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DE800050C - Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Belastung mehrteiliger Grubenstempel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Belastung mehrteiliger Grubenstempel

Info

Publication number
DE800050C
DE800050C DEG132A DEG0000132A DE800050C DE 800050 C DE800050 C DE 800050C DE G132 A DEG132 A DE G132A DE G0000132 A DEG0000132 A DE G0000132A DE 800050 C DE800050 C DE 800050C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
punch
load
pit
hanging wall
stamp
Prior art date
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Expired
Application number
DEG132A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1603641U (de
Inventor
Wilhelm Dipl-Ing Reulecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gutehoffnungshutte Oberhausen AG
Original Assignee
Gutehoffnungshutte Oberhausen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gutehoffnungshutte Oberhausen AG filed Critical Gutehoffnungshutte Oberhausen AG
Priority to DEG132A priority Critical patent/DE800050C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE800050C publication Critical patent/DE800050C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/14Telescopic props
    • E21D15/46Telescopic props with load-measuring devices; with alarm devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)
  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Belastung mehrteiliger Grubenstempel Die neuzeitliche Entwicklung der mechanischen Kohlegewinnung stellt immer höher «erdende Anforderungen an den Ausbau. plan verlangt heute von Grubenstempeln und Kappen einen möglichst genau bestimmten Widerstand gegen das Absinken des Hangenden. Je nach Gebirgsverhältnissen, Ausbau- und Versatzart soll der Ausbau einmal sehr starr sein, z. B. bei Bruchbau, i in anderen Falle bei Vollversatz eine bestimmte Nachgiebigkeit aufweisen. Ferner muß der Ausbau gegen Überlastung gesichert sein, wobei es erwünscht ist, daß etwa vor dem Erreichen eines der konstruktionsmäßigen Tragfähigkeit des Ausbaues entsprechenden Drukkes ein Nachgeben des Ausbaues ohne Zerstörung und Absinken seiner Widerstandskraft erfolgt. Eine solche Sicherung ist um so «-ichtiger, je weniger jeweils der Druckverlauf nach erfolgtem Ausbau bekannt ist.
  • Es ist bekannt, daß niemals der volleGebirgsdruck, der dem Gewicht der gesamten überlagernden Gebirgsschichten entsprechen würde, vom Ausbau aufgenommen werden kann. Ein solcher Widerstand müßte aber vom Ausbau dein Gebirge entgegengesetzt @@ erden. wenn man dieses in der ursprünglichen Lage halten wollte, in welcher es mit seinem ganzen Gewicht auf der Kohle lastete. Erfahrungsgcmäß kommt min aber das Gebirge nach dem Ausheben cler Kohle durch eine gewisse Absenkung oder Durchbiegung des Hangenden in sich wenigstens teilweise zum Tragen. Wird dieses je nach der Struktur der Gebirgsschichten verschiedene NIaß der Absenkung überschritten, so tritt eine Zerrüttung des Gebirges und damit wieder eine Abnahme der eigenen Tragfähigkeit ein. Daraus ergibt sich, daß mit zunehmender Absenkung des Hangenden der erforderliche Ausbauwiderstand zunächst kleiner und dann wieder größer wird.
  • lIan hat solchen Verhältnissen bisher insofern Rechnung getragen, als abgesehen von den bereits erwähnten, im vorliegenden Zusammenhang aber nicht in Betracht kommenden Fällen, in denen ein starrer Ausbau und damit die Verwendung von unnachgiebigen Grubenstempeln angebracht ist, mehrteilige Stempel mit mehr oder weniger großer Nachgiebigkeit verwendet werden. Dabei läßt man im allgemeinen den Widerstand, mit dem der Stempel nach <lern Setzen dem Druck des Hangenden entgegenwirkt, durch eine entsprechende keilförmige Ausbildung des Innenstempels oder durch Anordnung besonderer, beim Einsinken des Innenstempels mitgenommener Keilstücke, sogenannter Rutschkeile, verhältnismäßig stark ansteigen. Die volle, eine weitere Absenkung des Hangenden ausschließende Tragfähigkeit des Stempels ist dann also schon bald erreicht. Daneben ist es allerdings auch bekannt, den Oberstempel zunächst in einem bestimmten Ausmaß bei im wesentlichen gleichbleibender Klemmwirkung einsinken und erst dann Keilstücke zwangläufig mitnehmen zu lassen.
