DE78796C - Stromschlufswerk mit Einrichtung zur Vermeidung des Unterbrechungsfunkens - Google Patents
Stromschlufswerk mit Einrichtung zur Vermeidung des UnterbrechungsfunkensInfo
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- DE78796C DE78796C DENDAT78796D DE78796DA DE78796C DE 78796 C DE78796 C DE 78796C DE NDAT78796 D DENDAT78796 D DE NDAT78796D DE 78796D A DE78796D A DE 78796DA DE 78796 C DE78796 C DE 78796C
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- Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
Bei der Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises, in welchen Leiter von bedeutender
Selbstinduction eingeschaltet sind, entsteht im Augenblick der Unterbrechung ein elektrischer
Funken. Da durch diese Funkenbildung nach und. nach eine.Oxydation der:-den Stromschlufs
bildenden Theile herbeigeführt wird, so erscheint es in vielen Fällen dringend, geboten,
den durch die Selbstinduction verursachten. Unterbrechungsfunken zu beseitigen.
Dr. Hipp hat die durch Selbstinduction entstehende Funkenbildung dadurch vermieden,
dafs . er vor der Unterbrechung des Stromkreises
eine unmittelbare Verbindung zwischen der Linie; und der Rückleitung hergestellt hat;
da durch diese Verbindung die Batterie kurz geschlossen ist, so geht der ganze Strom durch
das Verbindungsstück, während, durch die Linie nur noch', ein verschwindend kleiner Bruchtheil
des Stromes hindurchgeht..: Der bei dem plötzlichen Abfall der Stromstücke in der Linie, und
in den Elektromagneten entstehende Inductionsstrom
nimmt seinen Weg: durch das. Verbindungsstück
und kann deshalb zu einer Funkenbildung keine Veranlassung geben. Gleich nach"
Eintritt des Kurzschlusses wird die Verbindung mit der Batterie unterbrochen.; der hierbei auftretende
Funken ist,, wenn die. elektromotorische ■ Kraft der Batterie gering und der innere Widerstand derselben ein höher ist, von geringer
Bedeutung, so dafs in diesem Falle: kaum eine Oxydation, stattfindet. Bei. Verwendung von
elektrischen ■ Sammlern ! oder. Elementen! !von
gfofsen Abmessungen, welche eine bedeutende Stromstärke abgeben, können, zeigt die »von
Dr. Hipp, angewendete Stromschlufsvorrichtung grofse Uebelstände. Wenn - auch bei dieser
Vorrichtung der Kurzschlufs der Batterie nur Bruchtheile einer Secunde dauert, so: ist. damit
doch ein sehr grofser Stromverlust verbunden, auch zeigen viele, galvanische Elemente unter
diesen ■.Umständen' Rolarisationserscheinungenl
Der gröfste Uebelstand liegt aber darin, dafs durch die, übermäfsig hohe Stromstärke eine
starke Erhitzung der Strorrischlufstheile auftritt, welche unter Umständen .. deren . Zerstörung
herbeiführen kann.;, äufserdem entsteht bei der Unterbrechung.. des. kürzgeschlossenen ,Batteriestromes
ein Lichtbogen,, durch welchen, nach und nach eine Oxydation der; Stromschlufsstelien
herbeigeführt wird. .·■..'·.'.·,:.■■
Die nachstehend beschriebenen Neuerungen an elektrischen Stromschlufswerken haben den
Zweck, die oben . erwähnten Uebelstände zu beseitigen. Das Wesentlichste dieser Neuerungen
besteht in der Anordnung, dafs vor dem Ein^
schalten der unmittelbaren Verbindung zwischen Linie' und Rückleitung in eine der von der
Batterie.. ausgehenden Leitungen ein induktionsfreier
Widerstand eingeschaltet wird. Hierdurch wird die Stromstärke der Gröfse des Widerstandes
entsprechend mehr oder, weniger, vermindert. Würde man z. B. die Gröfse dieses
Widerstandes gleich derjenigen des ganzen Stromkreises wählen, so würde durch sein
Einschalten die Stromstärke auf die Hälfte herabsinken. ''..>' .
