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Halterung von Hilfsgeräten im Innern von Kraftfahrzeugen Die Erfindung
bezieht sich auf eine neuartige Halterung von Hilfsgeräten, wie einer vor dem Rückwandfenster
anzuordnenden Rückblicklinse, im Innern von Kraftfahrzeugen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für solche Hilfsgeräte eine
Halterung zu schaffen, die sich einerseits in jedem Wagen individuell und leicht
zur Wahrung der optisch günstigsten Bedingungen anbringen läßt, und die anderseits
in einem Universaltyp für die Massenfertigung sich eignet, wobei gleichzeitig der
GrundforderungRechnung getragen wird, daß sich bei den stärksten Stößen weder eine
Zerstörung des aufgehängten Aggregats noch seine Relativverschiebung gegen die Karosserie
ergibt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mit einem einzigen
Zwischenglied zur Befestigung des Hilfsgerätes mindestens zwei Freiheitsgrade bzw.
mit zwei Zwischengliedern stets drei Freiheitsgrade der Lage des Hilfsgerätes gegenüber
der Karosserie gegeben sind.
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Wie dies im einzelnen gedacht ist, wird an Hand der Zeichnung an einer
Reihe von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Fig. i zeigt die Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs, die die erfindungsgemäße
Gesamtanordnung übersichtlich zeigt. Hierbei ist die Rückblicklinse selbst mit i
bezeichnet. Sie ist vor dem Rückwandfenster z des Kraftwagens 3 so angeordnet, daß
sie den gestrichelt angedeutetenGesichtswinke14 erfaßt und hiervon ein verkleinertes
Bild mit Hilfe des über der Windschutzscheibe angebrachten Rückblickspiegels 5 dem
Fahrer zeigt.
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Erfindungsgemäß kommt es nunmehr darauf an, Aggregate wie eine solche
Rückblicklinse in jedem Wagen individuell und leicht zur Wahrung der optisch günstigsten
Bedingungen anzubringen und hierzu in einem für die Massenfertigung geeigneten Universaltyp
eine einwandfreie, allen Ansprüchen gewachsene Halterung zu schaffen.
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Diese Halterung selbst ist in den weiteren Figuren gezeigt.
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Fig. 2 zeigt bei einer Limousine die Befestigung
der
Rückblicklinse -i vor dem Rückwandfenster 2 mit Hilfe eines einzigen Zwischengliedes
6, das am oberen Ende mit Hilfe des auf einem Befestigungsflansch errichteten arretierbaren
Gelenks 7 am Wagendach 8 befestigt, und an dessen unterem Ende mit Hilfe des gleichfalls
arretierbaren Gelenks 9 die Rückblicklinse i selbst aufgehängt ist. Das Zwischenglied6
besteht aus jedem geeignetenWerkstoff, beispielsweise aus einem Stahlstab oder einem
Stahlrohr. Zur Einsparung von Gewicht kann man auch eine Leichtmetallegierung wie
Duraluminium verwenden.
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Mit dem Zwischenglied 6 erhält man zunächst einen einzigen Freiheitsgrad,
wenn sowohl das Gelenk 7 als auch das Gelenk 9 je um eine horizontale Achse drehbar
angeordnet ist. Den zweiten Freiheitsgrad erhält man dadurch, daß der Stab 6 seiner
Länge nach variabel ist. Zu diesem Zweck kann er leicht auswechselbar angeordnet
sein. Man kann ihn aber auch aus zwei gegeneinander verschiebbaren und in jeder
beliebigen Lage feststellbaren Elementen herstellen, die in diesem Fall aus einem
Rohr und einem in ihm gleitbaren Schaft bestehen. Bildet man eines der beiden Gelenke,
am besten das Gelenk 7, als Kugelgelenk aus, so kann hei gegebenem Befestigungspunkt
der Halterung am Wagendach in drei Freiheitsgraden jede beliebige Lage für die Rückblicklinse
i erreicht werden.
