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DE805039C - Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern

Info

Publication number
DE805039C
DE805039C DEM369A DEM0000369A DE805039C DE 805039 C DE805039 C DE 805039C DE M369 A DEM369 A DE M369A DE M0000369 A DEM0000369 A DE M0000369A DE 805039 C DE805039 C DE 805039C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
filters
production
acetone
membrane filters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM369A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MEMBRANFILTERGESELLSCHAFT SART
Original Assignee
MEMBRANFILTERGESELLSCHAFT SART
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MEMBRANFILTERGESELLSCHAFT SART filed Critical MEMBRANFILTERGESELLSCHAFT SART
Priority to DEM369A priority Critical patent/DE805039C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE805039C publication Critical patent/DE805039C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D71/00Semi-permeable membranes for separation processes or apparatus characterised by the material; Manufacturing processes specially adapted therefor
    • B01D71/06Organic material
    • B01D71/08Polysaccharides
    • B01D71/12Cellulose derivatives
    • B01D71/22Cellulose ethers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D67/00Processes specially adapted for manufacturing semi-permeable membranes for separation processes or apparatus
    • B01D67/0002Organic membrane manufacture
    • B01D67/0009Organic membrane manufacture by phase separation, sol-gel transition, evaporation or solvent quenching
    • B01D67/0011Casting solutions therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern.
  • Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Membranfilter unterscheiden sich von den bisher bekannten Filtern durch das Fehlen einer Wabenstruktur und außerdem durch eine vollständige Säurefreiheit. Wegen der Säurefreiheit wird ein Arbeiten mit Membranfilterapparaturen ermöglicht.
  • Dadurch ist wiederum eine kontinuierliche Filtration gewährleistet, ohne eine Korrosion der Apparatur befürchten zu müssen. Gleichzeitig wirkt sich die Säurefreiheit auf Filtrationen, die durch die Säurekomponente eine Veränderung erfahren können, besonders günstig aus, wie z.B. bei der Filtration von Seren. Die Filter besitzen außerdem durch einen Zusatz von Weichmachern eine größere Kochbeständigkeit, d. h. die Schrumpfung der Filter beim Kochen ist sehr gering. Die Porosität der Filter ist variabel, und zwar bis zu den größten Feinheiten.
  • Die Filter sind auf der Basis der Celluloseester hergestellt und lassen sich in bekannter Weise in einem Arbeitsgang denitrieren und desacetylieren, wobei die entstehenden Filter gegen organische Lösungsmittel beständig sind. Sie bringen daher einen wesentlichen Fortschritt gegenüber den bisher zu diesem Zwecke verwendeten Filtern, denn sie weisen eine größere Festigkeit, größere Gleichmäßigkeit, gleichmäßigere Porendichte bei vollständigem Fehlen einer bemerkharen Schrumpfung auf.
  • Für die Herstellung dieser Filter, die ohne Verwendung von Trägern auf polierten Flächen ausgegossen werden, ist die Zusammensetzung der benutzten Gießlösung für den Erfolg maßgebend.
  • Für die Herstellung kann beispielsweise das folgende Verfahren benutzt werden.
  • Es wird eine Lösung hergestellt aus folgenden Teilen: 5 Teile einer Ioo/oigen Nitrocelluloselösung in Methylacetat oder Aceton (N-Gehalt etwa 11,9 bis I2,20/o), i8 Teile Athylalkohol, gegebenenfalls mit Holzgeist vergällt, g Teile Butylalkohol techwisch (Isobutylalkohol, n-Butylalkohol oder eine Mischung), I bis 2 Teile Wasser, I Teil Weichmacher, z. B. Glycerin, 16 Teile Ioo/oige Acetylcelluloselösung in Methylacetat oder Aceton, Acetylgehalt 52 bis 54 °/o.
