DE8007650U1 - Werkzeugspindel mit zufuehrung von fluessigkeit durch das werkzeug in den bereich zwischen werkzeug und werkstueck - Google Patents
Werkzeugspindel mit zufuehrung von fluessigkeit durch das werkzeug in den bereich zwischen werkzeug und werkstueckInfo
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Description
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Georg Müller Kugellagerfabrik KG Äußere Bayreuther Straße 230 D-8500 Nürnberg 133
Werkzeugspindel mit Zuführung von Flüssigkeit durch das Werkzeug in den Bereich zwischen Werkzeug und Werkstück
Beim Schleifen wird in der Regel ein Schmier- oder Kühlmittel, beispielsweise Schleifemulsion, durch besondere Zuleitungen
der Kontaktzone zwischen Schleifscheibe und Werkstück zugeführt. Die Schleifgute und die Schleifzeiten können verbessert werden,
wenn diese Flüssigkeit durch die Schleifscheibe, zum Beispiel durch besonders angeordnete Kanäle in der Schleifscheibe
(P 81 485, P 54 628) direkt der Kontaktzone zugeführt werden. Besonders empfehlenswert ist diese direkte Zuführung beim
Schleifen von Bohrungen, da hier durch die Krümmung von sowohl Bohrung als auch Schleifscheibe die Kontaktzone sehr groß ist
und es deshalb schwierig ist, in anderer Weise genügend Flüssigkeit zuzuführen. Bei Sackbohrungen wird diese Zuführung von
außen noch wesentlich schwieriger.
Dieses Verfahren der Kühlmittelzuführung hat sich für das Bohrungsschleifen jedoch bisher nicht durchsetzen können, da
die Zuführung der Flüssigkeit in die mit hohen Drehzahlen rotierende Welle bisher nicht befriedigend gelöst ist.
Es sind Ausführungsformen bekannt, bei denen das stillstehende Zuführungsrohr gegenüber der sich drehenden Welle mit gleitenden
Dichtungen abgedichtet ist, oder bekannte Dreh-Durchführungen verwendet werden. Diese Ausführungsformen sind jedoch bei
Schleifspindeln zum Schleifen kleiner Bohrungen nicht anwendbar, da diese Spindeln mit Drehzahlen über 30.000 1/min und bis
120.000 oder 150.000 1/min betrieben werden. Bei diesen hohen Drehzahlen versagen die schleifenden Dichtungen beziehungsweise
die Dreh-Durchführungen, da infolge der hohen Reibung zu viel Wärme erzeugt wird.
Georg Müller Kugellagerfabrik KG
Äußere Bayreuther Straße 230
D-8500 Nürnberg 133
Äußere Bayreuther Straße 230
D-8500 Nürnberg 133
Es ist auch eine Ausführungsform einer senkrecht angeordneten ;K
Spindel bekannt, bei der auf besondere Dichtungen verzichtet f,
wird. Hier wird die Flüssigkeit der Welle drucklos zugeführt 5
und gelangt allein durch die Schwerkraft zur Schleifscheibe. |
Diese Möglichkeit ist aber beschränkt auf die senkrechte An- I
Ordnung. %
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, f
eine Werkzeügspindel zu schaffen, welche bei hohen Dreh- i;
zahlen, beispielsweise über 30.000 1/min,in jeder Einbaulage ί
betrieben werden kann und die es ermöglicht, der Kontaktzone |
zwischen Werkzeug und Werkstück Flüssigkeit zuzuführen. |
Eine beispielhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung |
wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Die einzige ·
Figur zeigt im Achsenschnitt die Prinzipdarstellung einer |
erfindungsgemäßen Schnellfrequenz-Schleifspindel für das ^
Schleifen kleiner Bohrungen. [
In dem Spindelgehäuse 1 beziehungsweise dem Lagerdeckel 2
ist die durchbohrte Spindelwelle 3 drehbar gelagert. Sie ist
durch den Schnellfrequenzmotor 4 angetrieben. Der in der
Spindelwelle 3 befestigte durchbohrte Schleifdorn 5 trägt die
Schleifscheibe 6. Das stillstehende Flüssigkeits-Zuführungsrohr 7 ragt am Wellenende 8 in die Bohrung der Welle hinein.
ist die durchbohrte Spindelwelle 3 drehbar gelagert. Sie ist
durch den Schnellfrequenzmotor 4 angetrieben. Der in der
Spindelwelle 3 befestigte durchbohrte Schleifdorn 5 trägt die
Schleifscheibe 6. Das stillstehende Flüssigkeits-Zuführungsrohr 7 ragt am Wellenende 8 in die Bohrung der Welle hinein.
Unter Druck wird die Flüssigkeit, beispielsweise feingefilterte
Schleifemulsion, über das Zuführungsrohr 7 der durchbohrten
Welle 3 zugeführt und gelangt über radiale Austrittsöffnungen
9 des Schleifdornes in die Poren aufweisende keramisch gebundene Schleifscheibe 6. Unterstützt durch die Zentrifugal-
Schleifemulsion, über das Zuführungsrohr 7 der durchbohrten
Welle 3 zugeführt und gelangt über radiale Austrittsöffnungen
9 des Schleifdornes in die Poren aufweisende keramisch gebundene Schleifscheibe 6. Unterstützt durch die Zentrifugal-
CfOf ti
Georg Müller Kugellagerfabrik KG Äußere Bayreuther Straße 230 D-8500 Nürnberg 133
beschleunigung der rotierenden Schleifscheibe strömt die
Flüssigkeit in die Kontaktzone zwischen Schleifscheibe und Werkstück.
