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DE804498C - Verfahren zur Foerderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und QElsaaten - Google Patents

Verfahren zur Foerderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und QElsaaten

Info

Publication number
DE804498C
DE804498C DEP3249A DEP0003249A DE804498C DE 804498 C DE804498 C DE 804498C DE P3249 A DEP3249 A DE P3249A DE P0003249 A DEP0003249 A DE P0003249A DE 804498 C DE804498 C DE 804498C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furrow
plants
plant
soil
earth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP3249A
Other languages
English (en)
Inventor
Horst Peter Naumann
Dipl-Ing Reinhold V Renteln
Harry Turmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HARRY TURMANN
HORST PETER NAUMANN
REINHOLD V RENTELN DIPL ING
Original Assignee
HARRY TURMANN
HORST PETER NAUMANN
REINHOLD V RENTELN DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HARRY TURMANN, HORST PETER NAUMANN, REINHOLD V RENTELN DIPL ING filed Critical HARRY TURMANN
Priority to DEP3249A priority Critical patent/DE804498C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE804498C publication Critical patent/DE804498C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G7/00Botany in general

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Ecology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 23. APRIL 1951
ρ 3249 III 145 f D
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Förderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide, ölsaaten und sonstigen Feldfrüchten, welches auf der Ausnutzung der Eigenschaften der Pflanzen beruht, zusätzliche Wurzelstöcke zu bilden. Diese zusätzlichen Wurzelstöcke gelangen zur vollen Entwicklung und stellen eine entscheidende Kräftigung und Vergrößerung des Nährapparates der Pflanzen dar, wenn rechtzeitig und im richtigen Maße Erde an diejenigen Pflanzenteile herangebracht wird, von welchen aus neue Wurzelansätze möglich sind.
Hierdurch und durch die dabei gleichzeitig erzielte bessere Bodendurchlüftung wird eine stärkere Ausnutzung der Bodennährstoffe erreicht, was erhöhte Erträge zur Folge hat. Die Pflanzen bekommen einen besseren Halt und sind deshalb weniger der Gefahr des Lagerns ausgesetzt. Ferner können sich zusätzliche Nebentriebe bilden, die noch zur Entwicklung gelangen.
Diese an sich bekannten Vorgänge sind seither nur zwecks Bildung neuer Triebe, Bestockung, bei Versuchsanbauten zur Anwendung gelangt. Es geschah durch Dünnsaat mit Behäufeln oder im Tiefpflanzverfahren von Pflanzen, die sich in unverhältnismäßig großen Abständen voneinander befanden, um den sich stark bestockenden Pflanzen möglichst viel Platz zu schaffen. Ein solches Verfahren ist jedoch für den landwirtschaftlichen Feldbau wegen des zu hohen Arbeitsaufwandes und der zu geringen
Erträge völlig ungeeignet. Das ist auch weiterhin der Fall, weil es zu sehr von dem genauen Zeitpunkt des Pflanzenwachstums und der geeigneten Witterung, die beide zusammenfallen müssen, abhängig ist.
Im Gegensatz hierzu kommt es bei dem Verfahren gemäß der Erfindung in erster Linie auf die Wurzelneubildung an. Hierdurch wird eine größere Unabhängigkeit von Pflanzenwachstum und Witterung und infolgedessen eine ausreichende Sicherheit des Gelingens im Großfeldbau erreicht.
Die Bestockung des Getreides wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren so geregelt, daß sie möglichst frühzeitig angeregt wird, damit sich die Nebentriebe gleichzeitig mit dem Haupttrieb entwickeln können. Die nur eine Vergeudung der Pflanzennährstoffe bildende spätere Bestockung wird dagegen unterbunden.
Im wesentlichen besteht das Verfahren darin, daß die Saat in- einem ersten Arbeitsgange in Furchen ausgesät und in der Furche mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt wird. Wenn die Pflanze etwa eine Höhe von 12 cm hat, werden die durch den Furchenaushub während der Einsaat entstandenen
