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DE8033742U1 - Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen behandlung von koerperteilen - Google Patents

Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen behandlung von koerperteilen

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Publication number
DE8033742U1
DE8033742U1 DE19808033742 DE8033742U DE8033742U1 DE 8033742 U1 DE8033742 U1 DE 8033742U1 DE 19808033742 DE19808033742 DE 19808033742 DE 8033742 U DE8033742 U DE 8033742U DE 8033742 U1 DE8033742 U1 DE 8033742U1
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DE
Germany
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treatment
treatment head
applicator
head according
alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19808033742
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19808033742 priority Critical patent/DE8033742U1/de
Publication of DE8033742U1 publication Critical patent/DE8033742U1/de
Priority to DE19813146930 priority patent/DE3146930A1/de
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Description

SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen Berlin und München VPA 80 G 5162 DE
Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen Behandlung von Körperteilen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen Behandlung von Körperteilen mit Reizstrom, insbesondere in Verbindung mit gleichzeitiger Behandlung mit Ultraschall, mit einem Applikator zur Anlage an ein Körperteil zwecks Übertragung von Reizstrom zum Körper mit oder ohne gleichzeitiger Ultraschallapplikation.
Ein Behandlungskopf dieser Art ist bezüglich seiner Raumform im wesentlichen aus dem DE-GM 77 38 446 vorbekannt. Solche Behandlungsköpfe weisen je nach Form der zu behandelnden Körperfläche unterschiedliche Applikatoren mit entsprechend ausgebildeten Applikatorflächen auf, wozu einzelne Applikatoren austauschbar sind. Materialmäßig ist dabei die gesamte Behandlungsfläche solcher Applikatoren bisher meist verchromt oder vernickelt worden.
Bei Verwendung derartiger Behandlungsköpfe zur Reizstrombehandlung mit Gleichstrom ist elektrisch entweder eine kathodische oder eine anodische Schaltung des Applikators möglich. Man hat allerdings feststellen müssen, daß bei Schaltung des Behandlungskopfes als Anode das Applikatormaterial in vergleichsweise kurzer Zeit durch anodische Abtragung unbrauchbar wurde. Aus diesem Grunde wird bei der Reizstrombehandlung mit Gleichstrom der Behandlungskopf regelmäßig als Kathode geschaltet.
Wht 5 Kof / 10.12.1980
• ·
- 2 - VPA 80 G 5162 DE
Nach anerkannten Vorstellungen über S.chmerzentstehung und Schmerzbekämpfung erscheint es allerdings als notwendig und sinnvoll, insbesondere im Rahmen der kombinierten Reizstrom/Ultraschall-Therapie die Anode an den Schmerzpunkt anzusetzen. Dabei wird das bekannte Phänomen der Reizschwellenerhöhung an der Anode ausgenutzt (sogenannter ANELEKTROTONUS). Für diesen Verwendungszweck war aber bisher vom Stand der Technik kein geeignetes Material für den Applikator bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Behandlungskopf zu schaffen, der als Applikator für Reizstrombehandlung sowohl kathodisch als auch anodisch anwendbar ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Applikator aus solchem Material besteht, das bei anliegender Spannung gegen Korrosion unanfällig und speziell zur Applikation von Gleichstrom sowohl kathodisch als auch anodisch verwendbar ist.
Im Rahmen der Erfindung werden also für den Applikator solche metallische Materialien verwendet, die auch bei Stromfluß aufgrund der Spannungsapplikation für die Reizstromtherapie korrosionsbeständig sind. Die Korrosionsbeständigkeit wird bei- Metallen oder Metallegierungen im wesentlichen durch die sogenannten Durchbruchs- Spannung (breakdown-voltage) definiert. Im Rahmen der Erfindung haben sich solche Metalle oder Metalllegierungen als geeignet erwiesen, die eine Durchbruchs-Spannung von mehr als etwa 5 V aufweisen.
Vorzugsweise wird als Basismetall ein Element der vierten Nebengruppe des Periodensystems, insbesondere Titan, gewählt. Legierungen auf dieser Grundlage werden bereits in der Medizintechnik bevorzugt für Implantate im
- 3 - VPA 80 G 5162 DE
menschlichen Körper verwendet. Als besonders geeignet hat sich dabei eine Titan-Aluminium-Vanadium-Legierung erwiesen, die etwa 6 % Aluminium und 4 % Vanadium aufweist und die eine Durchbruchs-Spannung von mehr als 25 V hat.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß bei Verwendung dieser Legierung bei einem Behandlungskopf bei gleichzeitiger Ultraschallübertragung und Reizstrombehandlung mit Gleichstrom keine anodischen Abtragungen auftreten können. Damit sind Behandlungsköpfe eines solchen Materials über lange Zeit verwendbar, ohne daß irgendwelche Veränderungen am metallischen Applikator auftreten.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
In der Figur ist in perspektivischer Ansicht ein Behandlungskopf dargestellt.
Mit 1 ist der gesamte Behandlungskopf bezeichnet, der zur Handhabung etwa birnenförmig mit einem Griffteil 2 ausgebildet ist. Der Behandlungskopf 1 trägt stirnseitig einen metallischen Applikator 3 mit einem internen Ultraschallschwinger (nicht sichtbar). Dabei haben der eigentliche Ultraschallschwinger und der Applikator eine Dicke, die ein Mehrfaches der halben Wellenlänge (/L/2) der Ultraschallwellen beträgt. Für die Reizstromapplikation anstelle von Ultraschallübertragung oder für eine Reizstrombehandlung in Verbindung mit Ultraschallbehandlung ist der Applikator 3 gleichzeitig als Elektrode zur Übertragung der Reizströme ausgebildet. Zu diesem Zweck weist also nicht nur der Ultraschallschwinger einen elektrischen Anschluß für einen (nicht dargestellten)
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- 4 - VPA 80 G 5162 DE
Hochfrequenz-Erregungsoszillator auf; die Elektrodenfläche des Applikators 3 ist weiterhin über eine entsprechende elektrische Leitung mit einem Reizstromgenerator verbunden. 'Sämtliche Anschlußleitungen sind über einen Kabelanschluß 4 des Behandlungskopfes 1 mit einem gemeinsamen Kabel 5 an die entsprechenden Betriebsgeräte anschließbar.
Der Applikator 3 mit Ultraschallschwinger zur Übertragung von Ultraschall und gleichzeitig gebildeter Elektrode zur Reizstrombehandlung besteht aus einer Titan-Aluminium- Vanadium-Legierung mit 6 % Aluminium und 4 % Vanadium. Dieses Material zeichnet sich aufgrund spezifischen elektrochemischen Verhaltens durch besonders günstige Anwendungseigenschaften aus. Insbesondere bei Legierungen ergibt sich das elektrochemische Verhalten im einzelnen aus der Metallurgie einerseits und der elektronischen Eigenschaften der Legierungsbestandteile andererseits. Bei Festkörpern solcher Legierungen, aber auch der Reinmetalle, bilden sich an der Oberfläche Passivschichten aus, die sich auch bei anodischer Schaltung und Stromfluß einer Abtragung widersetzen. Erst bei Überschreiten von bestimmten Potentialwerten werden solche Passivschichten spontan "durchbrochen". In der Potenti.al-Strom-Kennlinie ergibt sich ein deutlicher Knick. Der betreffende Potential- bzw. Spannungswert ist in der englischen Fachliteratur mit "breakdown potential" oder "break-threw-voltage" bezeichnet und kann als sogenannten Durchbruchspannung übertragen werden.
Die Durchbruchspannung (breakdown voltage) kann also für die Korrosionsbeständigkeit bei Stromfluß als maßgebliches Kriterium angesehen werden; sie hat speziell für TiAlV einen besonders hohen Wert, nämlich etwa 25 V.
• It
- 5 - VPA 80 G 5162 DE
Experimentelle Untersuchungen haben ergeben, daß ein Behandlungskopf mit einem TiAlV-Applikator über lange Zeiten bei Reizstromapplikation mit gleichzeitiger Ultraschallübertragung verwendet werden kann, wobei der Behandlungskopf sowohl als Anode als auch als Kathode schaltbar ist. Veränderungen des Applikators etwa durch eine anodische Abtragung der Metalloberfläche treten nicht auf.
Die obengenannte Legierung wird in vielen technischen Bereichen verwendet; sie ist daher vergleichsweise kostengünstig zu erhalten. Der Behandlungskopf wird dabei aus Blöcken des Rohmaterials durch spanabhebende Bearbeitung, insbesondere durch Abdrehen, hergestellt.
Natürlich sind neben der genannten, besonders vorteilhaften Titan-Aluminium-Vanadium-Legierung auch andere Titan-Legierungen oder auch andere Legierungen, die ein Element der vierten Nebengruppe des Periodensystems als Basismaterial enthalten, im Rahmen der Erfindung anwendbar.
1 Figur
7 Schutzansprüche

