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DE8000558U1 - Tuch, insbesondere fuer reinigungszwecke - Google Patents

Tuch, insbesondere fuer reinigungszwecke

Info

Publication number
DE8000558U1
DE8000558U1 DE19808000558 DE8000558U DE8000558U1 DE 8000558 U1 DE8000558 U1 DE 8000558U1 DE 19808000558 DE19808000558 DE 19808000558 DE 8000558 U DE8000558 U DE 8000558U DE 8000558 U1 DE8000558 U1 DE 8000558U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cloth
carrier web
nonwoven fabric
cloth according
leather
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19808000558
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Christian Heinrich Sandler & Co Kg 8676 Schwarzenbach De GmbH
Original Assignee
Christian Heinrich Sandler & Co Kg 8676 Schwarzenbach De GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Christian Heinrich Sandler & Co Kg 8676 Schwarzenbach De GmbH filed Critical Christian Heinrich Sandler & Co Kg 8676 Schwarzenbach De GmbH
Priority to DE19808000558 priority Critical patent/DE8000558U1/de
Publication of DE8000558U1 publication Critical patent/DE8000558U1/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

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Firma Christian Heinrich Sandler GmbH & Co. KG, Lamitzmühle, 86 76 Schwarzenbach/Saale
Tuch, insbesondere für Reinigungszwecke
pie Erfindung betrifft ein Tuch, insbesondere für Reinigungszwecke, welches aus einer mit einer eine lederartige Oberfläche erzeugenden Beschichtung versehenen textlien Trägerbahn aus einem Vliesstoff, einem Gewebe oder einer Maschenware besteht.
Es sind verschiedene Arten von Reinigungstüchern bekannt. Unter anderem gibt es auch im wesentlichen nur aus einem Vliesstoff bestehende Reinigungstücher, welche zwar eine Verhältnismässig hohe Saugfähigkeit besitzen, andererseits jedoch mechanisch nicht allzu stabil sind. Weiterhin sind derartige Tücher nicht zur Beseitigung von geringerer Restfeuchte zu verwenden, da sie auch nach dem Auswringen normalerweise noch verhältnismässig viel Feuchtigkeit beinhalten. Zu diesem Zweck hat man auch schon Reinigungstücher erzeugt, die in ihren Eigenschaften den bekannten Fensterledern ähnlich sind. Dabei werden Vliesstoffbahnen beidseitig mit einer schaumartigen Streichpaste beschichtet, die unter Wärmeeinwirkung geliert. Auf diese Weise wird zum einen die m2-chanische Stabilität des Reinigungstuches erheblich erhöht. Zum anderen erhält man ein Tuch, dessen Eigenschaften denen eines Fensterleders relativ ähnlich sind, das also insbesondere zum Säubern von glatten Fluchen wie Fenstern* SpIe-
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geln, glänzenden Metallen usw. geeignet ist« Sin Nachteil der&ttiget "künstlicher Fensterleder" ist jeäödh der vergleidhweise hohe Pertigungeaufwand.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe augrunde, ein Tuch, insbeeondere für tteinigungszwecke, au schaffen, welches sowohl ein hohes Saugvermögen besitzt, mit dem jedoch auch geringfügige Restfeuchtigkeit entfernt werden kann/ wobei zudem eine hohe mechanische Festigkeit und damit lange Lebensdauer angestrebt wird«
Zur Lösung dieser Aufgabe wird nach der Erfindung vorgeschlagen, das eingangs erwähnte Tuch so auszubilden, dass die Trägerbahn lediglich einseitig mit der die lederartige Ober· fläche erzeugenden Beschichtung versehen ist.
Bei einem Vorgehen nach der Erfindung ermässigen sich die Herstellungskosten für das Tuch erheblich, da nur eine einseitige Beschichtung erforderlich ist, wodurch zum einen ein erheblicher Anteil des vergleichsweise teueren Beschichtungsmaterials eingespart werden kann und zum anderen def für die Herstellung erforderliche Arbeitsaufwand sich auf weniger als die Hälfte eines zweiseitig beschichteten Tuches reduziert. Weiterhin ergibt sich der für den Verwender beachtliche Vorteil, dass er ein Tuch zur Verfügung hat, welches die Eigenschaften der bisher bekannten textlien Tücher mit denen kunstlederartiger Tücher bzw. von echtem Fensterleder verbindet. Es kann also ein und dasselbe Tuch für verschiedene Arten von Arbeiten verwendet werden. Insbesondere ist ein Tuch nach der Erfindung ohne weiteres auch dazu geeignet, eine sehr nasse Fläche zu trocknen, wobei zuerst die unbeschichtete, textile Seite und dann die lederartige Oberfläche verwendet werden. Darüberhinaus können mit dem Tuch nach der Erfindung auch solche Gegenstände behandelt werden, die
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nur entweder mit einem normalen/ textlien Tuch oder mit einem lederartigen Tuen bearbeitet werden dürfen, Eg ist daher/ was ebenfalls eine Erleichterung für den Benutzer darstellt/ nidht wehj" erforderlich, das für den angestrebten Verwendungszweck besser geeignete Tuch auszuwählen.
