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DE801919C - Schuetzen-Bremsvorrichtung fuer Webstuehle - Google Patents

Schuetzen-Bremsvorrichtung fuer Webstuehle

Info

Publication number
DE801919C
DE801919C DEP24489D DEP0024489D DE801919C DE 801919 C DE801919 C DE 801919C DE P24489 D DEP24489 D DE P24489D DE P0024489 D DEP0024489 D DE P0024489D DE 801919 C DE801919 C DE 801919C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shooter
braking
contactor
box
braking device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP24489D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Walter Ruthardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP24489D priority Critical patent/DE801919C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE801919C publication Critical patent/DE801919C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/52Shuttle boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Schützen-Bremsvorrichtung für Webstühle Es sind Vorrichtungen an Webstühlen bekannt, mit deren Hilfe der Schützen nach Beendigung des Fluges durch das Fach im Schützenkasten abgebremst wird. Es sind bei diesen bekannten Vorrichtungen entweder Kastenzungen vorn oder hinten im Schützenkasten angeordnet, die einen Bremsdruck auf den Schützen ausüben, oder eine der beiden Wände des Schützenkastens oder auch beide sind beweglich angegordnet und üben zum gleichen Zweck einen Bremsdruck auf den einlaufenden Schützen aus. Der Bremsdruck dieser beweglichen Teile auf den Schützen wird meist durch Federn ausgeübt, deren Spannung von Hand verstellbar ist.
  • Diese bekannten Vorrichtungen werden sämtlich in ihrer Wirkung dadurch nachteilig beeinflußt, daß die lebendige Kraft des Schützens beim Einlaufen in den Schützenkasten nicht gleichmäßig groß ist, sondern gewissen Veränderungen unterliegt, Lind daß auch der Reibungskoeffizient zwischen Schützen und bremsendem Organ veränderlich ist.
  • Die lebendige Kraft des einlaufenden Schützens ist einerseits deshalb verschieden, weil die Tourenzahl des Webstuhles und daher auch die Schützengeschwindigkeit niemals ganz gleichförmig sind und weil sich das Schützengewicht durch das Ablaufen des Garnes von der Schußspule ständig verändert. Der Reibungskoeffizient zwischen dein Schutzen und den bremsenden Organen ändert sich infolge von Schwankungen der Temperatur dieser Teile und infolge von Änderungen der Luftfeuchtigkeit. Infolge dieser Veränderungen können die bekannten Vorrichtungen niemals so eingestellt werden, daß der Schützen stets an der gleichen Stelle des Schützenkastens zum Stillstand kommt. Die Folge hiervon ist, daß der Schützen meist stark auf den Picker prellt, wodurch die Lebensdauer sämtlicher Teile des Schlagzeuges reduziert wird.
  • Durch die Erfindung soll den vorerwähnten Übelständen abgeholfen und erzielt werden, daß der Schützen stets an der gleichen Stelle des Schützenkastens zum Stillstand kommt, und es sollen auf diese Weise ein störungsfreier Lauf des Webstuhles und eine weitgehende Schonung des Schlagzeuges; auch bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit des Webstuhles und bei der Verwendung von besonders großen und schweren Webschützen, erzielt werden.
  • Erfindungsgemäß erfolgt eine selbsttätige Regulierung der Schützenbremsung in folgender Weise: In den Schützenkasten ragt ein Fühler, der drehbar gelagert ist und je nach der Stellung des Schützen s im Schützenkasten nach Beendigung der Abbremsung verschiedenartig ausschwingt. Durch ein Schaltgestänge wird die Bewegung des Fühlers auf die Reguliervorrichtung übertragen, die am Ladenfuß befestigt ist. In der Reguliervorrichtung sind zwei Schalträder angeordnet, welche auf einer Welle befestigt sind, die am anderen Ende mit Gewinde versehen ist. Auf diesem mit Gewinde versehenen Teil der Welle bewegt sich bei Drehung dieser Welle eine Mutter, die ihre Bewegung durch Hebel auf den Aufhängepunkt der Feder überträgt, welche zur Ergänzung des Bremsdruckes auf den Schützen dient. Die Vorrichtung besitzt ferner einen Schalthebel, der bei jedem zweiten Anschlag der Lade bewegt wird und der an einem Ende zwei Schaltklinken trägt. Diese Schaltklinken sind so angeordnet, daß die eine Schaltklinke die Gewindespindel durch Vermittlung der darauf befestigten Schalträder rechtsherum und die andere Schaltklinke die Spindel linksherum dreht. Der in den Schützenkörper hineinragende Fühler bewirkt nun durch eine Kurvenscheibe, daß je nach Bedarf die eine oder die andere Schaltklinke mit dem zugehörigen Schaltrad in Eingriff kommt oder daß, für den. Fall, daß der Schützen an der gewünschten Stelle zum Stillstand gekommen ist, beide Schaltklinken außer Eingriff bleiben. Die Bewegung des Schalthebels bei jedem zweiten Anschlag der Lade erfolgt zweckmäßig durch Zwischenschaltung einer Stoß-oder Zugstange, die in der vordersten Stellung der Lade an einen Anschlag stößt, welcher mit Hilfe eines Exzenters abwechselnd gehoben und gesenkt wird und dadurch mit der Stange in Eingriff bzw. außer Eingriff kommt.