  • Die vorliegende Erfindung geht nun von der Überlegung aus, daß es schon im Hinblick auf eine möglichst leichte, einfache und damit auch billige Konstruktion des gesamten Ausbaues, insbesondere also der als Stützelemente dienenden Grubenstempel, von großer Wichtigkeit ist, den Gebirgsdruck mit dem jeweils geringstmöglichen Ausbauwiderstand aufzunehmen.
  • Deshalb wird zweckmäßig nach dem Setzen der Stempel eine Absenkung des Hangenden jeweils nur bis zum Minimum der Gebirgsdruckkurve zugelassen und darin ein weiteres Nachgeben der Stempel ganz verhindert oder doch so weit erschwert, daß eine mit dem anschließenden Verlauf der Druckkurve wieder, und zwar gegebenenfalls sogar überproportional zunehmende Belastung vermieden wird. In diesem Falle braucht also die Knickfestigkeit des Stempels nur nach dem betreffenden Mindestdruck zuzüglich eines erfahrungsgemäß ausreichenden Sicherheitsfaktors bemessen zu werden.
  • Die Erfindung, deren Bedeutung weniger in der Erkenntnis dieser Zusammenhänge als vielmehr in ihrer erstmaligen systematischen Berücksichtigung liegt, besteht im wesentlichen in einem Verfahren zum Messen und Anzeigen der Belastung eine mehrteiligen Grubenstempels, derart, daß der Innenstempel nach einem bestimmten, jeweils verschiedenen Einsinkweg sich gegen den Außenstempel ganz oder annähernd starr abstutzt und daß dann nach der entsprechenden Absenkung des Hangenden der weitere Druckverlauf in Abhängigkeit von den maßgebenden Faktoren, wie Zeit, Abbaufortschritt, Struktur und Spannweite der Gebirgsschichten ('Stempelabstand, Strecken- oder Strebbreite), durch eine von der Stempelbelastung beeinflußte Meßvorrichtung und ein Anzeige- oder Registriergerät erniittelt wird.
  • Im Zusammenhang mit diesem Verfahren kann der Stempel so ausgebildet werden, daß Oberstempel und Unterstempel nach dem Setzen, wie an sich bekannt, in einem bestimmten Ausmaß praktisch ohne Veränderung des jeweils eingestellten Einsinkwiderstandes ineinander verschiebbar sind. Als weiteres Merkmal zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Stempelkopf nach dem vorgesehenen Einsinkweg des Oberstempels gegen eine etwa auf der Oberseite der Schloßtasche sich abstützende Hülse zur Anlage kommt. Schließlich sind für jeden Ausbau der gegenseitige Stempelabstand und die Größe des Einsinkweges der einzelnen Stempel entsprechend einer solchen Absenkung des Hangenden zu bemessen, bei der im Wege des vorerwähnten Verfahrens der Kleinstwert derGebirgsdruckkurve ermitteltworden ist.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. i graphisch der Zusammenhang zwischen Gebirgsdruck und Stempelwiderstand und in Abt). z ein mehrteiligerGrubenstempel zurDurchführung des Verfahrens dargestellt.
