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DE815473C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Abwaessern durch Klaerung und Versickerung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Abwaessern durch Klaerung und Versickerung

Info

Publication number
DE815473C
DE815473C DEQ47A DEQ0000047A DE815473C DE 815473 C DE815473 C DE 815473C DE Q47 A DEQ47 A DE Q47A DE Q0000047 A DEQ0000047 A DE Q0000047A DE 815473 C DE815473 C DE 815473C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
well
waste water
treatment
infiltration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEQ47A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1617064U (de
Inventor
Artur Quast
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEQ47A priority Critical patent/DE815473C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE815473C publication Critical patent/DE815473C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D36/00Filter circuits or combinations of filters with other separating devices
    • B01D36/02Combinations of filters of different kinds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/02Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration
    • B01D24/04Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration the filtering material being clamped between pervious fixed walls
    • B01D24/08Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration the filtering material being clamped between pervious fixed walls the filtering material being supported by at least two pervious coaxial walls
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/38Feed or discharge devices
    • B01D24/42Feed or discharge devices for discharging filtrate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Biological Treatment Of Waste Water (AREA)
  • Treatment Of Biological Wastes In General (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Abwässern durch Klärung und Versidkerung Es ist bekannt, Abwasser durch eine Anzahl von Klärgruben zu führen und dann im Erdboden versickern zu lassen. Hierbei hat man die eigentliche Sickergrube auch bereits derart angelegt, daß dje Versickerung des geklärten Abwassers in das Grundwasser erfolgte. In allen Fällen war jedoch die Versickerungsgrube in Form eines Schachtes ausgebildet, dessen Boden offen war, so daß die Versickerung über die Fläche des Bodens erfolgte.
  • Man hat auch schon die Wandung der Siekergrube zur Vergrößerung der wirksamen Fläche in der Weise herangezogen, daß diese durch Unterbrechungen oder bei Ziegelbrunnen infolge der Zwlischenräume zwischen den einzelnen lose aufeinander geschichteten Ziegeln als zusätzliche Versickerungsfläche wirkte. Allen diesen bisher bekannten Anlagen war der Nachteil gemeinsam, daß sie eine kurze Lebensdauer besaßen und darüber hinaus einen verhältnismäßig hohen Kostenaufwand erforderten. Daneben war ihre Leistungsfähilgkeit noch in bezug auf die zu versickernden Wassermengen verhältnismäßig gering, ihre Reinigung umständlich und teuer. Insbesondere waren sie auch gegenüber zusätzlichen stoßweisen Beanspruchungen, wie sie beispielsweise durch starke Niederschläge hervorgerufen werden, sehr empfindlich und konnten diese nicht mehr aufnehmen.
  • Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Behandlung von Abwässern durch Klärung und Versickerung und hat sich zum Ziel gesetzt, die geschilderten Nachteile mit einfachen Mitteln zu beseitigen. Erfindungsgemäß kann dies im wesentlichen dadurch erreicht werden, daß das geklärte Abwasser über bei der Wassergewinnung bekannte Brunnenfilter zum Versickern gebracht wird. Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht daher im wesentlichen darin, das Brunnenfilter, welches sich bei der Wassergewinnung als zuverlässig und leistungsfähig erwiesen hat, auch für die Versickerung von geklärtem Abwasser zu benutzen.
  • Eine Anlage zur Durchführung des neuen Verfahrens nach der Erfindung besteht im wesentlichen aus einem regelrechten mit Filterrohren ausgestatteten Rohrbrunnen, wobei die Filterrohre auch in üblicher Weise von einer oder mehreren Kiesschüttungen umgeben sein können. Dieser Rohrbrunnen kann in bezug auf seine wirksamen Filterrohre vorzugsweise bis in das Grundwasser hineingebracht werden und am Boden eines Schachtes von verhältnismäßig geringer Tiefe angeordnet sein. Vorteilhaft wird gemäß der Erfindung dem Rohrbrunnen ein Filter mit porösem Filtermaterial vorgeschaltet, das zweckmäßig innerhalb einer Tauchglocke angeordnet ist. Das Filter kann gemäß der Erfindung vorteilhaft leicht abnehmhar auf dem Rohrbrunnen angeordnet sein und gegebenenfalls mit einer Belüftungseinrlichtung ausgestattet sein, um mit ihm gleichzeitig eine biologische Klärung durchführen zu können.
  • Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind in der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung beispielsweise erläutert ist.
  • Es bezeichnet I einen beispielsweise mit Betonrohren ausgekleideten Brunnenschacht, welcher am Boden durch eine undurchlässige Sohle 2 abgeschlossen ist. In der Sohle 2 ist ein regelrechter Rohrbrunnen 3 mit Brunnenfiltern 4 angeordnet, welche von einer Kiesschüttung 5 umgeben sein können. Am Kopf des Rohrbrunnens 3 ist ein Filter 6 dem Rohrbrunnen 3 vorgeschaltet, dessen Füllung aus scharfkantigern, porösem Filtermaterial, wie beispielsweise Bimskies, Perlkoks oder Schlacke besteht. Das Filter 6 wird von einer nach unten offenen Tauchglocke 7 umgeben, welche über das Aufsatzrohr 8 mit der Außenluft in Verbindung steht. Der Innenraum des Filters 6 steht gleichfalls über ein Aufsatz rohr g mit der Außenluft in Verbindung, und es kann gegebenenfalls auf dem Aufsatzrohr g eine Ventilatoreinrichtung IO angeordnet sein.
