DE8016582U1 - Vorrichtung zum Aufbereiten von Gülle - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbereiten von GülleInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Belüften und Bewegen von Gülle in einer Güllegrube um die Gülle an
wenigstens und vorzugsweise nur einer Stelle mit Luft zu versetzen und in Bewegung zu setzen.
Ein wesentliches Problem bei der Lagerung und Verwendung von Gülle liegt darin, daß störende Fäulnisprozesse durch
anaerobe Bakterien vermieden werden müssen. Solche Fäulnisprozesse führen letztendlich zu einer Zersetzung der Gülle,
die deren Düngewert sehr stark herabsetzt. Zu diesem Zweck wird die Gülle - also der Stalldüngeranfall aus streufreien
Aufstallungen mit Schwemmentmistung - in regelmäßigen Zeitabständen belüftet, um aeroben Bakterien die Existenz in
der Gülle zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck hat man bisher ein Rührwerkzeug in die Gülle eingeführt und dem Rührwerkzeug Luft durch ein eine
vertikale Rührwerkzeugwelle führendes Führungsrohr zugeführt. Das Rührwerkzeug war dabei ein propellerähnliches Konstruktionselement
mit vertikaler Achse, das im wesentlichen eine Axialströmung erzeugte. Hierbei wurde zwar eine intensive
Umwälzung der Gülle und eine stärke Durchlüftung derselben im unmittelbaren Bereich des Rührwerkzeugs bewirkt.
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Allein die Umwälzung der rührwerkzeugfernen Teile der
Gülle in der Grube bleibt dabei sehr gering oder es ist
gar keine derartige Umwälzung vorhanden· Bei den bekannten Vorrichtungen erfolgt auch die Belüftung in so starkem Maße/
daß die aufsteigende Luft eine starke Vertikalstroinung im
Bereich des Werkzeuges erzeugt. Dies bringt jedoch den Nachteil mit sich, daß erhebliche Mengen an Ammoniak und Stickstoff
mit der rasch nach oben sprudelnden Belüftungsluft aus der Gülle abgezogen und in die Atmosphäre abgegeben
Werden^ was den Düngewert der Gülle stark verringert.
Die Erfindung löst die Aufgabe, eine Vorrichtung zum Belüften von Gülle zu schaffen, welche sich dadurch auszeichnet,
daß auch bei längerer Lagerung der Gülle diese ihren Düngstoffwert nicht verliert und daß auch keine nennenswerten
Verluste an Ammoniak und Stickstoff auftreten.
Die Erfindung geht dabei aus von einer Vorrichtung mit einem motorisch antreibbaren rotierenden Rührwerkzeug und
einer im Bereich des Rührwerkzeugs endenden Zuluftleitung, durch welche die Zuluft in den Bereich des Rührwerkzeugs
gebracht wird.
Die Erfindung bildet die bekannte Vorrichtung dahingehend
weiter, daß einerseits die ganze Gülle in der Grube umge-
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wälzt werden kann (sofern die Grube einen üblichen beispielsweise
rechteckigen, quadratischen oder runden Grund* riß hat und nicht gerade einen winkelförmigen oder sternförmigen
Grundriß) und daß ferner die Belüftung der Gülle in einem solchen Maß und derart erfolgt, daß die für den
biologischen Abbau der Gülle zu einem optimalen Dünger erforderliche Luftmenge zugeführt werden kann, ohne jedoch zu
viel Luft zuzuführen/ die aus der Gülle Stickstoff und Ammoniak abführen könnte.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das
Rührwerkzeug der Rotor einer Gehäusepumpe ist, deren Austrittsöffnung
etwa waagrecht bis - wie das bevorzugt wird leicht nach unten geneigt gerichtet ist, daß die Zuluftleitung
im Inneren des Pumpengehäuses m{indet und daß eine Drosseleinrichtunc/ zum Regeln des Zuluftstromes vorgesehen
ist.
