DE801550C - Einrichtung zum Vorfuehren von Hutmodellen - Google Patents
Einrichtung zum Vorfuehren von HutmodellenInfo
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Description
- Albert Spieth und Rudolf Spieth in Eßlingen, Neckar-Obereßlingen
muß ein Flutgeschäft Muster vorrätig haben. Beim \nl)roben dieser Muster stellt sich dann häufig noch heraus, daß sie eine zu große oder zu kleine Hutgröße haben. Es ist deshalb für alle Hutverkaufsgeschäfte, die Maßhüte liefern, ein Mißstand, entweder ein großes Musterlager halten zti müssen oder zu wenig vorführen zu können.f)ie 1?rtin(ltnig betrifft eine Puppe, die derart aus- gebildet ist, (laß sie sich zum Vorführen von Hut- inodellen eignet. Bekanntlich sind die Hutformen und die Hut- ausgestaltungen modischen Einflüssen unterworfen. I)ie übereinstimmenden Merkmale einer IIutmode erstrecken sich jedoch im wesentlichen auf die Form des Flutteiles, (las den Sclititz des Kopfes über- ninmit. Flutkrempe, Stottart, Farbe. Hutbänder find andere _\tisscliniiicktingen werden in gewissen Grenzen immer variiert und dein Geschmack des lluttriigers angepaßt. Darüber hinaus werden lieben dem augenblick- lich modischen litit auch noch andere Hüte mit oder ohne Krempe verlangt und angefertigt, z. B. Sporthüte. Trachtenhüte u. (l-1. Für alle diese hüte - Diese I.rkenutnis war der Anlaß zur Aufgabenstellung, eine Hutvorführeinrichtung zu schaffen, die gestattet, rasch alte Änderungswünsche des Kunden bei der Bestellung zu berücksichtigen und außerdem noch Anprobe, Zeit und Werkstoff zu sparen. Eine vorteilhafte Lösung dieser Aufgabe besteht, wie herausgefunden wurde, darin, als VorführmIttel nicht den Kunden selber, sondern eine f'ulil@e, vorzugsweise in Miniaturform, zu benutzen und dieser die erforderliche Anzahl von auf den Puppenkopf passenden Hüten zuzuordnen. Dadurch fällt einerseits das persönliche Anproben der '-\,luster vor dem Spiegel weg, und andererseits spart man sich das Auflagerlegen von hüten, die das gleiche ,Ussehen, jedoch unterschiedliche Größen haben.
- Als Befestigungsmittel der Hutmodelle auf den Köpfen können Gummizüge oder andere Klemmfestlialtungen dienen. Sollen jedoch Hüte verwendet werden, deren Hauptteil aus unelastischem Werkstoff gefertigt ist, dann sieht man zweckmäßigerweise Steckverschlüsse vor, die eine bleibende Lagensicherung des auf den Puppenkopf aufgeset? teil Hutes gewährleisten, z. B. ein Druckknopf- oder ein Steckbolzenverschluß (Zentrierung beliebiger Ausführung mit oder ohne Festhaltung).
- Vielseitiger wird die Einrichtung, wenn nicht nur eine - Puppe, sondern mehrere Puppen gleichzeitig zum Vorführen benutzt werden, wobei die auf den Köpfen der Puppen befestigten Teile der Steckverbindungen unter sich gleich, jedoch zueinander lagenverschoben und unterschiedlich geneigt angeordnet werden können. Diese Maßnahme ermöglicht das Vorführen von gleichen Hutmodellen bei verschiedenen Sitzen. Wesentlich ist allerdings, daß auf den Puppen einerseits und auf den Hutmodellen andererseits jeweils der gleiche Teil der Steckverbindung angeordnet wird.
- Als Werkstoff für die Hutmodelle und die Puppen wählt man zweckmäßigerweise Holz, das billig und leicht bearbeitbar ist. Man kann ferner ihre Oberflächen dauerhafter buntfarbig gestalten als beispielsweise Preßstoff- oder Metallteile, auf denen bekanntlich Farbe weniger gut haftet. Aluminium-oder Magnesiumteile eignen sich für den Verwendungszweck ebenfalls, wenn auf ihre Oberflächen durch chemische Behandlung eine künstliche Oxyd-, Phosphat- oder Fluoridschicht gebracht wird, die als Korrosionsschutz wirkt und außerdem in ihren Poren Farbstoffe dauerhaft aufnimmt.
- Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung stellt die Maßnahme dar, die auf den Kopf der Puppe aufsteckbaren Hutmodelle nicht einteilig, sondern mehrteilig zu machen, so daß bei einem Hutmodell bestimmter Grundform die unterschiedlich gefärbten und unterschiedlich groß bemessenen Krempen, l:lutbänder usw. ausgetauscht werden können. Läßt beispielsweise eine neue Mode die Hutgrundform gleich und schreibt nur andere Krempen vor, so reicht zur Vervollständigung der Einrichtung die Anfertigung bzw. Anschaffung neuer Krempen aus. 1>eshall) können alle oder ein Teil der Hutmodelle bzw. die den Kopf bedeckenden Hauptteile der Hutmodelle eine oder mehrere Eindrehungen oder andere Vertiefungen, Ansätze o. dgl. aufweisen, die zur Lagensicherung oder Zentrierung von Hutzubehörteilen, z. B. Hutkrempen, dienen.
- Eine andere Ausweitung der Erfindung bildet die Verwendung von elastischem und plastischem Werkstoff für die Krempen und für die Hutmodellverzierungen.
- Die Einrichtung bestellt somit aus einer Vielzahl v<.>n billig herstellbaren Einzelteilen, aus denen mit wenigen Handgriffen Hutmodelle zusammengesetzt und ohne wesentlichen Materialverschleiß verändert werden können.
- Als Hutaufbewahrungsort eignet sich ein Gehäuse, das in seinem Innern Bolzen zum Aufstecken der Hutmodelle aufweist, z. B. unter Zuhilfenahme von leiternähnlichen Ständern, deren Sprossen die zum Aufstecken der Hutmodelle notwendigen, mit den Steckverbindungsteilen an den Puppen übereinstimmenden Kupplungsteile tragen. Diese Leiter wird, sofern Puppen in Spielzeuggröße verwendet werden, zweckmäßigerweise in ein Gehäuse eingepaßt, das im geöffneten Zustand eine kaufladenähnliche Form hat, mit geschlossenen Türen jedoch einen Koffer bildet. In dem Gehäuse sind Stützen angeordnet, die mehrere Auflager in unterschiedlichem Abstand vom Gehäuseboden für die Leiter aufweisen können, wobei das oberste Lager ein totrechtes Aufhängen der Leiter in dem Gehäuse gestattet, die anderen Auflager dagegen ein treppenähnliches Herausstellen der Leiter aus dem Geliäuse ermöglichen.
- Wie schon erwähnt, läßt sich die Einrichtung für Lehrzwecke und als Unterhaltungsgegenstand für Kinder verNvenden, wenn man sie entsprechend verkleinert. Sie wird dann zweckmäßigerweise noch dadurch vervollständigt, daß den Puppen nicht nur Hutmodelle, sondern auch Kleider zugeordnet werden, für die man in dem Gehäuse ebenfalls einen Raum vorsehen kann.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen Abt). i eine Ansicht einer bekleideten Puppe mit aufgesetztem Hutmodell, Abb. 2 eine unbekleidete, aus Holz gedrechselte Puppe mit abgenommenem Hutmodell und abgezogener Hutkrempe, Abb.3 die Vorderansicht eines als Kaufladen ausgebildeten Gehäuses mit geöffneten Türen, Abt). ,4 den Schnitt nach Linie A-A der Abb. 3, wobei die Türen des Gehäuses geschlossen sind, und Abb. 5 denselben Schnitt, jedoch mit in die Vorführstellung herausgeschwenktenl Hutmodellträger.
- Diese Einrichtung besteht im wesentlichen aus dem Gehäuse i mit den Türeil 2 und dem Aufsatz 3, sowie der Puppe .I, den Hutmodellen (mit oder ohne Krempen), den Kleidern 5, den Stützen 6 und der Leiter 7, die die Hutmodelle zur Schau stellt. Die Puppe d ist aus Holz gedrechselt und mit Armen versehen. Ihr Kopf trägt eine Hälfte der Steckvorrichtung, die das Hutmodell auf dem Kopf der Puppe q festzuhalten hat. Als Steckvorrichtung dient ein Bolzen ,4°, der in ein entsprechendes Loch in den Hutmodellen hineinpaßt.
- Der aus Holz gefertigte Hauptteil 8 des Hutmodells, die eigentliche Kopfbedeckung, weist Rilleil 811 auf, wenn zum Hutmodell eine Krempe g gehört. Hutbänder io u. dgl. vervollständigen die Einrichtung.
