DE814984C - Verfahren zum Polieren und Glaenzen von Gegenstaenden aus Aluminium und Aluminiumlegierungen - Google Patents
Verfahren zum Polieren und Glaenzen von Gegenstaenden aus Aluminium und AluminiumlegierungenInfo
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- DE814984C DE814984C DEV955A DEV0000955A DE814984C DE 814984 C DE814984 C DE 814984C DE V955 A DEV955 A DE V955A DE V0000955 A DEV0000955 A DE V0000955A DE 814984 C DE814984 C DE 814984C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
- C23F3/00—Brightening metals by chemical means
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Description
- Verfahren zum Polieren und Glänzen von Gegenständen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen . Die gegenwärtig gebräuchlichen Verfahren zum Glänzen bestehen in der Behandlung von Gegenständen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen in sauren Bädern mit oder ohne Verwendung von elektrischem Strom. Es ist insbesondere bekannt, als Bäder Gemische von Säuren zu verwenden, wie Phosphorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, in Gegenwart von mehr oder weniger großen Mengen Wasser. Diese Verfahren ergeben eine Glanzwirkung, aber keine Polierwirkung. Es ist bis heute nicht gelungen, das Glänzendmachen und das Polieren in einem einzigen Arbeitsgang zu verwirklichen.
- Die vorliegende Erfindung bezweckt, dieses Ergebnis zu erhalten und ermöglicht im übrigen die Erzielung eines Glanzes, der lebhafter und strahlender ist als der Glanz von Oberflächen, die mit bis heute bekannten Verfahren behandelt worden sind. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Polieren und Glänzendmachen von Gegenständen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, den zu behandelnden Gegenstand in ein Bad einzutauchen, das nicht nur, wie schon bekannt, Schwefelsäure, Phosphorsäure und Salpetersäure in konzentriertem Zustande enthält, sondern auch noch eine schwache Säure, die fähig ist, mit der Phosphorsäure einen Komplex zu bilden. Diese schwache Säure kann insbesondere Molybdänsäure, Jodsäure, Vanadinsäure, Borsäure, Wolframsäure usw. sein.
- Die oben angegebenen Säuren werden für die Bereitung des Bades in konzentriertem Zustand verwendet. Man kann z. B. Phosphorsäure von 65' B6, Salpetersäure von 40° B6 oder rauchende Salpetersäure und Schwefelsäure von 6o' oder 66' Be oder gar Oleum verwenden.
- Die gegenseitigen Verhältnisse der Badbestandteile können in ziemlich weiten Grenzen schwanken. So können die Gewichtsprozente für die Phosphorsäure annähernd 15 bis 6o0/0, für die Salpetersäure 5 bis 50°/0, für die Schwefelsäure 15 bis 70% und für die schwache Säure, z. B. Borsäure, i bis 30% betragen. Das Bad kann auch eine geringe Menge, z. B. i bis 1o0/0 Salzsäure, enthalten.
- Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn man das Bad auf einer Temperatur von ungefähr 9o bis 95' C hält. Die Eintauchdauer hängt vom Zustand des zu behandelnden Stückes ab. Im allgemeinen genügt ein Eintauchen von i bis 3 Minuten, um die Glanzwirkung zu erreichen; die für das Polieren notwendige Zeit hängt von der Bedeutung der auszumerzenden Fehler ab. Infolge der hohen Konzentration des Bades besitzt letzteres eine ausgesprochen starke Wirkung, die man nicht unnützerweise lange andauern lassen soll.
- In der Praxis kann man feststellen, daß die Anwesenheit von Borsäure, welche die Korrosionswirkung des Bades mildert, einen vorherrschenden EinfluB auf die Lebhaftigkeit des erzielten Glanzes ausübt und der Oberfläche des zu behandelnden Gegenstandes ein sehr hohes Reflexionsvermögen verleiht.
- Für das Verfahren ist die Verwendung von elektrischem Strom nicht nötig. Es kann hingegen auch unter Verwendung von Strom durchgeführt werden, wobei dann das Aluminiumstück in bekannter Weise als Anode verwendet wird.
