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DE754929C - Verfahren zum Heissverleimen unter Druck - Google Patents

Verfahren zum Heissverleimen unter Druck

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Publication number
DE754929C
DE754929C DEN42233D DEN0042233D DE754929C DE 754929 C DE754929 C DE 754929C DE N42233 D DEN42233 D DE N42233D DE N0042233 D DEN0042233 D DE N0042233D DE 754929 C DE754929 C DE 754929C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glue
salts
under pressure
replaced
formaldehyde
Prior art date
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Expired
Application number
DEN42233D
Other languages
English (en)
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Individual
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Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE754929C publication Critical patent/DE754929C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J189/00Adhesives based on proteins; Adhesives based on derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Heißverleimen unier Druck Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Heißverleimen unter Druck mit Leime verflüssigende und Leime härtende Mittel enthaltenden Leimen.
  • Zur Durchführung derartiger Verfahren wurden bisher als verflüssigende Mittel a-naphthalinsulfonsaures Natrium und Harnstoff, als härtende Mittel Formaldehyd verwendet. Die bekannten Verleimungsverfahren führen aber zu geringen Scherfestigkeiten, insbesondere zu geringen Naßfestigkeiten. Besonders bei der Verwendung von naphthalinsulfonsaurem Natrium bestehen Schwierigkeiten. Verwendet man so viel von diesem Stoff, daß der Leim bei etwa 15 bis 1ä° (Zimmertemperatur) streichfähig bleibt, so ist die Verleimung schlecht, zumal der Leim infolge der großen Menge an Zusatzstoffen in der Heißpresse nur langsam erhärtet. Arbeitet man mit geringeren Mengen des genannten Stoffes, so muß man stärker erwärmen, um den Leim streichfähig zu erhalten, und auch den Formaldehydzusatz senken, weil sonst die Leimbrühe zu früh angegerbt werden würde. Verwendet man nicht ausreichende Mengen tiaphthalinsulfonsaures Natrium im Verhältnis zum Härtungsmittel wie Formaldehyd, dann bleibt die Leimbrühe überhaupt nicht genügende Zeit flüssig, so daß sie für praktische Zwecke nicht brauchbar ist. Bei Verwendung von Harnstoff ist, soweit Kunstharzbildung nicht auszuschließen ist, das Entstehen von Kunstharzflecken unvermeidlich. `Fenn die Kunstharzbildung ausgeschlossen wird, sind die Festigkeitswerte, insbesondere die Naßfestigkeit, nicht ausreichend. Bei Verwendung genügender Mengen Harnstoff ist im übrigen zwar die Gelatinierfähigkeit herabgesetzt, aber zugleich die Trockenfähigkeit des Leimes verschlechtert.
  • Es ist zwar bekannt, daß Natriumperchlorat oder Überchlorsäure, ebenso wie Natriumsalze von# aromatischen Sulfonsäuren, z. B. Naphthalinsulfosäure, mit Leim kaltflüssige Lösungen bilden. Derartige kaltflüssige Lösungen sind aber auch mit anderen Zusätzen zu erzielen, z. B. mit Kalk, Ätznatron, N atriumchlorat, Essigsäure u. dgl. Diese Stoffe haben indes entweder nicht die Eigenschaft, die Angerbung des Leimes durch den Formaldehyd genügend lange zu verzögern, so daß eine derartige Leimbrühe sich ausreichend lange hält, oder sie haben die Eigenschaft, die Angerbung zu verzögern. Dann führen sie aber zu völlig unzulänglichen Verleimungen. Ein weitgehend koagulierter Leim würde im übrigen ebenfalls schlecht abbinden.