  • In dem Diagramm der.jlbb. i bezeichnet die Abszisse die Absenkung des Hang'eriden bzw. den Einsinkweg des Stempels und die Ordinatrr den Gebirgsdruck bzw. den Stempelwiderstand. Die willkürlich gewählte, im grundsätzlichen Verlauf, aber den tatsächlichen Verhältnissen erfahrungsgeniiB entsprechende Gebirgsdruckkurve a nähert sich lieirn Nullwert der Absenkung der Ordinatenachse etwä' asymptotisch, <l. 1i. die vom Stempel aufzunehmende -Belastung ist entsprechend dem vollen Gewicht der überlagernden Gebirgsschichteri innerhalb der in Betracht kommenden Grenzen praktischunendlichgroß. Im Bereich einer verhältnismäßig geringen Absenkung des Hangenden ninmit der Gebirgsdruck sehr stark ab, diese Abnahme wird dann allmählich geringer, bis im Punkte L? ein Kleinstwert erreicht ist. Anschließend steigt die Gebirgsdruckkurve wieder.
  • Der Linienzug c stellt den Stempelwiderstand dar. Beim Setzen des Stempels wird, gewöhnlich durch Einspannen des Oberteils im Schloß, ein bestimmter Widerstand eingestellt; dieser ist natürlich, was aus den bereits erwähnten Gründen gar nicht anders sein kann, erheblich geringer als die Belastung durch (las Gebirge. Damit soll auch nicht der Gebirgsdruck in dem betreffenden Zustande voll aufgenommen, sondern nur ein plötzliches, die mit Setzen der Stempel beschäftigten Bergleute gefährdendes Einsinken verhindert werden. Der überschüssige Gebirgsdruck bewirkt dann ein allmähliches Nachgeben des Stempels, wobei dessen Widerstand in dem hier angenommenen Falle zunächst gleichbleibt. Abweichend davon ist es vielfach. auch üblich, den Stempelwiderstand von Anfang an durch Keilwirkung in einem bestimmten Verhältnis zur fortschreitenden Absenkung des Hangenden ansteigen zu lassen.
  • Im Punkte d ist die Grenze der Nachgiebigkeit des Stempels erreicht, indem der Ober- und der Unterstempel in irgendwie geeigneter Weise unmittelbar oder über Zwischenglieder sich starr gegeneinander abstützen. Von diesem Punkte an steigt der Stempelwiderstand in senkrechter Richtung an, also ohne weitere Verkürzung des Stempels und damit auch ohne weitere Absenkung des Hangenden, bis er die Größe des in dieser Lage auf dem Stempel lastenden Gebirgsdruckes erreicht hat. An Stelle eines solchen gebrochenen Linienzuges für den Stempelwiderstand kann auch ein Nachgeben des Stempels bei gleichzeitiger Zunahme. seines Widerstandes durch Keilwirkung nach einer schräg verlaufenden Geraden so weit fortgesetzt werden, bis der Ausgleich zwischen Stempelwiderstand und Gebirgsdruck erreicht ist. In jedem Falle muß die volle Tragfähigkeit, also die Knickfestigkeit des Stempels, um ein gewisses Maß größer sein als derjectige Gebirgsdruck, bei welchem Belastung und \\-lderstan<Iskrafi sich gegenseitig ausgleichen. In Abb. i ist gerade der günstigste Fall veranschaulicht, daßGebirgsdruckkurve und Stempelwiderstandslinie sich im Punkte der geringsten Belastung schneiden. Um diese Verhältnisse nicht nur vereinzelt und gelegentlich durch Zufall, sondern überall und immer planmäßig zu erreichen, werden in dem Bereich, dessen Gebirgsdruckkurve ermittelt werden soll, \Ießstempel, etwa der aus Abb.2 ersichtlichen Art, aufgestellt. Sie bestehen aus einem Oberstempel r tnit Stempelkopf 2 und einem Unterstentpel3 mit all seinem oberen Ende angeordneter Schloßtasche d, gegen deren Oberseite sich eine bis zu einem ganz bestirnmtenAbstand von der Unterseite des Stempelkopfes reichende Hülse 5 abstützt. Die Einspannung des Oberstempels in der Schloßtasche beine Setzen des Stempels erfolgt in einer geeigneten, an sich bekannten Weise und braucht deshall> nicht besonders beschrieben und dargestellt zu werden. Inn Fuß des Unterstempels befindet sich eine Druckmeßdose 6 von ebenfalls an sich bekannter Bauart, mittels der die an einem nicht gezeichneten Anzeigegerät abzulesende oder von einem Registriergerät aufgezeichnete jeweilige Belastung des gesetzten Stempels durch den Druck des Hangenden festgestellt wird.
