DE814178C - Abstimmanordnung mit Fernbedienung - Google Patents
Abstimmanordnung mit FernbedienungInfo
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- H03C1/00—Amplitude modulation
- H03C1/08—Amplitude modulation by means of variable impedance element
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- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R19/00—Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof
- G01R19/18—Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof using conversion of DC into AC, e.g. with choppers
- G01R19/20—Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof using conversion of DC into AC, e.g. with choppers using transductors, i.e. a magnetic core transducer the saturation of which is cyclically reversed by an AC source on the secondary side
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Description
- Abstimmanordnung mit Fernbedienung Für zahlreiche Zwecke ist es notwendig oder wünschenswert, Hochfrequenzgeräte und insbesondere Rundfunkempfänger fernzubedienen, so bei Großempfangsgeräten oder Kraftwagenempfängern. Hierfür sind die verschiedensten Vorschläge bekanntgeworden, z. B. mittels biegsamer Wellen oder mittels fernbetätigter Motoren. Es wird aber angestrebt, möglichst keine mechanisch komplizierten Teile, die einem starken Verschleiß unterworfen sind, wie Motoren, zu benutzen, während andererseits biegsame Wellen eine starke Einschränkung der Entfernung und der Lage des BedienungsorteS mit sich bringen.
- Es erschien daher wünschenswert, rein elektrische Mittel ohne rotierende Teile zu benutzen. Hierfür bietet sich eine Möglichkeit, indem man für die Induktivitäten gleichstromvormagnetisierte Eisenkerne verwendet und zwecks Abstimmung deren Vormagnetisierung ändert. Hierdurch werden überdies die teuren und empfindlichen Drehkondensatoren gespart. Diese Art der Induktivitätsänderung ist seit langem bekannt, da aber die Hochfrequenzeisenmaterialien im allgemeinen keine sehr hohen effektiven ,xb-Werte aufweisen, war es bisher nicht möglich, hiermit größere Frequenzgebiete zu überstreichen. In der Literatur sind daher lediglich Vorschläge für relativ kleine Frequenzänderungen um einige Prozent, wie beispielsweise Bandbreitenregulierung, zu finden und für die Benutzung bei Empfängern mit relativ breiten Bändern, wie etwa bei Rundfunkgeräten für Mittelwellen- oder Kurzwellengebiet, konnte diese Technik nicht Eingang finden.
- Eine mehrfache Unterteilung der Bereiche ist aus verschiedenen Gründen, insbesondere der Bedienungs schwierigkeiten wegen und der hohen Kosten des Umschalters, in den meisten Fällen nicht tragbar.
- Neuerdings sind nun aber Materialien mit hohen ju-Werten aufgetaucht, z. B. aus gesinterten Materialien, die jedoch mit dem Nachteil einer starken zeitlichen Nachwirkung behaftet sind, wenn der Gleichstromwert in starkem Umfange geändert wird. Hierdurch ist schon bei Mittelwellen, insbesondere aber bei Kurzwellen, eine Einstellung einer vorgegebenen Station nicht möglich, da durch nachträgliche Induktivitätsänderung ein Weglaufen eintritt.
- Die vorliegende Erfindung befaßt sich nun mit einer Verbesserung derartiger Anordnungen, um sie doch technisch brauchbar zu machen. Sie betrifft allgemein Abstimmanordnungen, insbesondere aber Hochfrequenzempfangsgeräte, z. B. Rundfunkempfänger, mit Fernbedienung der Abstimmung durch Änderung der Gleichstromvormagnetisierung der Eisenkerne der Induktivitäten und ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung bzw. Verringerung nachträglicher Änderungen des Induktivitätswertes nach vollzogener Einstellung des einem vorgegebenen Induktivitätswert entsprechenden Erregergleichstromwertes, insbesondere bei hochpermeablen Materialien, das Magnetisierungsfeld moduliert wird.
