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DE814189C - Gasentladungsvorrichtung mit einer Kathode, einer Steueranode und einer Hauptanode - Google Patents

Gasentladungsvorrichtung mit einer Kathode, einer Steueranode und einer Hauptanode

Info

Publication number
DE814189C
DE814189C DEP41180A DEP0041180A DE814189C DE 814189 C DE814189 C DE 814189C DE P41180 A DEP41180 A DE P41180A DE P0041180 A DEP0041180 A DE P0041180A DE 814189 C DE814189 C DE 814189C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cathode
anode
discharge device
gas discharge
channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP41180A
Other languages
English (en)
Inventor
Mark Allan Townsend
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AT&T Corp
Original Assignee
Western Electric Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Western Electric Co Inc filed Critical Western Electric Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE814189C publication Critical patent/DE814189C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0064Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)

Landscapes

  • Lasers (AREA)

Description

  • Gasentladungsvorrichtung mit einer Kathode, einer Steueranode und einer Hauptanode Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Entladungsvorrichtungen und insbesondere auf Vorrichtungen solcher Art vom Kaltkathodentyp.
  • Die Erfindung hat als besonderes Ziel, die Strombelastbarkeit solcher Vorrichtungen zu vergrößern, hohe Ströme bei relativ niedrigen Betriebsspannungen zu erzielen, große Unterschiede zwischen Zünd- und Brennspannungen zu verwirklichen, die betriebsmäßige Lebensdauer zu verlängern sowie Form und Aufbau zu vereinfachen.
  • Nach einer beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung enthält eine Gasentladungsvorrichtung eine kalte Kathode, eine Haupt- oder Arbeitsanode und eine Hilfs- oder Steueranode, die mit der Kathode zusammenarbeitet. Die Kathode ist mit einem Paar oder mehreren Paaren von Teilen aus feuerfestem Metall, wie Molybdän oder Tantal, ausgestattet oder ausgebildet, die so angeordnet sind, daß sie einen Kanal oder eine Gruppe von Kanälen begrenzen und solchen Abstand voneinander haben, daß bei Betrieb der Vorrichtung die negativen Glimmbereiche des Paares bzw. jedes Paares solcher Teile sich überlappen. Die beiden Kathodenteile werden durch Platten dargestellt, die so zueinander angeordnet sind, daß sie einen V-förmigen Kanal bilden, dessen Breite im Vergleich zu seiner Tiefe klein ist. Die Hilfs- oder Steueranode kann aus einem Draht oder Stab bestehen, der gegenüber oder in der Nähe der offenen Seite des Kanals liegt; die-Haupt- oder Arbeitsanode kann ebenfalls aus einem Draht oder Stab bestehen, der verhältnismäßig weit von der Kathode angebracht ist.
  • Die Erfindung und die obengenannten sowie noch weitere Merkmale derselben werden klarer und vollständiger aus der folgenden Beschreibung verständlich, und zwar in Verbindung mit der Zeichnung. Iii, der Zeichnung zeigt Fig. i teils eine perspektivische Ansicht einer elektrischen Entladungsvorrichtung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung und teils eine Schaltskizze, welche eine Verwendungsart der Vorrichtung veranschaulicht, Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht ,der Kathode und Hilfsanode einer Vorrichtung gemäß Fig. i, mit Darstellung der Form und der gegenseitigen Lage dieser Elektroden, Fig. 3 ein Schaubild, welches die typischen Arbeitskennlinien einer Vorrichtung nach der Ausführung gemäß Fig. i veranschaulicht, Fig. 4 und 5 Ansicht bzw. Draufsicht einer elektrischen Entladungsvorrichtung nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung mit Elektroden, die einen Anlaßspalt begrenzen, Fig. 6 teils eine Ansicht der in Fig. 4 und 5 gezeigten Vorrichtung und teils ein Schaltbild, welches eine Verwendungsart dieser Vorrichtung veranschaulicht, Fig. 7 und 8 Ansicht bzw. Draufsicht einer elektrischen Entladungsvorrichtung nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, wobei das umschließende Gehäuse aufgebrochen ist, Fig. 9 und io Ansicht bzw. Draufsicht einer elektrischen Entladungsvorrichtung bei aufgebrochenem Gehäuse, die eine andere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht und insbesondere für solche Verwendungen geeignet ist, wo sehr starke Ströme gewünscht werden.
  • Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß die in Fig. i und 2 dargestellte Vorrichtung eine aus Glas bestehende Umhüllung 2o mit einem Sockel oder Quetschfuß 21 aufweist und eine Gasfüllung enthält. Die Gasfüllung kann beispielsweise aus Argon bei einem Druck in der Größenordnung von 15 mm Hg oder einem Gasgemisch aus z. B. 99°/o Neon und i°/0 Argon bei einem Druck in der Größenordnung von 65 mm Hg bestehen. In dem Gehäuse sind eine Kathode 22, eine Haupt-oder Arbeitsanode 23 und eine Hilfs- oder Steueranode 24 angebracht. Die Kathode 22 besteht aus zwei Blechen oder Platten 25 aus feuerfestem Metall, z. B. Molybdän oder Tantal, welche z. B. durch Schweißung an einem Ende fest miteinander verbunden sind und von einem kräftigen Draht oder Stab 26, der in dem Sockel 21 eingeschmolzen. ist, gehalten wird. Die Kathodenbleche oder -platten 25 besitzen divergierende Teile, die einen V-fötmigen Kanal 27 begrenzen. Die Haupt- oder Arbeitsanode 23 besteht aus einem kurzen Metallstab, z. B. aus Nickel, der in dem Sockel 21 eingeschmolzen ist.
  • Die Hilfs- oder Steueranode 24 besteht aus einem linearen Draht oder Stab, z. B. aus Molybdän, der der offenen Seite des Kanals 27 gegenüberliegt und parallel zu sowie in gleichmäßigem Abstand von den Enden der Kathodenplatten 25 angrenzend an die letzteren angeordnet ist. Die Hilfsanode wird von einem kräftigen Draht oder Stab 28 gehalten, der in dem Sockel 21 eingeschmolzen ist.
  • Die Kathode ist so bemessen, daß beim Betrieb der Vorrichtung die negativen Glimmbereiche der ;-den Kanal 27 begrenzenden Kathodenflächen sich überlappen. Bei einer speziellen Ausführung, die für den Betrieb mit Potentialen in der später angegebenen Größenordnung bestimmt ist, können die Bleche oder Platten 25 12,7 mm breit sein, während der Kanal 27 eine Tiefe von 9,5 mm und an seiner offenen Seite eine Weite von 1,6 mm aufweisen kann. Die Hauptanode kann 6,35 mm lang sein und einen Durchmesser von 1,3 mm haben; die Hilfs- oder Steueranode kann einen Durchmesser von 1,5 mm aufweisen und von der offenen Seite 1,6 mm Abstand haben. Die Gasfüllung und' der Gasdruck können entsprechend den bereits gemachten Angaben gewählt werden. Der Abstand zwischen der Hauptanode und der offenen Seite des Kanals 27 kann etwa i9,i mm betragen.
  • In Fig. i ist ein typischer Gleichrichterkreis dargestellt, der die erläuterte Vorrichtung enthält. Die Wechselstromspeisequelle 29, die in Reihe mit der als Widerstand dargestellten Gleichstrombelastung 30 liegt, ist zwischen die Kathode 22 und die Hauptanode 23 geschaltet. Die Hilfsanode 24 ist über einen großen Widerstand 31, beispielsweise in der Größenordnung von 5oooo Ohm, mit der Hauptanode 23 verbunden und wird als Anlaßelektrode verwendet.
