DE814456C - Verfahren und Ofen zum Gluehen von Draht und Metallbaendern, z. B. Bandeisen - Google Patents
Verfahren und Ofen zum Gluehen von Draht und Metallbaendern, z. B. BandeisenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C21D9/52—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
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Description
- Verfahren und Ofen zum Glühen von Draht und Metallbändern, z. B. Bandeisen Zum Glühen von Draht, beispielsweise in Drahtverzinkereien, verwendet man zur Zeit Muffelöfen, in denen die Drähte beim Durchziehen indirekt beheizt «erden. Hierbei erhitzen die Heizgase die Muffeldecke, von der die Wärme durch Strahlung auf die auf dem Boden gleitenden Drähte übertragen wird. Die Gase «-erden nach oben abgezogen und kommen mit den Drähten im wesentlichen nicht in Berührung. Die Erfindung weist zum Glühen von Draht und Metallbändern, z. B. Bandeisen, einen neuen Weg, der gegenüber der bisherigen Arbeitsweise sowohl eine erhebliche Ersparnis an Heizgas als auch eine bedeutende Verkleinerung der Ofenabmessungen bringt. Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß das zu glühende Gut durch einen engen Kanal gezogen wird, durch den im Gegenstrom zum Glühgut Heizgase streichen. Die Wärmeübertragung erfolgt hierbei also in der Hauptsache durch Konvektion. Zweckmäßig ist in den Ofen nach der Erfindung nahe dem Glühgutaustrittsende des engen Kanals ein vorzugsweise unmittelbar auf das Glühgut wirkender Brenner eingebaut. In der Nähe des Glühguteintrittsendes sieht man vorteilhaft eine Absaugevorrichtung vor.
- In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigt Fig. i einen Längschnitt durch einen Drahtglühofen, Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II-11 in Fig. i, Fig.3 einen Längsschnitt durch einen mit Führungsrohren ausgestatteten Drahtglühofen, Fig. .4 den Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 und Fig. 5 einen Querschnitt durch einen mit Führungsrillen vei:sehenen Kanal.
- Durch den engen Kanal i werden die Drähte in Richtung des Pfeils 2 hindurchgezogen. Die lichte 11iilie des Kanals i kann beispielsweise 5 cm betragen, seine Breite richtet sich nach der Zahl der in kleinen Abständen nebeneinander geführten Drähte. In der Nähe des Drahtaustrittsendes sind oberhalb des Kanals i zwei Flächenbrenner 3 und -1 hintereinander angeordnet, deren die Glühzone begrenzende Flammen unmittelbar auf die Drähte wirken. Durch die Flächenwirkung der Brenner wird eine gleichmäßige Erhitzung der Drähte erzielt. In der Nähe des Drahteinlaufes trägt der Ofen einen Lüfter 5, dessen Saugleitung 6 vom Kanal i abgeht und einen Regelschieber 7 aufweist. Die von den Brennern 3, 4 kommenden Heizgase streichen im Gegenstrom zu den Drähten durch den engen Kanal i und werden durch den Lüfter 5 abgesaugt.
- Infolge der durch den kleinen Kanalquerschnitt bedingten hohen Gasgeschwindigkeit ist der Wärmeübergang von den Gasen auf die Drähte sehr gut, so daß die Gase ihre Wärme schon nach Zurücklegung einer verhältnismäßig kurzen Strecke an die Drähte abgegeben haben. Es ergibt sich daher eine außerordentlich geringe Baulänge für den Ofen. So ist z. 13. ein gemäß der Erfindung ausgeführter Ofen nur halb so lang wie ein Muffelofen bisheriger Bauart von derselben Leistung. Auch in der Höhe und Breite haben die Ofen nach der Erfindung wegen des Fortfalls des Gewölbes und der weitläufigen Heizkanäle erheblich kleinere Abmessungen als die bisher verwendeten Ofen. Bei der Bauart nach .der Erfindung sind außerdem die Wärmeverluste auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Insbesondere sind die Abwärmeverluste sehr gering, weil den Gasen die ihnen innewohnende Wärme infolge des guten Wärmeübergangs von den Drähten so weitgehend entzogen wird, daß ihre Austrittstemperatur sehr niedrig ist, z. B. nur ioo° C beträgt.