  • Die dargestellte Anlage arbeitet in folgender Weise: Das in den üblichen meistens drei Klärgruben vorgeklärte Abwasser tritt in den Schacht 1 durch das Rohr 1I ein. Bei Betrieb der Anlage steht der Abwasserspiegel in dem etwa 2 bis 3 m tiefen Schacht 1 immer in einer Höhe, daß sich etwaige Fettbestandteile außerhalb der Tauchglocke 7 absetzen. Das Abwasser tritt aus dem Schacht I durch die untere Öffnung der Tauchglocke 7 in das Filter6, wird dort von Schlammbestandteilen befreit und geht durch den Rohrbrunnen 3, die Brunnenfilter 4 und die Kiesschüttung 5 in die Erde. Bei normalen Hausanlagen wird der Abwasserspiegel im Schacht 1 während der Nacht absinken, so daß die Füllung des Filters 6 einem Sauerstoffzutritt ausgesetzt wird. Die dazu erforderliche Belüftung wird durch die Aufsatzrohre 8 und 9 und gegebenenfalls durch den Ventilator Io erlelichtert, indem Luft durch das Aufsatzrohr g angesaugt und Frischluft durch das Aufsatzrohr 8 in das Filtermaterial 6 eintritt.
  • Bemerkt sei, daß die Höhe des Aufsatz rohres 9 in der Zeichnung verkürzt dargestellt ist und daß das Aufsatzrohr 9 in der Regel die Höhe eines regelrechten Schlotes oder Kamin besitzt. In dieser Weise kann also die für eine biologische Klärung notwendige Sauerstoffzufuhr zu dem Material des Filters 6 selbsttätig herbeigeführt werden.
  • Der Filter 6 ist auf dem Rohrbrunnen 3 leicht abnehmbar angeordnet, und es kann zwischen seiner Unterseite und dem Kopf des Rohrbrunnens vorzugsweise eine elastische Dichtung Anwendung finden. Ein Stutzen 12 ragt hierbei zweckmäßig in das Innere des Rohrbrunnens 3 hinein.
  • Zum Zwecke der Reinigung wird zunächst das Abwasser aus dem Schachts abgepumpt, sodann das Filter 6 mit der Tauchglocke 7 herausgezogen und durch Spülung gereinigt oder die Filtermasse erneuert. Diese Arbeit kann daher mit einem sehr geringen Aufwand an Zeit und Kosten durchgeführt werden. Es kann auch eine Reinigung des Filterbrunnens selbst nach Art einer Rückspülung durchgeführt werden, indem das Wasser beim Reinigen eine Zeitlang aus dem Filterbrunnen 3 abgepumpt wird.
  • In dieser und ähnlicher Weise kann durch die Erfindung eine Versickerungsanlage geschaffen werden, welche an Lebensdauer, Kostenaufwand, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit sowie durch leichte tSberwachungs- und Reinigungsmöglichkeit allen bisher bekannten Einrichtungen überlegen ist.
  • Die Erfindung kann insbesondere auch bei alten Versickerungsanlagen verwirklicht werden, indem in diese ein Rohrbrunnen nach dem Vorschlag der Erfindung eingebaut wird.
  • Für die Erfindung sind grundsätzlich alle Brunnenfilterbauarten anwendbar, wie sie bei Gewinnungsbrunnen bekannt sind. Praktisch haben sich besonders Rundstabfilter bewährt.
  • Die Erfindung ist mit den dargestellten und heschriebenen Ausführungbeispielen nicht erschöpft, sondern kann konstruktiv noch in beliebig anderer Weise verwirklicht werden. In den Fällen, wo gleichzeitig eine biologische Klärung erwünscht ist, kann die hierfür notwendige Belüftung des vorgeschalteten Filters nicht allein durch die bei Hausanlagen eintretende stoßweise Belastung, sondern bei großen Anlagen auch in der Weise erreicht werden, daß die einzelnen Versickerungsgruben wechselweise zu- und abgeschaltet werden.
  • PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Behandlung von Abwässern durch Klärung und Versickerung, dadurch gekennzeichnet, daß das geklärte Abwasser über bei der Wassergewinnung bekannte Brunnenfilter zum Versickern gebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Klär- bzw. Versickerungsanlage des Ver- fahrens nach Anspruch I, gekennzeichnet, durch einen mit ßrunnenfiltern ausgerüsteten Versickerungshrunnen.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die I3runnenfilter mit einer oder mehreren Kiesschüttungen versehen sind.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohrbrunnen ein Filter mit poröser Füllung vorgeschaltet ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter innerhalb einer Tauchgiocke angeordnet ist.
    6. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter leicht abnehmhar auf dem Rohrbrunnen angeordnet ist.
    7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter mit einer Belüftungseinrichtung ausgestattet ist.
DEQ47A 1950-05-26 1950-05-26 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Abwaessern durch Klaerung und Versickerung Expired DE815473C (de)

Priority Applications (1)

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DEQ47A DE815473C (de) 1950-05-26 1950-05-26 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Abwaessern durch Klaerung und Versickerung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE815473C true DE815473C (de) 1951-10-01

Family

ID=7394275

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEQ47A Expired DE815473C (de) 1950-05-26 1950-05-26 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Abwaessern durch Klaerung und Versickerung

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DE (1) DE815473C (de)

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