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DE806192C - Verfahren zur Saftgewinnung fuer die Herstellung von Ruebensirup - Google Patents

Verfahren zur Saftgewinnung fuer die Herstellung von Ruebensirup

Info

Publication number
DE806192C
DE806192C DEP7207A DEP0007207A DE806192C DE 806192 C DE806192 C DE 806192C DE P7207 A DEP7207 A DE P7207A DE P0007207 A DEP0007207 A DE P0007207A DE 806192 C DE806192 C DE 806192C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressed
beets
juice
beet syrup
extracting juice
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP7207A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Joergen Meyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOERGEN MEYER DR ING
Original Assignee
JOERGEN MEYER DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JOERGEN MEYER DR ING filed Critical JOERGEN MEYER DR ING
Priority to DEP7207A priority Critical patent/DE806192C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE806192C publication Critical patent/DE806192C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Saftgewinnung für die Herstellung von Rübensirup Es ist üblich, Rübensirup (lZül)ensaft, Rübenkraut) in der Weise herzustellen, daß Rüben bei Temperaturen über zoo° C gedämpft, zerkleinert und gepreßt werden, uin dann den erhaltenen Saft zu reinigen und einzudicken. Das Dämpfen wird zweckmäßig so lange und bei einem so hohen Dampfdruck ausgeführt, bis die in den Rüben enthaltene Saccharose etwa zur Hälfte invertiert ist, um eine Kristallisation von ",accliarose oder Dextrose im eingedickten Saft zu verhindern.
  • Eine andere Herstellungsweise für Rübensirup besteht darin, daß die Rüben in Schnitzelforin zerkleinert und dann in einem Diffusionsverfahren ausgelaugt werden. Der dabei erhaltene Rohsaft muß anschließend unter Zusatz von Säure invertiert werden, weil bei den Temperaturen, unter denen das Diffusionsverfahren betrieben werden kann, keine genügende Inversion durch die in den Rüben enthaltenen oder durch Abbau gebildeten Sliuren stattiiiidet. Ein weiterer Nachteil dieser Arbeitsweise ist es, daß dabei im Gegensatz zum Dämpfen keine nennenswerten Mengen löslicher Ahhauprodukte aus den festen Bestandteilen der Rübe gebildet werden. Die Bildung solcher Abbauprodukte ist er-,viinscht, weil diese die Ausbeute vergrößern und die Kristallisation des Zuckers erschweren.
  • Die Vorteile des Diffusionsverfahrens bestehen hauptsächlich ii: der Einsparung von Arbeitskräften und Preßtüchern, weil die 1wdratilischen Pressen dabei überflüssig sind.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt die Vereinigung der Vorteile beider Arbeitsweisen. Einerseits wird dabei die Inversion ohne Zusatz von Chemikalien durchgeführt, anderseits werden Arbeitskräfte und Preßtücher dabei eingespart. Die Rüben werden zunächst bei Temperaturen über ioo° C gedämpft, tim die gewünschten chemischen Uinsetzungen zu bewirken. Das Zerkleinern der Rüben kann entweder vor oder nach dem Dämpfen geschehen. Dann folgt eine mechanische kontinuierliche Abpressung, z. B. mit Schlauchpressen oder den in Zuckerfabriken üblichen Schnitzel- oder Pülpepressen. Es ist hierbei nicht erforderlich, die Abpressung so weit zu treiben, wie es bisher bei der üblichen sehr umständlichen hydraulischen Pressung im Interesse einer hohen Ausbeute erforderlich ist. Die bisher bekannten kontinuierlichen Pressen erzielen nämlich einen geringeren Abpressungsgrad als die hydraulischen Pressen, so daß sie bisher in den Rübensirupfabriken wenig angewendet wurden.
  • Die kontinuierlich vorgepreßten Rüben (Preßlinge) werden dann mit Wasser oder verdünntem Saft so länge eingemaischt, bis sich die Saftkonzentration durch den eintretenden Diffusionsvorgang genügend ausgeglichen hat, indem also die Preßlinge einen großen Teil ihrer löslichen Bestandteile an die zugesetzte Flüssigkeit abgeben. Dann folgt eine erneute kontinuierliche Pressung. Die zweimal gepreßten Rüben können nach Bedarf noch einmal oder mehrmals gemaischt und gepreßt werden.
  • Hierbei kann es zweckmäßig sein, nach dem Gegenstromprinzip zu arbeiten, d. h. bei der letzten Maischung Wasser und bei der vorletzten Maischung den bei der letzten Pressung erhaltenen dünnen Saft zuzusetzen usw., so daß durch einen verhältnismäßig geringen Wasserzusatz eine weitgehende Entzuckerung stattfindet.
  • Es kann auch zweckmäßig sein, zwischen zwei Pressungen die Preßlinge nochmals bei Temperaturen über ioo° C zu dämpfen. Denn je länger die Dämpfdauer bei einer bestimmten Temperatur, um so größer ist die Ausbeute durch weiteren Aufschluß von Nichtzuckerstoffen. Wenn aber bei der ersten Dämpfung die Zeit zu lang oder die Temperatur zu hoch ist, so erhält man infolge von Zukkerzersetzungen Rübensirup mit unangenehmem bitterem Beigeschmack. Der Einfluß dieser Bitterstoffe ist geringer, wenn bei der ersten Pressung bereits der größte Teil des Saftes gewonnen ist und nur der weitgehend entzuckerte Preßrückstand weiter gedämpft wird. Bei demselben Gehalt des Sirups an Bitterstoffen kann also durch mehrmaliges Dämpfen die Ausbeute erhöht «erden.
  • Der etwas erhöhte Kohlenverbrauch wird durch die erreichten Vorteile, nämlich Einsparung an Arbeitskräften und Preßtüchern sowie Erhöhung der Ausbeute, mehr als ausgeghchen, denn die normalen Aufwendungen für Kohle betragen bei den meisten Rübensirupfabriken nur etwa 40 °/o der Aufwendungen für Löhne.
  • Der erhaltene Saft wird nach einem beliebigen Verfahren gereinigt und eingedampft. `