  • Beim Betrieb läßt die Hilfsanode 24 die Stromleitung in der Vorrichtung während der Halbwelle einsetzen, während welcher die Hauptanode 23 mit Bezug auf die Kathode positiv ist; der zur Anode 24 fließende Strom ist dabei durch den Widerstand 31 auf einen kleinen Wert begrenzt. Sobald eine Entladung zwischen der Kathode 22 und der Anode 24 zustande gekommen ist, bricht der Spalt zwischen der Kathode und der Hauptanode 23 zusammen, und die Entladung wird auf die Hauptanode übertragen. Der Belastungswiderstand 30 wird zweckmäßig klein gehalten, so daß ein starker Strom in dem Hauptkreis fließen kann. Die Hauptspaltentladung setzt an den inneren,den Kanal 27 begrenzenden Kathodenflächen an.
  • Während der umgekehrten Halbwelle, das heißt wenn die Kathode mit Bezug auf die Anoden positiv ist, kann eine Entladung zwischen der Anode 24 und der Kathode auftreten, wobei erstere als Kathode wirkt. Wenn die durch die Quelle 29 gelieferte Spannung klein ist, kann es vorkommen, daß die Übertragung der Entladung auf den Hauptanodenkathodenkreis nicht eintritt, so daß der Rückstrom klein ist, und zwar besonders wegen der begrenzenden Wirkung des Widerstandes 31- Wenn diese Spannung während der Rückwärtsschwingung genügend groß ist, kann die Hauptanode als Kathode arbeiten und einen Gegenstrom in der Belastung auftreten lassen. Wegen der Eigenarten . der Vorrichtung aber wird selbst für diesen Fall der Gegenstrom klein sein, wie noch erläutert werden soll. Infolgedessen wird ein großes Gleichrichtungsverhältnis erzielt.
  • Die Betriebstrennlinien für eine Vorrichtung nach der in Fig. i und 2 gezeigten und oben beschriebenen Ausführung sind in Fig. 3 veranschaulicht, worin die Abszissen den Hauptanodenströmen entsprechen und die Ordinaten den Hauptanodenspannungen. Zu beachten sind insbesondere die hohe Stärke des Vorwärtsstroms und die geringe Stärke des Rückstroms, selbst bei Spannungen, die das Mehrfache von der Spannung betragen, bei welcher der hohe Vorwärtsstrom erzielt wird. Zu bemerken ist außerdem insbesondere die verhältnismäßig niedrige Spannung, bei welcher der starke Vorwärtsstrom zustande kommt. Bezüglich des Stroms ist besonders zu bemerken, daß für einen Vorwärtsstrom von 1,5 Ampere und bei Bemessung der Kathode in der obengenannten Weise die Stromstärke je Quadratzentimeter der Kathodenfläche rund 0,7 Ampere beträgt. Es sind sogar noch höhere Werte erzielt worden. Bezüglich der Spannung ist zu bemerken, daß der starke Strom bei einer Spannung in der Größenordnung von 130 Volt erzielt worden ist. Um dies mit einer ähnlichen Vorrichtung mit einer ebenen Kathode aus dem gleichen Material und mit gleicher Fläche zu vergleichen, so ist festzustellen, daß eine Spannung über 130 Volt erforderlich war, um einen Strom von o,1 Ampere zu erreichen. Außer dem starken Strom, und zwar dem starken bei niedriger Spannung erzielbaren Strom, zeichnet sich die V-förmige, aus feuerfestem Metall bestehende Kathode noch durch andere sehr wünschenswerte Vorzüge aus. Einer derselben ist die lange Lebensdauer. Dies beruht teilweise auf der Tatsache, daß die Wirksamkeit der Kathodenoberfläche -nicht rasch durch Funken oder durch Abtragen des Oberflächenmaterials beeinträchtigt wird, zum Teil auf der Tatsache, daß wegen der nahen Aneinanderanordnung der aktiven Kathodenflächen das von der einen zerstäubte Material auf der anderen abgelagert wird. Ein anderer Vorzug besteht darin, daß die hohen Ströme mit mannigfachen Gasfüllungen und -drücken erzielbar sind, so daß die Endeonisierungszeiten und Impedanzen gesteuert werden können. Außerdem ist es möglich, relativ hohe Gasdrücke anzuwenden, wodurch ein großer Unterschied zwischen Zünd- und Brennspannung für den Haupt- oder Arbeitsspalt verwirklicht werden kann.
