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Die bisher käuflichen Kaleidoskope haben alle eine einfache Form und
sind in ihrer Ausführung primitiv. Man kann damit auch nur eine bestimmte Art von
Figuren, Ornamenten oder Rosetten erzielen, und man ist zudem von einer bestimmten
Lichtquelle abhängig. Außerdem muß dabei die Blickrichtung, z. B. nach einem Fenster
oder nach einer anderen künstlichen Beleuchtung, fast ausschließlich horizontal
sein, was den Nachteil hat, daß man die erzeugten Bilder usw. welche sehr labil
sind, d. h. leicht zur Veränderung neigen, nicht festhalten kann, um gegebenenfalls
eine bestimmte Bildanordnung abzuzeichnen oder evtl. als Vorlage zu benutzen. Zudem
ordnen sich die zur Erzeugung der für die Bilder benutzten Füllungsteilchen massiert,
da sie vermöge ihrer Schwerkraft immer geneigt sind, eine bestimmte Lage einzunehmen.
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Alle diese vorgenannten Nachteile und Mängel besitzt das nachstehend
beschriebene erfindungsgemäße Kaleidoskop nicht.
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Die Erfindung besteht darin, daß bei einem Kaleidoskop auswechselbare
Bildkapseln mit verschiedenem Füllmaterial und auch leere Kapseln vorgesehen sind,
wobei die leeren Kapseln vom Benutzer selbst gefüllt werden können. Weitere Ausgestaltungen
und Verbesserungen dieses Kaleidoskops bilden den Inhalt der Ansprüche 2 und 3.
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Ganz allgemein besteht das Kaleidoskop aus einem vertikal stehenden
Zylinder, in welchem die gesamten Mittel zur Bilderzeugung untergebracht sind, sowie
aus einem Sockel, welcher eine kleine elektrische Batterie (normale Taschenlampenbatterie)
mit einem Druckknopf zur Betätigung einer elektrischen Beleuchtung enthält. Die
eigene elektrische Beleuchtung wird dann benutzt, wenn keine andere ausreichende
Beleuchtung zur Verfügung steht, oder wenn man ganz bestimmte Lichteffekte erzielen
will.
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lm besonderen besitzt das Kaleidoskop einen Beleuchtungsspiegel bestimmter
Form und Lage, welcher es ermöglicht, gut ausgeleuchtete Bilder in vertikaler Blickrichtung
sowohl durch Tageslicht als auch durch eine andere Lichtquelle zu erzielen, durch
welche bestimmte Bildanordnungen einmal leicht festgehalten werden können, weil
die Füllteilchen zur Bilderzeugung gut und sicher auf der beleuchteten, horizontal
angelegten Mattscheibe lagern. Zum anderen können durch eine weiter unten beschriebene
Schleudervorrichtung leicht und in schneller Folge die Bilder, Ornamente, Rosetten
usw. verändert werden, wodurch man auch in der Lage ist, ganz bestimmte Anordnungen
zu erzeugen. Dies trifft um so mehr zu, als die vorstehende Erfindung auswechselbare
Bildkapseln vorsieht, in welcher die verschiedensten Füllungen zur Erzeugung farbiger
oder schwarzer Figuren u. a. m. über hellem Grund vorgenommen werden können, und
zwar auch in ganz individueller Form, vermittels einer leeren Bildkapsel, in welcher
ganz beliebiges Füllmaterial verwendet und auch ausprobiert werden kann. Ganz besonders
eignet sich daher das vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Kaleidoskop für Schul-,
Demonstrations-und Studienzwecke in hervorragender Weise.
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Im einzelnen besteht das Kaleidoskop gemäß der ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung aus dem Hauptinstrumentenzylinder i mit dem Einblickfenster
2 und dem Sockel 3, auf welchem durch Schrauben 5 der Beleuchtungszylinder 4 mit
seiner Einrastfeder und seiner Klemmfeder 6 für die Taschenlampenbatterie 7 und
dem Isolier- und Spiegelbefestigungskörper 8 befestigt ist. Auf diesen Teil 4 wird
der Zylinder i aufgesteckt und eingerastet, und zwar einmal mit voller Beleuchtungsöffnung
für den Spiegel 9 oder zum anderen um i8o° verdreht und wiederum eingerastet für
die elektrische Beleuchtung (mit Reflexion) vermittels des Glühlämpchens io, welches
durch den Druckknopf i i über die isolierte Zuführung 12 von der Taschenlampenbatterie
7, von den Polklemmen 13 und 14 über die Masserückführung der Befestigungsklemme
6 und Erdung 15 gespeist wird. Im Hauptinstrumentenzylinder i sind nun die beiden
unter einem bestimmten Winkel stehenden Betrachtungsspiegel 16 untergebracht, und
mittels der Befestigungen 17 in einer bestimmten Lage und Stellung festgehalten.
Im unteren Teil des Instrumentenzylinders sitzt über dem Klemmring 18 das Schleuderrähmchen
i9, welches vermittels des in dieses kähmchen eingreifenden Federdrahtes 2o, dieser
gehalten durch Klemmring 21, durch den Befestigungsstift des Schleuderrähmchens
i9 in schleudernde Bewegung versetzt werden kann, um hierdurch die auswechselbaren
Bildkapseln 22, die mit der daran befestigten Rastfeder im Schleuderrähmchen festgehalten
werden, denselben Bewegungen auszusetzen. Hierdurch wird das Füll- und Bildmaterial
23 jeweils in seiner Lage verändert, wodurch die verschiedensten Bildanordnungen,
Gruppierungen, Ornamente, Rosetten usw. erzeugt werden.