  • Abb. i stellt eine Seitenansicht und Abb. 2 eine Vorderansicht einer mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung ausgestatteten Weblade dar, und zwar bei einem Webstuhl, bei dem beispielsweise die Schützenbremsung mit Hilfe der beweglichen vorderen Kastenwand erfolgt. In gleicher Weise kann die Vorrichtung auch Verwendung finden, wenn die hintere Kastenwand zum gleichen Zwecke beweglich gestaltet ist oder wenn die Bremsung mit Hilfe von beweglichen Kastenzungen erfolgt, welche vor oder hinter dem Schützen angeordnet sind. Abb. 3 zeigt die Anbringung des Schützenfühlers, und eine zweckmäßige Ausführung des Schützens im Grundriß, wenn der Fühler so angeordnet ist, daß er vor dem Picker in den Schützenkasten hineinragt. Abb.4 zeigt eine Ausführung des Fühlers im Grundriß, wenn derselbe hinter dem Picker angeordnet wird.' Gemäß der Erfindung ragt der Fühler i durch die Kastenrückwand 2 in den Schützenkasten hinein und wird von der Kante 3 des in den Schützenkasten einlaufenden Schützens 4 gefaßt und bewegt. Ist die Schützenbremsung zu stark, so kommt der Schützen zum Stillstand, bevor die Kante 3 den Fühler i erreicht, wie in Abb.3 dargestellt. In diesem Falle bleibt die Schaltklinke 5 der Reguliervorrichtung im Eingriff mit dem zugehörigen Schaltrad 6, die Stoßstange 7 wird, wenn dieLade 8 nach vorn geht, durch den beweglichen Anschlag 9 nach hinten gedrückt. Sie bewegt hierbei den Schalthebel io, welcher mit Hilfe der Schaltklinke 5 und des Schalrades 6 die Gewindespindel i i, welche bei der dargestellten Ausführung Linksgewinde besitzt, im Sinne des Uhrzeigers dreht. Dadurch wird der Hebel 12 unter Vermittlung der Mutter 13 und des Hebels 14 in der Weise um die Achse 15 gedreht, daß sich die Spannung der Bremsfeder 16, welche durch Vermittlung der Hebel 17 und 18 die vordere Kastenwand i9 an den Schützen 4 anpreßt, verringert. Wenn der Schützen 4 das nächste Mal in denselben Schützenkasten einläuft, erfährt er infolge des verminderten Bremsdruckes eine geringere Bremsung, und er läuft weiter als vorher in den Schützenkasten ein. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis der Schützen 4 so weit in den Kasten gelangt, daß er den Fühler i etwa bis zu seiner Mittelstellung bewegt, in welcher durch Vermittlung der Welle 2o, des Hebels 21, der Zugstange 22, der Hebel 23 und 24, der Welle 25, der Zugstange 26 sowie der Kurvenscheibe 27 sowohl die Schaltklinke 5 als auch die Schaltklinke 28 außer Eingriff mit den zugehörigen Schalträdern 6 und 29 kommen, so daß also nun die Spannung der Bremsfeder 16 durch die Reguliervorrichtung nicht mehr verändert wird.
  • Kommt jedoch infolge zu geringer Bremsung der Schützen 4 zu weit in den Kasten hinein, so daß er den Fühler i über die Mittelstellung hinaus bis zu seiner äußeren Endstellung 3o bewegt, so kommt in der vorstehend beschriebenen Weise die Schaltklinke 28 mit dem Schaltrad 29 in Eingriff, und die Schraubenspindel i i wird nun in umgekehrter Richtung, d. h. entgegengesetzt dem Drehsinn des Uhrzeigers, geschaltet. Durch die vorbeschriebenen Teile der Vorrichtung wird nun der Hebel 12 so gedreht, daß die Bremsfeder 16 mehr gespannt wird, so daß sich der Bremsdruck auf den Schützen vergrößert. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis die Bremsung so stark wird, daß der Schützen 4 den Fühler i nur etwa bis zu seiner Mittelstellung bewegt, in welcher, wie vorstehend beschrieben, beide Schaltklinken 5 und 28 außer Eingriff bleiben.
  • In gleicher Weise arbeitet die Vorrichtung, wenn, wie in Abb. 4 dargestellt, ein Fühler 31 hinter- dem Picker 32 angeordnet ist. In diesem Falle wird je nach der Stellung des Pickers 32 der Schützen :4 in vorbeschriehener Weise mehr oder weniger gebremst.
  • In gleicher Weise kann die Erfindung auch Verwendung finden, wenn man statt des Bremsdruckes den Bremsweg regulieren will. In diesem Falle wird durch ein an dem Hebel 12 angelenktes Gestänge die Ruhestellung des lireinsen<len Organs verändert und mehr oder weniger auch die mittlere Längsachse des Schützenkastens hinbewegt. Als Beispiel ist in Abb. #5 eine Ausführung dargestellt, wie sie zweckmäßig ist, wenn z. B. bei beweglicher vorderer Kastenwand die Länge des Bremswege; reguliert werden soll. Die innere Stellung der vorderen Kastenwand i 9 wird hierbei durch einen Exzenter 33 begrenzt. der durch die mit dem Hebel 12 verbundene Zug:tati"e 34. und den Hebel 3.3 gedreht wird. [e nach der Drehrichtung nähert oder entfernt sich die vordere Kastenwand i9 der Kastenriickw-and 2, wodurch die Länge des Bremsweges verändert wird, da die vordere Kastenwand i9 gegenüber der Kastenrückwand 2 eine Steigung besitzt. In gleicher Weise kann die Vorrichtung verwendet werden, w enn die Bremswirkung durch bewegliche Kastenzungen erzielt wird oder wenn die Kastenrückwand 2 beweglich angeordnet ist.
  • Die Veränderung der Stellung des Anschlages 9 geschieht zweckinü13ig durch eine Kurvenscheibe oder durch einen Exzenter 3'6, der auf der unteren Webstuhlwelle 37 oder auf einer anderen Welle angeordnet ist, die mit der halben oder noch geringerer Tourenzahl als die Kurbelwelle 38 umläuft. In Abb. i ist eine Ausführung dargestellt, bei welcher der Exzenter 36 auf der unterer, \\'ehstuhl-,velle 37, die mit der halben Geschwindigkeit der Kurbelwelle 38 umläuft, angeordnet ist. In Abb. 6 ist eine Ausführung dargestellt, bei welcher der Exzenter 36 auf einer besonderen Welle 39 angeordnet ist, die beispielsweise von der Kurbelwelle 38 durch Kettenräder d.o und d i und Kette .I2 angetrieben wird. Der Antrieb kann auch auf andere Weise, z. B. durch Zahnräder oder Kegelräder, erfolgen.

