DE7338099U - Tiefton-Hochton-Lautsprecherkombination - Google Patents
Tiefton-Hochton-LautsprecherkombinationInfo
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Description
Tiefton-Hochton-Lautsprecherkombination
PiJr hochwertige Schallwiedergabe sind Lautsprecher erforderlich,
die außer einem den ganzen Hörbereich erfassenden Übertraglingsbereich einen besonders kleinen Klirrfaktor,
vernachiässigbar kleine ausgieichsvorgänge und eine mög-
sichtlich der Schallabstrahlung haben. Da es praktisch unmöglich
ist, alle diese Forderungen mit nur einem einzigen Lautsprechersystem zu erfüllen, ist es üblich, den ganzen Übertragungsbereich
auf mehrere unterschiedliche Lautsprecher zu verteilen, wobei jeder Lautsprecher optimal für sein zugeordnetes
Frequenzgebiet .ausgebildet wird und die Lautsprecher nebeneinander in einem Gehäuse angeordnet sind.
Se hat sich jedoch gezeigt, daß in vielen Fällen die ilächenhafte Ausdehnung der aus mehreren nebeneinander angeordneten
Lautsprechern gebildeten Schallquelle als unbefriedigend empfunden wird und die Schallreproduktion verbessert wird,
wenn die Schallabstrahlung aller Frequenzen aus nur einem Schallquellenpunkt erfolgt.
Für diese Zwecke sind seit langem sogen. Koaxial-Lautsprecher
in Gebrauch, bei denen auf dem Polkern eines größeren Tieftonlautsprechers
ein Hocntonlautspreclier mit üblicher Konusmem-
bran befestigt ist. Nun haben aber Konusmerabranen die Eigenschaft,
daß sie auf ihrer Mantelfläche unterteilt sohwingen, wenn die Wellenlängen der abgestrahlten Frequenzen in die
Größenordnung des maximalen Membrandurohmessers kommen. Aufgrund der teilweise gegenphasig schwingenden Membranpartien
entstehen dann Interferenzen, die sloh in einem unregelmäßigen
Frequenzgang der abgestrahlten Frequenzen auswirken. Bei Konuslautsprechern, z.B. von 10 cm größtem Durchmesser,
ist dieser mit Einbrüchen und Höckern erkennbare Frequenzgang ab etwa 5000 Hz aufwärts zu beobachten. Dieser
Mangel läßt sich auch nicht dadurch völlig beseitigen, daß nach dem Vorschlag der deutschen Patentschrift 820 7^2 die
Hochtonkonusmembran nach hinten mit einem schalldämpfenden Material abgeschirmt wird.
Ein weiterer Nachteil bei Koaxialsystemen mit Konuslautsprechern ist die Eigenschaft der Konusmembran, zunehmend
zu höheren Frequenzen hin eine Bündelung der Schallwellen zu erzeugen. Dies kommt daher, daß bei hohen Frequenzen
praktisch nur noch der Membranbereich in der Nähe der Schwingspule schwingt und die äußeren Bereiche der Konusmembran
aufgrund der Massenträgheit bewegungslos bleiben. Diese äußeren Bereiche wirken dann nur noch als Schalltrichter
und verursachen die starke Bündelung. Ein weiterer Mangel der bekannten Konusmembran bei Mittel- bzw. Hochtonsystemen
ist die relativ große Masse der schwingenden Membranpartien. Diese erzeugt im Zusammenwirken «nit den Federkräften der
schwingungsfähigen Membran selbständige Ausgleichescnwingungen,
die sich insbesondere bei impulshaltigen Klangen ungünstig
auswirken, well sie das abgestrahlte Klangbild verfälschen.