Claims (4)

  1. PATENTANSPRCCIIE: i. Verfahren zur Saftgewinnung für die Herstellung von Rübensirup, dadurch gekennzeichnet, daß die Rüben bei Temperaturen über ioo° C gedämpft, dann kontinuierlich gepreßt, mit Wasser oder dünnem Saft versetzt und zum zweiten Male kontinuierlich gepreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die erhaltenen Preßlinge noch beliebig weitere Male eingemaischt und gepreßt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaugung und Abpressung stufenweise nach dem Gegenstromprinzip vorgenommen wird.
  4. 4. Verfahren nach :Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einmal gedämpften und einmal oder mehrmals gepreßten Rüben noch ein zweites Mal oder mehrmals gedämpft werden.
DEP7207A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Saftgewinnung fuer die Herstellung von Ruebensirup Expired DE806192C (de)

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DEP7207A DE806192C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Saftgewinnung fuer die Herstellung von Ruebensirup

Publications (1)

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DE806192C true DE806192C (de) 1951-06-11

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DEP7207A Expired DE806192C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Saftgewinnung fuer die Herstellung von Ruebensirup

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DE (1) DE806192C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990010719A3 (de) * 1989-03-10 1990-11-01 Sugana Zucker Gmbh Mehrstufiges verfahren zur zuckergewinnung aus zuckerrübe und spezial-rohzucker
EP0952229A1 (de) * 1998-04-22 1999-10-27 Grafschafter Krautfabrik, Josef Schmitz KG Verfahren zum Herstellen von Rübenkraut und Vorrichtung hierfür

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990010719A3 (de) * 1989-03-10 1990-11-01 Sugana Zucker Gmbh Mehrstufiges verfahren zur zuckergewinnung aus zuckerrübe und spezial-rohzucker
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