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Sieb zum Reinigen und Sortieren von Erdfrüchten Mit Sieben der bisher
bekannten Bauart zum Sortieren von Gegenständen von verischiedenem s.pezifis:chen
Gewicht ist esi schwierig, in einfacher Weise eine guter Trennung der verschiedenen
Arten von Gegenständen zu erzielen. Es iist z. B. beim Ernten von Erde früchten,
insbesondere Kartoffeln, unvvermeidr lieh, daß das behandelte Material außer den
Früchten Erdre und Steine sowie Kraut bzw. Halme enthält. Die Erde lüßrt sich, verh:ältniismäßig
leicht mittels. eines; Schüttelsiebes üblicher Bauami mit einem Gitter- oder Rosthoden
entfernen, während Kraut bzw. Halme und Steine nicht sio, laicht durch mechanische
Mittel zu entfernen sind. Insbesondere stieß die Entfernung von, Steinen auf Schwierigkeiten
und wurde infolgedessen bisher in weitem Maße von Hand ausgeführt.
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Die vorliegende E;rfindwnig bezweckt, diese Mängel zu beseitigen,
und hat zum Gegenstand ein Sieb neuer Bauart, mittels, dessen eine völlige Reinigung.
der Früchte von Kraut so, wohl als auch von Steinen und Halmen durchgeführt werden
kann. Gemäß der Erfindung ist der Sieb- oder Sichtteil., der die Gestalt einer Platte
od. digl. hat und, den, Boden dies Siebes bildet, mit Schlitzen oder anders gestalteten
6ffnungen versehen,, deren Kanten nachgiebig sind. Der Sieb- oder Sichtteil kann
z. B. aus einer Mehrzahl zueinander paralleler
elastischer Streifen
oder Seile bestehenr. Unter Umständen ist es. zweckmäßig, diese Streifen von unten
her durch schmale Stangen oder gespannte Drähte zu un:berstüzen, die, sich in der
Längsrichtung der Streifen erstrecken.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfin dang ergeben sich aus der
Beschreibung von Ausführungsbeispielen und Darstellung derselben in der Zeichnung.
Es zeigt Fig. i ein erfindungsgemäß ausgebildetes Sieb in Aufsicht, Fi.g.2 dasselbe
Sieb im Schnitt längs der Linie II-II der Fig. i, Fig. 3 und 4 verschiedene Anordnungen
von Schlitzen in dem Sieb- oder Sichtteil und Fig. 5 einen Schnitt durch, ein Sieb
mit durch schmale Stangen unterstützten elastischen Streifen.
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Bei dem in Fig. i und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist i ein
rechtwinkliger Holzrahmen, der durch zwei in der Längsrichtung verlaufende Holzstreifen
2 und 3 in drei Abteile unterteilt ist. Über diese Abteile und zwischen den Seitenteilen
i und den Streifen .2 und 3 sind Streifen d. aus. e:las.tischem Material, wie z.
B. Gummi, so dicht nebeneinandergespannt, daß die Streifen ziisammen eine praktisch
glatte und ununterbrochene Fläche bilden. Eine der Schmalseiten 5 des. Siebrahmens
i ist so gestaltet, daß sie nicht über die obere Fläche der Streifen .I hervorragt.
Wie in der Zeichnung dargestellt, können die Streife1n.I schräg über den Siebrahmen
gespannt sein. Durch Abänderung der Richtung der Streifern ist es möglich, die Wirkung
des Siebes innerhalb gewisser Grenzen zu regeln.
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Die Wirkung des neuen Siebes beruht darauf, daß der durch die Streifen
.4 gebildete Siebboden die Eigenschaft hat, be:i Belastung mit Gegenständen von
geringem oder verteiltem Gewicht praktisch geschlossen zu bleiben: und gleichzeitig
bei punktweiser Belastung dadurch in hohem Grade nachgiebig zu sein, da stellenweise
zwischen den Streifen Üffnungen gebildet werden. Wird ein: Sieb, wie es in Fig.
i dargestellt ist, mit einer Mischung von Kartoffeln, Steinen., Erde und Kraut belastet,
so ist es bei geeigneter Bemessung des Siebes möglich, zu erreichen, daß Steine
und Kartoffeln auf Grund; ihres höheren Gewichtes durch den Siebboden h.indurchfa.ll@en,
während Erde und Kraut auf dein Sieb bleiben. Bei ununterbrochenem Gebrauch ist
es zweckmäßig, das Sieb an der niedrigen Seite 5 nach unten geneigt anzuordnen,
so daß Erde und Kraut bei der Schüttielbewegung des Siebes in dieser Richtung abfließen.
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Ein nach dem,se-lben Grundsatz aufgebautes Siel) kann auch zur Trennung
von Kartoffeln und zwischen diese gemischten Steinen Verwendung finden. In diesem
Fall ist der Siebbodenweniger durchlässig, so daß nur Steine, jedoch nicht Kartoffeln
durch denselben hin durchtreten können. Zu diesem Zweck kann z. B. der Siebboden
aus zueinander parallelen Gummistricken od, dgl. zusammengesetzt sein, die verliältn,ismäßig
stark gespannt sind. Eine größere Steifigkeit des Siebboderns kann auch erreicht
werden, indem man die freie Länge der einzelnen. Elemente des Siebbodef zwischen
den Befestigungspunkten beschränkt. Die Fig. 3 und 4. veranschaulichen zwei Verfahren,
um den Siebboden aus durchlöcherten Platten von: elastischem Material zu, machen.
Ein anderer Weg zur Erhöhung der Steifigkeit des Siebbodens ist in Eig. 5 veranschaulicht.
Wie hier gezeigt, besteht der Siebboden aus parallelen, ziemlich breiten Streifen.
6 von elastischem Material, die durch in der Längsrichtung dieser Streifen, und
zwar vorzugsweise in der Mittelebene derselben sich erstreckende schmale: Stangen
7 unteTstüt.zt sind. Bei dieser Bauart ist es möglich, eine Durchbiegung des Siebbodens
in zu starkem Maße zu verhindern, wenn derselbe mit einer großen Menge zu siebenden
Materials be-
lastet wird, und gleichzeitig wird die Eigenschaft der Nachgiebigkeit
gegenüber einer konzentrierten Belastung gewahrt. Vorzugsweise erstrecken sich die
Streifen 6 annähernd in der Vorschubrichtung des zu behandelnden Materials.
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In, der Beschreibung und den Zeichnungen sind lediglich einige wenige
vorzugsweise Ausführungsformen der Erfindung beschrie-N n und dargestellt. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf dieseAusführungsformcn beschränkt, vielmehr sind andere Ausführungsformen
sowie Abweichungen in den Einzelheiten möglich, ohne daß vom Grundgedanken abgewichen
wird. So ist es z. B. nicht notwendig, daß der ganze Siebboden aus elastischem Material
hergestellt wird, vielmehr kann es in manchen Fällen ausreichend sein, wenn lediglich
die Kanten der Öffnungen. des Siebbodens nachgiebig ausgebildet sind.