  • Die Porosität der Membranfilter wird bekanntlich entsprechend ihrer Durchlässigkeit in Sekunden angegeben. Eine Membran mit einer filtrierenden Grundfläche von etwa IOO mm ¢, die bei einem Unterdruck einer Wasserstrahlpumpe von 60 bis 70 mm Quecksilbersäule 100 ccm Wasser von Zimmertemperatur (I5 bis 200) in 20 bis 60 Sek. durchläßt, wird als ein 20- bis 60-Sekunden-Filter bezeichnet. Für das Membranfilter gemäß der vorliegenden Erfindung ergibt sich folgendes: Bei Verwendung von I6 Teilen Acetylcelluloselösung erhält man eine Porosität von 10 Sek., bei Verwendung von I7 Teilen von 3I Sek., bei Verwendung von 19 Teilen von 33 Min. Bei höherer Menge von Acetylcelluloselösung sinkt die Porosität wieder, so beispielsweise bei Verwendung von 21 Teilen auf I6 Min. Die Gießtemperatur für diese beschriebene Lösung beträgt etwa I3 bis I50 C bei einer Luftfeuchtigkeit von 75 bis 800/0. Bei der letztgenannten Porosität von I6 Min. betrug die Luftfeuchtigkeit 85°/o.
  • Beispielsweise werden auf eine Fläche von I6 X 120 cm 200 ccm der angegebenen Lösung ausgebreitet bzw. in üblicher Weise aus einem Schlitz auf die unter dem Schlitz her bewegte Unterlage gegossen. Die Gelierung erfolgt an der Luft, und nach etwa 20 bis 30 Min. kann der zusammenhaltende Film auf Rollen weiterbefördert werden. Die Filme können auch unter Verhinderung einer Schrumpfung in der Wärme weiter getrocknet werden. Die so gewonnenen Filterhäute können in diesem Zustand verwendet oder aber auch vor der Verwendung in an sich bekannter Weise denitriert und desacetyliert werden.
  • Die nach dem obigen Verfahren hergestellten Membranfilter können im Gegensatz zu den bisher bekannten Filtern trocken aufbewahrt und verschickt werden. Es ist ferner möglich, die nach dem Verfahren hergestellten Membranfilter auf eine Trägerschicht, wie Papier, Karton, Porzellan, poröses Glas o. dgl., ein- oder beiderseitig aufzubringen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Filtern ohne Wabenstruktur eine Lösung aus Celluloseester (Nitrocelluloselösung) in niedersiedenden Lösungsmitteln, wie Methylacetat oder Aceton, unter Zusatz von Äthylalkohol und höhersiedenden Alkoholen (wie Butylalkohol) und deren Gemischen sowie Weichmachern und Wasser mit einer zweiten Lösung eines Celluloseesters (Acetylcelluloselösung) gemischt wird, worauf diese Mischung in an sich bekannter Weise auf polierten Flächen oder Walzen ausgegossen, getrocknet und gegebenenfalls denitriert und desacetyliert wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß eine etwa Ioo/oige Nitrocelluloselösung (mit einem N-Gehalt von etwa II,9 bis I2,20/o) beispielsweise in Methylacetat oder Aceton gelöst, unter Zusatz von Äthylalkohol, Butylalkohol, Wasser und technisch reinem Glycerin mit etwa 1/3 einer 10 0/oigen Acetylcelluloselösung (Acetylgehalt 52 bis 540/0) beispielsweise in Methylacetat oder Aceton gelöst gemischt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität der hergestellten Filter durch Variieren der verwendeten Menge Acetylcelluloselösung abgeändert wird.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern, dadurch gekennzeichnet, daß die nach den Ansprüchen 1 bis 3 hergestellten Filter auf eine Trägerschicht, wie Papier, Karton, Porzellan, poröses Glas o. dgl., ein- oder beiderseitig aufgebracht werden.
DEM369A 1949-11-01 1949-11-01 Verfahren zur Herstellung von Membranfiltern Expired DE805039C (de)

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DE805039C true DE805039C (de) 1951-05-07

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DE (1) DE805039C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2622805A1 (de) * 1976-05-21 1977-12-01 Seitz Filter Werke Verfahren zum nachbehandeln von membranfiltern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2622805A1 (de) * 1976-05-21 1977-12-01 Seitz Filter Werke Verfahren zum nachbehandeln von membranfiltern

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