DE8032544U1 - Lager- und transportbehaelter fuer mindestens eine, mit in glas eingeschmolzenen radioaktiven abfaellen gefuellte kokille - Google Patents
Lager- und transportbehaelter fuer mindestens eine, mit in glas eingeschmolzenen radioaktiven abfaellen gefuellte kokilleInfo
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Description
Die vorliegende Neuerung betrifft einen Lager- und Transportbehälter vorzugsweise für mindestens eine
mit in Glas eingeschmolzenen, radioaktiven Abfällen gefüllte Kokille, bestehend aus mehreren, ineinandergeschachtelten
Behältern aus Beton und Stahl und/oder Blei ^■■■■■■■■■■■!■■■■M*', die jeweils
mit Deckeln verschlossen sind, wobei der die Kokille enthaltende, innere dichte Stahl- oder Gussbehälter in einem topfförmigen Betonabschirmbehälter
angeordnet und in ihm durch eine bis zur Betonbehälteröffnung reichende Gussfüllung fixiert ist.
Die 'anmeldung bezieht sich auf Lagerbehälter für radioaktive Abfälle, die hauptsächlich schwache oder
niedrige Aktivität aufweisen. Radioaktive Spaltproduktlösungen, die höhere Aktivitäten aufweisen und die
beim Betrieb von Wiederaufarbeitungsanlagen anfallen, werden dem Stand der Technik entsprechend andererseits
in bestimmte Glasarten eingeschmolzen. Dieses Glas befindet sich in einer kokillenähnlichen Form, die nach
dem Füllen durch Aufschrumpfen und Verschweißen geschlossen wird. Bei diesen Abfällen handelt es sich um
hoch radiaoaktive Abfälle mit einer sehr hohen spezifischen Aktivität bis zu Io Ci/1. Anlagen zur Herstellung
dieser Kokillen bestehen bisher nur als Prototypen und Versuchsanlagen. Wegen der hohen Dosisleistung
dieser Behälter müssen sie in Heißen Zellen gehandhabt werden. Teilweise geben diese Abfälle, insbesondere
wenn es sich um relativ frische Spaltprodukte
handelt, eine erhebliche Wärme ab. Andererseits gibt es durchaus Spaltproduktlösungen, die bereits derartig
abgeklungen sind, daß die Wärmeentwicklung in der Größenordnung von Io bis 2o Watt/Kokille liegt.
Die Lagerung dieser Kokillen ist weitgehend ungelöst.
Für die Lösung dieses Problems gibt es bisher mehrere Vorschläge. Einer dieser Vorschläge sieht die Lagerung
der Kokillen im Salz eines Bergwerkes vor. Weitere Vorschläge gehen dahin, die Kokillen in Betonblöcken,
die mit Bohrlöchern versehen sind und belüftet werden, zu lagern. Eine andere Möglichkeit ist
die Lagerung dieser Kokillen in abgeschirmten Räumen unter gleichzeitiger Lüftung und Kühlung dieser Räume.
Die technische Durchfürbarkeit der bekannten Lösungen
wurde bisher nur vergleichsweise erprobt. Diese Lösungen haben weitgehendst den Nachteil, daß die Abfälle
in einen Transportbehälter gesetzt werden müssen und aus diesem Transportbehälter dann in die Lager
verbracht werden. Eine Ausnahme stellt lediglich die Lösung eines Abschirmlagers im Anschluß an eine
Verglasungsanlage dar.Bei der Art der Arbeit in einer Heißen Verglasungszelle ist damit zu rechnen,
daß die Kokillen in diesen Heißen Zellen stark kontaminiert werden. Um einen einwandfreien Transport und
eine sichere Lagerung gewährleisten zu kommen, müßten daher diese Kokillen außen sorgfältig fernbedient
dekontaminiert werden.
