DE7627440U1 - Sitzmoebel, insbesondere sessel oder sofa - Google Patents
Sitzmoebel, insbesondere sessel oder sofaInfo
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Description
| t t ( It It | ν Patentanwalt | 14 4· «I | CI |
| ■ it ι t c ( t | Dipl.-lng. Jürgen Metzier | t I | L 1. SEP. 197S U 1 |
| ■ t ι t t ϊ i | 8630 Coburg | t t ft I | M/s I |
| ( . t f ( c < * j | Ketschendorfer Str. 76 | t t t | I |
| Tel. 09561-18844 | C t E ε |
\ | |
| Coburg | |||
| G 133 - | |||
Mobilar Inh. Herbert Lewandoske, \
8S2o Lichtenfels
Sitzmöbel, insbesondere Sessel oder Sofa
Die Erfindung bezieht sich auf ein Sitzmöbel, insbesondere
Sessel oder Scfa, mit aus elastischem Schaumstoff bestehender,
am Sitzteil befestigter Rückenlehne und Seitenteilen.
Um bei derartigen Sitzmöbeln die notwendige Steifigkeit sowohl der Rückenlehne wie auch der Seitenteile zu erreichen,
ist es bekannt, die Stärke bzw. Dicke sowohl der Rückenlehne als auch der Seitenteile entsprechend groß zu bemessen
oder aber besondere Versteifungseinlagen einzubringen. Solche
materialaufwendig gebauten Sitzmöbel verteuern jedoch die Fertigung, wobei das Einbringen besonderer VersteifungB-einlagen
zusätzliche Arbeitsgänge bedingt und somit ebenfalls kostensteigernd wirkt. Zudem haben die Einlagen den NachtBÜ,
daß die Elastizität verlorengeht bzw. eingeschränkt ist.
Zum Stand der Technik zählt auch ein kreisrunder Sessel, bei dem die Rückenlahne und die Beitantsile einen geschlossenen
— 2 —
ϊ :
: 7 O ο
Zylinder bilden, in den das Sitzteil eingebracht ist. Die-S8
bekannte Ausbildung ist auf Sessel beschränkt; ein Sofa ist in dieser Weise nicht herstellbar.
Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, ein Sitzmöbel der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die obengenannten
Nachteile vermieden sind. Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb insbesondere darin, ein Sitzmöbel zu schaffen, welches
einfach und damit billig zu fertigen ist, bei dem die notwendige Steifigkeit insbesondere der Rückenlehne gegeben
ist und welches darüber hinaus ein formschönes Aussehen aufweist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Rückenlehne und zumindest die im Übergangsbereich zu den Seitenteilen liegenden
Partien der Seitenteile aus einem Stück ohne Versteifungseinlagen ausgebildet und unter Längszugspannung stehend mit
dem Sitzteil verklebt sind. Nach einem weiteren Merkmal dBr
Erfindung ist das Sitzteil etwa quaderförmig ausgebildet, wobei weiterhin die aus einem etwa plattenförmigen Stück gebildete
Rückenlehne und die Seitenteile an der Rückseite und den beiden Seitenflächen des Sitzteils angeklebt sind. Ggf.
sind die fehlenden Partien der Seitenteile gesondert angeklebt.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht das Sitzteil aus Schaumstoff, wobei die hinteren, sich in HöhBnrichtung
ersteckenden Kanten des Sitzteils aufgrund der Zugspannung der Rückenlehne und der SeitBntBile gerundet sind. Die Zugspannung
der Rückenlehne und der Seitenteile hat auch zur Folge, daß gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die
Außenflächen der Rückenlehne und der Seitenteile in Höhenrichtung
gesehen geringfügig konkav eingezogen sind. Schließlich können die einstückig mit der Rückenlehne ausgebildeten Seitenteile
zur Erzielung einer Abrundung auch Im Bereich der
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Vorderkanten über dia Vorderkanten des Sitzteils gezogen sein.
Mit der Erfindung ist ein Sitzmöbel geschaffen, welches trotz einfacher und damit billiger Herstellung ein formschönes
Aussehen besitzt, wobei sichergestellt ist, daß trotz Fehlens von besonderen Versteifungseinlagen die notwendige
Steifigkeit der Rückenlehne und dar Seitenteile bei Erhalt der Elastizität gegeben ist. Diese Steifigkeit wird
nicht nur aufgrund der einstückigen Ausbildung der Rückenlehne und der Seitenteile erreicht, sondern insbesondere auch
dadurch, daß die Rückenlehne und die Seitenteile unter Längszugspannung stehend mit dem Sitzteil verklebt sind, wobei
durch die hiermit erreichte Oberflächenspannung eine entsprechende
Versteifung entsteht. Gleichzeitig ergibt sich durch diese Maßnahme eine gute Rundung des erfindungsgemäßen Sitzmöbels,
so daß das Sitzmöbel gemäß der Erfindung ein formschönes ästhetisches Aussehen aufweist.