- Der Kanal i ist am Drahteintrittsende z. B. durch eine mit einem Schlitz versehene Kappe 8 abgeschlossen, damit von dem Lüfter 5 möglichst wenig Falschluft angesaugt wird. Man kann dies auch dadurch erreichen, daß man den Eintrittsquerschnitt des Kanals zwischen den Drähten mit Asbest verstopft. Um am Drahtaustrittsende das Eintreten von Falschluft zu verhindern, stimmt man den Gasdruck der Brenner 3, 4 derart mit der Saugwirkung des Lüfters 5 ab, daß an der Drahtaustrittsstelle ein geringer Überdruck herrscht. Man erkennt das daran, daß an dieser Stelle Flammen herausschlagen.
- Damit die Drähte sich in dem engen Kanal i nicht verflechten, was ein ungleichmäßiges Glühen zur Folge haben würde, werden sie zweckmäßig einzeln geführt. Dies kann, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, mit Hilfe von Rohren 9 geschehen, die in den Ofen eingesetzt sind und sich vom Drahteintrittsende bis an den Brenner 4 erstrecken, also für je einen Draht einen Teil des engen Kanals bilden. Um den Austritt der Heizgase zu ermöglichen, haben die Führungsrohre 9 dem Saugrohr 6 gegenüberliegende Öffnungen io. Zur Führung der Drähte kann man auch auf dem Boden des Kanals i Rinnen 13 (Fig. 5) anbringen, die entweder durch entsprechend gestaltete Formsteine oder durch rechenartig gebogene Einsatzbleche gebildet sein können. Diese Rinnen können sich über einen mehr oder weniger großen Teil des Kanals erstrecken.
- Die Erfindung ist auch für das Glühen von Metallbändern, z. B. von Bandeisen, verwendbar.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Glühen von Draht und Metallbändern, z. B. Bandeisen, dadurch gekennzeichnet, daß das Glühgut durch einen engen Kanal (i) gezogen wird, durch den im Gegenstrom zum Glühgut Heizgase mit hoher Geschwindigkeit streichen.
- 2. Glühofen für ein Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des Glühgutaustrittsendes des engen Kanals (i) ein vorzugsweise unmittelbar auf das Glühgut wirkender Brenner (3,.4) vorhanden ist.
- 3. Glühofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Brenner (3, 4) hintereinander angeordnet sind.
- 4. Glühofen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Brenner die Form eines Flächenbrenners zur Beheizung mehrerer nebeneinander geführter Drähte, Metallbänder o. dgl. besitzt.
- 5. Glühofen für ein Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Nähe des Glühguteintrittsendes des engen Kanals (i) eine Absaugevorrichtung (5) für die Heizgase befindet.
- 6. Verfahren zum Betrieb des Glühofens nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdruck des Brenners (3, 4) und die Wirkung der Absaugevorrichtung (5) derart aufeinander abgestimmt sind, daß am Glühgutaustrittsende des engen Kanals (i) die Heizgase einen geringen Überdruck haben.
- 7. Glühofen für ein Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Glühgutes Rohre (9) vorgesehen sind, die einen Teil des engen Kanals bilden. B.
- Glühofen nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrohre (9) in ihrer Wandung nahe der Absaugevorrichtung (5) Austrittsöffnungen (io) für die Heizgase haben.
- 9. Glühofen für ein Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Glühgutes in dem engen Kanal Rinnen (i3) vorgesehen sind. io. Glühofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnen (13) durch ein rechenartig gebogenes Blech gebildet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW353A DE814456C (de) | 1949-11-10 | 1949-11-10 | Verfahren und Ofen zum Gluehen von Draht und Metallbaendern, z. B. Bandeisen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW353A DE814456C (de) | 1949-11-10 | 1949-11-10 | Verfahren und Ofen zum Gluehen von Draht und Metallbaendern, z. B. Bandeisen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE814456C true DE814456C (de) | 1951-09-24 |
Family
ID=7590767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW353A Expired DE814456C (de) | 1949-11-10 | 1949-11-10 | Verfahren und Ofen zum Gluehen von Draht und Metallbaendern, z. B. Bandeisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE814456C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082741B (de) * | 1956-01-23 | 1960-06-02 | Schilde Maschb Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Anwaermen von Werkstuecken aus Nichteisenmetallen |
-
1949
- 1949-11-10 DE DEW353A patent/DE814456C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082741B (de) * | 1956-01-23 | 1960-06-02 | Schilde Maschb Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Anwaermen von Werkstuecken aus Nichteisenmetallen |
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