Das erfindungsgemäße Rührwerkzeug kann und soll so in der Nähe des Randes der Güllegrube, beispielsweise in einem Abstand
von etwa einem halben Meter von diesem Rand angeordnet werden, daß die Austrittsöffnung des Pumpengehäuses
parallel zur Güllegrubenwand gerichtet ist. Auf diese Weise wird die Gülle von der Gehäusepumpe angesaugt und in Richtung
der Austrittsöffnung ausgestoßen. Dadurch entsteht in der Güllegrube eine Rotationsströmung längs des Randes dersel-
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ben, die zwar langsam ist, aber die gesamte Gülle in der Grube erfaßt, so daß diese gleichmäßig umgewälzt und
mit Luft versetzt werden kann. Dadurch, daß die Zuluftleitung im Inneren des Pumpengehäuses mündet und daß eine
Drosseleinrichtung zum Regeln des Zuluftstroms vorgesehen ist, ist nicht nur gewährleistet, daß die Zuluft sehr
gleichmäßig in dem aus dem Gehäusepumpenauslaß austretenden Güllestrom verteilt ist. Durch diese gleichmäßige und
feine Verteilung und die langsame Rotation der gesamten Gülle in der Grube und auch längs deren Wänden wird eine op- ]
timale Feinverteilung der Luft gewährleistet, ohne daß diese sofort an die Oberfläche der Gülle steigt. Die in feinster
Bläschenform verteilte Luft hat, bis sie an der Oberfläche der Gülle ankommt, genügend Zeit, im rotierenden
Strom der Gülle sich über die ganze Grube zu verteilen. Da die Luft nur in feinen Bläschen nach oben steigt und hierbei
auch Schwebstoffe mit sich nimmt, bildet sich oben auf der Güllegrube eine Schwimmschicht, welche in erster
Linie aus den in der Gülle vorhandenen Pflanzenresten und Luftbläschen besteht. Diese Schwimmschicht isoliert die
Gülle insbesondere im Winter nicht nur thermisch. Die in ihr verrottenden Pflanzenteile tragen ebenfalls zur Düngewirkung
der Gülle bei und verhindern ein Austreten der Gase.
Das richtige Maß an Belüftung läßt sich verhältnismäßig einfach dadurch feststellen/ daß die sich normalerweise auf
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III I I III III Il I
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Güllegruben bildende Schwimmdecke nur eine leichte und leicht zerstörbare weiche Decke sein soll, die verhältnismäßig
dünn ist, also nur eine Dicke in der Größenordnung von 5 bis 20 cm - in der Regel von etwa 10 bis 15 cm aufweist.
Eine zu starke Belüftung führt zu einem Durchbrechen und Zerstören der Schwimmdecke, eine zu geringe
Belüftung führt zu einer Verdickung und Verdichtung der Schwimmdecke. Dadurch, daß im Gegensatz zu den vorbekannten
Verfahren eine horizontale luftbläschendurchsetzte Strömung erzeugt wird, kann die Strömung das erreichen, was
mit den bisherigen Vertikalströmungen nur angestrebt, aber nicht erreicht wurde, nämlich eine horizontale rotierende
Strömung. Diese Strömung wird durch den Güllestrahl bewirkt, der in der Praxis in der Regel mittels einer Pumpe erzeugt
wird.
Sinkteile (Halme u. dgl.) werden dabei mit Luft behaftet, steigen dann zur Schwimmdecke und werden dort durch aerobe
Bakterien abgebaut und hierbei weitgehend in flüssige und gasförmige Substanzen umgesetzt. Dadurch wird eine Verschlammung
fast ganz vermieden.
