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DE806457C - Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure) - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure)

Info

Publication number
DE806457C
DE806457C DEP6739A DEP0006739A DE806457C DE 806457 C DE806457 C DE 806457C DE P6739 A DEP6739 A DE P6739A DE P0006739 A DEP0006739 A DE P0006739A DE 806457 C DE806457 C DE 806457C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
pteroic
preparation
derivatives
pteroylglutamic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP6739A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Loop
Dr Rudolf Tschesche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DENDAT836651D priority Critical patent/DE836651C/de
Application filed by Schering AG filed Critical Schering AG
Priority to DEP6739A priority patent/DE806457C/de
Priority to DESCH6161A priority patent/DE869961C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE806457C publication Critical patent/DE806457C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D475/00Heterocyclic compounds containing pteridine ring systems
    • C07D475/02Heterocyclic compounds containing pteridine ring systems with an oxygen atom directly attached in position 4
    • C07D475/04Heterocyclic compounds containing pteridine ring systems with an oxygen atom directly attached in position 4 with a nitrogen atom directly attached in position 2

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Pteroinsäure oder Pteroinsäurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsäure (Folinsäure) Die Pteroylglutaminsäure (Folinsäure) wurde erstmalig von A n g i e r und Mitarbeitern nach zwei ganz ähnlichen Methoden erhalten (Science 102, 227 [19451, und 103, 667 [1946].
  • Nach der ersten Methode wurden 2,.4, 5-Triamino-6-oxypyrimidin, a, fl-Dibrompropionaldellyd und Aminobenzoylglutaminsäure in Gegenwart eines Acetatpuffers kondensiert. Nach der zweiten Methode wurde aus a, f,-Dibrompropionaldehyd und Pvridin diePyridiniumverbindung hergestellt und aus dieser und dem 2, 4, 5-Triamino-6-oxypyrimidin in Gegenwart von Kaliumbromid der Pteridinring geschlossen. Dann wurde schließlich mit Aminohenzoylglutaminsäure zur Folinsäure kondensiert. Beide Synthesen verlaufen unter schlechten Ausbeuten (15°/o). Außerdem ist die Gewinnung einer reinen Folinsäure aus dem Rohprodukt ein schwieriges Unterfangen. Die Schwierigkeiten bei diesen beiden Synthesen sind mannigfach. Eine von ihnen ist prinzipieller Art. Bei beiden Synthesen erfolgt der Ringschluß zum Pteridinderivat in Gegenwart eines alkalischen Puffers. Da aber nach den Arbeiten von T r a u b e iin 2, 4, 5-Trialnino-6-oxypyrimidin die Aminogruppe in 5-Stellung basischer und gegen Carbonylgruppen reaktionsfähiger ist als die in 4-Stellung, so muß nach den Synthesen von Angier die freie Aminogruppe in 5-Stellung als erste bevorzugt reagieren, worauf dann der Ringschluß über die Aminogruppe in 4-Stellung erfolgt. Aus diesem Grunde steht die Methylengruppe in dem Reaktionsgemisch bevorzugt in 9-Stellung und nicht. wie gewünscht, in 8-Stellung.
  • Nach dem beanspruchten Verfahren wird nun, da das 2-Amino-6-oxy-8-methylpteridin sowie weiter das 2-Amino-6-oxy-8-Brommethylpteridin zugänglieh sind, die letztere Verbindung init p-Aminobenzoesäure bzw. p-Aminobenzoylglutaminsäure kondensiert. Auf diese Weise wird bevorzugt das gewünschte 8-Pteridinderivat im Rohprodukt erhalten, was gegenüber den Methoden von A n g i e r und Mitarbeitern ein prinzipieller Vorteil ist. Die Anreicherung der gewünschten Substanz aus dem Rohprodukt ist deshalb viel einfacher als bei den älteren Verfahren. :Ulan braucht das Rohprodukt nur unter Verwendung von z. B. Natriumcarbonat in viel Wasser zu lösen und durch Einleiten von Kohlendioxyd bei der Pteroinsäure auf PH 9, bei der Folinsäure auf 7 zu bringen.
  • Nach dem Abfiltrieren der Fällung erhält man durch Ansäuern des Filtrats auf PH 3 ein Produkt, das zu 35% aus den gewünschten Substanzen besteht.
  • Beispiele t. Das aus 1,77g 2-Amino-6-oxy-8-inethylhteridin ('/ioo 1-lol) gewonnene 2-Amino-6-oxy-8-lirommethylpteridin wird nach dem Filtrieren und Waschen mit Alkohol nachgewaschen und dann, ohne zu trocknen, in 4o ccm Alkohol verteilt. Man fügt 6,8 g kristallwasserhaltiges Natriumacetat (5/ioo 11o1) und 4,4 g p-Aminobenzoylglutaminsäure hinzu. Die Mischung wird 2 Stunden am Rückflußkühler zum Sieden erhitzt. Dann gießt man in 300 ccm Wasser und bringt durch Zusatz von Säuren auf pn 3, Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen erhält man ein Rohprodukt in einer Ausbeute von 1,9 bis 2,1 g. Zur Reinigung löst man es in i 1 Wasser unter Zugabe von etwas Natriumcarbonat. Durch Einleiten von Kohlendioxyd bringt man den pH-Wert auf 7, filtriert durch ein Kieselgurfilter, das anschließend mit verdünnter Phosphatpufferlösung (PH 7,5) gut ausgewaschen wird. Die vereinigten Filtrate erwärmt man auf 5o bis 6o° und bringt durch Zugabe von Säuren den PH-Wert auf 3. Es fällt die Folinsäure, besonders beim Abkühlen, als orangegelbe Fällung aus.
  • Dieselbe Kondensation kann mit Natriumacetat als Puffer in Wasser ausgeführt werden. In Wasser als Lösungsmittel können an Stelle von Natriumacetat andere Puffer, z. B. Natriumcarbonat, benutzt werden. Auch in Glykolen ist die Reaktion unter Zusatz säurebildender Substanzen durchführbar. 2. Das aus 1,77 g 2-Amino-6-oxy-8-inetlylpteridin ('/ioo Mol) gewonnene 2-Amino-6-oxy-8-brommethylpteridin wird nach dem Filtrieren und Waschen mit Alkohol nachgewaschen und ohne Trocknung in 40 ccm Alkohol verteilt. Hinzu kommen 6,8 g kristallwasserhaltiges Natriumacetat (5/ioo Mol) und 2,4 g p-Aminobenzoesäure. Die Mischung wird 2 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Dann gießt man in 300 ccm Wasser und bringt durch Zusatz von Säure auf pH 4. Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen erhält man ein Rohprodukt in einer Ausbeute von 1,9 bis 2,1 g. Zur Reinigung löst man es in i 1 Wasser unter Zugabe von etwas Natriumcarbonat. Durch Einleiten von Kohlendioxyd bringt man den pH-Wert auf 9, filtriert durch ein Kieselgurfilter, das anschließend mit verdünnter Phosphatpufferlösung (PH 8) gut ausgewaschen wird. Die vereinigten Filtrate erwärmt man auf 5o bis 6o° und bringt durch Zugale von Säuren den pH-Wert auf .4. Es fällt beim Abkühlen die Pteroinsäure als orangegelbe Fällung aus. Dieselbe Kondensation kann in Wasser ausgeführt werden. Sie ist ferner gut durchführbar in anderen organischen Lösungsmitteln, besonders in Glykol,

