DE805656C - Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreiseelektrischer Triebfahrzeuge - Google Patents
Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreiseelektrischer TriebfahrzeugeInfo
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- DE805656C DE805656C DEP31741D DEP0031741D DE805656C DE 805656 C DE805656 C DE 805656C DE P31741 D DEP31741 D DE P31741D DE P0031741 D DEP0031741 D DE P0031741D DE 805656 C DE805656 C DE 805656C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/16—Impedances connected with contacts
- H01H33/161—Variable impedances
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- Contacts (AREA)
Description
- Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreise elektrischer Triebfahrzeuge Zum Anlassen von Gleichstrommotoren, insbesondere von Hauptstrotninotoren, für elektrische Triebfahrzeuge werden diesen Widerstände vorgeschaltet, die beim Anlaßvorgang durch Nockenschalter oder Schütze stufenweise kurzgeschlossen werden. Sofern diese Schalter prellfrei schließen, tritt an den Schaltstucken kein Schaltfeuer auf. Das Ausschalten der Motoren geschieht als Umkehrung des Einschaltvorganges durch Öffnen der Schalter, wobei zuerst die Anlaßwiderstände in den Motorstromkreis eingeschaltet werden und dann der ganze Stromkreis unterbrochen wird. Hierbei tritt an den Schaltstücken ein Lichtbogen auf. Die Schalter müssen daher mit einer Einrichtung zum sicheren Löschen des Schaltlichtbogens versehen sein. Bei Schützen sind im allgemeinen die Schaltstücke so ausgebildet, daß beim Ausschalten sich die Schaltstücke von der Berührungsstelle des Einschaltzustandes aus erst eine Strecke aufeinander abwälzen und am Schaltstückende voneinander lösen. Eine Änderung des zu schaltenden Stromes erfolgt erst in dem Augenblick, in dem sich die Schaltstücke voneinander abheben, dagegen tritt wahrend der Wälzbewegung keine Änderung der Stromstärke ein.
- Nach der Erfindung wird durch eine besondere \tisbildung der Schaltstücke bereits während der Wälzbewegung der zii schaltende Stromkreis derart beeinflußt, daß eine Lichtbogenbildung beim Öffnen der Kontakte vermindert bzw. vermieden ist oder nur ein Glimmlicht auftritt. Zu diesem Zwecke sind die Schaltstücke entsprechend ausgebildet, angeordnet und bemessen. Sie bestehen über den Abwälzweg aus einem Werkstoff mit hohem spezifischem Widerstand, z. B. Kohle, Metalloxyden oder keramischen Sondermassen, d. h. keramischen :lassen mit Beimengungen, wie sie beispielsweise auch für elektrische Heizleiter Verwendung finden. Geeignete Stoffe sind an sich zur Genüge bekannt. Die eigentliche Kontaktstelle im Einschaltzustand wird zweckmäßig aus einem besonderen Werkstoff mit hoher Leitfähigkeit gebildet. Beim Ausschalten wird vor der Kontaktabhebung durch die Wälzbewegung der Kontakte stetig Widerstand in den zu unterbrechenden Stromkreis eingeschaltet. Dadurch wird die Stromstärke in dem zu unterbrechenden Stromkreis auf einen solchen Wert herabgesetzt, daß beim Öffnen der Schaltstücke kein unerwünschter Lichtbogen entstehen kann.
- Zum Schalten von Stromkreisen mit verhältnismäßig hoher Spannung kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ein Verbundwerkstoff verwendet werden, der so beschaffen ist, daß sein spezifischer Widerstand nach dem Ende des Schaltstückes hin, das die letzte Berührungsstelle vor der Abhebung bildet, zunimmt. Hohe Widerstände können auch durch mehr oder weniger stetige Verringerung des leitenden Werkstoffes nach dem Schaltstückende zu gebildet werden, wobei der Kontaktwerkstoff auf einen Nichtleiter aufgebracht bzw. in ihn eingebettet ist. Die Schaltstücke können auch aus einer keramischen Masse mit stellenweise verschiedener elektrischer Leitfähigkeit bestehen.
- Weiter kann man, um einen möglichst großen Strom mit Unterdrückung des Lichtbogens zu unterbrechen, auf den Strom führenden Teil des Schaltstückendes einen Stoff aufbringen, der, wie z. B. Wolfram, eine hohe Grenz-Stromstärke besitzt in dem Sinne, daß bei ihm diejenige Stromstärke, bei welcher eine Lichtbogenbildung unvermeidlich wird, möglichst groß ist.
- Die !Möglichkeiten zur Verwendung von Schaltstücken nach der Erfindung beschränken sich nicht auf Gleichstromkreise, sie können vielmehr mit ähnlich günstigem Erfolg auch in Wechselstromkreisen angewendet werden.
Claims (6)
- PATENTANSPRUCHE: i. Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreise elektrischer Triebfahrzeuge, bei der die Schaltstücke sich beim Schalten aufeinander abwälzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstücke ganz oder nur im Bereich der Abwälzstrecke aus einem Werkstoff mit hohem spezifischem elektrischem Widerstand bestehen.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für mindestens eines der beiden Schaltstücke ein oder mehrere Werkstoffe mit verschiedenen spezifischen Widerständen verwendet sind, wobei an der Berührungsstelle im Einschaltzustand ein Werkstoff mit geringstem spezifischem Widerstand angeordnet ist, der längs der Abwälzstrecke stetig oder stufenweise in einen Werkstoff mit größerem spezifischem Widerstand übergeht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der stromleitende Querschnitt des Schaltstückkörpers längs der Abwälzstrecke nach der Abhebestelle hin sich verkleinert.
- 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktwerkstoffe der Schaltstücke auf einen nichtleitenden Trägerwerkstoff aufgebracht oder in ihn eingebettet sind.
- 5. Einrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstücke ganz oder teilweise aus einer den Strom leitenden keramischen Sondermasse bestehen.
- 6. Einrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterbrechungsstelle der Schaltstücke ein Werkstoff mit besonders hoher Grenz-Stromstärke, z. B. Wolfram. angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP31741D DE805656C (de) | 1949-01-16 | 1949-01-16 | Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreiseelektrischer Triebfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP31741D DE805656C (de) | 1949-01-16 | 1949-01-16 | Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreiseelektrischer Triebfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE805656C true DE805656C (de) | 1951-05-25 |
Family
ID=7372433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP31741D Expired DE805656C (de) | 1949-01-16 | 1949-01-16 | Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise, insbesondere der Hauptstromkreiseelektrischer Triebfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE805656C (de) |
-
1949
- 1949-01-16 DE DEP31741D patent/DE805656C/de not_active Expired
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