Dadurch, daß der Güllestrahl waagerecht bis leicht nach unten gerichtet ist - der Winkel kann bis zu 30° nach unten
gerichtet sein - zweckmäßig liegt er bei etwa 20° - ist dafür gesorgt/ daß zumindest in dent auf den Strahl folgenden
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Teil der rotierenden Strömung die Auftriebskraft der Luftbläschen im horizontal strömenden Teil durch die nacL unten
gerichtete kinetische Energie kompensiert wird. Da der Strahl die ihn umgebende Gülle ansaugt, erzeugt er nach
wenigen Betriebsminuten bereits die gewünschte rotierende Strömung, die praktisch den ganzen Grubeninhalt erfaSt. Erleichtert
wird dies dadurch, daß die Strahlerzeugung ja notwendig mit einer Ansaugung verbunden ist, die ebenfalls
zur Erzeugung der rotierenden Strömung beiträgt.
Vorzugsweise wird die Pumpe nahe dem Boden der Grube angeordnet. In der Praxis hat sich ein Abstand vom Boden von
j etwa 1/2 m bewährt. Dadurch wird der Weg der feinen Luft-
bläschen bei ihrem Aufsteigen groß, ferner wird die Rotation der ganzen Flüssigkeitsmenge begünstigt, da ein Rotie-
f ren der tieferliegenden Gülleteile das Rotieren der darüber
befindlichen Gülleteile leicht hervorruft, insbesondere, wenn die tieferliegenden rotierenden Gülleteile zugleich
das Bestreben haben, aufgrund der in ihnen enthaltenen Luft nach oben zu steigen.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung kommt man mit relativ geringen Umwälz- und Belüftungszeiten aus. Bei normalen
Gruben bis zu e *wa 300 m3 Inhalt genügt es, wenn das Umwälzen
und Belüften zwei- bis dreimal täglich jeweils 8 bis 15 Minuten lang erfolgt. Bewährt hat äiöh in der Praxis
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bei durchlaufendem Betrieb eine Umwälz- und Belüftungszeit von etwa zwei Minuten pro Tag und Großvieheinheit.
Wesentlich ist bei der Erfindung natürlich, daß der Gehäusepumpenaustritt
und der Eintritt derselben nicht so angeordnet sind, daß sich eine Kurzschlußströmung vom Austritt
zum Eintritt ausbildet. Dementsprechend sollte die Ein-
trittsöffnung nicht nur örtlich im Abstand von der Austritts-
öffnung, sondern auch in eine^n erheblichen Winkelunterschied
in bezug auf die Austrittsöffnung angeordnet sein. Das wird
bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch
;; erreicht, daß die Pumpe eine Zentrifugalpumpe mit zentralem
axialem Eintritt - vorzugsweise von unten - und tangentialem
Austritt ist.
In konstruktiver Hinsicht wird die Ausbildung der Vorrichtung nach der Erfindung besonders einfach, wenn man den
PuMpenrotor unmittelbar auf einer die Zuluftleitung bilden-
\. den Hohlwelle lagert. Die Hohlwelle verbindet dann den äußerst
halb der Gülle angeordneten Antriebsmotor mit dem Pumpen-
rotor.
Wichtig ist bei der Erfindung, daß die Luft so in das Pumpengehäuse eingebracht wird, daß sie dort unter dem Ein-
' fluß des Pumpenrotors zu Bläschen mit einem Durchmesser
von weniger als 1 mm, besser weniger als 0,5 mm feinst
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Verteilt in den das Pumpengehäuse verlassenden Gülleström | eingespeist Wird. Gemäß der Erfindung Wird dies besonders l
einfach und Vorteilhaft erreicht/ indem der Pumpenrotor im
wesentlichen die Form einer Kreisscheibe erhält/ welche auf
einer Seite mehrere/ vorzugsweise vier, in Axialrichtung
von der Scheibe und in Radialrichtung von der Welle abragende Schaufeln trägt/ in welchen aus dem Inneren der Zuluft^
leitung kommende Zuluftkanäle verlaufen, die zwischen der , Nabe des Rotors und dem Schaufelende an einer oder mehreren
Stellen münden. Versuche haben gezeigt, daß hierdurch eine | sehr feine Luftverteilung erreicht wird. Dabei sollte die jj Scheibe oben und die Schaufeln unter der Scheibe angeordnet
sein. Die Leistungsaufnahme der Pumpe wird verringert, wenn
man den Schaufelkreisdurchmesser um etwa 1/2 bis 1 Zentimeter f geringer hält als den Scheibendurchmesser.