Die mechanische Stabilität des fertigen Tuches nach der Erfindung lässt sich selbstverständlich dadurch verbessern/ dass eine Trägerbahn mit entsprechender Festigkeit eingesetzt wird. Wenn es sich dabei um eine Vliesstoffbahn handelt/ ist es günstig/ wenn diese durch Vernadelung verdichtet ist/ weil man auf diese Weise auch auf der Vliesseite eine relativ glatte Oberfläche hoher mechanischer Festigkeit erhalten kann» Um den Abrieb von der Vliesseite weiter zu vermindern/ kann zusätzlich eine Verfestigung vorgenommen werden/ die entweder dadurch erfolgt* dass die Vliesstoffbahn unter Wärmeeinwirkung schmelzende und/oder schrumpfende Fasern enthält und thermisch verfestigt ist oder dass der Vliesstoffbahn Bindemittel zugesetzt sind.
Die die lederartige Oberfläche erzeugende Beschichtung ist zweckmässig von einer als Hauptbestandteil Syntheselatex enthaltenden, aufgeschäumten, unter Wärmeeinwirkung gelierenden Streichpaste gebildet.
Nachstehend wird zur näheren Erläuterung ein Beispiel für ein erfindungsgemäss ausgebildetes Reinigungstuch beschrieben:
Als Träger für die eins lederartige Oberfläche erzeugende Beschichtung dient ein Vliessstoff, ein Gewebe oder eine Maschenware aus Zellulosefasern, Synthesefasern oder deren Mischungen. Handelt es sich um einen Vliesstoff, so wird das Fasermaterial auf Krempeln oder ähnlichen Maschinen zu
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einem Floe verarbeitet» dieser Flor auf einem unendlich umlaufenden Tieeh abgelegt und das so gebildete Vlies durch Vernadeln verdichtet. Ansehliessend erfolgt entweder eine thermische oder eine adhesive Verfestigung. Bei der thermischen Verfestigung werden dem Vlies spezielle Fasern mit Schmelz·* oder Sehrumpfneigung zugemiseht und das Vlies einer Wärmebehandlung unterzögen. Bei der adhäsiven Verfestigung mittels Bindemitteln wird das genadelte Vlies durch ein Chassis geführt, in welchem sich wässrige Bindemittelflotte befindet« Nach diesem Durchlauf wird das Vlies auf eine definierte Restfeuchtigkeit abgequetscht und getrocknet.
Auf die textile Trägerbahn wird dann in einem an sich bekannten Beschiehtungsaggregat eine Streichpaste aufgetragen, die etwa wie folgt zusammengesetzt sein kann:
50 - 250 Liter Syntheselatex
20 - 100 Liter HilfsChemikalien
0,5 10 Liter Schaumstabilisator
1 12 Liter Kuagulierhilfsmittel
2 15 Liter Verdickungsmaterial
20 - 200 Milliliter Farbstoff
50 - 300 Milliliter Netzmittel
Die so zusammengesetzte Masse wird mechanisch mittels eines Schaummixers unter Zuhilfenahme von Pressluft verschäumt und ansehliessend auf die Trägerbahn gepumpt. Ein gleichmässiger Auftrag wird durch Glattstreichen mittels eines Rakelmessers erreicht, wobei im Bereich des Rakelmessers die Trägerbahn über eine Walze geführt wird.
Nach dem Auftragen der Streichpaste erfolgt dann unter Wärmeeinwirkung die Gelierung des schaumartigen Auftrages, beispielsweise unter einem Infrarotfeld. Bei diesem Gelier-
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Vorgang wird unter Einwirkung von Wärme die Struktur der aufgetragenen Masse stabilisiert. Ansehliessend durchläuft die einseitig besehiehtete ßahn einen Tröekenkanal, In diesem Troekenkanal erfolgt bei Temperaturen über 100 0C •ine Vernetzung des Hauptbestandteiles der Streichpaste. Mi Troßknerauslauf wird dann die einseitig beschichtete textile Trägerbahn von Kühlwalzen abgekühlt und gegebenenfalls in Längs* und/oder Querrichtung zur Bildung der gewüneöhten Tuehgrösse geschnitten. Die so entstandenen Tücher können dann noch gezählt, gestapelt und verpackungsfertig gemacht werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die beschichtete Trägerbahn Vor dem Sehneiden zu waschen, wozu an sich bekannte Maschinen, Z4B. kontinuierliche Breitwaschmaschinen mit Verweilspeicher, eingesetzt werden können, in denen die gequollenen löslichen Bestandteile der Beschichtung herausgewaschen werden.
Man erhält auf diese Art und Weise ein Tuch, welches eine erhebliche Wasseraufnahmefähigkeit besitzt, wobei die Saug*- fähigkeit nach dem Auswinden praktisch vollständig wieder vorhanden ist. Das Tuch nimmt bei Reinigungsaroeiten grosse Mengen Schmutz auf, die leicht wieder ausgewaschen werden können.
In der Anlage werden zwei Modelle eines Tuches nach der Erfindung überreicht, wobei es sich um jeweils verhältnistiässig kleine Abschnitte handelt. Anhand der Modelle ist gut ersichtlich, dass auf eine textile Trägerbahn, nämlich eine Vliesstoffbahn, einseitig eine Beschichtung aus einem schaumartigen Material aufgebracht ist, welches die lederartige Oberfläche dieser einen Seite des Tuches bildet. Die Modelle sind aus Tuchbahnen ausgeschnitten, welche gemäss dem vorstehend erläuterten Verfahren hergestellt wurden.