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Da sich die Erfindung auf die Halterung von Hilfsgeräten wie Rückblicklinsen
bezieht, kann grundsätzlich jedes beliebige Hilfsgerät, im besonderen jede beliebige
Rückblicklinse in Anwendung kommen, also beispielsweise aus optischem Glas hergestellte
Vollinsen, wie sie ursprünglich für Rückblickzwecke Anwendung fanden, unabhängig
davon auch Vollinsen aus durchsichtigen Kunstharzen. Es steht auch grundsätzlich
nichts im Wege, in an sich bekannter Weise Behälterlinsen vorzusehen. Für den Zweck
einer Rückblicklinse ist stets zur Verkleinerung des Bildes eine Bikonkav- oder
Plankonkavlinse geeignet.
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Die erfindungsgemäße Halterung kann an verschiedenen Stellen der Linse
angreifen. Während beispielsweise in Fig. 2. das Geler* 9 am oberen Rande der Linse
entsprechend Fig.8 angreift, ist bei Fig. 3 entsprechend Fig. 7 in der horizontalen
Schwerpunktlinie ein Gelenk io vorgesehen. Mit der Anordnung von Fig. 2 erhält man
den Vorzug einer kleinen Länge für das Zwischenglied 6, das im Extremfall wegfallen
kann. Hierbei kann man die beiden Gelenke 7 und 9 in ein einziges Gelenk zusammenfassen,
das dann zweckmäßig als Kugelgelenk ausgebildet wird. Die Anordnung von Fig. 3 hat
den besonderen Vorzug, daß keine durch Drehmomente hervorgerufene Spannungen in
der Linse entstehen können. Solche Spannungen würden zu optischen Verzerrungen oder
gar zur Zerstörung der Linse führen können; umgekehrt ist das Gelenk io auch nicht
auf Drehmomente beansprucht, wodurch die Arretierung erleichtert wird.
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Während in den Fig. 2 und 3 ein Ausführungsbeispiel für eine Halterung
gezeigt ist, die mit einem einzigen Zwischenglied mindestens zwei Freiheitsgrade
bringt, sind bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. :4 bis 6 zwei oder mehr Zwischenglieder
in solcher Kombination vorgesehen, daß stets drei Freiheitsgrade der Lage des Hilfsgeräts
gegenüber der Karosserie entstehen.
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Fig.4 zeigt in einer den Fig. 2 und 3 entsprechenden Seitenansicht
als Halterung einen Gliederstab, der aus den fünf Gliedern i 1, 12, 13, 14 und 15
besteht.
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Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt von drei Elementen aus einem Gliederstab
der Art von Fig. 4.
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Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie VI-VI von Fig. 5. Wie Fig.6 zeigt,
haben die Glieder durchweg kreisförmigen Querschnitt. Auch die Verbindung zwischen
den einzelnen Gliedern ist rotationssymmetrisch ausgebildet, wie im besonderen Fig.5
zeigt.
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Aus Fig. 5 erkennt man im besonderen, daß z. B. Glied 12 oben in einer
konischen Bohrung endet, in die der Zapfen 13' des Gliedes 13 eingreift. In gleicher
Weise endet unten das Glied 12 im konischen Zapfen 12'.
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Ineinandergesteckte benachbarte Glieder können auf verschiedene Art
gegen Verdrehung und Herausfallen gesichert werden. So ist beispielsweise in Fig.
5 und 6 ein konischer Stift 16 vorgesehen, der quer zur Längsrichtung eingetrieben
wird. Man kann aber auch, wie aus dem Querschnitt von Fig. 7 ersichtlich ist, an
Stelle eines einzigen Stiftes 16 zwei Kurzstifte 17 vorsehen, die von außen her
durch einen federförmigen Bügel 18 zusammengehalten werden und so die Verbindung
benachbarter ineinandergesteckter Glieder sichern.