as Erddämme in einem Arbeitsgange eingeebnet. Nach Erreichung einer Höhe von etwa 25 cm werden die Pflanzen in einem dritten Arbeitsgang, z. B. mit Hilfe eines Häufelpfluges, kräftiger mit Erde bedeckt. Diese Arbeitsgänge können je nach Art der zu behandelnden Pflanzen und entsprechend dem Boden Abweichungen erfahren. Die letzte Behäufelung ist so stark, daß hierdurch wohl neue Wurzelstöcke gebildet werden können; eine nachteilige späte Bestockung wird dagegen unterbunden.
Alle zur Erreichung der gewünschten Wirkungen notwendigen Arbeiten lassen sich unter völliger Ausschaltung von Handarbeit mit Maschinen ausführen. Der mit dem Verfahren erzielte Ertrag wird im Vergleich zu den seither bekannten Anbauverfahren wesentlich gesteigert.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung sei an Hand der schematischen Zeichnung erläutert.
Fig. ι ist ein Querschnitt durch die Furchen eines Ackers nach dem ersten Arbeitsgange;
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das eingeebnete Feld nach dem zweiten Arbeitsgänge;
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Furchen nach dem dritten Arbeitsgange.
i. Arbeitsgang (Fig. 1), Furchendrillsaat
Vor der Drillschar, durch die das Samenkorn 1 fällt, läuft ein kleiner Häufelpflug, durch den eine Furche 2 gebildet wird, in deren Mitte das Samenkorn zu liegen kommt. Hinter der Drillschar läuft eine Druckrolle, durch welche die Erde am Boden der Furche 2 abgeflacht und in dünner Schicht über dem Samenkorn 1 etwas angedrückt wird. Der an sich bekannte Vorteil dieses Furchendrills, daß die Pflanze bei ihrem ersten Wachstum Witterungsschutz und besseres Kleinstklima erhält, ist für das vorliegende Verfahren von untergeordneter Bedeutung. Ausschlaggebend ist vielmehr, daß das Samenkorn 1 unter das Ackerniveau 3 gelangt und damit mehr Boden zur späteren Behäufelung zur ~ Verfugung steht, den man sonst nur durch größeren Reihenabstand erhalten könnte. Hierdurch würde j jedoch der Ertrag je Flächeneinheit zurückgehen, weil nicht die Höchstmenge an Pflanzenzahl je Flächeneinheit erreicht werden könnte. An der Basis zwischen je einem der beiden Erddämme 5 zweier benachbarter Furchen 2 bleibt zweckmäßig stets ein in der Ebene verlaufender schmaler Streifen 8 von z. B. 5 cm Breite frei, um im letzten Arbeitsgang genügend Erde zum Behäufeln der Pflanzen herbeischaffen zu können.
Bei besonders niedrig ansetzenden Pflanzen kann die Einsaat statt in einer Furche auch flach erfolgen.
80 2. Arbeitsgang (Fig. 2), Einebnen
Wenn die Pflanze 4 etwa eine Höhe von 12 cm erreicht hat, also z.B. nach Verlauf von 1 bis 2 Monaten, werden die infolge des Furchenaushubs während der Einsaat entstandenen Erddämme 5 eingeebnet. Aus dem Furchenprofil (gestrichelt) entsteht wieder das ebene Ackerniveau 3. Dadurch wird der untere Teil 7 der jungen Pflanzen unter die Erde gebracht, wodurch sich an ihm, neben den Nebentrieben, Wurzelstöcke neu bilden. Dieses kann auch durch einen leichten Eggenstrich z^vecks Unkrautbekämpfung und Bodenlockerung geschehen.
3. Arbeitsgang (Fig. 3), Behäufeln
Nachdem die Pflanze eine Höhe von etwa 25 cm erreicht hat, was nach weiteren 2 bis 3 Wochen der Fall ist, wird zwischen den Pflanzenreihen ein Häufelpflug durchgezogeh, der die Erde zu beiden Seiten, in der Mitte eine tiefere Furche 6 bildend, aufwirft. Hierdurch wird der untere Teil 7 der Pflanze nochmals, und zwar kräftiger mit Erde bedeckt. Infolgedessen werden von der Pflanze erneut Wurzeln gebildet, sozusagen ein Geschoß höher, und die unerwünschten spaten Nebentriebe erstickt, die, ohne zur vollen Reife zu gelangen, nur unnötig Nährstoffe verbrauchen würden.
Durch das Verfahren wird erreicht, daß die Einzelpflanze nicht mehr von einem, sondern von drei Wurzelbündeln gespeist wird, wodurch sowohl eine bessere Ausnutzung der Bodennährstoffe als auch ein höherer Ertrag erzielt wird. Der letztere steigert sich noch dadurch, daß die Bildung frühzeitiger Nebentriebe, die sich noch gleichzeitig mit dem Haupttrieb entwickeln können, begünstigt wird. Die spätere, unerwünschte Bildung von Nebentrieben wird dagegen unterbunden.
Bei Pflanzen, die keine Nebentriebe bilden, z. B. bei ölsaaten, oder wenn auf die Bildung von Nebentrieben aus anderen Gründen kein Wert gelegt wird, entfällt das Einebnen nach Arbeitsgang 2, d. h. auf das Profil der Fig. 1 folgt das Profil der Fig. 3, in dem zwischen den Reihen, die jetzt in einer Furche stehen, ein Häufelpflug durchgezogen wird. Dabei wird wohl auf das Einebnen, nicht aber auf den Furchendrill verzichtet, weil sonst bei engstmög-