Aufgabe der vorliegenden Neuerung ist es nun, einen Behälter für den oben geschilderten Zweck zu
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schaffen, der eine verbesserte Abschirmung und Wärmeableitfähigkeit
bei der Aufnahme von Kokillen höherer Wärmeleistung aufweist und der eine besonders
stabile Umhüllung der Glaskokille darstellt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die vorliegende Neuerung bei einem Behälter der eingangs beschriebenen
Art vor, daß der innere, dichte Stahl- oder Gussbehälter um seine eigentliche, mit dem Deckel
verschlossene Wandung eine zweite, nach oben topfförmige Wandung mit eigenem zylindrischen Boden
gleicher oder größerer Wandstärke aufweist, so daß zwischen Behälter Wand und zweiter Wandung ein nach
oben offener Ringspalt entsteht. Die Neuerung schlägt weiterhin vor, daß die zweite Wandung mit
ihrem Boden direkt in den topfförmigen Betonabschirmbehälter eingegossen ist und daß der Ringspalt mit
einer bis zur Behälteröffnung reichenden Gussfüllung gefüllt ist, in welche im Bereich der Betonbehälteröffnung
eine zusätzliche im Betonbehälter verankerte Quertraverse mit daran befestigter, aus dem
Behälter ragender Tragöse eingegossen ist. Letztlich schlägt die Neuerung in besonders vorteilhafter
Weise vor, daß die Gussfüllung aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit, z.B. einer Art Lagermetall
wie eine Legierung aus Kupfer, Zinn oder dergleichen besteht.
Einzelheiten werden im folgenden anhand der Figur näher erläutert, die einen Längs- und einen Querschnitt
durch den Behälter schematisch zeigt:
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Die Kokille 1 enthält radioaktive Spaltproduktlösungen, die in Glas eingeschmolzen sind. Sie ist
hermethisch verschlossen und kann an ihrer Oberfläche in gewissem Umfang kontaminiert sein. Um das
Kontaminationsniveau der Kokille 1 zu senken, wird diese zuerst fernbedient in den Innenbehälter 2 aus
Stahl oder Sphäroguss verbracht. Das Einbringen der Kokille I in diese Behälter 2 kann über eine Art
Doppeldeckel fernbedient erfolgen, so daß er aussen nur geringfügig kontaminiert ist. Dieser Stahlbehälter
2 wird durch einen Deckel 3 verschlossen, der mit einer Dichtung 4 versehen ist, die bereits
durch den stopfenartigen Deckel 3 weitgehend gegen die Strahlung der Kokille geschützt ist. Dieser
Behälter 2, der sehrgrob bearbeitet sein kann und daher einfach herzustellen ist, wird nun in einen
topfförmigen Betonabschirmbehälter 5,der entweder
aus Normal- oder Barytbeton gefertig ist, eingebracht. Nach dem Einbringen ist die Kokille 1 bereits
durch den Stahl 2 und durch den Betonbehälter 5 abgeschirmt, so daß die Dosisleistung an der Aussenwand
des Behälter 5 erheblich gemindert ist. Mit einfacheren Mitteln wird nun der Betonbehälter 5
durch eine Traverse 6, die gleichzeitig zum Anhängen des Behälters dient, verschlossen. Diese Traverse
6 verhindert außerdem, daß der Stahlbehälter aus der Betonabschirmung, z.B. beim Umstürzen der Abschirmung,
herausfallen kann. Der Zwischenraum 8 zwischen Stahlbehälter und Betonbehälter wird nun
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mit einer geeigneten Verbundmasse aufgefüllt. Die Traverse 6 ist einerseits über im Betonbehälter 5
verankerte Zugstäbe 7 mit dieser fest verbunden, andererseits aber auch im oberen Bereich 9 über dem
Stahlbehälter 2, d.h. im Öffnungsbereich des Betonbehälters
5 in diesem direkt in die Vergussfüllung eingegossen. An der Quertraverse 6 ist oben eine Trageöse
Io befestigt, die über die Vergussfüllung des oberen Teiles 9 aus dem Betonbehälter 5 herausragt.
Bei Kokillen 1 mit geringer Wärmeabgabe genügt es, die Zwischenschicht 8 aus einer Art Mörtel herzustellen.
Bei Kokillen 1 mit höherer Wärmeleistung bietet es sich an, die Zwischenschicht 1 aus einer
Art Lagermetall herzustellen. Diese Lagermetalle, die im Prinzip Legierungen aus Kupfer, Zinn und ähnlichem
darstellen, haben den Vorteil einer großen Wärmeleitfähigkeit. Auf diese Weise kann die entstehende Wärme
von dem Beton des Behälters 5 abgeleitet und über den metallischen Stopfen im oberen Bereich dann an
seine Deckfläche gebracht werden.. Das nun entstandene Gebilde stellt eine dichte und dauerhafte Umhüllung
der Glaskokille 1 dar. Die Behälteranordnung kann in abgeschirmten Räumen gelagert werden, ohne daß eine
besondere Belüftung notwendig ist, Ein gerinfügiger Druckabbau in der Kokille 1 wird durch den dickwandigen
Stahlbehälter 2 leicht aufgefangen.
