DE744916C - Verfahren zur Instandsetzung und Verstaerkung von Bauwerken sowie zum Verfestigen und Abdichten klueftiger Felsschichten o. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Instandsetzung und Verstaerkung von Bauwerken sowie zum Verfestigen und Abdichten klueftiger Felsschichten o. dgl.Info
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E02D3/00—Improving or preserving soil or rock, e.g. preserving permafrost soil
- E02D3/12—Consolidating by placing solidifying or pore-filling substances in the soil
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Description
- Verfahren zur Instandsetzung und Verstärkung von Bauwerken sowie zum Verfestigen - und Abdichten klüftiger Felsschichten o. dgl. Es ist bekannt, schadhafte Bauwerke, insbesondere Mauerwerk, ,derart instand zu setzen, daß man in das Innere ,des Bauwerks in gewissen Abständen Bohrlöcher bis zu einer bestimmten Tiefe vortreibt, diese Bohrlöcher. mittels Druckluft oder Druckwasser reinigt und durch die Bohrlöcher Zementmörtel, Zementmilch o. dgl. zwecks Ausfüllung der entstandenen Hohlräume einpreßt. In ähnlicher Weise erfolgt auch die Instandsetzung und Schließung von Rissen an Bauwerksteilen.
- Zwecks Verfestigung und Abdichtung v oiz klüftigen Felsschichten o. dgl. werden gleichfalls in bestimmten Abständen Bohrlöcher hergestellt, in diese Luft oder Wasser unter Druck eingeführt und sodann die Klüfte mit Zementmörtel, Zementmilch o. dgl. ausgefüllt. Der Nachteil dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß bei der Einführung von Druckluft oder Druckwasser in die Bohrlöcher und anschließenden Fugen und Klüfte die lockeren und gelockerten Teile nur teilweise entfernt werden können. Die Druckluft oder das Druckwasser treibt namentlich die feineren Teile nach hinten, diese setzen sich an verengten Stellen ab und versperren dadurch den Weg für die spätere Einpressung von Mörtel oder Zementmilch usw.
- Durch das bekannte Verfahren wird daher zuweilen gerade das Gegenteil von dem bewirkt, leas man erreichen möchte; die Folge davon ist, daß die nachfolgende Auspressung des Mauerwerks, der Felsschichten u. dgl. nicht befriedigend #Lusfallen kann. Dieses Auspressen erfolgte bisher in der Weise, daß der Mörtel o. dgl. in die Bohrung in gleichbleibender Richtung unter Druck eingeführt wurde. Hierbei setzten sich die Mörtelteilchen vielfach in engen Klüften vorzeitig ab und verhinderten so ein weiteres Vordringen des Mörtels und damit ein vollständiges Ausfüllen aller Hohlräume.
- Diese Nachteile des bekannten Verfahrens werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß das Spülmittel zum Entfernen der alten Mörtelreste, losen Teile, Schmutz u. dgl. abwechselnd als Druck- und Saugstrom zur Wirkung gebracht und darauf das Preßgut ebenfalls unter abwechselnder Druck- und Saugwirkung eingeführt und abschließend einer Druckwirkung ausgesetzt wird.
- Durch den Druckstrom des Spülmittels ,werden die lösbaren Teile von den Wänden der Adern und Klüfte losgerissen und mit den feinen Teilen in Richtung des Druckstromes weiterbefördert; sie eilen dabei dem flüchtigeren Spülmittel entsprechend ihrer Trägheit und den zu überwindenden Reibungswiderständen mehr oder weniger nach. Durch den darauffolgenden Saugstrom wiederholt sich der Vorgang in umgekehrter Richtung, wobei während einer Reihe von Arbeitswechseln die auszuspülenden Teile allmählich aus den Adern und Klüften durch das Bohrloch berausbefördert werden.
- Durch den wiederholten Richtungswechsel des Spülmittels wird dieses aber auch bei jeder Druckperiode zonenweise «-eiter vorgetrieben, und dadurch werden bisher nicht erreichbare Abschnitte der Spülwirkung erschlossen, so daß eine wirklich gründliche Reinigung und Aufschließung des Mauerwerksinraeren, der Felsklüfte usw. von den losen Teilen, Schmutz, alten Mörtelresten usw. erzielt wird. Wenn nunmehr das Einpressen des Mörtels o,. dgl. in die freigelegten. Hohlräume unter abwechselnder Druck- und Saugwirkung erfolgt, so werden auch weit entfernte und kleine Hohlräume ausgefüllt, da ein vorzeitiges Absetzen von Mörtelteilchen o. dgl. durch das Hinundherbewegen derselben verhütet wird. Durch entsprechende Meßeinrichtungen wird die Wirkungsweise und die Zeitdauer der einzelnen Arbeitsphasen den jeweiligen Verhältnissen angepaßt.
- Es ist zwar bekannt, Verstopfungen in Abwasserkanälen in der Weise zu beseitigen, daß man mittels eines aus einer Gummiglocke bestehenden Kolbens Stöße auf die in dem Kanal stehende Wassersäule ausübt, um die Verstopfung zu lockern. Im Gegensatz hierzu sollen bei dem vorliegenden Verfahren die lockeren Teile durch Hinundherströmen des Spülmittels in Schwebezustand gebracht und zonenweise herausgeholt werden. Das Spülmittel wird nicht unter einen kurz dauernden Druck gesetzt, sondern es wird jeweilig ein Druck- oder Saugstrom erzeugt.