wesentlichen die Form einer Kreisscheibe erhält/ welche auf
einer Seite mehrere/ vorzugsweise vier, in Axialrichtung
von der Scheibe und in Radialrichtung von der Welle abragende Schaufeln trägt/ in welchen aus dem Inneren der Zuluft^
leitung kommende Zuluftkanäle verlaufen, die zwischen der , Nabe des Rotors und dem Schaufelende an einer oder mehreren
Stellen münden. Versuche haben gezeigt, daß hierdurch eine | sehr feine Luftverteilung erreicht wird. Dabei sollte die jj Scheibe oben und die Schaufeln unter der Scheibe angeordnet
sein. Die Leistungsaufnahme der Pumpe wird verringert, wenn
man den Schaufelkreisdurchmesser um etwa 1/2 bis 1 Zentimeter f geringer hält als den Scheibendurchmesser.
Zumindest bei - wie das bevorzugt wird - senkrecht ange- | ordneter Hohlwelle sitzt die Eintrittsöffnung des Pumpen- ;
gehäuses vorteilhaft an der Unterseite. Dadurch ist der |
erforderliche örtliche und Winkelabstand der Eintritts- | öffnung von der Auslaßöffnung gewährleistet. Um den Abstand
hier besonders groß zu machen, kann man den AuslaJ
kanal des Pumpengehäuses relativ lang ausbilden.
kanal des Pumpengehäuses relativ lang ausbilden.
Wesentlich ist wie oben dargelegt bei der Erfindung, daß
die durch die Vorrichtung in die Gülle eingespeiste Luft- i.
menge nicht zu gering und nicht zu groß ist« Insbesondere
besteht hier die Gefahr dei? Zuführung elnei? zu großen
Luftmenge. Um die hier vorliegenden funktioneilen und technischen Bedingungen optimal zu lösen/ 1st vorteilhaft,
die in einer das Pumpengehäuse tragenden Hülse geführte Rührwerkzeugwelle an ihrem dem Rührwerkzeug abgewandten
Ende mit einer Lufteintrittsoffnung zu versehen, welcher ein einstellbares Drosselorgan zugeordnet ist.
Das Drosselorgan kann beispielsweise in einer das obere Ende der Hülse luftdicht mit dem Antriebsmotor verbindenden
Abkapselung vorgesehen sein und aus einer Bohrung mit einem Durchmesser von z.B. 10 mm bestehen, in welche ein
konisches Drosselglied nach Bedarf mehr oder weniger eingeschraubt werden kann, so daß der freie Strömungsquerschnitt
abnimmt, je mehr das konische Drosselglied eingeschraubt ist und umgekehrt.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung der als Beispiel in der
Zeichnung gezeigten bevorzugten Ausführungsform des Geräts
nach der Erfindung hervor.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung nach der Erfindung in Ansicht teilweise im Schnitt;
Fig. 2 zeigt in gegenüber Fig. 1 vergrößertem gegenüber der
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tatsächlichen Dimensionierung immer noch Wesentlich Verkleinertem Maßstab die öehäusepumpenanordnung
nach der Erfindung im AXialschnitt In bezug auf die den Pumpenrotof tragenden Hohlwelle;
Fig* 3 zeigt die Ansicht von unten auf den Rotor der Pumpe der Vorrichtung;
Fig* 4 zeigt die Ansicht von links auf Fig. 3;
Fig. 5 zeigt die Ansicht von unten auf das am unteren Ende der die Hohlwelle tragenden und umgebenden Schutzhülse
anschließende Pumpengehäuse.
