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Mittelbar wirkender Regler mit hydraulischer Pendelmuffenbelastung
Die Erfindung bezieht sich auf mittelbar wirkende Regler, deren Fliehkraftpendel
mit einer hydraulischen Muffenbelastung versehen sind. Sie gibt durch besondere
Ausgestaltung dem den Druck, in der hydraulischen Muffenbelastung regelnden Überströmventil
eine ganz wesentlich erweiterte Wirkung, die den Regler vereinfacht und damit verbilligt.
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Die Belastung der Fliehkraftpendelmuffen, von deren Größe die vöm
Pendel einzuhaltende Grunddrehzahl abhängt, wird meistens durch Gewichte oder Federn
bewirkt. Bei mittelbar wirkendenReglern, die f ast immer mit Öldruck arbeiten, (kommt
auch Öldruck zur Anwendung, .der auf einen in einem Zylinder gleitenden Kolben wirkt
und die Muffe unmittelbar oder über den Regelhebel belastet. Hydraulische Muffenbelastungen,
und zwar sowohl unmittelbar wirkende mit konstantem, als auch solche mit durch die
Muffenstellung veränderibarem Öldruck sind bekannt. Die Größe -der Muffenbelastung
hängt von der Höhe des Öldrucks im Belastungszylinder ab, die ihrerseits von einem
an diesen Zylinder an-geschlossenen Überströmventil bekannter Bauart bestimmt wird.
Durch Änderung der auf den Ventilkegel wirkenden Belastung, Gewicht oder Federspannung
wird die Druckhöhe im Zy-
linder und damit die Muffenbelastung und die Grunddrehzahl
des Pendels verändert.
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Die Erfindung besteht nun darin, daß der Sitz des Überströmventils,
der bei allen bis-
Ausführungen im Ventilgehäuse unverrückbar befestigt
ist, in der Länigsachse des Ventils gegenüber seinem Venti lkegel verschiebbar aus
geführt wird und in seiner axialen Lage vom Kolben des Servormotors, mit dein er
durch ein Gestänge fest verbunden ist. eiligestellt wird. Durch diese vom Servomotorkolben
,gesteuerte axiale Verschiebbarkeit des Ütlerströmventilsitzes gegenüber dem Nentilikegel
wird die vorn Überströmventil durch die Belastung des Ventilkegels eingestellte
Wlie des Öldrucks imi Belastungszylinder voll dem Augenblick all verändert indem
der Servomotorkolben anfängt, eine Regelbewegung zu machen und damit den tÜberströinventilsitz
axial zu verschieben. Wird durch die Verschicbung der Abstand des Ventilsitzes vom
Ventilvergrößert, so wird der Druck ini Belastungszylinder verring ert, die Muffenbelastung
geht zurück und die Pendelmuffe steigt. Wird dagegen ii der Abstand zwischen Ventilsitz
und Ventilkegel verkleinert, so steigt die Muffenbelastung durch den nunmehr erb
höhten Öldruck im Beclastungszvlinder, und die Muffe wird nach unten gedrängt. Durch
die vom Servomotorhub abhängige Verschiebung des Vetitilsitzes wird eine Momentaneiniw
irkung vorn Servomotor auf die 'Muffe hervorgerufen, die zur Rückführung durch Muffenrückdräligung
oder auch zur Änderung des bleibenden Ungleichförmigkeitsgrades nachgiebiger Rückfülhrungen
verwendet werden kann.
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In der Zeichnung sind in drei Abbildungen zwei mittelbar wirkende
Regler mit Überströntventilen mit gemäß der Erfindung verschiebbarem und gesteuertem
Ventilsitz und außerdem noch ein Schnitt durch ein Überströmventil schematisch dargestellt,
und zwar in Abb. i iiii Zusammenbatt mit einem mittelbar wirkenden Regler mit starrer
Rückführung und in Abb. 2 im Zusammenbau init einem solchen Regler mit nachgiebiger
Rückführung. Abb. 3 ist der Schnitt durch das Überström-Ventil.
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In den Abb. i und 2 ist an die Muffe i des FliehkraftpendelS 2 ein
Regelhebel 3 atigelenkt mit einem festgelagerten Drehpunkt 4. Das Pendel 2 verstellt
nach Abb. i unmittelbar und nach Abh. 2 über den Regelhebel 3 das Stetierventil
5 des Servomotors 6. An den Regelhebel 3 greift mit dem Geställge
7 und 8
der Kolben 9 des festgelagerten Zylinders io der Pendelmuffenbelastung
an. An den Zylinder io ist das Überströrnventil i1 angeschlossen mit seinem Ventäsitz
12 und dem Ventilkegel 13, der durch die mit dem Handrad 15 einstellbare Feder il4
gegen den Sitz 12 gepreßt wird. Das zur Belastung der Muffe i auf den Kolben9 wirkende
Drucköl tritt durch den Sttutzen 16 in den Zylinder io ein und gelangt durch den
Kanal 17, den Ringraum 18 und durch die Öffnungen 1o des Ventilsitzes 12 in dessen
Innenraum 20. Von da strömt es durch die vom Ventilkegel 13 gesteuerte Öffnung2i
in das Veltilgehäuse i i und durch den Stutzen 22 wieder ab. An den Anguß 23 dles
Ventil-SitzeS 12 ist der am ÜerstrFöiiiveiitilgehätise ii bei 24t gelagerte Verbindungshebel
295 allgelenkt. der den Ventilsitz 12 mit der Kolbenstarigge 26 des ServomoterkolbenseilS
27 über die Lenkstatige 28, verbindzet. Bei einer Bewegung des Servomotorkölbens
27 wird über die Kolhenstailg ge 26, die Lenkstalige 28 und den Hebel 25 der Ventilsitz
12 gegenüber dein Ventilkegel 13 axial verschoben und dadurch der Widerstand gegen
den Durchfluß des Drucköls vorn Raum 20 über die Öffnunig21 nach dem Stutzenl 22
durch Veränderung der Spannung der Feder 14 so verändert, daß bei Aufwärtsbewegung
des Ventilsitzes 12 eine Vergrößerung eintritt, damit aber auel eii Anwachsen des
Öldruckes im Zylinder 1o, des Druckes auf den Kolbeng und der Belastung der Pendelmtiffe
i, die dadurch nach unten rückgedrängt wird. Beim Senken des Ventilsitzes 12 wird
die Federspannung und der Widerstand gegen den Öldurchfluß verringert,
der
Öldruck auf den Kolben9 sinkt, die Muffe 1 wird weniger stark belastet
und steigt unter der Wirkung der Fliehkraft der Gewichte des Pendels 2. Durch den
gesteuert verschiebbaren Ventitsitz 12 ist also eine Rückführuiig der Muffe erreicht
worden. Bei dem in Abh. 2 dargestellten Schema eines Reglers mit durch die Ölbremse
29 und die Feder 30 nachgiebiger Rückführung üher die Kolbenstange 31, die Lenkstange
32 und den Regelhebel 3 ist eine Rückführung durch den gesteuert verschiebbaren
Ventilsitz nicht mehr erforderlich, dagegen kann aber mit dem vers(-lliebbaren Ventilsitz
12 noch ein bestimmter Ungleichförinigkeitsgrad der Reglung durch die gesteuerte
Mufienbelastung eingestellt werden, der bei Lagerung des Hel>els 25
im
Punkte 33 negativ wird, ein Umstand. der für manche Betriebsfälle schr
erwünscht ist.