gemäß Abb. i a gebracht, worauf der Preßvorgang von neuem beginnt.
  • Auf Grund der eingehenden Untersuchung über die Ursachen der Rißbildung beim Preßvorgang, wie diese vorstehend kurz erläutert sind, wurde nun gefunden, daß eine in allen Fällen rißfreie Ausbildung der nach dem Verfahren hergestellten Preßlinge nur dann erzielt werden können, wenn die Relativbewegung zwischen Pulverteilchen und Preßformmantel in dem Augenblick beendet wird, in dem die Vorverdichtung der Pulvermasse so weit fortgeschritten ist, daß die Bewegung der Teilchen gegeneinander und gegen eine ruhend gedachte Preßformwand praktisch zum Stillstand gekommen ist. Es hat sich gezeigt, daß unter dieser Bedingung das Auftreten von Reibungskräften in einer für den Zusammenhalt des Preßkörpers schädlichen Höhe vermieden wird. Gemäß der Erfindung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Bewegung des Preßformmantels nicht zwangsläufig von der Presse her erfolgen zu lassen, sondern durch einen unabhängig von der Bewegung des Oberstempels wirkenden, während der gesamten Dauer des Preßvorganges konstanten Gegendruck zu steuern. In Ausübung der vorliegenden Erfindung wird die Mantelbewegung zweckmäßig durch einen hydraulischen Gegendruck geregelt, dessen Höhe so bemessen ist, daß er zur anfänglichen Aufrechterhaltung der durch die Mantelstellung fixierten Füllraumhöhen genügt und erst durch die während der Verdichtung selbst stetig zunehmende Reibung zwischen Pulverteilchen und Mantel überwunden wird. Es wird dadurch erreicht, daß die relative Bewegung der Pulverkörner zum Mantel mit Sicherheit zum Stillstand kommt, wenn die Beweglichkeit der Körner gegeneinander durch die zunehmende Verdichtung aufgehört hat, so daß weder überhöhte Reibungskräfte auftreten können, noch die unvermeidbaren Reibungskräfte den Zusammenhalt des Preßkörpers nachteilig beeinflussen. Durch die Anwendung eines hydraulischen Gegendruckes nach dieser Ausführungsform der Erfindung wird weiterhin erreicht, daß im Gegensatz etwa zu einer mechanischen Erzeugung der die Mantelbewegung regulierenden Kraft, beispielsweise durch Federdruck, der Gegendruck während der ganzen Dauer des Verdichtungsvorganges absolut konstant gehalten werden kann. Schließlich wird bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung im Gegensatz zu der bekannten Maßnahme der Aufhängung der Preßmatrize in Federn die an den Preßvorgang sich anschließende drucklose weitere Abwärtsbewegung des Mantels zur Freilegung des fertigen Preßkörpers aus der Preßform nicht behindert, sondern stellt eine kontinuierliche Fortsetzung des Rhythmus der Mantelbewegung dar.
  • Zur Erläuterung des Gegenstandes der Erfindung dienen die Abb. 2a und 2b, in denen ein Preßwerkzeug zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Füllstellung (Abb.2a) und in Preßstellung (Abb. 2b) schematisch dargestellt ist. Die Bezeichnungen der einzelnen Werkzeugteile entsprechen denen in Abb. i a und i b. Entsprechend dem Gedanken der Erfindung wird jedoch bei der durch die Abb. 2 a oder 2 b wiedergegebenen beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung die Bewegung des Preßformmantels 2 nicht zwangsläufig von der Presse her, sondern durch einen unabhängig von der Bewegung des Oberstempels wirkenden Gegendruck gesteuert. Zu diesem Zwecke ist die Abzugstange 4 als Kolben ausgebildet oder mit einem solchen verbunden. Dieser Kolben wird von einem Zylinder i i aufgenommen, der mit einer Flüssigkeit wie z. B. C51, Wasser oder einem 01-Wasser-Gemischgefüllt ist. In diesem Zylinder i i wird in bekannter Weise ein hydraulischer Druck erzeugt, dessen Höhe am Manometer 12 abgelesen und durch das Ventil 13 eingestellt werden kann. Der Druck im Zylinder i i wird in Füllstellung entsprechend Abb. 2 a so eingestellt, daß er zur Fixierung des Preßformmantels 2 in der durch die verlangten Höhen der Füllräume 9° und 96 bedingten Stellung gerade ausreicht. Die Höhe dieses Druckes ist abhängig von der verwendeten Pulversorte und von der Art und Formgebung des Preßkörpers durch einfache Versuche zu ermitteln.
  • Solange während der durch die Abwärtsbewegung des Oberstempels 7 bewirkten Verdichtung der Pulverteilchen die Reibungskräfte zwischen diesen und der Wand des Preßformmantels 2 noch nicht in der Lage sind, den in Zylinder i i eingestellten hydraulischen Gegendruck zu überwinden, wird der Preßformantel 2 durch diesen Gegendruck in seiner Stellung gehalten, so daß sich die Pulverteilchen in die Verdichtungsrichtung relativ zur Wand der Preßform 2 bewegen. Wenn die Reibungskräfte zwischen Pulverteilchen und der Wand des Preßformmantels 2 groß genug geworden sind, um diesen Gegendruck zu überwinden, wandert der Preßformmantel in dem Maße nach unten, in dem die Pulverteilchen entsprechend ihrer Verdichtung noch eine Bewegung ausführen, so daß in diesem Stadium des Preßvorganges die Relativbewegung zwischen Pulverteilchen und Preßformmantel zum Stillstand gelangt. Durch diese Maßnahme wird das Auftreten von überhöhten Reibungskräften und damit die Gefahr der Rißbildung wirksam verhindert und der Verschleiß der Preßform beträchtlich herabgesetzt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRCCHE: i. Verfahren zum Pressen von pulverförmigen Massen mit Oberstempel und beweglichem Preßformmantel, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Formmantels durch die von der zu verdichtenden Masse erzeugten Reibungskräfte erfolgt und durch einen Gegendruck gesteuert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Mantelbewegung durch einen hydraulischen Gegendruck vorgenommen wird.
DEP30100D 1949-01-01 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus pulverfoermigen Massen Expired DE816019C (de)

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DEP30100D DE816019C (de) 1949-01-01 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus pulverfoermigen Massen

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DEP30100D DE816019C (de) 1949-01-01 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus pulverfoermigen Massen

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DE816019C true DE816019C (de) 1951-10-08

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DEP30100D Expired DE816019C (de) 1949-01-01 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus pulverfoermigen Massen

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