  • Wegen der großen Stromdichten, die benutzt werden können, kann man die Größe und die Kosten der Vorrichtungen für die Befriedigung eines gegebenen Stromleistungsverhältnisses verringern. Umgekehrt lassen sich hohe Ströme mittels kleiner Vorrichtungen verwirklichen.
  • Eine Vorrichtung von verhältnismäßig kleiner Größe und hohem Stromverhältnis, die insbesondere für Steuer- oder Schaltzwecke geeignet ist, ist in den Fig. 4, 5 und 6 veranschaulicht. Die Kathode 22 entspricht der bereits erläuterten Ausführung. Die Vorrichtung enthält zwei Hauptanoden 230, die getrennt voneinander oder zusammen benutzt werden können und deren jede aus einem Draht oder Stab besteht, der in dem Sockel 21 eingeschmolzen und über den größten Teil seiner Länge mittels einer isolierenden, z. B. keramischen Hülse oder Abschirmung 32 umgeben ist. Gegenüber der offenen Seite des Kathodenkanals 27 sind im wesentlichen gleiche Hilfsanoden 240 angeordnet, deren jede die Form eines kurzen Drahtes oder Stabes hat, der von einem kräftigen Stab oder Draht 28o getragen wird. Der Stab oder Draht 280 ist in dem Sockel ei eingeschmolzen und auf dem größten Teil seiner Länge von einer Isolierhülle 33 umgeben. In Richtung jeder der Hilfsanoden 240 ist eine Hilfs- oder Anlaßkatfiode 34 angeordnet, die vorzugsweise aus feuerfestem Metall, z. B. Mölybdän, besteht und einen kleineren Durchmesser hat als die Anoden 240. Bei einer typischen Ausführung können die Hilfsanoden aus Nickeldrähten von 1,3 mm Durchmesser bestehen, während die Anlaßkathoden einen Durchmesser von 0,3 mm haben und von der zugehörigen Anode 240 in einem Abstand von 0,25 mm zwischen den Enden angeordnet sein können. Die Hilfs- oder Anlaßkathoden 34 werden mittels kräftiger Stäbe oder Drähte 35 gehalten, die in den Sockel 21 eingeschmolzen und von Isolierhülsen 36 umgeben sind.
  • Die Gasfüllung des Gefäßes 2o kann aus Argon bestehen bei einem Druck in der Größenordnung von 15 mm Quecksilbersäule, obwohl höhere Drücke, z. B. in der Größenordnung von 30 mm Hg, anwendbar sind, wenn höhere Zündspannungen und höhere, zu den Anlaßelementen für die Durchführung der Entladungsübertragung führende Ströme auf die Hauptanoden zugelassen werden köVnen. Es können auch andere Gase, wie z. B. Neon oder Neon-Argon-Gemische, verwendet werden.
  • Eine Art der Anwendungsmöglichkeit der Vorrichtung ist in Fig. 6 veranschaul'cht. Zur Vereinfachung der Darstellung sind die Anschlüsse nur zu einem Satz der Doppelelektroden, d. h. der Hauptanoden, der Hilfsanoden und der Anlaßkathoden, dargestellt; es ist verständlich, daß die entsprechenden Elektroden parallel zueinander geschaltet oder die entsprechenden Hilfsanoden und Kathoden unabhängig voneinander betrieben werden können. Zwischen der Anode 230 und der Kathode 22 ist von der Quelle 36 eine Gleichstromspannung angelegt, die kleiner ist als die Zündspannung der Hauptentladungsstrecke, d. h. des Spalts zwischen Hauptanode und Hauptkathode; in dem Kreis ist eine Belastung, z. B. ein Relais 37, vorgesehen. Die Anlaßkathode 34 ist über einen Widerstand 38, der in der Größenordnung von ioooo Ohm liegen kann, an die negative Seite der Quelle angeschlossen. Die für die Einleitung der Entladung in der Vorrichtung erforderlichen Impulse werden der Hilfsanode 240 zugeführt, und zwar von einer geeigneten Quelle 39 über einen hohen Widerstand 40, der in der Größenordnung von 50000 Ohm liegen mag.
