DE807706C - Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmaessigen Temperatur der beide Seiten eines Glasbandes umspuelenden Gasschichten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmaessigen Temperatur der beide Seiten eines Glasbandes umspuelenden GasschichtenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmäßigen Temperatur der beide Seiten eines Glasbandes umspülenden Gasschichten
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die fortlaufende Herstellung von Glasbändern durch das "lieliverfahren. Bei der Erzeugung von gezogenem Glas macht es große Schwierigkeiten, ein Glas von guter Qualität herzustellen, <las heißt ein Glas, dessen Oberfläche von großer Ebenheit und dessen Dicke von großer Regelmäßigkeit ist. Diese Schwierigkeiten beruhen großenteils darauf, daß das Glasband senkrecht nach oben gezogen wird und sich daher an ihm unregel- mäßige Luftströmungen oder Luftwege bilden können. Die Urfindung, die es ermöglicht, die Schwierig- bare Luftbewegung zu. erzeugen und dadurch jene Strömungen zu unterdrücken oder auf ein unschädliches -Maß zu vermindern, die sich sonst längs (lern Glasband einstellen würden.keiten zii überwinden, besteht darin, daß den Gasen, die das Glas berühren, eine Bewegung erteilt wird, die in allen Punkten gleicher Höhe die gleiche ist. Dies wird durch die Anordnung eines oder mehrerer Flügelräder bewirkt, die praktisch auf die ganze Breite des Glasbandes wirken und deren Flügel sich in geringem Elbstand vom Glase bewegen, wobei die Flügelräder, die sich auf der gleichen Seite der Glas- tafel befinden, sich auch im gleichen Sinne drehen. Die Flügelräder haben verschiedene vorteilhafte Wirkungen. Erstens ermöglichen sie es, an der Oberfläche des Glasbandes eine in ihrer Geschwindigkeit einstell- - Zweitens verhindern die Flügel durch ihre Anordnung selber, daß in ihrer Bewegungsrichtung andere als die durch sie selber erzwungenen Ströinungen auftreten.
- Zusammenfassend kann bemerkt werden, daß die Flügelräder alle unregelmäßigen Gasströmungen unterdrücken, die Fehler in der Oberfläche oder der Ebenheit des Glases erzeugen könnten, wie sie häufig bei der Erzeugung von Flachglas auftreten. Diese \"orteile besitzen die bisher in dieser Richtung vorgeschlagenen :'Anordnungen nicht.
- Gemäß einem solchen Vorschlag sollen z. B. die Bedingungen zur Bildung der Glastafel dadurch regelmäßig gestaltet werden, daß man eine Anordnung von Blasdüsen vorsieht. Diese Anordnung erlaubt zwar die Erzeugung rascher .Strömungen, aber sie ergibt keine absolut gleichmäßigen Strömungen und bietet den natürlichen Strömungen kein unüberwindliches Hindernis. Man hat auch vorgeschlagen, der die Glastafel umgebenden Atmosphäre eine Strömung durch Flügelräder zu erteilen, die übereinander angeordnet sind und sich abwechselnd in entgegengesetztem Sinne drehen und daher versuchen, den natürlichen Strömungen längs dein Glasland entgegenzuwirken und sie durch eine \\'irbelbewegung zu ersetzen. Diese Flügelradanordnungen bilden zwar ein Hindernis für die auf sie treffenden natürlichen Strömungen, die der Flügelbewegung entgegengerichtet sind, erzeugen aber zufolge der wechselweise entgegengesetzten Drehrichtungen der übereinander angeordneten Flügelräder Wirbelströmungen, das heißt Strömungen ohne eine bevorzugte Richtung, die infolgedessen nicht geeignet sind, in regelmäßiger Weise die natürlichen Strömungen zu unterdrücken.
- Die mechanischen N-littel zur Durchführung der Erfindung können aus sich drehenden, mit Flügeln versehenen Walzen bestehen, die zu beiden Seiten des Glasbandes möglichst nahe demselben und in geringer Höhe über dem Glasbad angeordnet werden. Sie erteilen den Gasströmen eine gleichmäßige Geschwindigkeit, deren Größe etwa der Umfangst' t' der Flügelenden entspricht.
- Die Flügelräder sind so gebaut, daß sie durch irgendein geeignetes Mittel gekühlt werden können und somit in der Lage sind, die thermischen Bedingungen der Gasatmosphäre zu beeinflussen.
