DE8008209U1 - Vorrichtung zum Heißschrumpfen einer Folie - Google Patents
Vorrichtung zum Heißschrumpfen einer FolieInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Schutzanspruch 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt (DE-OS 23 02 288) . Sie umfaßt einen hohlen Rahmen mit einer an der Rahmeninnenseite
umlaufend angeordneten Heizeinrichtung, wobei die Heißluft durch Austrittsdüsen an der Innenfläche des Rahmens ausgeblasen
wird. Die Schwierigkeit bei diesen Vorrichtungen besteht darin, daß während des Betriebs Wärme sowohl an die
kalte Umgebung als auch an die kalten Rahmenteile der Vorrichtung abgegeben wird. Dadurch ergeben sich einerseits Wärmeverluste,
andererseits läßt sich dadurch eine gleiche Temperaturverteilung über den Umfang des Rahmens nur schwer erzielen.
Dies hat wiederum Auswirkungen auf den Schrumpfvorgang der Verpackungsfolien, der dann uneinheitlich werden
kann. Diese Schwierigkeit gewinnt noch dadurch an Bedeutung, daß derartige Rahmen im allgemeinen nicht speziell für bestimmte
Verpackungsgrößen ausgebildet sind, sondern wahlweise auch kleinere Gegenstände damit verpackt werden, deren Außenflächen
sich in einem größeren Abstand zu den Austrittsdüsen befinden. Gerade dann wirkt sich der relativ große Wärmeverlust
und eine damit einhergehende nicht gleichmäßige Temperaturverteilung der ausgeblasenen Heißluft über den Umfang
des Rahmens nachteilhaft für die Schrumpfverpackung aus. Ein
weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist darin zu sehen, daß stets eine bestimmte Anheizphase erforderlich ist,
weil die erzeugten Heißgase bei noch kaltem Rahmen entsprechend stark abgekühlt werden. Dies hat zur Folge, daß mit den
eigentlichen Verpackungsbetrieb erst nach einer Wartezeit begonnen werden kann, und die Vorrichtung bei kleineren Unterbrechungen
des Verpackungsbetriebs im allgemeinen wegen dieser Anheizphase nicht abgeschaltet wird, was wiederum entsprechende
Energieverluste mit sich bringt.
Der im wesentlichen selbe Sachverhalt trifft auch für eine weiter bekannte Vorrichtung zu (DE-AS 15 86 214), bei welcher
dem den zu verpackenden Gegenstand umschließenden Rahmen ein Heißluftgerät vorgeschaltet ist. Bereits beim Transport der
Heißluft über ein dem Heißluftgerät nachgeschaltetes Gebläse und beim Umlauf durch den Rahmen kommt es zu entsprechenden
Wärmeverlusten, so daß sich eine gleichmäßige Temperaturverteilung der ausgeblasenen Heißluft über den Umfang des Rahmens
kaum einstellen läßt.
Schließlich ist ein vorzugsweise handbetätigtes Gerät zum Schrumpfverpacken bekannt (DE-OS 22 56 737), bei welchem zur
Erwärmung der Luft ein Gasbrennerrohr verwendet wird. Das Gerät weist ein relativ langes Führungsrohr auf, an dessen
von der Austrittsöffnung entfernten Ende das Gasbrennerrohr angeordnet ist. Dadurch soll in Verbindung mit vor dem Gasbrennerrohr
angeordneten Luftleitelementen eine laminare Umhüllung sströmung im Bereich der Wand des Führungsrohrs erzielt
werden, um die Verletzungsgefahr bei der Handhabung des Geräts infolge einer Aufheizung des Führungsrohres zu
verringern. Der Nachteil dieses Geräts liegt vor allem darin, daß gerade im Bereich der vom Brennerrohr entfernten Austrittsöffnung
eine exakte Temperatursteuerung sich kaum bewerkstelligen läßt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Heißschrumpfen der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden,,
daß die Temperaturverteilung im Heißluftstrom so gestaltet
ist, daß ein energiesparender Betrieb und gleiche Temperaturbedingungen über dem Umfang des Rahmens erzielt werden.