Das in Fig. 1 teilweise im Schnitt schematisch dargestellte Gerät besteht im wesentlichen aus einem Antriebsmotor 1,
einer an die Antriebsseite des Motors luftdicht angeschlossenen Schutz- und Führungshülse 2, einem unten an die Führungshülse anschliessenden Pumpengehäuse 3, einer auf die Antriebswelle
des Motors 1 aufgesetzten Kupplung 4, einer an die Kupplung angeschlossenen in der Führungshülse 2 drehbar
gelagerten Antriebswelle 5 und einem im Pumpengehäuse 3 rotierenden Pumpenrotor 6. Das Gerät ist selbstverständlich
auch mit elektrischen Anschlüssen für den Motor, Befestigungsmitteln zum Befestigen desselben, beispielsweise am Rand
einer Güllegrube und was dergleichen mehr sein sollte, versehen.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich/ ist die Führungshülse 2 mittels eines konisch erweiterten oberen Teils 7
mit dem Elektromotor 1 verbunden. Dieser läuft zweckmäßig mit einer Drehzahl in der Größenordnung von 1000 Umdrehungen
pro Minute um, wenn der Durchmesser des Pumpenrotors bei 25 bis 30 cm liegt.
In dem erweiterten Teil 7 befindet sich ein nur schematisch angedeutetes Drosselventil 8, welches eine genaue
Regelung der durch den Pumpenrotor 6 über das Innere der Hohlwelle 5 eine an deren oberem Ende befindliche Bohrung
9 und durch das Innere der Erweiterung 7 angesaugten Luftmenge erlaubt.
Die Führungshülse 2 und die Hohlwelle 5 haben je nach Bedarf eine Länge von z.B. 3 oder 4 m. Die Länge sollte
so gewählt sein, daß die Pumpe etwa 0,5 m über dem v->oden
der Güllegrube angebracht werden kann. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß eine Pumpe nach der Erfindung
mit äußerst geringer Betriebszeit auskommt. So hat sich gezeigt, daß bei Güllegruben mit einem Gesamtinhalt
von etwa 250 m eine zweimalige tägliche Betriebszeit einer Vorrichtung nach der Erfindung von etwa 8 bis 15 Min,
je nach Frischgülleanfall vollständig ausreichend ist.
Die Hohlwelle 5 ist, wie gesagt, in der Führungshülse 2
geführt und gelagert» Das untere Lager ist in Fig. 2 bei 10 angedeutet.
Am unteren Ende der Hohlwelle 2 ist noch innerhalb derselben ein Rückschlagventil 11 vorgesehen, welches nur
schematisch angedeutet ist und ein Eintreten der Gülle von unten nach oben in das Innere der Hohlwelle 5 verhindert.
Das ist insbesondere beim Winterbetrieb von erheblicher Bedeutung.
Am unteren in das Gehäuse 3 der Pumpe ragenden Ende der Hohlwelle 11 sitzt die Nabe 12 des Pumpenrotors 6, die
dort in nicht gezeigter Weise verstiftet ist. Nach unten ist die Nabe 12 mittels eines Stopfens 13 abgeschlossen.
Auf der Nabe sitzt beispielsweise mit dieser verschweißt die Tragescheibe 14 des Rotors 6, die im normalen Betrieb
bei senkrechter Hohlwelle 5 in einer horizontalen Ebene umläuft. An die Tragscheibe 6 sind gleichmäßig über den
Umfang verteilt vier in Axialebenen verlaufende Schaufeln 15, 16, 17 und 18 angeordnet, die mit der Scheibe 14 und
der Nabe 12 verschweißt sind. Die Schaufeln sind, wie aus Fig. 3 ersichtlich, nicht genau in Axialebenen des Rotors
angeordnet, sondern in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise gegenüber diesen Axlalebenen parallel in Drehrichtung nach
vorn verschoben. Die Schaufeln 15 bis 18 stoßen mit ihren inneren Enden jeweils an die Nabe 12 an. Um ein Verstopfen
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der Pumpe durch Faserstoffe und Pflanzenreste zu vermeiden, sind die Rührschaufeln in ihren nabennahen inneren
Teilen, wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich, schräg über dem Bereich der Eintrittsöffnung 27 des Pumpengehäuses 3 zurückgesetzt.