Die Erfindung wird nun im folgenden mit Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Sessels in schemati-
scher Darstellung,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Sessel gemäß FigJ. nach
Fig. 2 einen Schnitt durch den Sessel gemäß FigJ. nach
der Schnittlinie II - II, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Sessel,
Fig. 4 eine Einzelheit des Sessels im vergrößertem Maßstab und abgebrochener Darstellung,
Fig„ 5 die Draufsicht auf ein Kurzsofa in verkleinerter
Darstellung und
Fig. 6 eine Variante des Sofas in dar Draufsicht, ebenfalls
in verkleinertem Maßstab.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 zu erkennen ist, besteht das Sitzmöbel - im Ausführungsbeispisl sin Sessel - aus den beiden Seitantei-
len 1 und 2, der Rückenlehne 3 und dem Sitzteil 4, welches im
wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist. Dia Seitenteile 1 und
2 sind einstückig mit der Rückenlehne 3 ausgebildet und bestehen aus elastischem Schaumstoff. Das Sitzteil 4 kann ebenfalls
aus elastischem Schaumstoff bestehen; es kann aber beispielsweise auch aus Holz oder anderen geeigneten Werkstoffen bestehen.
An der Unterseite 5 des Sitzteils 4 sind Füße 6 angeordnet, die aber auch fehlen können, wie beispielsweise aus
Fig. 2 zu erkennen ist, so daß bei fehlenden Füßen der Sessel mit seiner Unterseite unmittelbar am Boden aufliegt. Das SitztBil
4 selüst weist die Sitzfläche 7 sowie die Vorderflache 8,
die Seitenflächen 9 und 1o sowie die Rückseite 11 auf.
Die einstückig mit den Seitenteilen 1 und 2 ausgebildete Rückenlehne
3 steht unter Längszugspannung, d.h. unter einer Zugspannung, die etwa parallel zur Oberkante des Sitzmöbels gerichtet
ist, wie durch den Doppelpfeil A angedeutet ist. Dabei wirkt die Zugspannung bis zur Vorderkante 12 und 13 der Seitenteile
1 und 2. Die unter LAngszugspannung stehende Rückenlehne 3 und Seitenteils 1 und 2 sind mit dem Sitzteil 4 verklebt. Dabei erfolgt
die Verklebung an den Seitenflächen 9 und 1o sowie an der Rückseite 11 dBs Sitzteils 4. Als Klebmittel ist ein geeigneter
Kunststoffkleber verwendet. Durch die gemäß Doppelpfeil A wirkende
Zugspannung sind die Außenflächen 14, 15 und 16 der SaitentBi-Ie
1 und 2 und der Rückenlehne 3 leicht konkav eingezogen, wie deutlich aus Fig. 1 und 2 zu erkennen ist. Auf diesem/eise erhält
der Sessel ein ästhetisches, formschönes Aussehsn. Gleichzeitig ergibt si-ch aufgrund dieser Maßnahmen eine genügend große Versteifung
sowohl dar Rückenlehne 3 als auch der Seitenteile 1 und
2, während die in erster Linis für dan Sitzkomfort maßgebende Elastizität erhalten bleibt.
Durch die Zugspannung der Rückenlehne 3 und der Seitenteile 1 und 2 ergibt sich außerdem, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, eine
gute Abrundung der in Höhanrichtunp verlaufenden hinteren Kanten
— 5 —
des Sitztells 4. Das im wesentlichen quaderförmig gestaltete
Sitzteil 4 besitzt Im Ausgangszustand im Eckberaloh die gestrichalt gezeigte ( vgl, Flg. 4) Form, d.h. das
Sitztell 4 weist vor dem Anbringen der Rückenlehne 3 und
der Seitenteile 1 und 2 eine ausgeprägte Kante 17 auf. Nach
dem Ankleben der Rückenlehne 3 mit den Seitenteilen 1 und 2 L '
unter Zugspannung wird das aus elastischem Material bestehen- |
de Sitzteil 4 im Bareich der Kante 17 zusammengedrängt, so
daß sich alne entsprechende gute Abrundung ergibt.
In Figi. 5 ist als weiteres Ausführungsbeispiel ein Kurzsofa
in der Draufsicht gezeigt. Dabei erstreckt sich die Rückenlehne 3, die in Längsrichtung größere Aomessungen aufweist,
nicht bis zu den Vorderkanten 12 und 13 der Seitenteils 1 und 2, sondern lediglich in den Übergangsbereich 18 und 19 der
Seitenteile 1 und 2 hinein. Auch hier steht die Rückenlehne bis in die Übergangsbereiche 18 und 19 hinein unter Längszugspannung
gemäß Pfeil A, so daß in jedem Falle die notwendige Versteifung der Rückenlehne 3 erreicht wird, ohne daß deren
Elastizität beeinträchtigt wird. Die Rückenlehne 3 ist mit dem Sitzteil 4 verklebt, d.h. sie ist an der Rückseite 11 und den
Seltenflächen 9 und 1o des Sitzteils 4 angeklebt. Die im Anschluß
an die ÜbergangsbejsLche 18 und 19 vorgesehenen Partien
2o und 21 der Seitenteile 1 und 2 sind gesondert an den Seitenflächen 9 und 1o angeklebt und schließen an die ÜbergangsberBiche
1B und 19 lückenlos an.