- Dis Flügelräder erzeugen eine zwangsläufige gleichmäßige Gasströmung, die die freien und unregelmäßigen Strömungen ersetzt, die in dem Wirkungsbereich der Vorrichtung ohne diese vorhanden wären. Praktisch genügt es, die Wirkung etwa auf jene Zone zu beschränken, in der sich das Glas während des Ziehvorgangs noch nicht unter 700° abgekühlt hat. Im allgemeinen ist zur Erzielung der gewünschten \\'irkung in der genannten Zone eine Flügelwalze auf jeder Seite der Glastafel hinreichend. je nach der erforderlichen Wirkung oder den örtlichen Verhältnissen können die Flügelwalzen verschiedene Al)messungen erhalten und mit verschiedenen Drehzahlen umlaufen, besonders ist die Wahl des äußeren Durchmessers von Bedeutung. Als Beispiel einer besonders bewährten Ausführung seien Flügelwalzen erwähnt. die einen Außendurchmesser von r5o rnrn aufweisen und deren Drehzahl je nach den Betriebsverhältnissen zwischen 250 und 3;o UI)-.\l eingestellt wurde. :Ulan kann auch mehrere Walzen benutzen, und zwar in diesem Falle Walzen von kleinerem Durchmesser, was die Anbringung der Vorrichtung erleichtert und gestattet, die Einwirkung näher an das Glasbad zu verlegen. In diesem Falle ordnet man mehrere Walzen übereinander an, wobei die Walzen auf ein und derselben Seite des Glasbandes sich im gleichen Sinnt drehen.
- Man kann die Achsen der \\Balzen derart anordnen, daß man ihre Lage je nach den Erfordernissen der Herstellung ändern kann, insbesondere kann man die Achsen der \\-alzen auf beiden Seiten des Glases in verschiedener Höhe anordnen, um zum Beispiel eine etwaige thermische _\sNmnietrie auf beiden Seiten der Ziehvorrichtung zu betteben.
- Die Flügel können auf den Walzen gleichlaufend mit deren Erzeugenden angebracht werden, wodurch sie den Gasströmen eine Bewegung senkrecht zur \\'alzenachse erteilen. Diese Bewegung kann aufsteigend oder absteigend sein, auf beiden Seiten die gleiche Richtung halten oder auf einer Seite aufsteigend und auf der anderen Seite absteigend. Die Flügel können auch auf Schraubenlinien angeordnet werden, so daß die den Gasströmen erteilte Bewegung eine Komponente in waagerechter Richtung besitzt, also die Gasströme schräg zur Senkrechten fortbewegt werden.
- Nach einer bescnderen Ausführung werden mehrere \\'alzen übereinander angeordnet, deren Flügel in gegenläufigen Schraubenlinien angeordnet sind, so daß jede Flügelwalze den Gasen eine Horizontale Komponente erteilt, die der vors der vorhergehenden Walze erteilten entgegengesetzt ist. Auf diese Weise erreicht man, daß man zwar im Ganzen eine praktische senkrecht verlaufende Bewegung erhält, daß aber ein und derselbe Gasstrom nicht ständig mit den gleichen senkrechten Erzeugenden des Glasbandes in Berührung bleibt, und arbeitet so der Bildung von Streifen und andern Fehlern entgegen, welche die Neigung haben, sich in parallel zur Ziehrichtung verlaufenden Linien zu bilden.
- In einer anderen Ausführungsform soll die Wirkung der Schraubenflügelwalzen dadurch ausgeglichen werden, daß Drehsinn und Schraubenwindung von auf gleicher Höhe beidseitig des Glasbandes liegenden Walzen derart gewählt werden, daß die Horizontalwirkung der Flügelachsen auf der einen Seite des Glasbandes entgegengesetzt gerichtet ist wie auf der anderen.
- Man kann selbstverständlich die verschiedenen oben angegebenen Varianten miteinander verbinden, sei es hinsichtlich der möglichen Luftbewegungen auf den einzelnen Seiten des Glasbandes, sei es hinsichtlich derjenigen auf der einen zu den auf der anderen Seite.