lichem Reihenabstand nicht genügend Behäufelungserde zur Verfügung stehen würde.
Bei Bodenarten, welche nur flache Böschungswinkel unter 450 bilden, wird zwecks Erreichung einer höchstmöglichen Reihenzahl je Flächeneinheit die feinere Krümeligkeit, Sandigkeit der Böden ausgenutzt. Hierbei werden in einer breiteren Drillfurche 2 statt einer zwei bis drei Pflanzenreihen in Abständen ausgesät, die etwa ein Fünftel der Furchenabstände betragen, während die Abstände der Drillfurchen wegen des flacheren Böschungswinkels um etwa ein Fünftel vergrößert werden. Bei dem späteren Einebnungs- und Behäufelungsarbeitsgang, der ebenso wie oben geschildert vorgenommen wird, bedeckt der Boden alle zwei bzw. drei Pflanzenreihen, weil er krümelig oder sandig genug ist, um zwischen den Pflanzen hindurchzufallen. Diese Bandsaat kann auch aus anderen Gründen als wegen der Bodenbeschaffenheit angewandt werden. Sie kann auch unter Fortfall des 2. Arbeitsganges, d. h. des Einebnens, erfolgen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Förderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und ölsaaten, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Arbeitsgange eine Furche (2) gebildet wird, in die das Samenkorn (1) bei der Aussaat in die Mitte gelegt wird, worauf die Erde am Boden der abgeflachten Furche (2) in dünner Schicht über dem Samenkorn (1) etwas angedrückt wird, sowie daß an der Basis zwischen je einem der beiden Erddämme (5) zweier benachbarter Furchen (2) zweckmäßig ein in der Ebene verlaufender schmaler Streifen (8) frei bleibt, daß in einem zweiten Arbeitsgange, nachdem die Pflanze (4) etwa eine Höhe von etwa 12 cm erreicht hat, die entstandenen Erddämme (5) wieder eingeebnet werden und daß bei einem dritten Arbeitsgange, nach Erreichung einer Pflanzenhöhe von etwa 25 cm, die Pflanze (4) kräftiger mit Erde bedeckt wird, wobei zwischen zwei Pflanzenreihen eine tiefere Furche (6) entsteht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Pflanzen (4), die keine Nebentriebe bilden, z. B. ölsaaten, oder wenn auf die Bildung von Nebentrieben verzichtet wird, auf den ersten Arbeitsgang unter Fortlassung des zweiten Arbeitsganges der dritte Arbeitsgang folgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bodenarten, die nur flache Böschungswinkel bilden, in einer breiteren Drillfurche (2) zwei bis drei Pflanzenreihen in Abständen ausgesät werden, die etwa ein Fünftel der Furchenabstände betragen, während die Abstände der Drillfurchen (2) um etwa ein Fünftel vergrößert werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 422 4.51
DEP3249A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Foerderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und QElsaaten Expired DE804498C (de)

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DEP3249A DE804498C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Foerderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und QElsaaten

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DEP3249A DE804498C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Foerderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und QElsaaten

Publications (1)

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DE804498C true DE804498C (de) 1951-04-23

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ID=7358608

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DEP3249A Expired DE804498C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Foerderung des Pflanzenwuchses, insbesondere von Getreide und QElsaaten

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DE (1) DE804498C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2842899A (en) * 1949-06-09 1958-07-15 John R Padrick Earth working method
EP0318585A4 (de) * 1986-11-20 1989-11-29 Uk Nii Sadovodstva Verfahren zum züchten von pflanzen aus steckholz.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2842899A (en) * 1949-06-09 1958-07-15 John R Padrick Earth working method
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