Diese Aufgabe wird nach Maßgabe der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil von Schutzanspruch 1 enthaltenen Merkmale
gelöst, wobei eine zweckmäßige Ausgestaltung im Unteranspruch 2 enthalten ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung und Anordnung ist die
Luftführung derart gewählt, daß möglichst wenig Wärme der aus den Gasbrennerrohren ausströmenden Brenngase sowohl an
die kalte Umgebung als auch an die kalten Rahmenteile abgegeben wird. Dies beruht darauf, daß die kalte Luftströmung
zwischen den heißen Gasbrennerrohren und der kalten Rahmenwandung durch Schlitze nach außen geführt wird, so daß sie
die heißen Brenngase umhüllen und gegenüber der kalten Rahmenwandung abschirmen. Dies gewährleistet gleichmäßige Temperaturbedingungen
über den Umfang des Rahmens, so daß auch gleichmäßige Verpackungsbedingungen erreicht werden. Wärmeverluste
durch Aufheizung des Rahmens sind wegen der Anordnung der Gasbrennerrohre minimiert, so daß ein energiesparender
Betrieb der Vorrichtung gewährleistet ist. Zugleich ist eine wirksame Kühlung der Gasbrennerrohre infolge der
durch die Austrittsschlitze strömenden Kaltluft sichergestellt.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben* Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Anordnung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den
obigen Erläuterungen?
% Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung:
ρ Fig. 3 einen Schnitt III-III von Fig. 1 in einem größeren
P Maßstab; und
Fig. 4 einen Schnitt IV-IV von Fig. 2 wiederum in einem ii': größeren Maßstab.
In Fig. 1 ist ein waagrecht angeordneter, quadratischer und hohler Rahmen 1 gezeigt, der senkrecht und einstellbar auf
einem nicht-gezeigten Ständer oder Pfosten angebracht oder befestigt ist. Dieser Rahmen 1 kann dadurch aufwärts und
abwärts um eine nicht dargestellte Packung bewegt werden» die
vorzugsweise kasten- oder schachteiförmig ist und deren Querschnitt in der waagrechten Ebene kleiner als die Innenabmessungen
des Rahmens 1 ist. Auf dem Rahmen 1 ist ein Gebläse angebracht oder befestigt, durch welches Luft in den Rahmen
geblasen wird.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt des Rahmens 1, der mit einer Abdeckplatte
3 versehen ist. Die Höhe der Abdeckplatte 3 verändert sich mit dem Ausmaß des Rahmens derart, daß die Geschwindigkeit
der durch das Gebläse 2 eingeführten Luft mehr oder weniger konstant gehalten wird, da ein Ausströmen von
Luft entlang der gesamten Innenfläche des Rahmens stattfindet, wie weiter unten noch näher erläutert wird.
Die Luftströmung ist durch Pfeile 4 und 5 angedeutet. Eine Kammer 6, in die Luft strömt, ist in ihrem gesamten Ausmaß
rechteckig ausgebildet, wobei sich jedoch die Höhe infolge der Änderung der Höhe der Abdeckplatte 3 verändert.
Gemäß den Fig. 3 und 4 sind unterhalb der Kammer 6 zwei Reihen von Leitplatten angebracht oder befestigt; eine äußere
Reihe besteht aus Leitplatten 7, 8, 9, 10, 11 und 12; eine
innere Reihe besteht aus Leitplatten 13, 14, 15 und 16. Die
äußere Reihe der Leitplatten ist fest im Rahmen 1 gelagert, während die innere Reihe von Leitplatten in einem schubladenähnlichen
oder teleskopischen Luftleitkasten 17 eingebaut ist, der in den Rahmen 1 hinein oder heraus gefahren werden
kann. Die Einstellung kann mittels Stellschrauben 18 und 19
vorgenommen werden. Der schubladenähnliche oder teleskopische Luftleitkasten 17 ist auch mit einem zylindrischen Gasbrennerrohr
20 versehen, das auf der Innenseite 21 eine:n Austrittsschlitz
besitzt,, der rechtwinkelig oder senkrecht zur Papier- oder Zeichenebene verläuft. Das Gasbrennerrohr 20
wird mit Gas durch eine Mischdüse 22 versorgt, in der Luft durch den Saugstrahleffekt gemischt wird. Ein Ende 23 der
Düse 22 ist mit einer nicht-gezeigten Gasleitung verbunden.
