DE801800C - Anwendung plattierter Leichtmetallbleche als Dichtungswerkstoff - Google Patents
Anwendung plattierter Leichtmetallbleche als DichtungswerkstoffInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
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Description
- Anwendung plattierter Leichtmetallbleche als Dichtungswerkstoff
Es ist bekannt, (laG 1 )ichtungscleineilte. Nvie sie bei Anlagen, die mit iiberhitztein Dampf arbeiten, besonders aber bei \'(#rl)i-eiiiitiiigsk-raftniasciiiiieii, zuin Abdichten der 1\):itiiiie inneren t71)er(Irtick-es verwendet \\-erden, sowohl in therinisclier als in niechanisclier Bezichun- au[lei-ordentlich hohen An- #prüclien Genüge leisten müs#sen. Die Dichtungs- platte z. B., die die Fuge zwischen Zylinder und ;7-#-Iiii(lei-ko1)f von \'(#rl)reiiiitiii"sl-zr.iftiiiasciiiiieii ab- zudicliten liat, 1111113 bei Piusch-naschinen eillein inneren Cherdruck- von bis zu Oo Atin. bei den Temperaturen des Vurbreimungsrautries stand- halten. Man hat bisher die besten E-rfolge init Verbundwerkstoffun ans Asbest- und -Metallgeweben erzielt. X'or allein sind in großein Umfange (,ingeführt worden. Wegen der Bezugsscliwierigkeiten für Asbest steht der- artiges Material jedocli nur beschränkt zur Ver- fügung, halten kann, mit beidseitigen Auflagen von Reinaluminium in einer Stärke von je 5 bis 15% der l')lechdicke vorzüglicheDichtungseigenschaften aufweist. Dieses Blech wird auch unter hohen Anpressungsdrücken von den Dichtungsflächen nicht abgeschert, paßt sich jedoch trotzdem den klein.-sten Oberflächenraulligkeiten in vorzüglicher Weise an. Besonders günstig ist diese Anpassungsfähigkeit, wenn als Plattiertnaterial Alumiriitun höchster Reinheit (Reinheitsgrad 99,9914) #-er,wendet wird.Man hat darauf versucht, reine Metall(lichtun- gen iii7ti#\#en(leii. So ist z. B. hochreines Alurni- niuni, (las wegen seiner guten Plastizität sich den zu dichtenden Flächen natürlich ."tit anpaßt, als Dichtungsniaterial erprobt \vorden, ohne (laß es aber zu einein vollen Erfolg hätte führen können. AI-Legiertitigen haben zwar gröGeres Standver- mögen als (las reine Aluminium gezeigt, ihre ;Xii- passungsfähigkeit an die Oherflächenrauhigkeiten der abzudiclitenden Flächen war jedoch unzu- reichend. Ein voller Erfolg konnte erst durch Anwendung eines eigen"; für diesen Z\veck entwickelten Ver- bundwerk.stoffes ins einerAI-Legierting und reinein Aluminium erzielt vverden. Es hat sich gezeigt, (laß ein Blechmaterial aus einem Kern einer AI-Le- gierting, die beispielsweise 3 bis 5 0/0 Cti, 0,5 bis 1"5% Mg, 0,5 bis 1,2% Mii neben den Üblichen Verunreinigungen an Eisen Silicium undZink ein:- - Hin Verbundwerkstoff, wie er hier für Dichtungszwecke vorgeschlagen ist, ist in großem Maße schon als Konstruktionsmaterial angewandt worden. Die Plattierung hat in diesem Falle ausschließlich den Zweck des Korrosionsscbutzes und wird so dünn angewandt, als es aus Korrosionsgründen nur zulässig ist. Ihre größere Weichheit ist dabei höchst unerwünscht, da sie einen Festigkeitsverlust des Materials, verglichen mit dem tinplattierten Werkstoff, zur Folge hat. Man trachtet daher, bei dem Konstruktionsmaterial die Plattiertnig durch Anwendung von Cu-freien Legierungen fester zu machen, während im Gegensatz dazu bei dem Dichtungsmaterial möglichst große Weichheit der Plattierschicht anzustreben ist. Besonders zweckmäßig ist es aus diesem Grunde, als Plattiermaterial Aluminium großer Reinheit (beispielsweise mit dem Reinheitsgrad 99,99%) anzuwenden.