In dem Spalt 10 zwischen Zuführungsrohr 7 und der Bohrung
der Welle 3 baut sich vom Ende des Zuführungsrohres 7 zum Ende 8 der Welle der Flüssigkeitsdruck ab. Unter geringem
Druck tritt dabei Flüssigkeit in die Kammer 11 aus.
Von der Kammer 11 wird die austretende Flüssigkeit über
die Leckwasser-Ableitung 12 abgeführt. Ein Eintritt der
Flüssigkeit durch den Spalt 13 zwischen Gehäuse 1 und Welle 3 wird durch einen Überdruck im Spindelinneren 14
gegenüber dem Flüssigkeitsdruck vermieden. In den Spalt eindringende Flüssigkeit gelangt nur bis zur Nut 15 und
wird dann durch den Luftstrom, der vom Spindelinneren durch den Spalt 13 strömt, aus·der Nut 15 über den Kanal K
in die Leckwasserableitung 12 mitgerissen.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Schleifspindel für horizontale Einbaulage.
Für vertikale Einbaulage wird die Leckwasserableitung so angebracht, daß das Leckwasser ungehindert aus der
Kammer 11 abfließen kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der erhöhte Druck im Innern der Spindel
durch das Luft-ölnebelgemisch erzeugt, welches auch zur
Versorgung der Lager mit Schmierstoff verwendet wird. Er kann selbstverständlich bei Verwendung anderer Schmiersysteme
anstelle von ölnebelschmierung, beispielsweise Fettschmierung, durch normale Druckluft erzeugt werden.
■ I III
Georg Müller Kugellagerfabrik KG Äußere Bayreuther Straße 230 D-8500 Nürnberg 133
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Druck im Spindelinneren gleich oder größer
als der Druck der Flüssigkeit,γ^ ein Eindringen von Flüssigkeit
in das Spindelinnere sicher vermieden wird. Besonders bevorzugt ist ein Innendruck von etwa 0,5 bis 1 bar und ein
Flüssigkeitsdruck von 0,3 bis 0,8 bar. Vorzugsweise wird ein Innendruck angewendet, der um 0,2 bar über dem Flüssigkeitsdruck
liegt.
Der Erfindungsgedanke ist nicht beschränkt auf Schleifspindeln,
er kann entsprechend angewendet werden bei Bohr- und Frässpindeln.
Ein weiteres bevorzugtes Anwendungsgebiet sind Bohrspindeln zum Bohren tiefer Bohrungen, wobei die Flüssigkeit,
beispielsweise Bohremulsion, durch den einen axialen Durchlaß aufweisenden Bohrer an die Bohrspitze geführt wird und auf dem
Rückweg durch die Werkstückbohrung die Späne aus der Bohrung entfernt.
Claims (3)
1. Werkzeugspindel mit einer Einrichtung zur Zuführung von Flüssigkeit durch die durchbohrte
Welle der Spindel und das Durchlässe aufweisende Werkzeug zu der Bearbeitungsstelle,
insbesondere durch den durchbohrten Schleifdorn und durch die poröse Schleifscheibe einer
Schleifspindel in die Kontaktzone zwischen Schleifkörper und Werkstück, mit einem
durch eine Kammer in die durchbohrte Welle hineinragenden stillstehenden Zuführungsrohr,
dadurch gekennzeichnet, daß am Wellenende (8) ein zylindrischer Dichtspalt (13)- angeordnet ist,
welcher die äußere Kammer (11) vom Innenraum (14)
der Spindel trennt, daß im Innenraum (14) der überdruck vorliegt, welcher größer ist als
der Druck der zugeführten Flüssigkeit, und daß im Dichtspalt (13) eine Nut vorgesehen ist,
welche durch mindestens einen Kanal mit der äußeren Kammer (11) verbunden ist.
2. Werkzeugspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der überdruck im Spindelinnenraum durch das zur Schmierung verwendete Luft-ölnebel-Gemisch
erzeugt wird.
3. Werkzeugspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Innenraum der Spindel
etwa 0,2 bar größer ist als der Druck der zugeführten Flüssigkeit.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808007650 DE8007650U1 (de) | 1980-03-20 | 1980-03-20 | Werkzeugspindel mit zufuehrung von fluessigkeit durch das werkzeug in den bereich zwischen werkzeug und werkstueck |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808007650 DE8007650U1 (de) | 1980-03-20 | 1980-03-20 | Werkzeugspindel mit zufuehrung von fluessigkeit durch das werkzeug in den bereich zwischen werkzeug und werkstueck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8007650U1 true DE8007650U1 (de) | 1980-10-09 |
Family
ID=6713972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19808007650 Expired DE8007650U1 (de) | 1980-03-20 | 1980-03-20 | Werkzeugspindel mit zufuehrung von fluessigkeit durch das werkzeug in den bereich zwischen werkzeug und werkstueck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8007650U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3641190A1 (de) * | 1986-12-03 | 1988-07-28 | Koertner Reiner | Werkstoffbearbeitungs-vorrichtung |
-
1980
- 1980-03-20 DE DE19808007650 patent/DE8007650U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3641190A1 (de) * | 1986-12-03 | 1988-07-28 | Koertner Reiner | Werkstoffbearbeitungs-vorrichtung |
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