Claims (3)

  1. PATEITANSPRCCHE: i. Schützen-Bremsvorrichtung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, ciaß die Regulierung der Bremsung des in den Schützenkasten einlaufenden Schützens entsprechend seiner jeweiligen lebendigen Kraft selbsttätig mit Hilfe von an den Schützenkästen angebrachten Fühlern und von auf beiden Webstuhlseiten angebrachten Schaltmechanismen erfolgt, welche abwechselnd bei jedem Schuß betätigt werden, in der Weise. daß der Schützen stets in der gleichen Entfernung vom Picker zum Stillstand kommt.
  2. 2. Schützen-Bremsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderlichkeit der Schiitzenabbreinsung durch Verlängerung und Verkürzung des Bremsweges des Schützens bewirkt wird.
  3. 3. Schützen-Bremsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderliclikeit der Schiitzenabbreinsung durch Veränderung des Bremsdruckes auf den Schützen bewirkt wird.
DEP24489D 1948-12-12 1948-12-12 Schuetzen-Bremsvorrichtung fuer Webstuehle Expired DE801919C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP24489D DE801919C (de) 1948-12-12 1948-12-12 Schuetzen-Bremsvorrichtung fuer Webstuehle

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DEP24489D DE801919C (de) 1948-12-12 1948-12-12 Schuetzen-Bremsvorrichtung fuer Webstuehle

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE801919C true DE801919C (de) 1951-01-25

Family

ID=7369687

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP24489D Expired DE801919C (de) 1948-12-12 1948-12-12 Schuetzen-Bremsvorrichtung fuer Webstuehle

Country Status (1)

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DE (1) DE801919C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3621887A (en) * 1966-10-17 1971-11-23 Edgar P Turner Protection and control means for fly shuttle looms

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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