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Verfahren zur Herstellung von an tragenden Decken schwebend angehängten
Unterdecken und Vorrichtung zu dessen Durchführung Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Verfahren zur Herstellung von aus Drahtge-%vebe bestehenden, an tragenden
Decken schwebend aufgehängten Unterdecken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
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Bisher erfolgte die Herstellung von Zimmer-(lecken in der Weise, daß
für die in beliebiger Höhe anzubringende Decke zuerst die an sich bekannten Hängeeisen
in bestimmten Abständen voneinander befestigt wurden. Durch eine in der Waage angebrachte
Schnur wurden die Hängeeisen gleichmäßig umgebogen. In die so hergestellte schlaufenartige
Umbiegung wurden alsdann Rundeisenstangen eingelegt und befestigt und die Enden
der Eisenstangen in das :Mauerwerk eingelassen. Quer zu diesen parallel liegenden
Stangen wurden außerdem weitere Eisenstangen gelegt und befestigt, so daß (,in annäherend
quadratisches Stangennetzwei-I,: entstand. Unter diesem Stangennetzwerk wurde zunächst
das Drahtgewebe lose befestigt und die Enden an den beiden Querstangen, die unmittelbar
vor dem Mauerwerk an den Längsstangen befestigt sind, mittels einer Zange durch
Drahtverdrillung straffgezogen. Nach diesen Vorarbeiten wurde das Gewebe, welches
als Putztträger dienen soll, an die Längs- und Querstangen mittels Binde-<Iralit
in etwa 6 bis 8 cm Abständen angenäht. Ein Nachteil dieses Verfahrens besteht darin,
daß die Anbringung des Drahtgewebes sowie die dazu notwendigen Vorabeiten sehr viel
Zeit und Kosten verursachen und daß trotzdem das Drahtgewebe noch durchhängt. Um
nun eine einwandfreie gerade Decke zii erhalten, muß mit erheblichem Mörtelaufwand
die wellenartige Dralitgewebedtii-clilüegung ausgefüllt und verputzt werden.
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\ach dein vorliegenden Verfahren werden die
oben angeführten
Nachteile beseitigt. Dies geschieht nun so, daß zuerst die bekannten Gehänge in
einem Abstand von der geplanten Deckenhöhe angebracht werden und die frei hängenden
Enden zu einer Schlaufe umgebogen werden, ohne Rücksicht darauf, wie der Abstand
der einzelnen gebogenen Schlaufen von der Decke ist. Alsdann werden in den gegenüberstehenden
Mauerwänden in vorgeschriebener Höhe Befestigungsmittel, z. B. Haken, in beliebigen
Abständen, und zwar in gleicher Höhe unverrückbar befestigt. Auf diese Haken werden
nun je zwei Rundeisenstangen in Mauerlänge gelegt, wovon die eine fest mit dem Haken,
die andere am Haken verschiebbar befestigt ist. Anschließend werden Bretter oder
Latten in der gewünschten Deckenhöhe aufgestellt, auf welchen das Drahtgewebe des
hohen Gewichtes wegen provisorisch aufgelegt wird, um die Drahtgewebeenden leichter
an den lose auf den Haken befestigten Eisenstangen, z. B. mit Bindedraht, zu befestigen.
Ist dies geschehen, dann wird mit Hilfe einer Spannvorrichtung, wie z. B. Abb. 3
und 4 zeigen, das Drahtgewebe ohne jegliche Durchbiegung stramm gespannt. Lotrecht
unter den Hängeeisen, und zwar vom Fußboden aus gesehen unter dem Drahtgewebe, werden
Eisenstangen befestigt. Um nun eine Verbindung mit den bereits befestigten Hängeeisen
und mit den unter dem Drahtgewebe befestigten Eisenstangen zu erreichen, werden
weitere Hängeeisen verwendet, von denen das eine, umgebogene Ende in die bereits
festsitzenden Hängeeisen kettenartig eingreift, während das andere Ende des Hängeeisens
um die an dem Drahtgewebe befestigten Eisenstangen gebogen wird. Hierbei entsteht
der Vorteil, daß das Drahtgewebe, das als Putzträger dient, von den unterhalb desselben
liegenden Eisenstangen getragen wird, wogegen es nach dem bekannten Verfahren durch
den genähten Bindedraht an den Eisenstangen gehalten wurde.