Bei dieser Ausbildung ist die Gefahr von Verstopfungen, wie Versuche gezeigt haben, nicht gegeben.
Dem Grunde nach ist natürlich auch eine andere Zahl von Schaufeln möglich. Vier Schaufeln haben sich jedoch im Versuch
gut bewährt.
Vorteilhaft reichen die Schaufeln radial nach außen nicht bis zum äußersten Rand der kreisförmigen Tragscheibe, sondern
enden ein kurzes Stück von beispielsweise 2 bis 10 mm innerhalb des äußersten Randes der Scheibe, überraschenderweise
wird bei einer solchen Ausbildung eine erhebliche Verringerung der erforderlichen Antriebsenergie erreicht.
Zum Einbringen und Feinverteilen der Luft dienen zwei Luftzuführungskanäle,
die von der unteren Oberfläche der Tragscheibe 14, einer Oberfläche der beiden Schaufeln 16 und
und je einem schräg zwischen die Tragscheibe 14 und die entsprechende Schaufel 16 bzw. 18 geschweißten Flacheisen 19
bzw. 20 gebildet werden. Die zwischen der Tragscheibe 14, den Schaufeln 16 bzw. 18 und den schrägen Flacheisen 19
bzw. 20 gebildeten dreieckigen Kanäle sind, wie aus Fig. Und 4 ersichtlich, jeweils Übel? eine Böhifung 22 bzw. 23
mit dem Inneren der Hohlwelle verbunden/ so daß bei Rota-
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f I IfIIIfI It I
Il III III I
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tion des Pumpenrotors Luft über die Drosselstelle 8, die
Bohrung 9 der Hohlwelle 5, die Hohlwelle 5, die Bohrungen 22, 23 und die erwähnten dreieckigen Kanäle im Bereich
der Schaufeln 16 bzw. 18 angesaugt wird. Die Luft tritt aus diesen dreieckigen Kanälen nicht nur an deren in bezug
auf die Hohlwelle radial äußeren Enden aus, sondern auch aus weiteren Austrittsöffnungen, die von jeweils etwa in
der Mitte der Flacheisen 19 und 20 vorgesehenen Ausschnitten 24 bzw. 25 gebildet werden. Eine derartige Ausbildung hat
sich in der Praxis gut bewährt.
Am unteren Fnde der Hülse 2 ist mit dieser fest verbunden
das Gehäuse Z der Pumpe angeordnet. Dieses Gehäuse ist ein übliches Spiralgehäuse, welches zentral unterhalb der
Nabe 12 eine Austrittsöffnung hat, deren Durchmesser etwa gleich dem halben Durchmesser der Tragscheibe 14 ist. In
axialer Richtung ist der Abstand des Pumpenrotors vom Gehäuse gering. Er beträgt hier beispielsweise 5 bis 15 mm. In radialer
Richtung erweitert sich der Abstand der Gehäuseumfangswand in üblicher Weise bis zum Austrittskanal 28, der
zweckmäßig in einem leichten Winkel von z.B. 20° nach unten gerichtet ist. Dadurch, daß der Austrittskanal leicht nach
unten gerichtet ist, erhält die ausströmende Gülle eine Bewegungskomponente
nach unten, welche der Tendenz der durch die Luftbeimischung leichter gemachten Gülle nach oben zu
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- 18 -
steigen entgegenwirkt. Dadurch wird eine besonders gute
Belüftung auch in Bodennähe erreicht.
Ende der Beschreibung.