  • Wenn an die Hilfsanode 24o ein Impuls von geeigneter Amplitude angelegt wird, so bricht der Spalt zwischen dieser Anode und der Anlaßkathode 34 zusammen, wobei der Strom durch den Widerstand 40 begrenzt wird. Sobald diese Zündung einsetzt, geht die Entladung auf den Spalt zwischen der Hauptanode und der Hilfskathode über. Der Strom dieser Entladung wird nicht durch den Widerstand 4o begrenzt, so daß ein wesentlicher Spannungsabfall am Widerstand 38 auftritt. Infolgedessen geht die Entladung auf den Spalt zwischen Hauptanode und Hauptkathode über, und der Belastungskreis wird erregt, d. h. das Relais 37 wird betätigt. Die Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 7 und 8 ist ähnlich derjenigen nach Fig. 4, 5 und 6 gemäß obiger Beschreibung und ist besonders vorteilhaft vom Standpunkt kleiner Größen mit Bezug auf die Stromdurchgangskapazität. Die Kathode 220 ist mit einem Flansch 41 versehen, der z. B. mittels Schweißung an dem Tragstab oder -draht 26o befestigt und mit dem Kathodenkanal 270 im wesentlichen parallel zur Längsachse des Umhüllungsgefäßes 2o angebracht ist. Di@, Hauptanode 230A und die Hilfsanode 24o'9 haben die Gestalt L-förmiger Drähte oder Stäbe, die in dem Sockel 2 1 eingeschmolzen und größtenteils mit Isolierrohren 320 und 330, z. B. aus Quarz, umgeben sind, in welchen sie mittels Isolierzement 42 abgedichtet sind. Die Anlaßkathode 34o besteht aus einem Draht oder Stab, welcher vom Sockel durch die Quarzhülse 43 hindurchgeht und nahe am inneren Ende der Hilfsanode 240A endigt. Die Vorrichtung nach Fig. 7 und 8 kann in der in Fig. 6 veranschaulichten Weise benutzt werden und entsprechend der vorher gegebenen Beschreibung.
  • Die in Fig. g und io gezeigte Ausführungsform der Erfindung ist besonders vorteilhaft in Fällen, wo sehr große Ströme erwünscht sind. Die Kathode, die aus einem Block feuerfesten Metalls, z. B. Molybdän oder Tantal,herausgearbeitet oder aus Platten solchen Materials zusammengesetzt werden kann, ist an einem Ende mit einer Mehrzahl paralleler, plattenartiger Teile 2g0 versehen, die eine Mehrzahl von Kanälen 27o begrenzen; diese Kanäle haben geringe Weite, so daß während des Betriebs der Vorrichtung die negativen Glimmbereiche der Seitenwände jedes Kanals sich überlappen. Die Kathode wird von dem Sockel 2i0 des gasgefüllten Gefäßes 20 mittels starrer Drahtstützen 26o gehalten. Die Haupt- oder Arbeitsanode 23A besteht aus einer Metall-, z. B. einer Molybdänplatte, die gegenüber dem mit Kanälen oder Schlitzen versehenen Ende der Kathode, und zwar parallel dazu angeordnet und von dem Sockel 210 mittels eines starren Drahtes oder Stabes 45 getragen wird. Die Hilfs- oder Steueranode 24A, die auch vom Sockel 2i0 getragen wird, besteht aus einem L-förmigen Draht, z. B. aus Molybdän, und endigt nahe an dem mit Kanälen oder Schlitzen versehenen Ende der Kathode. Die Gasfüllung kann von der Art sein und unter einem Druck stehen, wie es weiter oben bereits angegeben worden ist.