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Ein weiterer Vorteil nach dem Verfahren besteht darin, daß bei Belastung
und Durchbiegung des Fußbodens die Decke durch die lose ineinandergreifenden Hängeeisen
nicht darunter beeinflußt wird und daß durch die vollkommen waagerechte Lage des
Drahtgewebes der Mörtelverbrauch sehr gering ist. Ein wirtschaftlicher Vorteil nach
diesem Verfahren besteht darin, daß die Eisenstangen für das Stangennetzwerk sowie
der für diese Stangen zu befestigende Bindedraht fortfällt. In der Zeichnung ist
ein Ausführungsbeispiel nach dem Verfahren nebst Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens
dargestellt, und es zeigt Abb. i eine Ansicht der Decke nach Ausführung des Verfahrens,
Abb. 2 eine Aufsicht von Abb. i, Abb.3 eine Ansicht der Vorrichtung zur Ausübung
des Verfahrens, Abb. 4 eine Aufsicht von Abb. 3.
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Nach dem Verfahren werden an den Balken 18 Hängeeisen i9 befestigt,
in deren Ösen weitere Hängeeisen 2o lose eingreifen, deren Enden vorerst gerade
auslaufen. In den gegenüberliegenden Mauerwänden 21, 22 sind Befestigungsmittel,
z. B. Haken 23, eingelassen. Auf diese Haken 23 werden Rundeisenstangen 24, 25 aufgelegt,
wovon die eine Stange 24 fest, d. h. unverrückbar mit dem Haken 23 verbunden ist,
während die andere Stange 25 auf dem Haken 23 verschiebbar ist. Um das schwere Drahtgewebe
27, das als Putzträger dienen soll, leichter in die unmittelbare gewünschte Deckenhöhe
bringen zu können, wird dieses auf bereitliegende Latten 28 o. dgl. aufgelegt und
beide Enden des Gewebes 27 an den Eisenstangen 25 befestigt, wodurch nach Befestigung
desselben die Latten 28 weggelegt werden können. Nun wird zur Ausübung des Verfahrens
eine Spannvorrichtung verwendet, wovon die eine Spannklaue i zwischen Mauerwerkwand
21 bzw. 22 und dem fest angeordneten Eisen 24 und die andere Spannklaue 2 in die
dargestellte Lage gebracht wird.
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Beim Spannen der Vorrichtung nähern sich die beiden Spannklauen 1,
2, der Abstand der beiden Rundeisenstangen :24,25 wird verkleinert und dadurch das
Drahtgewebe 27 vollkommen straffgespannt. Nachdem werden unterhalb des Drahtgewebes
27 und der Hängeeisen i9 Eisenstangen 26 am Drahtgewebe 27 befestigt und so nach
Umbiegen der Hängeeisenenden 2o die Stangen 26 tragend gehalten.
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Die Vorrichtung zum Spannen des Drahtgewebes 27 besteht aus den beiden
Spannklauen 1, 2. Die eine Spannklaue 2 besitzt Führungen 4, zwischen denen die
Klaue i geführt wird. Durch einen Stift 18 wird die Spannklaue 2 stets in Führung
gehalten. Weiter läuft die Spannklaue 2 in eine Zahnstange aus, in die ein kleines
Getriebe eingreift. Zwischen den an dem Klauenschaft i befestigten Blechen 5, 6
ist ein Zahnradgetriebe 7, 8 vorgesehen. Außerhalb des Bleches6 sitzt auf der gleichen
Achse des Zahnrades 7 ein Handrad 9 nebst Sperrrad io. Zwischen Handrad 9 und Sperrad
io ist eine Handhabe 14 schwenkbar gelagert, und besitzt diese einen schwenkbaren
Sperrzahn 12. Sollen sich die beiden Spannklauen 1, 2 nähern, dann wird beim Bedienen
der Handhabe 14 und durch den Schnepper 12 das Getriebe in Drehung versetzt und
dabei die lose auf den Haken 23 liegende Eisenstange 25 durch die Spannklaue 2 in
Pfeilrichtung verschoben und dabei das Drahtgewebe 27 strammgespannt. Gegen selbsttätiges
Zurückgleiten der gespannten Spannklaue 2 wird diese durch Einschnappen eines Sperrzahnes
i i in das Sperrad i o gesichert. Vor dem Lösen der Spannklauen 1, 2 werden die
Eisenstangen 25 mit den daran befestigten Drahtgewebeenden an den Eisenstangen 24
z. B. mittels Bindedraht befestigt.