: Nachdem der Widerfond eingeschaltet ist,
wird hinter; demselben did unmittelbare Verr
bindung. zwischen Linie und Rückleituhg her-.
gestellt. Der in diesem Augenblick entstehende Inductionsstrom nimmt seinen Weg durch das
Verbindungsstück. Da die Stromstärke jedoch schon durch das Einschalten des Widerstandes
vermindert war, so ist auch der Inductionsstrom dementsprechend bedeutend schwächer.
Besonders wichtig ist es, dafs bei dieser Anordnung ein Kurzschlufs der Batterie nicht
mehr stattfinden kann, da im Augenblick, wo der Kurzschlufs zwischen Linie und Rückleitung
vorhanden ist, der Widerstand im Stromkreise der Batterie liegt. Aus demselben Grunde
kann auch zuletzt bei der gänzlichen Unterbrechung des Stromes nur eine äufserst schwache
Funkenbildung zu Stande kommen.
Die oben beschriebene eigenartige Anordnung des Stromschlufswerkes kann auf sehr
verschiedene Weise ausgeführt werden, auch kann dasselbe so eingerichtet werden, dafs es
Ströme verschiedener Richtung abgeben kann. In der Zeichnung ist ein Stromschlufswerk der
zuletzt erwähnten Art dargestellt. Die Fig. 2, 3, 4 und 5 stellen das Zusammenspiel der
einzelnen Theile dar. Fig. 1 ist eine Seitenansicht dieser Vorrichtung. Eine der von der
Batterie ausgehenden Leitungen (auf der Zeichnung ist es die vom — Pol kommende) ist
mit dem in der Mitte liegenden Theile d. dauernd verbunden. Die von dem -(- Pol
ausgehende Leitung ist unmittelbar mit den Federn g und ^1 und mittelbar, d. h. über den
Widerstand W, mit dem an dem Theile h hängenden, durch eine Feder mit diesem verbundenen
Stromschlufskörper e verbunden. Die Feder Z1 steht mit der Linienleitung und die
Feder / mit der Rückleitung in Verbindung. Das Stromschlufswerk kann auf verschiedene Weise
in Bewegung gesetzt werden. In dem' auf der Zeichnung dargestellten Falle geschieht es durch
eine kleine Kurbel, welche bei jeder Stromgebung eine halbe Umdrehung macht. Fig. 2
stellt die Vorrichtung im Augenblick der Ruhe, Fig. 5 im Augenblick der Stromgebung dar.
In dieser Stellung geht der Strom vom — Pol nach dem festliegenden Stück d, von dort
durch die Feder / nach der Linie L und durch die Rückleitung R zurück nach der
Feder /. Da die Feder f in dieser Stellung gegen die Feder g gedrückt wird, so geht der
Strom durch diese Feder unmittelbar nach dem + Pole.
Bei der Rückwärtsbewegung von e tritt bald der Augenblick ein, in welchem die Feder g
sich gegen einen der isolirten Stifte legt; gleich darauf hört die Berührung zwischen den
Federn f und g auf; eine Funkenbildung kann dabei nicht entstehen, da noch eine zweite
Verbindung zwischen f und g durch e, h und durch den Widerstand W vorhanden ist, welche
den Inductionsstrom aufnimmt. Durch das Einschalten des Widerstandes in den Stromkreis
wird die Stromstärke in der Linie stark vermindert. Bewegt sich e noch weiter rückwärts,
so tritt die in Fig. 3 gezeichnete Stellung ein. Die Feder / berührt dann das
Stück d. Im Augenblick der Berührung geht der Strom von d durch den oberen Theil der
Feder / nach e und h und durch den Widerstand W nach dem +Pol. Der Strom in der
Linie hört infolge dessen auf, und der dabei entstehende Inductionsstrom findet in dem
Stück d einen unmittelbaren Uebergang zwischen Linie und Rückleitung. Der bei der
Unterbrechung des Linienstromes auftretende Inductionsstromistnaturgemäfs ziemlich schwach,
da die Stromstärke in der Linie schon vorher durch das Einschalten des Widerstandes stark
vermindert wurde. Gleich nachdem die Feder/ sich gegen das Stück d gelegt hat, hört auch
die Berührung zwischen e und/ auf, wodurch auch der Widerstand schliefslich stromlos wird.