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Claims (6)
1. Vorrichtung zum Belüften und Bewegen von Gülle in einer Güllegrube mit einem motorisch antreibbaren
rotierenden Rührwerkzeug und einer im Bereich des Rührwerkzeugs endenden Zuluftleitung, durch welche
die Zuluft in den Bereich des Rührwerkzeugs gebracht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rührwerkzeug der Rotor (6) einer Gehäusepumpe ist, deren Austrittsöffnung (28) etwa waagrecht bis
leicht nach unten geneigt gerichtet ist,
daß die Zuluftleitung im Inneren des Pumpengehäuses (3) mündet,
und dem eine Drosselvorrichtung (.8) zum Regeln des Zuluftstroms
vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Pumpe (3, 6) eine
Zentrifugalpumpe mit zentralem axialen Eintritt (27) und tangential«=«! Austritt (28) ist.
»(089)988272 988273
98 82 W 98 j j 10
/ab
Telegramms:
BEKGSfAPFPATENf München
Öi245a>BBftOd<
; J",'"..·'. ,'
Öinkkonten: flypcBank Manchen 44IO122850
(BLZ 7OO2OO11) Swift C«te HYPO DE MM
fliyet Vcrelnsbank MUfichcn 45) 100 (BLZ 70050270)
Posischeck München 65341-808 (BLZ 7001OO80)
τ
I
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
I g e ke nn zeichnet , daß der Pumpenrotor (6)
von einer die Zuluftleitung bildenden Hohlwelle (5) f getragen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumf
penrotor (6) im wesentlichen die Form einer Kreis-
t scheibe (14) hat, welche auf einer Seite mehrere, vor-
I zugsweise vier in Axialrichtung von der Scheibe und in
: Radialrichtung von der Welle abragende Schaufeln (15 bis
18) trägt, in welchen aus dem Inneren der Zuluftleitung kommende Zuluftkanäle verlaufen, die zwischen der Nabe
(12) des Rohres (6) und dem Schaufelende an einer oder mehreren Stellen münden.
I
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a -
• durch gekennzeichnet, daß bei - wie
das bevorzugt wird - senkrecht angeordneter Hohlwelle (5) die Eintrittsöffnung (27) des Pumpengehäuses (3) an der
j Unterseite sitzt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in
einer das Pumpengehäuse tragenden Hülse (2) geführte
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Rührwerkzeugwelle (5) an ihrem dem Rührwerkzeug (6) abgewandten Ende eine Lufteintrittsöffnung (9) besitsäfc,
del? ein einstellbares Drosselorgan (8) vöifge^
schaltet ist*
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8016582U1 true DE8016582U1 (de) | 1981-02-05 |
Family
ID=1326864
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8016582U Expired DE8016582U1 (de) | Vorrichtung zum Aufbereiten von Gülle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8016582U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3234265A1 (de) * | 1982-09-15 | 1984-03-15 | Josef 8254 Isen Hacker | Verfahren und vorrichtung zur separierung von guelle |
| DE102019103252B3 (de) * | 2018-12-03 | 2020-02-27 | Invent Umwelt- Und Verfahrenstechnik Ag | Vorrichtung zum Belüften von Gewässern |
-
0
- DE DE8016582U patent/DE8016582U1/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3234265A1 (de) * | 1982-09-15 | 1984-03-15 | Josef 8254 Isen Hacker | Verfahren und vorrichtung zur separierung von guelle |
| DE102019103252B3 (de) * | 2018-12-03 | 2020-02-27 | Invent Umwelt- Und Verfahrenstechnik Ag | Vorrichtung zum Belüften von Gewässern |
| US11484848B2 (en) | 2018-12-03 | 2022-11-01 | Invent Umwelt—Und Verfahrenstechnik Ag | Apparatus for aerating bodies of water |
| US11731090B2 (en) | 2018-12-03 | 2023-08-22 | Invent Umwelt- Und Verfahrenstechnik Ag | Hyperboloid agitator for circulating liquids, and agitating and gassing device |
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