  • Die Erfindung beseitigt die Mängel der bekannten Verfahren dadurch, daß man Glutinleime verwendet, denen Perchlorsäure oder ihre Salze und gegebenenfalls nach vorheriger Trocknung und Wiederauflösung Formaldehyd oder dieses abspaltende Stoffe zugesetzt sind. Nach einer Abwandlung des vorliegenden Verfahrens kann man Glutinleime verwenden, in denen Perchlorsäure und ihre Salze durch die Salze der Toluolsulfosäure ersetzt sind. Weiter kann man erfindungsgemäß die beschriebenen Leimgemische nicht nur in streichfähiger Form, sondern auch in Form von festen Filmen verwenden.
  • Man kommt so auf 74 kg Leim mit 25 kg Natriumperchlorat aus und kann mit p-Formaldehy d arbeiten. Bei Verwendung von Hexamethylentetramin braucht man sogar nur 5 kg Natriumperchlorat auf 95 kg Leim anzusetzen, während bei Zusatz. von naphthalinsulfonsaurem Natrium eine brauchbare Verleimung nicht erzielt wird.
  • Der Leim nach der Erfindung hält sich je nach der Menge des Aldehyds mehrere Stunden streichfähig und bindet in der Presse unter Druck und Hitze in 1o bis 12 Minuten ab, ohne daß man die Presse zu kühlen braucht. Natriumperchlorat verzögert also bei Zimmertemperatur den Angriff des Aldehyds auf den Leim, ohne bei den Verleimungstemperaturen die Abbindung schädlich zu beeinflussen.
  • Die Erfindung ist im folgenden an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Ausführungsbeispiel Einer Leimbrühe mit 74 kg Leim «erden 25 kg Natriumperchlorat, gegebenenfalls nach vorheriger Lösung, zugesetzt. Dem Gemisch kann man eine beliebige Menge Füllmittel bis zu looo/o beigeben, ohne daß die Haltbarkeit leidet. Es kann so getrocknet, von dem Benutzer gelöst und dann auf Zoo kg Leimgemisch 1 kg p-Formaldehyd oder 2 kg Hexamethylentetramin zugesetzt werden.
  • Doch kann man auch so verfahren, daß man 2 kg Hexamethylentetramin dem Leimgemisch sofort zusetzt. In diesem Falle verwendet man auf 95 kg Leim 5 kg Natriumperchlorat und weniger als 2 kg Hexamethylentetramin.
  • Der Leim wird im warmen Wasserbad gelöst. Wenn man den Leim in Filmform überführt, so wird zweckmäßig das Härtungsmittel bereits bei der Herstellung des Films beigegeben. Der Film hat eine fast unbegrenzte Haltbarkeit.
  • Zweckmäßig setzt man ein geeignetes Weichmachungsmittel, beispielsweise rohes Wollfett in entsprechenden Mengen, beispielsweise 5 bis io%, zu. Der Film kann auch auf Träger, beispielsweise aus Papier oder anderen geeigneten Stoffen, aufgetragen werden.
  • In dem Beispiel läßt sich das Natriumperchlorat durch Salze der Toluolsulfonsäure ersetzen.

Claims (3)

  1. P:1TENTANSPRCCHE: 1. Verfahren zum Heißverleimen unter Druck mit Leime verflüssigende und Leime härtende Mittel enthaltenden Leimen, dadurch gekennzeichnet, daß man Glutinleime verwendet, denen Perchlorsäure oder ihre Salze und gegebenenfalls nach vorheriger Trocknung und Wiederauflösung Formaldehyd oder dieses abspaltende Stoffe zugesetzt sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Glutinleime verwendet, in denen Perchlorsäure und ihre Salze durch die Salze der Toluolsulfonsäure ersetzt sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die beschriebenen Leimgemische in Form von Filmen verwendet. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 131 494, 328 692, 5r7 o98, 523 200; österreichische Patentschrift Nr. 43 464; schweizerische Patentschriften Nr. 18.4 314, 192582.
DEN42233D 1938-07-19 1938-07-19 Verfahren zum Heissverleimen unter Druck Expired DE754929C (de)

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Citations (7)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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CH184314A (de) * 1935-10-21 1936-05-31 Daetwyler Werner Klebstoff für Holzarbeiten.
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