Der innere, dichte Stahlbehälter 2 um die Kokille 1 ist von einer zweiten Wandung 11 umgeben, wobei der
Zwischenraum 8 mit der Vergußfüllung zwischen der Wandung des Behälters 2 und der Innenseite der zweiten
Wandung 11 gelegen ist. Im Bereich des Deckels
vom Stahlbehälter 2 weist diese Wandung 11 einen Absatz 12 auf, wodurch sich der erweiterte Raum 13 für den
unteren Teil der Deckelfüllung ergibt. Somit ist der gesamte innere Behälter 2 in gleichmäßigem Abstand un->
ter Bildung eines Ringspaltes 8 von der zweiten Stahlwandung 11 umgeben, die dieselbe Wandstärke wie die
des Behälters aufweisen kann. Die zweite Wandung 11, die direkt in den Betonbehälter 5 eingegossen und in
ihm durch Rippen 14 fixiert ist, ist am Grund durch den Boden 15 abgeschlossen und bildet eine Art Stahltopf,
der direkt im Betonbehälter 5 sitzt. In diesem wird der Stahlbehälter 2 mit der Kokille 1 eingesetzt,
so daß der gesamte Behälter eine doppelte, innere Stahlhülle besitzt, deren Zwischenraum 8 mit verschiedenartigen
Vergussfüllungen z.B. auch metallischer Art bis zum obereb Abschluß 9 ausgefüllt werden kann.
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Bezuaszeichenliste:
1 Kokille
2 innerer Stahl- oder Glasbehälter.·
3 Deckel
4 Dichtung
5 Betonabschirmbehälter
6 Traverse
7 Zugstäbe
8 Zwischenschicht in Form eines Ringspaltes
9 oberer Bereich
Trageöse zweite Wandung Absatz erweiterter Raum Rippen Boden
- Io -
Claims (4)
1. Lager- und Tranportbehälter vorzugsweise für mindestens
eine, mit in Glas eingeschmolzenen radioaktiven Abfällen gefüllte Kokille, bestehend aus
mehreren, ineinandergeschachtelten Behältern aus Beton und Stahl ünd/oder Blei tmmim^maufkumaiimmm^*
•■^■■■■■■■■i^k die jeweils mit Deckeln verschlossen
sind, wobei der die Kokille enthaltende, innen· dichte stahl- oder Gussbehälter in einem topfförmigen
Betonabschirmbehälter angeordnet und in ihm durch eine bis zur Betonbehälteröffnung reichende
Gussfüllung fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der innere, dichte Stahl- oder Gussbehälter
(2) um seine eigentliche, mit dem Deckel (3) verschlossene Wandung eine zweite, nach oben offene
topfförmige Wandung (ll)mit-eigenem zylindrischen Boden gleicher oder größerer Wandstärke aufweist,
in die der Stahl- bzw. Gussbehälter (2) lose eingesetzt ist, so daß zwischen Behälterwand (2) und
zweiter Wandung (11) ein nach oben offener Ringspalt (8) entsteht.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wandung (11) mit ihrem Boden (15)
direkt in den topfförmigen Betonabschirmbehälter (5) eingegossen ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt (8) mit einer
bis zur Behälteröffnung reichenden Gussfüllung gefüllt ist, in welche im Bereich (9) der Betonbehälteröffnung
eine zusätzlich im Betonbehälter (5) verankerte Quertraverse (6) mit daran befestigter,
aus dem Behälter (5) ragender Trageöse(lo) eingegossen
ist.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gussfüllung (8) aus einem Material hoher
Wärmeleitfähigkeit, z.B. einer Art Lagermetall wie eine Legierung aus Kupfer, Zinn oder dergleichen
besteht.
3 -
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808032544 DE8032544U1 (de) | 1980-12-06 | 1980-12-06 | Lager- und transportbehaelter fuer mindestens eine, mit in glas eingeschmolzenen radioaktiven abfaellen gefuellte kokille |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808032544 DE8032544U1 (de) | 1980-12-06 | 1980-12-06 | Lager- und transportbehaelter fuer mindestens eine, mit in glas eingeschmolzenen radioaktiven abfaellen gefuellte kokille |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8032544U1 true DE8032544U1 (de) | 1981-10-01 |
Family
ID=6721198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19808032544 Expired DE8032544U1 (de) | 1980-12-06 | 1980-12-06 | Lager- und transportbehaelter fuer mindestens eine, mit in glas eingeschmolzenen radioaktiven abfaellen gefuellte kokille |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8032544U1 (de) |
-
1980
- 1980-12-06 DE DE19808032544 patent/DE8032544U1/de not_active Expired
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