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Pteroinsäure oder Pteroinsäurederivaten, insbesondere Pteroy]glutaminsäure (Folinsäure), dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Aniino-6-oxy-8-halogen-, insbesondere -8-brommetliylpteridin, mit p-Aminolenzoesäure bzw. p-Aininolieuzoesäurederivaten, insbesondere p-Aininotienzoylglutaminsäure, kondensiert und aus dem Kondensationsprodukt die Säuren nach an sich bekannten Verfahren isoliert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Kondensation erhaltenen Rohprodukte in Alkalien, z. B. Natriumcarbonatlösung, gelöst, die Lösung bei Folinsäure auf einen pH-Wert von etwa 7, bei Pteroinsäure von etwa 9, z. 13. durch Einleiten von Kohlensäure, gebracht und gegebenenfalls nach Filtration aus den erhaltenen Lösungen durch Ansäuern auf etwa pn 3 die gewünschten Säuren gefällt werden.
DEP6739A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure) Expired DE806457C (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DENDAT836651D DE836651C (de) 1948-10-02 Verfahren zur Darstellung von 9-Oxypteromsaure und 9-Oxy-pteromsaurederi vaten, insbesondere 9-Oxy-ptcroylglutammsaure (Oxyfohnsaure)
DEP6739A DE806457C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure)
DESCH6161A DE869961C (de) 1948-10-02 1951-03-21 Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP6739A DE806457C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure)
DESCH6161A DE869961C (de) 1948-10-02 1951-03-21 Verfahren zur Darstellung von Pteroinsaeure oder Pteroinsaeurederivaten, insbesondere Pteroylglutaminsaeure (Folinsaeure)

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DE806457C true DE806457C (de) 1951-06-14

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