  • Die Kathodenausführung schafft in der Tat eine Mehrzahl kanalartiger, elektrisch zueinander paralleler Kathodenflächen, wodurch sehr große Ströme erreicht werden. Bei einer erprobten Vorrichtung mit einer Kathode, deren mit Kanälen versehenes Ende 19, 1 mmX8,2 mm groß war und bei welcher die Kanäle 27o eine Tiefe von 6,3 mm und eine Breite von 0,7 mm hatten, sind Ströme von ioo Ampere erzielt worden bei einer Brennspannung unter 135 Volt und mit einer Gasfüllung aus 5g0% Neon und i0/, Argon mit einem Druck von 70 mm Hg.
  • Die Entladungsvorrichtung nach Fig. g und zo kann als Gleichrichter in einem Kreis ähnlich dem gemäß Fig. i verwendet werden oder zur Erzeugung starker Stromimpulse in einem Kreis, analog dem in Fig. 6 dargestellten Kreis. Obgleich verschiedene spezielle Ausführungen der Erfindung gezeigt und beschrieben worden sind, so ist doch verständlich daß sie nur der Erläuterung dienen, und daß verschiedene Änderungen daran vorgenommen werden können, ohne von dem Wesen und dem Geist der Erfindung abzuweichen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gasentladungsvorrichtung mit einer Kathode, einer Steueranode und einer Hauptanode, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode eng gegenüberliegende, feuerfeste Metallflächen, die einen Kanal begrenzen, aufweist, die Steueranode nahe an der offenen Seite des Kanals und' die Hauptanode vergleichsweise weit von der offenen Kanalseite angeordnet sind.
  2. 2. Gasentladungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal V-förmig ist.
  3. 3. Gasentladungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Kanals so bemessen ist, daß beim Betrieb der Vorrichtung die negativen Glimmbereiche der Begrenzungskanalwände sich überlappen.
  4. 4. Gasentladungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueranode einen linearen stabförmigen Teil aufweist, der der offenen Kanalseite gegenüberliegt. g.
  5. Gasentladungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der stabförmige Teil der Steueranode sich über die offene Kanalseite erstreckt, und zwar im wesentlichen parallel zur größten Dimension der offenen Kanalseite.
  6. 6. Gasentladungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anlaßkathode nahe bei der Steueranode angeordnet ist, wobei die Hauptkathode gegenüber der Anlaßkathode liegt.
  7. 7. Gasentladungsvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ihre Ausstattung mit einer zusätzlichen Anlaßkathode, einer zusätzlichen Steueranode, die neben der zusätzlichen Anlaßkathode angeordnet ist, und einer zusätzlichen Hauptanode auf der Seite der Kanalkathode gegenüber der Hauptanode. B. Gasentladungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal in der Form mehrerer enger Kanäle ausgeführt ist. g. Gasentladungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl enger Kanäle aus einer Vielzahl im wesentlichen paralleler Schlitze besteht. io. Gasentladungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder g, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite jedes der mehreren engen Kanäle so bemessen ist, daß während des Betriebs der Vorrichtung die negativen Glimmbereiche der Seitenwände jedes der engen Kanäle sich überlappen.
DEP41180A 1948-11-22 1949-04-30 Gasentladungsvorrichtung mit einer Kathode, einer Steueranode und einer Hauptanode Expired DE814189C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US814189XA 1948-11-22 1948-11-22

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DE814189C true DE814189C (de) 1951-09-20

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DEP41180A Expired DE814189C (de) 1948-11-22 1949-04-30 Gasentladungsvorrichtung mit einer Kathode, einer Steueranode und einer Hauptanode

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