Claims (7)

- 6 - VPA 80 G 5162 DE Schutzansprüche
1. Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen Behandlung von Körperteilen mit Reizstrom, insbesondere in Verbindung mit gleichzeitiger Behandlung mit Ultraschall, mit einem Applikator zur Anlage an ein Körperteil zwecks Übertragung von Reizstrom zum Körper mit oder ohne gleichzeitiger Ultraschallapplikation, dadurch gekennzeichnet, daß der Applikator (2) aus solchem Material besteht, das bei anliegender Spannung gegen Korrosion unanfällig und speziell zur Applikation von Gleichstrom sowohl kathodisch als auch anodisch verwendbar ist.
2. Behandlungskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Material des Applikators (2) ein Metall oder eine Metallegierung ist, welche eine Durchbruchspannung (breakdown voltage) von mehr als 5 V aufweist.
3. Behandlungskopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Metallegierung ein Element der vierten Nebengruppe des Periodensystems als Hauptbestandteil enthält.
4. Behandlungskopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Metall Titan oder eine Legierung von Titan ist.
5. Behandlungskopf nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Titan-Legierung Aluminium als Legierungsbestandteil aufweist.
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- 7 - VPA 80 G 5162 DE
6. Behandlungakopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß neben Aluminium zusätzlich Vanadium als Legierungsbestandteil vorhanden ist.
7. Behandlungskopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aluminiumanteil im Bereich von 3 bis 9 %, vorzugsweise bei 6 %τ und der Vanadiumanteil im Bereich von 2 bis 6 %, vorzugsweise bei 4 %, liegt.
DE19808033742 1980-12-18 1980-12-18 Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen behandlung von koerperteilen Expired DE8033742U1 (de)

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DE19808033742 DE8033742U1 (de) 1980-12-18 1980-12-18 Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen behandlung von koerperteilen
DE19813146930 DE3146930A1 (de) 1980-12-18 1981-11-26 Behandlungskopf zur elektromedizinischen therapeutischen behandlung von koerperteilen

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DE8033742U1 true DE8033742U1 (de) 1981-11-05

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DE (1) DE8033742U1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29508067U1 (de) * 1995-05-16 1995-08-03 Innovative Medizintechnik Jörg Trempert, 07549 Gera Einrichtung zur physiotherapeutischen Behandlung
DE102006012204A1 (de) * 2006-03-16 2007-09-20 Switech Medical Ag Vorrichtung zur Erzeugung elektrischer Entladung

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