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Die besondere Bedeutung eines Gliederstabes gemäß Fig. 4 bis 6 besteht
darin, daß man für die verschiedenen Wagentypen die richtige Länge der Haltestange
aus Elementen der gleichen Länge zusammensetzen kann. Diese Elemente kann man hinsichtlich
der .Neigung; unter der sie zusammenstoßen sollen, normieren. Es hat sich gezeigt,
daß o°, 1o° sowie 20° und 30° für die praktisch vorkommenden Zwecke regelmäßig genügen.
Als Extremfall kann man auch noch vorsehen, daß die konische Bohrung zum konischen
Zapfen ein und des gleichen Gliedes einen Winkel von 9o° bildet. Man kann auch von
vornherein die Glieder für verschieden gerichtete Bohrungen der Verbindungsstifte
normieren.
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Definiert man als Längsebene eines Gliedes eine solche Ebene, die
durch die Längsachse des Gliedes sowie durch die Achse der Querbohrung für den Stift
des Zapfens geht, so kann man der Querbohrung für den durch die konische Bohrung
des gleichen Gliedes gehenden anderen Stift einen Winkei gegenüber der Längsebene
geben, der zweckmäßig in-o', io° und 9o° normiert wird.
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Aus Fig. 4 ist noch ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Halterung
auch am Verdeck von Kabrioletts angebracht werden kann, sei es an einer bereits
vorhandenen Metallstrebe oder Holzleiste oder an einer zu diesem Zweck besonders
angebrachten Leiste i9. Um heim Einschlagen des Verdecks die Linse schnell entfernen
zu können, empfiehlt es sich, den
Stift 20 des Gliedes 15 (Fig.
4), mit einem Ansatz zu versehen. Durch Herausziehen des Stiftes wird so die leichte
Abnehmbarkeit der Linse gewährleistet.
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Die Fig. 7 und 8 zeigen eine besonders günstige Verbindung der Halterung
mit gespritzten oder gepreßten Linsen.
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So ist bei Fig. 7 zur Halterung des Zwischengliedes 6 vorgesehen,
daß hei der Herstellung der Linse selbst das Gelenkstück io mit eingespritzt wird.
An Stelle dieses Gelenkstückes kann jedes zur Befestigung eines Bügels oder einer
Stange geeignete Element, insonderheit eine Buchse, mit eingespritzt oder eingepreßt
werden. Diese Anordnung hat auch unabhängig von der Halterung als Rückblicklinse
grundsi-itzlich bei allen Linsen Bedeutung, die durch Spritzen oder Pressen hergestellt
werden.
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Fig. 8 bezieht sich im besonderen auf die Halterung von Behälterlinsen.
Hier ist es wichtig, daß das Befestigungselement 21 bei der Herstellung des Behälters
mit eingespritzt wird. Dies ist im einzelnen an Hand von Fig. 9 gezeigt, die den
Schnitt nach Linie IX-IX von Fig. 8 darstellt.
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Hier ist zu ersehen, wie der Behälter aus zwei schachtelartig ineinandergreifenden
Teilen 22 und 23 zusammengesetzt wird. Das Befestigungselement 21 ist in die Teilschachtel
23 eingespritzt. Wie weiter aus Fig.9 ersichtlich" besitzt das Befestigungselemclit
21 ein Muttergewinde, in das die Schraube 24 eingeschraubt wird. Nun wird von außen
her die der Länge nach über die ganze Linse laufende Halteplatte 25 (s. auch Fig.
8) aufgesetzt und mit einer Mutter 26 verschraubt. Auf diese Weise erreicht man,
daß die Halterung der Linse selbst zur Versteifung und Stabilisierung der Behälterlinse
herangezogen wird, darüber hinaus mit der Herstellung des Behälters die Befestigung
der Halterung verbunden wird. Dabei kann noch die Schraube 2.4 als Einfüllstutzen
für die Füllung der Behälterlinse benutzt werden. In diesem Fall ist es notwendig,
die Bohrung nachher zu verschließen.