- Die Dicke der Plattierschicht muß ausreichen, um die in Betracht kommenden Oberflächenunebenheiten mit Sicherheit ausgleichen zu können. Man wird sie daher in der prozentualen Stärke um so größer wählen, je dünner die Dichtungsbleche insgesamt sind. Bei i mm starken Blechen beispielsweise ist es zweckmäßig, Plattierstärken von 5 bis 15% anzuwenden; bei dickeren Blechen kann man die prozentualen Plattierstärken verringern, da die absolute Plattierungsdicke in der Größenordnung Von 0,05 bis 0,2mm bleibt. jedoch besteht kein Bedenken, die Plattierung auch stärker als atigegeben zu bemessen.
- je nach den besonderen Bedingungen, unter welchen die Dichtung zu arbeiten hat, ist man bei einem derartigen erfindungsgemäßen Material in der Lage, den Verformungswiderstand des Kernwerkstoffes weitgehend der Aufgabe anzupassen. ]in allgemeinen wird es ausreichend sein, das Dichtungsmaterial in Nveichgeglühtem Zustand zu verwenden, -wobei nach dem abschließenden Kaltwalzen eine Glühung von beispielsweise 8stündiger Dauer bei 35o' angewendet werden kann. Ist es wünschenswert, ein Material mit höherem Formänderungswiderstand anzuwenden, so kann man, falls auch die Oberflächenhärte etwas gesteigert werden darf, mehr oder weniger stark kaltgewalztes Dichtungsblech vorsehen. Ist es aber, wenti #)esonders, hohe Ansprüche gestellt werden, notwendig, größte Weichheit der Oberflächen mit hohem Formänderungswiderstand des Kernmaterials zu verbinden, so ist es zweckmäßig, das Blech zu vergüten. Den höchsten Forrnänderungswiderstand wird nian bei der angeführten Legierung nach einer Glühung bei rd. 5ool (Dauer beispielsweise 1/ 2 Std.) mit anschließender Abschreckung erreichen. Eine beliebige Abstufung der Kernfestigkeit ist ohne weiteres möglich, wenn die VergÜtungstemperatur je nach der gewünschten Festigkeit zwischen 5oo und 4oo' C gewählt wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anwendung eines Leichtmetallwerkstoffes als Dichtungsmaterial, welcher aus einem Kern einer technischen Al-Cu-I#lg-Legierung und beidseitigen Plattierschichten aus Rein-Aluminium aufgebaut ist.
- 2. Anwendung eines #Verkstoffes nach Anspruch i, dessen Plattierschichten aus Alurninium höchster Reinheit (Reinheitsgrad mindestens 99,99%) besteht. 3. Anwendung eines Leichtmetall-Werkstoffes nach den Ansprüchen i und 2 für Dichtungszwecke, wobei die Dicke der Plattierungsschicht auf jeder Seite mindestens o,o5 mm beträgt. 4. Anwendung eines Leichtmetall-Werkstoffes für Dichtungszwecke nach den Ansprüchen i bis 3, wobei der #NIT erkstoff nach dem letzten Kaltwalzen eine Glühung voll 350 bis 500', vorzugsweise mit anschließender Abschreckung, erfahren hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP12235A DE801800C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Anwendung plattierter Leichtmetallbleche als Dichtungswerkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP12235A DE801800C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Anwendung plattierter Leichtmetallbleche als Dichtungswerkstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE801800C true DE801800C (de) | 1951-01-25 |
Family
ID=7363943
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP12235A Expired DE801800C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Anwendung plattierter Leichtmetallbleche als Dichtungswerkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE801800C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901362C (de) * | 1952-02-17 | 1954-01-11 | Paul Lechler Fa | Dichtungen aus Eisenblech mit oder ohne nachgiebige Einlage |
| US4195855A (en) | 1975-01-20 | 1980-04-01 | Ultra Centrifuge Nederland N.V. | Seal for sealing flanges and other objects |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP12235A patent/DE801800C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901362C (de) * | 1952-02-17 | 1954-01-11 | Paul Lechler Fa | Dichtungen aus Eisenblech mit oder ohne nachgiebige Einlage |
| US4195855A (en) | 1975-01-20 | 1980-04-01 | Ultra Centrifuge Nederland N.V. | Seal for sealing flanges and other objects |
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