- Das als Aufbewahrungsort für die Puppe und ihre Bekleidungsstücke dienende Gehäuse i ist mit zwei Türen 2 versehen, die aufgeklappt werden, wenn die Einrichtung vorgeführt werden soll. Die
Türen 2 sowie ein aufsteckbarer iAufsatz 3 sind aus Schönheitsgründen auf der Schauseite mit auf den Zweck der Einrichtung hinweisenden Figuren u. dgl. beinalt. Die zwei Stützen 6 tragen die Leiter 7, auf deren Sprossen 7° die 13olzeti 7b sitzen, deren Querschnitt mit den entsprechenden Abmessungen der Bol- zen 4" übereinstimmt. :\ii den Stiftzen 6 sind Lager (Ausschnitte 6° und 6b) angeordnet. In die Aus- schnitte 6° wird die Leiter 7 eingehängt, wett' das Gehäuse i geschlossen werden soll. Zum Vorführen der Einrichtung hängt man die Leiter 7 zweck- niäßigerweise in die Ausschnitte 6b, wodurch die die Hutmodelle tragende Leiter treppen- bzw. regal- ähnlich aus dem Gehäuse i herausgestellt wird. :11s Aufbewahrungsort für die Hutkrempen, Hutständer und sonstigen Verzierungen dienen nicht gezeich- nete Schulladen, die in freie Räume im Gehäuse eingebaut «-erden. Schrankähnliche Nischen i i im Gehäuse i nehmen die zum Vorführen nicht be- nötigten Puppen und deren Kleider auf.
Claims (1)
-
PATENT ANSPI1C CHE: i. Einrichtung zum Vorführen von Hutmodel- len, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus min- destens einer Puppe (4) und mehreren Hut- modellen besteht. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß Steckverbindungen das Hut- modell auf dein Kopf der Puppe (.I) festhalten. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Puppen(4) Verwendung finden, wobei die auf den Köpfen der Puppen befestigten Teile der Steckverbin- dungen unter sich gleich, jedoch gegeneinander lagenverschoben 1>zw. zur Senkrechten unter- schiedlich geneigt sind. .4. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hutmodelle und bzw. oder die Puppen (4) aus Holz, Kunst- stotten oder Leichtmetall z. B. im Spritzgieß- verfahren gefertigt sind. 5. Einrichttuig nach den Ansprüchen i bis ,4, dadurch gekeimzeichnet, claß die Hutmodelle mehrteilig sind. 6. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hutmodell- teile aus verschiedenartigen Werkstoffen be- stehen, vorzugsweise der den Kopf bedeckende Hauptteil (8) aus Holz, die Hutkrempe (9) aus Papier oder -Metallblech und andere Zubel'ür- teile (Hutband j o) aus Stoff. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen r bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne oder alle Teile davon aus verschiedenfarbig behandelten I'reßstoffen oder aus Leichtmetall bestehen, das mit einer künstlich erzeugten, durch einen Farb- stoffauftrag gefärbten Oxydschicht versehen ist. B. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß alle oder ein Teil der Hutmodelle bzw. die den Kopf bedeckenden Hauptteile (8) der Hutmodelle eine oder mehrere Eindrehungen- (8°) oder andere Vertiefungen. Ansätze o. dgl. aufweisen, die zur Lagensiche- rung oder Zentrierung von Hutzubehörteilen, z. B. Hutkrempen (9), dienen. 9. Einrichtung nach den Ansprüchen t bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zu den Hut- modellen gehörenden Verzierungen und die Hut- krempe (9) aus elastischem bzw. plastischem Werkstoff bestehen. io. Vorrichtung zum Ausstellen der zur Auswahl stehenden Hutmodelle nach den An- sprüchen i bis 9, gekennzeichnet durch ein bei- spielsweise aus Metall, Holz oder Pappe ge- fertigtes Gehäuse (i), das in seinem Innern Bolzet' (7 b) zum .Aufstecken der Hutmodelle aufweist. ii. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis io, gekennzeichnet durch Leitern (7), deren Sprossen (7a) die zum Aufstecken der Hut- inodelle notwendigen, mit den Steckverbindungs- teilen au den Puppen übereinstimmenden Kupp- lungsteile (Bolzen 7b) tragen. 12. Vorrichtung nach den Ansprüchen i his ' i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitern (7) voii den im Gehäuse (i) eingebauten Stützen (6) getragen werden, wobei das Gehäuse an einer oder an beiden Seitenlangwänden auf- klappbare Türen aufweist. 13. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leiter (7) mehrere Auflager (E=inschnitte 6°. 6b) den Stützen (6) zugeordnet werden, die derart in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, daß ein Einhängen der Leiter (7) in das Gehäuse (i) mit oder ohne Verwendung des das Gehäuse tragenden Körpers (Tischplatte T) als Abstüt- zung möglich ist. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse Raum (Nischen i i) zum Aufhängen von Kleidern für die Puppe vorgesehen ist. i 5. `'orrichtung nach den Ansprüchen i bis 14, gekennzeichnet durch ihre Ausgestaltung als Tischspielzeug.
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