DE8008865U1 - Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung - Google Patents
Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter EinfädelvorrichtungInfo
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H7/00—Spinning or twisting arrangements
- D01H7/02—Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
- D01H7/86—Multiple-twist arrangements, e.g. two-for-one twisting devices ; Threading of yarn; Devices in hollow spindles for imparting false twist
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- D01H15/00—Piecing arrangements ; Automatic end-finding, e.g. by suction and reverse package rotation; Devices for temporarily storing yarn during piecing
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Description
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Doppeldrahtzuirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Doppeldrahtzwirnspindel mit
druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung, mit einer im
Spindelrotor vorgesehenen Injektordüse, durch deren Luftstrom
der Faden in die Spindelhohlachse eingesaugt und durch den Fadenleitkanal der Speicherscheibe hindurchgefördert
wird, mit einer unterhalb des Spindelrotars angeordneten Druckluftzuführeinrichtung, durch welche Druckluft
einem in dem Spindelrotar vorgesehenen, an die Injektordüse
angeschlossenen, zentralen Verbindungskanal zugeführt werden kann, und mit einem gemeinsamen Betätigungshebel, mit
dem nacheinander eine Spindelbremse betätigt und ein Ventil der Druckluftzuführeinrichtung geöffnet werden.
Bei einer derartigen bekannten Doppeldrahtzwirnspindel.
(DE-DS 2D 35 Q25) besteht die Druckluftzuführeinrichtung
aus einem parallel zur Spindelachse beweglichen Hohlstempel, dessen oberes, freies Ende eine Dichtung trägt und
dessen unteres Ende mit einer in einem Gehäuse angeordneten Membrane verbunden ist. In der Membrane ist ein durch eine
2Q Feder vorgespanntes Ventil vorgesehen. Das Gehäuse ist in
der Zwischenschaltung eines durch einen Handhebel zu betätigenden Ventils mit einer Druckluftquelle verbunden. Wird
der Handhebel betätigt, so wird über eine nicht näher angegebene
geeignete Bremseinrichtung der Spindelrotor abgebremst. Bei weiterer Betätigung des Handhebels wird dann
das Ventil geöffnet und Druckluft kann zunächst in das Gehäuse einströmen. Durch diese Druckluft wird der Hohlstempel
an das untere Ende des Spindelrotors angedrückt. Überschreitet der Luftdruck im Gehäuse einen bestimmten Wert,
3D so öffnet sich das Rückschlagventil und es kann nunmehr Druckluft in den Verbindungskanal des Spindelrotors einströmen
.
Diese Anordnung ist verhältnismäßig teuer, denn ein beweglicher
Hohlstempel nebst Membrane und Gehäuse müssen an
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jeder Spindel vorgesehen sein. Desujeiteren muß bei dieser
Konstruktion wahrscheinlich auch ein zweiter Druckluftzylinder für das Betätigen der Spindelbremse vorhanden sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Doppeldrahtzwirnspindel
mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die einfacher im Aufbau und billiger in der Herstellung ist.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Verbindungskanal
an seinem unteren, offenen Ende eine trichterförmige Erweiterung aufweist, die Druckluftzuführeinrichtung
stationär angeordnet ist,und eiremmit geringem Abstand
vom unteren Ende des Spindelrotors fest angeordneten Blasstutzen mit einer koaxial zur trichterfömigen Erweiterung
angeordneten Austrittsbohrung aufweist, deren Durchmesser kleiner ist als der Eintrittsdurchmesser der trichterförmigen
Erweiterung.
Durch diese Ausgestaltung wird die Doppeldrahtzwirnspindel
mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung wesentlich einfacher
im Aufbau. Alle Teile der Druckluftzuführeinrichtung,
mit Ausnahme des Ventils, sind stationär angeordnet. Ein beweglicher Hohlstempel, eine Membrane und ein Gehäuse zur
verschiebbaren Lagerung des beweglichen Hohlstempels können entfallen. Damit wird die Doppeldrahtzwirnspindel
nicht nur einfacher im Aufbau, sondern sie besitzt auch kleinere Bauabmessungen. Dank der besonderen Ausgestaltung
des unteren Endes des Spindelrotors kann die aus dem Blasstutzen
austretende Druckluft ohne Zwischenschaltung einer Dichtung in den Spindelrotor eintreten, ohne daß hierdurch
größere Druckluftverluste verursacht werden. Da bewegliche
Teile weitgehend entfallen, ist die neue Doppeldrahtzwirnspindel auch weniger störungs- und wartungsanfällig.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel als einarmiger, im wesentlichen vertikal angeordneter Fußhe-
bei ausgebildet ist, der an seinem oberen Ende um eine horizontale,
in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse
schwenkbar ist, daß die Spindelbremse und das Ventil je ein im wesentlichen senkrecht zur Spindelachse und senkrecht
zum Fußhebel bewegliches Betätigungsglied aufweisen, wobei das Betätigungsglied der Spindelbremse in geringerer Entfernung
vom oberen Ende des Fußhebels angeordnet ist als das Betätigungsglied des Ventils und unter Zwischenschaltung
einer Federanordnung mit dem Fußhebel zusammenwirkt und wobei das Betätigungsglied des Ventils in Ruhestellung des
Fußhebels mit Abstand von diesem angeordnet ist.