Claims (5)

• ·β IhC1. Iff PATENTANWÄLTE " " " " " "· 19.996 - 30/ei Dr. rer. nat. DIETER LOU(S Dlpl.-Phys. CLAUS POHLAiJ DIpl.-lng. FRANZ LOHSENTZ ΟΙρΙ.-Phy..WOLFGANG SEGETH KESSLERPLATZ 1 8500 NÜRNBERG 20 Firma Christian Heinrich Sandler GmbH & Co. KG, Lamitzmühle, 8676 Schwarzenbach/Saale Schutzanspruche:
1. Tuch, insbesondere für Reinigungszwecke, bestehend aus einer in sich stabilen, textlien Trägerbahn aus einem Vliesstoff, einem Gewebe oder einer Maschenware mit einer eine derartige Oberfläche erzeugenden Beschichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die in sich stabile, textile Trägerbahn nur einseitig mit der die lederartige Oberfläche erzeugenden Beschichtung versehen ist.
2. Tuch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines Vliesstoffes als Trägerbahn dieser durch Vernadelung verdichtet ist.
3. Tuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Trägerbahn dienender Vliesstoff unter Wärmeeinwirkung schmelzende und/oder schrumpfende Fasern enthält und thermisch verfestigt ist.
4. Tuch nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der als Trägerbahn dienende Vliessstoff' durch Zusatz von Bindemitteln verfestigt ist.
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5. Tuch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die lederartige Oberfläche erzeugende Beschichtung von einer als Hauptbestandteil Syntheselatex enthaltenden, aufgeschäumten, unter Wärmeeinwirkung gelierenden Streichpaste gebildet ist.
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