- Bei Messungen, die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurden, zeigte es sich, daß die Nachwirkungserscheinungen ganz vermieden oder zumindest wesentlich verringert werden können, wenn das Magnetfeld moduliert wird, während bei unmoduliertem Feld sich beispielsweise bei einer Eisenart bei einer Einstellfrequenz von 600 kHz und einer Gleichstromerregung von I,5 mA eine Frequenznachwirkung bis zu 24 kHz bei Änderung der Erregung zeigte. Für die Durchführung des Erfindungsgedankens bieten sich mehrere Möglichkeiten, die an Hand einiger Ausführungsbeispiele nachstehend näher erläutert werden sollen. Es besteht sowohl die Möglichkeit, das Magnetfeld mittels einer auf dem Eisenkern angebrachten zusätzlichen Wicklung, die von einem Wechselstrom durchflossen wird, zu modulieren, als auch den Gleichstrom gesondert zu modulieren.
- Fig. I zeigt ein Ausführungsbeispiel für die erstgenannte Art der Modulation. Es sei I der lamellierte Eisenkorn, der die Gleichstromwicklung 2 trägt. In dem Luftspalt des Kernes I befindet sich die Induktivität 3 des Hochfrequenzkreises auf einem Massekern 4. Wendet man gemäß der Erfindung eine zusätzliche Modulation des Feldes an, so kann über die Wicklunge ein Wechselstrom zugeführt werden. Dieser Hilfswechselstrom wird zweckmäßig bezüglich der Frequenz ober- oder unterhalb der zu übertragenden Frequenzen gelegt, damit das Nachrichtenband selbst nicht durch den Hilfswechselstrom gestört wird. Es ist nachteilig, die Hilfsfrequenz zu hoch zu legen, da dann die Gefahr von Pfeifstellen durch Modulation der Oszillatorspannung auftritt. Es ist daher empfehlenswert, dicht oberhalb oder aber unterhalb der zu übertragenden Frequenzen zu bleiben. Die Form des Wechselstroms ist dabei für die beabsichtigte Wirkung von untergeordneter Bedeutung, sie kann sinusförmig oder mehr rechteckig sein, lediglich ihr Oberwellengehalt ist wichtig. Es ist darauf zu achten, daß die entstehenden Harmonischen das zu übertragende Frequenzband nicht stören.
- In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel für die andere Art der Modulation gegeben, nämlich die, den Erregergleichstrom selbst zu modulieren. Der lamellierte Eisenkern ist hier als Mantelkern ausgebildet, und zwar zweiteilig, 6a und 6b, mit den zur Aufnahme der Hochfrequenzinduktivität bestimmten Luftspalten im -mittleren Schenkel. Die Erregerwicklung 7 umschließt den Mittelschenkel, während die Hochfrequenzwicklung g in dem als zweiteiligen Topfkern ausgebildeten Massekern 8a, 8b untergebracht ist. Die erfindungsgemäße Modulation erfolgt hier in an sich bekannter Weise in einer der Erregerwicklung vorgeschalteten Modulatorstufe 10. Hierbei kann entweder eine Hilfswechselspannung zugeführt werden oder aber nur eine Zerhackung, z. B. mit wenigen Hertz, vorgenommen werden. Letztere bewirkt ebenfalls eine Modulation, nur ist dabei auf den Oberwellengehalt zu achten.
- Schließlich ist in Fig. 3 noch ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt.
- Es ist nicht unbedingt erforderlich, den von der Fernbedienungsstelle herkommenden Gleichstrom direkt zur Steuerung der Vormagnetisierung zu benutzen.
- Es kann auch eine Röhrenschaltung dazwischengeschaltet werden. In Fig. 3 ist dies in vereinfachter Form dargestellt. Die zu steuernde Induktivität II mit dem Hochfrequenzeisenkern 12 im Luftspalt des lamellierten Eisenkernes I3 wird durch die Vormagnetisierungswicklung 14 von einem Gleichstrom beeinflußt, der dem Anodenstromkreis einer Röhre Ig entnommen wird. Im Gitterkreis I6 dieses Rohres wird die Hilfswechselspannung oder eine Impulsspannung zugeführt. Wie ohne weiteres ersichtlich, wird der Anodenkreis einen modulierten Gleichstrom führen, der die gewünschte Wirkung erzielt.
- Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr liegt es in ihrem Rahmen, die technischen Einzelheiten abzuändern. So ist die Form der Magnetkerne und die ihres Luftspaltes und der Wicklung, die Form und Art der Hochfrequenzspule u. dgl. beliebig. Es ist auch möglich, die Spulen für mehrere Kreise, z. B. für Vorkreis und Oszillator bei Überlagerungsempfängern in dem gleichen Magnetkern unterzubringen. Auch können mehrere Spulen für verschiedene Empfangsbereiche gleichzeitig untergebracht und der erfindungsgemäßen Modulation unterworfen werden.
- Die erfindungsgemäße Abstimmanordnung ist nicht auf Empfangsgeräte beschränkt, sondern überall dort vorteilhaft anzuwenden, wo sich die eingangs genannten Mängel bekannter Anordnungen zeigen, andererseits aber Fernbedienung gefordert wird, so z. B. bei Meßanordnungen, wie Meßsender oder Feldstärkemeßgeräte.
Claims (6)
- PATENTANSPRI;CHE I. Abstimmanordnung, insbesondere für Hochfrequenzempfangsgeräte, mit Fernbedienung der Abstimmung durch Änderung der Gleichstromvormagnetisierung der Eisenkerne der Induktivitäten, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung bzw. Verringerung nachträglicher Änderungen des Induktivitätswertes nach vollzogener Einstellung des einem vorgegebenen Induktivitäts- wert entsprechenden Erregergleichstromes, insbesondere bei hochpermeablen Materialien, das Magnetisierungsfeld moduliert wird.
- 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetfeld mittels einer auf dem Eisenkern aufgebrachten, von einem Wechselstrom durchflossenen zusätzlichen Wicklung moduliert wird, wobei dieser Hilfswechselstrom über oder unter den zu übertragenden Tonfrequenzen liegen kann.
- 3. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,daß der Erregergleichstrom moduliert wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Erregergleichstrom eine über oder unter dem zu übertragenden Nachrichtenband liegende Tonfrequenz überlagert wird.
- 5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichstrom laufend unterbrochen wird, wobei die Unterbrecberfrequenz außerhalb des zu übertragenden Tonfre9uenzbandes liegt.
- 6. Anordnung nach Anspruch 3 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß der modulierte Gleichstrom dem Anodenkreis einer Verstärkerröhre entnommen wird, deren Gitterkreis die Modulationsspannung bzw. die Impulse zugeführt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP10544A DE814178C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Abstimmanordnung mit Fernbedienung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP10544A DE814178C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Abstimmanordnung mit Fernbedienung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE814178C true DE814178C (de) | 1951-09-20 |
Family
ID=7362955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP10544A Expired DE814178C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Abstimmanordnung mit Fernbedienung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE814178C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016380B (de) * | 1953-09-01 | 1957-09-26 | Philips Nv | Durch Vormagnetisierung steuerbare Induktivitaet |
| DE1063274B (de) * | 1957-08-06 | 1959-08-13 | Siemens Ag | Magnetvariometer |
| US2990521A (en) * | 1957-02-23 | 1961-06-27 | Tdk Electronics Co Ltd | Magnetic modulators |
| DE977440C (de) * | 1953-08-18 | 1966-06-23 | Rohde & Schwarz | UEberlagerungseinrichtung fuer Wechselstroeme |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP10544A patent/DE814178C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE977440C (de) * | 1953-08-18 | 1966-06-23 | Rohde & Schwarz | UEberlagerungseinrichtung fuer Wechselstroeme |
| DE1016380B (de) * | 1953-09-01 | 1957-09-26 | Philips Nv | Durch Vormagnetisierung steuerbare Induktivitaet |
| US2990521A (en) * | 1957-02-23 | 1961-06-27 | Tdk Electronics Co Ltd | Magnetic modulators |
| DE1063274B (de) * | 1957-08-06 | 1959-08-13 | Siemens Ag | Magnetvariometer |
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