  • Die Durchführung des 1Ießverfahrens gemäß der Erfindung erfolgt nun in der Weise, daß man an mehreren Stellen einer Strecke oder eines Strebes solche itIeßstempel anordnet, und zwar mit durch entsprechende Längen der Hülse 5 verschieden großen Einsinkwegen. Es wird dann zunächst unmittelbar nach der jeweiligen Abserkung des Hangenden die sich ergebende Belastung des starr gewordenen Stempels und anschließend der «eitere zeitliche Verlauf dieser Belastung während des fortschreitenden Abbaues beobachtet oder registriert. Außerdem wird in ähnlicher Weise, z. 13. durch einen verschiedenen gegenseitigen Abstand der einzelnen Stempel, ermittelt, welchen Finfluß die freitragende Spannweite der Gebirgsschichten bei einer bestimmten Absenkung des Hangenden auf den von diesem ausgeübten Druck hat.
  • Alle so ermittelten Werte «-erden zu einer Gebirgsdruckkurve zusammengestellt, die dann jeweils fier die vorteilhaftesten .-\uslrttt\-erltältnisse(Stemi)elabstand, Strecken- oder Strebbreite) sowie eine bestimmte Höhe und Struktur der überlagernden Schichten auch an anderen Stellen gültig ist. Liegt aber erst einmal eine größere Anzahl von Gebirgsdruckkurven für die am häufigsten wiederkehrenden Ausbaubedingungen vor, so kann man für einen neuen Ausbau, notfalls im Wege einer Interpolation aus den für den betreffenden Fall nächstliegenden Kurven, voll vornherein den Einsinkweg und die Tragfähigkeit aller hier verwendeten Stempel so bemessen, daß unnötige Belastung und Stärke derselben vermieden werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Messen und Anzeigen der Belastung mehrteiliger Grubenstempel, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenstempel nach einem bestimmten, jeweils verschiedenen Einsinkweg sich gegen den Außenstempel ganz oder annähernd starr abstützt und daß nach entsprechendem Absenken des Hangenden der weitere Druckverlauf in Abhängigkeit von den maßgebenden Faktoren, wie Zeit, Abbaufortschritt, Struktur und Spannweite der Gebirgsschichten (Stempelabstand, Strecken-oderStrebbreite), durch eine von der Stempelbelastung beeinflußte Meßvorrichtung (6) und ein Anzeige-oder Registriergerät ermittelt wird.
  2. 2. Mehrteiliger Grubenstempel zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberstempel (i) und der Unterstempl (3) nach dem Setzen in an sich bekannter Weise in einem bestimmten Ausmaß praktisch ohne Veränderung des jeweils eingestellten Einsitikwiderstandes ineinander verschiebbar sind. ..\lehrteill,-erGrtibenstempeinachAnspruch2, 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Stempelkopf (2) nach denn vorgesehenen Einsinkweg gegen eine auf der Oberseite der Schloßtasche (,4) sich abstützende Hülse (5) zur Anlage kommt. .I. Anordnung mehrerer Grubenstempel, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Ausbau der gegenseitige Stempelabstand und die Größe des Einsinkweges der einzelnen Stempel entsprechend einer solchen Absenkung des Hangenden bemessen «-erden, bei der im Wege des `'erfaltrens nach Anspruch i der Kleinstwert der Gebirgsdruckkurve ermittelt worden ist.
DEG132A 1949-10-22 1949-10-22 Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Belastung mehrteiliger Grubenstempel Expired DE800050C (de)

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