Mit dieser verhältnismäßig einfachen Anordnung ist ein folgerichtiges
Abbremsen der Spindel und Betätigen der Einfädel-
vorrichtung möglich. Ein einziger Fußhebel wirkt direkt und j
nacheinander auf die Betätigungsglieder der Spindelbremse
nacheinander auf die Betätigungsglieder der Spindelbremse
und des Ventils ein. Durch leichte Betätigung des Fußhebels
! tritt zunächst die Spindelbremse in Funktion. Bei weiterem
.Druck auf den Fußhebel wird dann auch das Ventil geöffnet
und Druckluft kann in den Verbindungskanal des Spindelrotors
eintreten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
25
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in folgendem anhand
von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel .
35
35
Der Spindelrotor 1 ist drehbar in dem Lagergehäuse 2 gelagert,
welches seinerseits in der Spindelbank 3 befestigt
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ist. Der BpindElrotor 1 trägt eine Speicherscheibe h und
den Wirtel 5, der mittels eines Tangentialriemens S antreibbar ist. An dem Spindelrotor 5 kann eine nicht näher
dargestellte, als Außenbackenbremse ausgebildete Spindelbremse
angreifen, deren Betätigungsglied 7 horizontal und senkrecht zu dem Fußhebel ß verschiebbar ist. In dem Spindelrotor
ist eine Injektordüse 9 vorgesehen, deren Ausströmöffnung in den Fadenaustrittskanal 1D der Speicherscheibe
k mündet und die an einen zentralen Verbindungskanal 11 angeschlossen ist. Dieser zentrale Verbindungskanal
meist an seinem unteren, offenen Ende eine trichterförmige
Erweiterung 12 auf. Eine Druckluftzuführeinrichtung 13 ist
stationär unterhalb des Spindelrotors 1 angeordnet und an eine Druckluftleitung 14 angeschlossen. Die Druckluftzuführeinrichtung
13 weist einen Blasstutzen 15 auf, der mit geringem Abstand a vom unteren Ende des Spindelrators 1 angeordnet
ist. Ferner enthält die Druckluftzuführeinrichtung
13 ein Ventil 16. Dieses Ventil 16 besteht zweckmäßig aus zwei in einem Gehäuse 17 verschiebbaren Steuerkolben 1B
2G und einer Rückstellfeder 19. Zur Betätigung der Steuerkolben
19 ist ein Betätigungsglied 20 vorgesehen.
Der Fußhebel S ist bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
als Blattfeder ausgebildet. Durch nicht dargestellte Abkantungen, Sicken oder dergleichen ist der Fußhebel
sd ausgestaltet, daß er unterhalb des Betätigungsgliedes
20 des Ventiles 16 verhältnismäßig steif ist, während er oberhalb des Betätigungsgliedes elastisch biegsam
ist. Dank dieser Ausgestaltung ist der Fußhebel sozusagen um eine horizontale, in Maschinenlängsrichtung verlaufende
Achse an seinem oberen Ende schwenkbar gelagert. Gleichzeitig bildet aber auch die Blattfeder eine Federanordnung
zwischen dem Betätigungsglied 7 der Backenbremse und dem Fußhebel B. Der Fußhebel 8 ist mit seinem oberen Ende 8a
mit der Spindelbank 3 verbunden. Auch das Betätigungsglied 7 der Spindelbremse ist horizontal und senkrecht zum Fußhebel
B verschiebbar.
Der Einfädelvorgang läuft wie folgt ab:
In Ruhestellung des Fußhebels 8 ist das Betätigungsglied 2G
des Ventiles 16 in Abstand al vom Fußhebel B angeordnet.
Durch leichte Betätigung des Fußhebels S wird das Betätigungsglied
7 nach links verschoben, die Spindelbremse tritt in Funktion und der Spindelrotor 1 tuird stillgelegt. Bei
weiterem Druck, auf den Bremshebel B verschiebt dieser das
Betätigungsglied 20 des Ventiles 16 und die Steuerkolbsn 18
geben den Durchlaß zu der Austrittsbohrung 21 des Blasstutzens 15 frei. Da sich das Betätigungsglied 7 bei am Uürtel
5 anliegenden Bremsbacken nicht weitei verschieben läßt, biegt sich der Fußhebel θ in seinem oberhalb des Betätigungsgliedes
2D befindlichen Bereich elastisch durch. Druckluft kann nunmehr aus der Austrittsbohrung 21 in den Verbindungskanal
11 einströmen. Da der Durchmesser der Austrittsbohrung 21 kleiner ist als der Eintrittsdurchmesser der
trichterförmigen Erweiterung 12, und da außerdem die Mündung
des Blasstutzens 15 in geringem Abstand von unteren Ende des Spindelrotors 3 angeordnet ist, werden Druckluftverluste
weitgehend vermieden. Die in den Verbindungskanal 11 eintretende Luft strömt durch den Injektor 9 und erzeugt
in der Hohlspindel 24 eine Saugwirkung. Hierdurch wird ein an das obere Ende der Hohlspindel herangebrachter Faden angesaugt
und durch die Speicherscheibe k ausgeblasen. Nach Beendigung des Einfädelvorganges wird mit der Freigabe des
Fußhebels 8 das Ventil IS unter der lüirkung der Rückstellfeder
19 wieder geschlossen.