In Fig. 6 schließlich ist eine weitere Variante eines Kurzsofas
dargestellt. Um eine gute Abrundung auch der Vorderkanten
23 und 24 des Sitztells 4 zu erreichen, sind die einstückig mit der Rückenlehne 3 ausgebildeten Seitenteile 1 und 2 über die
Vorderkanten gezogen. Hierdurch ergibt sich eine Abrundung sämtlicher in Höhenrichtung verlaufender Außenkanten des SitzmöbBls,
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SBlbatvaratändlloh können cIIb Saltentelle 1 und S auah
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vorns hin abgesohrägt SBin( wis aus Fig· 2 in
Darstellung ersiohtlioh iat. Aubh köWriefij WIb aus Fig· ty,zu
ersehen ist, besonders profile 82 angeordnet seinf um bei-,
spielsweise das Sitzmöbel im Chippenciala-Stil auszubilden·
Auoh sind weitere Abänderungen möglich, ohne den Erfindungsge^
danken zu verlassen.
■ Das erfindungsgemäße Sitzmöbel wtsist somit eine gut versteifte
Rückenlehne und Seitenteile auf, ohne daß es besonderer
■ Versteifungseinlagen -bedarf; Hierdurch bleibt die Elastizität
erhalten, so daß sich das Sitzmöbel durch höchsten Sitzkomfort
auszeichnet. Dieser Sitzkomfort kann selbstverständlich durch Auflage besonderer Kissen weiter, gesteigert werden, wobei
jedoch fEästzuhalten ist, daß auch ohne besondere Kissen
beim erfindungsgemäßen Sitzmöbel eine sehr gute Sitzbequemlichkeit erhalten wird.
Claims (1)
1 I I I I
( I
ANSPRÜCHE
1. Sitzmöbel, Insbesondere Sessel oder Sofa, mit aus
• elastischem Schaumstoff bestehender, am Sitzteil befestig ter Rückenlehne und Seitanteilen, dadurch gekennzeich-
: net, daß die Rückenlehne (3) und zumindest die im
Ubergangsbereioh (18, 19) ;.,] den Seitenteilen (1, 2)
liegenden Partien der Seitenteile (1, 2) aus einem Stück ohne Versteifungseinlagen ausgebildet und unter
Längszugspannung (A) stehend mit dem Sitzteil (4) vsrklebt sind.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sitztail (4) etwa quaderförmig ausgebildet ist.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem etwa plattenförmigen Stück gebildete
Rückenlehne (3) und die Seitenteile (1, 2) an dar Rückseite
C11) und den beiden Seitenflächen (9, 1o) des
Sitzteils (4) angeklebt sind.
4. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die nach dem Verkleben der zumindest mit einem Teil der Seitenteile (1, 2) einstückig ausgebildeten
Rückenlehne (3) ggf. fehlenden Seitenteilpartien (2o, 21) gesondat lückenlos angeklebt sind,
5. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sitzteil (4) aus Schaumstoff besteht.
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γ- a —
ß. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dies Außenflächen (14, 15, 16)
der Rückenlehne (3) und dar Seitenteila (1„ 2) in
Hühenrichtung gesehen aufgrund dBr Zugspannung (A) geringfügig konkav eingezogen sind.
7. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem
das Sitzteil aus Schaumstoff mit elastischen Eigenschaften besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die hintaren,
sich in Höhenrichtung erstreckenden Kanten (17) des 'Sitzteils (4) aufgrund der Zugspannung (A) der Rückenlehne
(3) und der, Seitenteile (T, '· 2) gerundet., sind.
8. Sitzmöbel 'nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die einstückig mit der Rükkenlehne (3) ausgebildeten Seitenteile (1, 2) über die
Vorderkanten des Sitzteils gezogen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19767627440 DE7627440U1 (de) | 1976-09-02 | 1976-09-02 | Sitzmoebel, insbesondere sessel oder sofa |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19767627440 DE7627440U1 (de) | 1976-09-02 | 1976-09-02 | Sitzmoebel, insbesondere sessel oder sofa |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7627440U1 true DE7627440U1 (de) | 1977-01-13 |
Family
ID=6668832
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19767627440 Expired DE7627440U1 (de) | 1976-09-02 | 1976-09-02 | Sitzmoebel, insbesondere sessel oder sofa |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7627440U1 (de) |
-
1976
- 1976-09-02 DE DE19767627440 patent/DE7627440U1/de not_active Expired
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