Wie aus der Zeichnung und Beschreibung zu ersehen ist, findet ein Kurzschlufs der Batterie
niemals statt; alle mit demselben verknüpften Uebelstände sind deshalb bei der Vorrichtung
nicht vorhanden. Wird e nach links bewegt, so dafs die Federn /r und gl zur Berührung
gebracht werden, so fiiefst ein Strom in umgekehrter Richtung durch die Linie und Rückleitung.
Bei der Rückwärtsbewegung von e bis zur Ruhestellung spielen sich die Vorgänge
ganz in derselben Weise ab, wie es oben unter Bezugnahme auf die Fig. 5, 4, 3 und 2 beschrieben
wurde. Wenn ein Bedürfnifs zur Abgabe von Strömen verschiedener Richtung nicht vorhanden ist, so kann das Stromschlufswerk
erheblich vereinfacht werden. Die beiden Federn / und g kommen in Wegfall und die
Rückleitung wird dauernd mit dem festliegenden Mittelstück d verbunden. ' Selbstverständlich
können an Stelle der Federn auch unter Federdruck stehende oder durch ihr Eigengewicht
wirkende starre Körper verwendet werden.
Wird bei einer derartig vereinfachten Vorrichtung ein besonderer Stromwender hinter
der Batterie oder am Anfang der Linie und Rückleitung angebracht, so kann auch dieses
Stromschlufswerk Ströme verschiedener Richtung abgeben.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Bei denjenigen elektrischen Stromschlufswerken, bei welchen zur Verhinderung der durch Selbstinduction entstehenden Funkenbildung vor der Stromunterbrechung ein Kurzschlufs zwischen Linie und Rückleitung hergestellt wird, die Anordnung, dafs vor Herstellung dieses Kurzschlusses in die von der Stromquelle kommende Leitung ein oder mehrere inductionsfreie Widerständeeingeschaltet werden, so dafs dadurch die Stromstärke vermindert und ein Kurzschlufs der Batterie vermieden wird.
Ein elektrisches Stromschlufswerk der unter ι. gekennzeichneten Art für Ströme wechselnder Richtung, bei welchem im Ruhezustande die mit der Linie bezw. Rückleitung verbundenen Federn (fun&fj durch ein mit einem Pol der Stromquelle verbundenes Metallstück (d) unmittelbar verbunden sind, ,und bei welchem die Stromgebung dadurch bewirkt wird, dafs ein mit dem anderen Pol der Stromquelle unter Vorschaltung eines Widerstandes (W) verbundener Körper (e) entweder nach der einen oder nach der anderen Seite eine hin- und hergehende Bewegung ausführt und dabei eine der Federn von dem Verbindungsstück (d) abhebt und gegen eine der daneben liegenden, unmittelbar mit dem anderen Pol der Stromquelle verbundenen Federn (g oder gj prefst.Ein elektrisches Stromschlufswerk der unter ι. gekennzeichneten Art für Ströme gleicher Richtung, bei welchem ein Metallkörper (d) sowohl mit dem einen Pol der Stromquelle als auch mit der Rückleitung dauernd verbunden ist und bei welchem die Stromgebung dadurch bewirkt wird, dafs ein mit dem anderen Pol der Stromquelle unter Vorschaltung eines Widerstandes (W) verbundener Körper (e) eine hin- und hergehende Bewegung ausführt, dabei eine auf. dem Metallkörper (d) aufliegende und mit der Linienleitung dauernd verbundene Feder aufhebt und gegen die daneben liegende, mit dem anderen Pol der Stromquelle unmittelbar verbundene Feder (g) preist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78796C true DE78796C (de) |
Family
ID=351490
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78796D Expired - Lifetime DE78796C (de) | Stromschlufswerk mit Einrichtung zur Vermeidung des Unterbrechungsfunkens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78796C (de) |
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0
- DE DENDAT78796D patent/DE78796C/de not_active Expired - Lifetime
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