wegung überlagerte, die eine geschlossene Strömung rund um (las Glasband zu erzeugen sucht, wie dies bei 12 in Abt. 8 dargestellt ist.Die Vorrichtungen der Erfindung lassen sich auf die verschiedenen Verfahren des Aushebens von (-la#1):indern anwenden, zum Beispiel auf die als I'itt:1itirgli- und Fourcault-Prozeß bekannten Ver- fahren. Die kennzeichnenden Einzelheiten und gewisse Vorteile der Erfindung gehen ans der folgenden Be- schreibting hervor, die sich auf verschiedene in der Zeichnung dargestellte _lusführungsheispiele be- zieht. In der Zeichnung zeigen die Abb. i bis 3 die An- -,vendung der Erfindung auf das Pittsllurgll-Ziehver- fahren und die Abb. 4 bi: 8 auf das Fourcault-Ver- fahren. In der .ltiafiilirtiilgsforill nach Abt. i bis 3 gelangen Walzen finit ger@teletl Flügeln und in Abt. d bis £', Paare von 11'alzeil mit Schraubenflügeln zur Anweildtulg. In dein ersten Ausführungsbeispiel sind die sich drehenden 11'alzen i und ja auf beiden Seiten des (@lasllandes 2 in gleicher Höhe angeordnet. Diese «'alzeil besitzen Flügel 3, die den Erzeugenden fol- gend angeordnet sind und die Gasatmosphäre in parallelen Strähnen q mit gleichförmiger Ge- schwintligkeit und parallel zur Ziehrichtung be- weg(n (.-11>l>. 3). Die Drehachsen 5 der 11'alzen lau- fen in Lagern, die der Klarheit wegen nicht darge- stellt sind. lin zweiten Ausführungsbeispiel verwendet man vier in zwei übereinanderliegenden Stufen sich drehc-nde 11'alzen mit Schraubenflügeln 6. Diese Flügelwalzen geben durch ihre schraubenförmig ge- ,#vundenen Flügel (lern Gasstrom eine Richtung schräg zur Ziehachse. Die Abb.6 und 7 zeigen die Ansichten der beiden entgegengesetzten Glasseiten und die Richtungen der Gasströmungen, wobei die Richtungen 7 und 7a der durch die Walzen 8, 8a der unteren Stuf erzeugten Strömungen nach rechts weisen. Die olleren `falzen 9 und 9a drehen sich auf jeder Seite im gleichen Sinn wie die unteren, aber ihre Flügelwindung ist der der unteren Stufe ent- gegengesetzt. Sie erzeugen daher Gasströmungen, die den von den unteren Flügelwalzen erzeugten entgegengesetzt sind und, wie durch die Pfeile i i bzw. i ja der Abb. 6 bzw. 7 für die eine und andere Seite des Glasbandes gezeigt, beide nach links ver- lauten. Die sich hierbei ergebende Wirkung ist so, als ob man in Höhe jeder Stufe von Flügelwalzen den Gas- strömen parallel zur Ziehachse eine Horizontalbe-
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zur Erzielung einer gleichmäßigen Temperatur der beide Seiten eines sich im Ziellprozeß befindenden Glasbandes umspülenden Gasschichten, dadurch gekennzeichnet, daß man den mit dem Glasband in Berührung stehenden Gasen eine bestimmt, in allen mit Bezug auf das Glasband auf derselben Höhe liegenden Punkten gleiche Bewegung erteilt, indem man in der Nähe des Glasbandes einen oder mehrere Flügel anordnet, die praktisch die ganze Breite des Glasbandes beeinflussen, wobei die Flügel auf je einer Seite des Glasbandes alle in gleicher Richtung bewegt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gek:nnzeichnet durch je eine an jeder Seite des Glasbandes angeordnete, sich drehende Walze mit geraden Flügeln.
- 3. Vorrichtung zur .-'Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch je eine an jeder Seite des Glasbandes angeordnete, sich drehende 1Valze mit schraubenförmigen Flügeln.
- Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine :Mehrzahl von übereinander angeordneten Flügelwalzen, von denen die auf ein und derselben Seite des Glasbandes befindlichen Walzen sich in gleichem Sinne drehen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Walzen mit schraubenförmigen Flügeln die auf ein und derselben Seite des Glasbandes befindlichen `falzen abwechselnd Flügel von entgegengesetzt verlaufenden Schraubenwindungen haben.
- 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung von Schraubenflügelwalzen die an entgegengesetzten Seiten des Glasbandes auf gleicher Höhe liegenden Walzen einen solchen Drehsinn und eine solche Flügelwindung hal)en, daß die erzeugte Bewegung der Gase eine Horizontalkomponente erhält, die auf der einen Seite des Glasbandes nach rechts und auf der anderen Seite nach links gerichtet ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP26272A Expired DE807706C (de) | 1944-01-05 | 1948-12-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmaessigen Temperatur der beide Seiten eines Glasbandes umspuelenden Gasschichten |
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1948
- 1948-12-23 DE DEP26272A patent/DE807706C/de not_active Expired
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