- Weiterhin ist es auch bekannt, die Innenwandung von in Gebäuden verlegten Wasserleitungen, welche starke Ablagerungen aufweisen, in der Weise A reinigen, daß durch die entleerte Leitung trockener Sand oder ein anderes fein verteiltes Reibmittel mittels eines Gasstromes hindurchgeführt wird. Hier handelt es sich um die Behandlung eines fortlaufenden, an beiden Enden offenen Kanals, durch welchen das Druckmittel ständig in gleichbleibender Richtung hindurchgeführt wird.
- Bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens wird in ein Bohrloch eine Leitung dicht eingesetzt, die durch geeignete Ventile oder Hähne abwechselnd mit der Druckseite und mit der Saugseite einer Preßpumpe in Verbindung gesetzt werden kann. In diese Leitung ist ein Absetzbehälter eingeschaltet, der zur Aufnahme der aus dem Bohrloch beförderten Teile dient und deren Eintritt in die Pumpe verhindert. Ferner kann die Leitung oder der Behälter mit einem Beobachtungsglas versehen werden, damit man den Zeitpunkt feststellen kann, an welchem das Ausspülen beendet ist.
- Besonders vorteilhaft ist es, einen Absetzbehälter zu verwenden, der gleichzeitig als Speisebehälter dient. Das Oberende dieses Behälters steht mit einer Luft- oder Wasserpumpe und sein Unterende mit der zum Bohrloch führenden Leitung in Verbindung. Dieser Behälter wird mit Wasser gefüllt, und alsdann wird abwechselnd die Druck- und die Saugseite der Pumpe mit dem Behälter in Verbindung gesetzt. Auf diese Weise wird der Wasserinhalt des Behälters abwechselnd in das Bohrloch hineingetrieben und aus dem Bohrloch herausgesaugt, während mit Sicherheit jedes Eintreten fester Körper in die Pumpe vermieden wird.
- Der Behälter ist mit einem Wasserstandsglas und mit einer Wasserzuleitung zwecks Nachfüllung versehen.
- Um die drückende und saugende Wirkung des Spülmittels zu erhöhen, kann man das Spülmittel gleichzeitig an zwei oder mehreren Punkten, z. B. an zwei benachbarten Bohrlöchern, wirken lassen. Diese Bohrlöcher müssen an ihren Hinterenden mittelbar, z. B. durch Fugen im Gestein, oder unmittelbar in Verbindung stehen. Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens wird das Spülmittel in das eine Bohrloch als Druckstrom zur Wirkung gebracht, während in dein anderen Bohrloch das Spülmittel als Saugstrom zur Wirkung kommt und umgekehrt. Bei dieser Arbeitsweise gelingt es namentlich in solchen Fällen, wo viel lockeres Gut zu entfernen ist, das Herausbefördern sorgfältiger und in kürzerer Zeit zu erreichen, als dies bei Behandlung eines einzigen Bohrloches möglich ist.
- Als Spülmittel kann man Flüssigkeiten oder Gase, z. B. Wasser oder Luft, verwenden. Wenn man ein flüssiges Spülmittel benutzt, so kann es vorteilhaft sein, eine Lösung oder eine Aufschwemmung zu verwenden. Hierdurch soll zunächst das spezifische Gewicht erhöht werden, damit die auszuspülenden Teile leichter mitgenommen werden. Die Lösung kann ferner derart beschaffen sein, daß sie z. B. Mörtelreste auflöst und auf diese Weise deren Herausbeförderung begünstigt.
- Dem flüssigen oder gasförmigen Spülmittel kann ein kornförmiger Körper, z. B. Sand, zugesetzt werden. Ein solcher kornförmiger Körper übt eine Art Schmirgelwirkung aus, und er unterstützt und beschleunigt den Reinigungsvorgang.
- Das Einpressen des Mörtels wird mit Hilfe einer ähnlichen Vorrichtung vorgenommen, wie sie beim Ausspülen verwendet wird. An Stelle des Wassers wird Zementmörtel, Zementmilch o. dgl. benutzt, während man als Druckmittel zweckmäßig Druckluft verwendet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Instandsetzung und Verstärkung von Bauwerken sowie zum Verfestigen und Abdichten von klüftigen Felsschichten o. dgl. durch Herstellen von Bohrlöchern, Ausspülen der Hohlräume und Einpressen von Zementmörtel, Zementmilch o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß das Spülmittel zum Entfernen der alten Mörtelreste, losen Teile, Schmutz u. dgl. abwechselnd als Druck- und Saugstrom zur Wirkung gebracht und darauf das Preßgut unter abwechselnder Druck-und Saugwirkung eingeführt und abschließend einer Druckwirkung ausgesetzt wird.
Priority Applications (1)
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| DEK154702D DE744916C (de) | 1939-06-10 | 1939-06-10 | Verfahren zur Instandsetzung und Verstaerkung von Bauwerken sowie zum Verfestigen und Abdichten klueftiger Felsschichten o. dgl. |
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Publications (1)
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| DE744916C true DE744916C (de) | 1944-01-29 |
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| DEK154702D Expired DE744916C (de) | 1939-06-10 | 1939-06-10 | Verfahren zur Instandsetzung und Verstaerkung von Bauwerken sowie zum Verfestigen und Abdichten klueftiger Felsschichten o. dgl. |
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1939
- 1939-06-10 DE DEK154702D patent/DE744916C/de not_active Expired
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