- Die folgenden Beispiele, welche die Erfindung in keiner Weise einschränken, zeigen, wie ausgezeichnete Ergebnisse liefernde Bäder zusammengesetzt werden können unter Verwendung von den oben angeführten Säuren in konzentriertem Zustand; die Verhältnisse sind in Gewichtsprozenten angegeben. Beispiel i Phosphorsäure........... 23,40/, Schwefelsäure ........... 32,10/0 Salpetersäure............ 34% Borsäure . . . . . . . . . . . . . . . . 1o,50/0 Beispiel 2 Phosphorsäure . . . . . . . . . . . . 27% Schwefelsäure ...... * ' .... 65% Salpetersäure . . . . . . . . . . . . . 5% Borsäure . . . . . . . . . . . . . . ... 2% Salzsäure ................ i0/0 Beispiel 3 Phosphorsäure . . . . . . . . . . . . 41% Schwefelsäure ............ 250/0 Salpetersäure . . . . . . . . . . . . . 30% Borsäure . . . . . . . . . . . . . . . . . 4% Nach der Behandlung und nach Spülen können die Oberflächen der glänzend gemachten Gegenstände je nach Wunsch einem anodischen Oxydationsverfahren unterworfen werden, ohne daß der Glanz dabei beeinträchtigt wird, oder sie können mit Lacken oder Firnissen überzogen werden.
- In den oben angegebenen Badzusammensetzungen kann die Borsäure durch eine andere schwache Säure, wie Vanadinsäure, Wolframsäure, Molybdänsäure, Jodsäure, ersetzt werden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Polieren und Glänzen von Gegenständen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen durch Eintauchen derselben in ein Phosphorsäure, Salpetersäure und Schwefelsäure in konzentriertem Zustand enthaltendes Bad, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Bad noch eine schwache Säure enthält, die fähig ist, mit der Phosphorsäure einen Komplex zu bilden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als schwache Säure Molybdänsäure, Jodsäure, Vanadinsäure, Borsäure oder Wolframsäure verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Bad noch Salzsäure in geringen Mengen enthält.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphorsäure in Mengen von 15 bis 6o0/0, die Salpetersäure in Mengen von 5 bis 5o0/0, die Schwefelsäure in Mengen von 15 bis 70% und die schwache Säure in Mengen von i bis 30% im Tauchbade benutzt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Tauchbade gegebenenfalls mitbenutzte Salzsäure in Mengen von i bis 1o0/0 angewendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE814984X | 1949-08-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE814984C true DE814984C (de) | 1951-09-27 |
Family
ID=3881291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV955A Expired DE814984C (de) | 1949-08-23 | 1950-05-04 | Verfahren zum Polieren und Glaenzen von Gegenstaenden aus Aluminium und Aluminiumlegierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE814984C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE934264C (de) * | 1952-07-29 | 1955-10-13 | Ver Leichtmetall Werke Ges Mit | Verfahren zum chemischen Glaenzen von Gegenstaenden aus Aluminium und Aluminium-Legierungen |
| DE1073827B (de) * | 1960-01-21 | Vereinigte Deutsche Metallwerke Aktiengesellschaft, Frankfurt/M.-Heddernheim | Glänzbeizen für Aluminium und Aluminiumlegierungen | |
| DE1247806B (de) * | 1959-02-04 | 1967-08-17 | Minbrite Holdings Ltd | Waessrige Loesung und Verfahren zum Glaenzen und Aufhellen von Aluminium |
-
1950
- 1950-05-04 DE DEV955A patent/DE814984C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073827B (de) * | 1960-01-21 | Vereinigte Deutsche Metallwerke Aktiengesellschaft, Frankfurt/M.-Heddernheim | Glänzbeizen für Aluminium und Aluminiumlegierungen | |
| DE934264C (de) * | 1952-07-29 | 1955-10-13 | Ver Leichtmetall Werke Ges Mit | Verfahren zum chemischen Glaenzen von Gegenstaenden aus Aluminium und Aluminium-Legierungen |
| DE1247806B (de) * | 1959-02-04 | 1967-08-17 | Minbrite Holdings Ltd | Waessrige Loesung und Verfahren zum Glaenzen und Aufhellen von Aluminium |
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