Das Zusammenwirken von Spindelbremse und Ventil 16 kann
zweckmäßig durch Stellschrauben und Stellmuttern eingestellt werden, damit bei Betätigung des Fußhebels B stets
zunächst der Spindelrotor 1 stillgesetzt und dann erst das Ventil 16 geöffnet wird.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Fußhebel 8' starr ausgebildet und an seinem oberen Ende 8'a
über eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse 22
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schwenkbar. Zwischen dem Fußhebel 8' und dem Betätigungsglied 7 ist eine Bchraubendruckfeder 23 angeordnet. Da
die übrigen Teile in ihrem Aufbau und ihrer Funktion dem oben näher beschriebenen Ausführungsbeispiel entsprechen,
erübrigen sich weiterE Ausführungen hierzu.
Claims (7)
1. Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung,
mit einer im Spindelrotar vorgesehenen
Injektordüse, durch deren Luftstrom der Faden in die
Spindelhohlachse eingesaugt und durch den Fadenleitkanal
der Speicherscheibe hindurchgefördert wird, mit
einer unterhalb des Spindelrotors angeordneten Druckluftzufuhreinrichtung,
durch welche Druckluft einem in
1g dem Spindelrotor vorgesehenen, an die Injektordüse angeschlossenen,
zentralen Verbindungskanal zugeführt werden kann, und mit einem gemeinsamen Betätigungshebel
mit dem nacheinander eine Spindelbremse betätigt und ein Ventil der Druckluftzuführeinrichtung geöffnet uerden,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungskanal
(11) an seinem unteren, offenen Ende eine trichterförmige
Erweiterung (12) aufweist, die Druckluftzuführeinrichtung
(13) stationär angeordnet ist und einem mit geringem Abstand (a) vom unteren Ende des Spindelrotors
2Q (3) fest angeordneten Blasstutzen (15) mit einer koaxial
zur trichterförmigen Erweiterung (12) angeordneten
Austrittsbohrung (21) aufweist, deren Durchmesser kleiner
ist als der Eintrittsdurchmesser der trichterförmigen
Erweiterung (12).
25
2. Spindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Betätigungshebel als einarmiger, im wesentlichen
vertikal angeordneter Fußhebel (8,8') ausgebildet ist, der an seinem oberen Ende (8a,8'a) um eine horizontale,
3Q . in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse (22)
schwenkbar ist, daß die Spindelbremse und das Ventil (16) je ein im wesentlichen senkrecht zur Spindelachse
und senkrecht zum Fußhebel (8,8') bewegliches Betätigungsglied (7,2D) aufweisen, wobei das Betätigungsglied
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-B-
Jp (7) der Spindelbremse in geringerer Entfernung vom oberen
Ende (Ba, 8'a) des Fußhebels (8, B1) angeordnet
ist als das Betätigungsglied des Ventils und unter Zwischenschaltung einer Federanordnung (8b, 23) mit dem
v Fußhebel (8, B1) zusammenwirkt und wobei das Betätigungsglied
(20) des Ventils (16) in Ruhestellung des Fußhebels (8, 8') mit Abstand (al) von diesem angeord-π
e t i s t.
« Ί Π
3. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungsglieder (7,2Q) horizontal verschiebbar
sind.
U. Spindel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (16) in einem Gehäuse (17) horizontal entgegen
Federkraft (19) verschiebbare Steuerkolben (1B) aufweist.
5. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
2D der Fußhebel (8) aus einer Blattfeder besteht.
S. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fußhebel (B') starr ausgebildet ist und zwischen
ihm und dem Betätigungsglied (7) der Spindelbremse eine
Schraubendruckfeder (23) angeordnet ist.
7. Spindel nach mindestens einem der Ansprüche 2-6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Betätigungsglieder (7,20) gegenüber dem Fußhebel (8, B') einstellbar sind.
Priority Applications (3)
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Family Applications (1)
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| DE8008865U Expired DE8008865U1 (de) | 1980-03-31 | 1980-03-31 | Doppeldrahtzwirnspindel mit druckluftbetätigter Einfädelvorrichtung |
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