Fig. 4 zeigt ein zweites Gasbrennerrohr 24, das sich über
eine benachbarte Seite des Rahmens 1 erstreckt. Das Positionieren oder Justieren der Gasbrennerrohre 20 und 24 erfolgt
durch Endstücke 25 und 26, von denen lediglich zwei gezeigt
sind. Das Gasbrennerrohr 20 ist so im Luftleitkasten 17 angeordnet,
daß es beidseitig zwei Austrittsschlitze 27 und 28 bildet - einen auf jeder Seite des Gasbrennerrohres 20. Die
übrigen Gasbrennerrohre sind in der gleichen Weise aufgebaut und angeordnet. Der sich in den Rahmen 1 erstreckende Luftleitkasten
17 ist durch eine Platte 29 bedeckt, die sich teilweise und quer durch den hohlen Rahmen 1 erstreckt.
Die einströmende Luft (vgl. die Pfeile 4 und 5) strömt um die Platte 29, wie dies durch einen Pfeil 30 angedeutet ist.
Die äußere Reihe der Leitplatten, die senkrecht Wirbel- oder Streuströme an ihren oberen waagrechten Kanten hervorrufen,
fangen so jeweils eine gleichmäßige Menge von der in den Raum unter der Abdeckplatte 3 strömenden Luft auf.
Die innere Reihe von Leitplatten gleichen die Luftströmung aus, die dann weiter um das Gasbrennerrohr 20 und aus den
Austrittsschlitzen 27 und 28 strömt. Nach dem Ausströmen durch die Austrittsschlitze 27 und 28 umgibt und kühlt die
Luft die Gasflamme und wird so natürlich erwärmt. Die Richtung der Ausströmung ist um 30° nach unten von der Waagrechten
oder Horizontalen gedreht, und das normale Vorgehen beim Schrumpfen einer Folie um einen gerade umhüllten Gegenstand
kann beginnen, wobei der Rahmen unterhalb liegt und nach oben mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit gefahren wird.
Ein wichtiger Gesichtspunkt der Vorrichtung liegt darin, daß sie momentan oder sofort gestartet und angehalten werden
Obwohl sich die obigen Erläuterungen lediglich auf eine Seite und eine Ecke des Rahmens 1 beziehen, sei darauf hingewiesen,
daß der Aufbau und die Anordnung dem gleichen Muster
«· *t ι r
entlang allen Innenseiten des Rahmens folgen. Weiterhin sind
an jeder Ecke und an der Einströmung vom Gebläse 2 Leitflügel oder -schaufeln im hohlen Rahmen vorgesehen, um den Luftstrom
zu drehen. Ein wesentlicher Vorteil des Gegenstandes liegt darin, daß auf einer Seite der wärmsten Luftströmung, d.h„
auf der Seite, die der Folie am nächsten ist, wenn der Strom von der waagrechten Ebene abgekehrt wird, eine Kühlströmung
der Gebläseluft liegt
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Heißschrumpfen einer Folie um einen zu
verpackenden Gegenstand, mit einem rechteckigen, an dem Gegegenstand
entlang bewegbaren, hohlen Rahmen, mit einer Heizeinrichtung für Luft und einem Luftgebläse, wobei entlang
der Innenfläche des Rahmens Organe zur Ausleitung der Luft vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung von Gasbrennrohren (20, 24) gebildet
ist, welche in den Austrittsquerschnitt der entlang der Innenfläche des Rahmens verlaufenden, schlitzförmigen Austrittsdüsen einmünden, derart, daß die unerhitzte Luft durch zwei
auf jeder Seite der Gasbrennrohre (20, 24) zwischen diesen and der Rahmenvandung gebildete Austrittsschlitze (27, 28) in
Richtung gegen die senkrechten Flächen des Gegenstandes austritt.
• · t β t ei «
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gasbrennerrohre (20, 24) je in einem schubladenähnlichen oder teleskopischen Luftleitkasten (17) eingebaut sind, der
in der Ebene des Rahmens (1) beweglich und einstellbar gelagert ist, so daß der Abstand zwischen der Gasflamme und dem
Gegenstand einstellbar ist.
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