Die Neuerung beruht auf der Erkenntnis, daß die Schallwiedergabe
eines Koaxiallautsprechers beträchtlich verbessert werden kann, wenn für das Hochtonsystem nicht wie bisher ein
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II· I ·
Konuslautsprecher, sondern ein sog· Kalottenlautsprecher verwendet wird. Obwohl Kalottenlautspreoher seit langem be«·
lcannt sind, hat man bisher ihre Vorzüge bei der Verwendung
als Hochtonsystem eines Koaxiallautsprechers nicht erkannt. Die schallabstrahlende Membran eines derartigen Lautsprechers
hat die naoh außen gewölbte Gestalt einer Kugelkalotte. Damit erreicht man einen sehr weiten räumlichen Abstrahlwinkel
für die hohen Frequenzen. Durch die Wahl eines Membranroaterials
mit hoher innerer Dämpfung lassen sich ferner die Partlalsohwingungen bei Frequenzen, deren Wellenlängen
kleiner sind als die Abmessungen der ohnehin schon kleinen Kalottenmembranfläehe (im Vergleich zu Lautsprechern mit
Konusmembran) wirkungslos machen. Da sich die Masse der kleinen schwingenden Kalotte, klein halten läßt, sind auch
die Ausgleichsschwingungen dieses Systems bei impulshaltiggen Klängen vernachlässigbar klein.
Pur das Tieftonsystem des neuerui*gsfcemäß ausgebildeten Koaxial lautsprechers
wird zweckmäßig ein Tiefton-Mitteltonsystem
mit Langhub verwendet. Derartige Lautsprechersystem© haben im Vergleich zur Luftspalttiefe des Magnetsystems relativ
lange Schwingspulen, so daß sie große Amplituden ausführen können, ohne Verzerrungen im Klangbild zu erzeugen; die
Eigenresonanz des Membransystems wird sehr niedrig gelegt, indem man eine besonders welche Federung für die schwingende
Gesamtmasse wählt.
Bei einem Koaxiallautsprecher werden über eine elektrische
Frequenzweiche der hohe Frequenzbereich nur dem Hochtonsystem und der übrige Frequenzbereich nur dem anderen Lautsprechersystem
zugeführt. Da sich jedoch diese Frequenzbereiche nicht bei einer einzigen Frequenz trennen lassen, tritt ein gewisses
Überlappungsgebiet auf, in welchem beide Lautsprecher die gleichen Frequenzen zugeführt erhalten und abstrahlen. Je nach
■ί γ, "p-fcliSfo
den räumlichen Abmesaungen der beiden Lautsprechersysteme
können sich dabei in dem gemeinsamen Schallfeld Interferenzen ergeben, die zu Höckern bzw. Einbrüchen im Gesamtfrequenzgang
des Koaxialsystems führen können. Zur Vermeidung solcher unerwünschter Erscheinungen kannneuerungsEemäß
das Hochtonsystem mit einer Schallführung ausgestattet werden, welche den Abstrahlwinkel der Kalottenmembran und damit
die räumliche Überlappungszone im Schallfeld in dem erforderlichen Ausmaß begrenzt. Diese Schallführung besteht zweckn.äßig
aus einer am Magnetkörper angeschraubten Ringplatte,
deren Mittelöffnung die Membrankalotte/außen durchtreten läßt
,se gegen
und zugleich die/mechanische Beschädigung schützt. Diese Ringplatte setzt sich durch Vermittlung von mehreren an ihrem Umfang verteilten Stegen in einen Schal!führungsring von größerem Durchmesser fort, der die erforderliche Begrenzung des Abstrahlwinkels der Kalottenmembran innerhalb des von der Konusmembran des Tieftonsystems umschlossenen Raumes bewirkt. Zwischen der Ringplatte und dem an diese angesetzten Schallführungsring kann ein Luftspalt von geeigneter Abmessung verbleiben.
und zugleich die/mechanische Beschädigung schützt. Diese Ringplatte setzt sich durch Vermittlung von mehreren an ihrem Umfang verteilten Stegen in einen Schal!führungsring von größerem Durchmesser fort, der die erforderliche Begrenzung des Abstrahlwinkels der Kalottenmembran innerhalb des von der Konusmembran des Tieftonsystems umschlossenen Raumes bewirkt. Zwischen der Ringplatte und dem an diese angesetzten Schallführungsring kann ein Luftspalt von geeigneter Abmessung verbleiben.
Ein Ausführungsbeispie"1 der Neuerung wird anhand der Zeichnung
beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 den axialen Schnitt durch einen neuerungsgemäß ausgebildeten
Koaxiallautsprecher.
Fig. 2 die Draufsicht auf die aus dem Schal!führungsring und
der Ringplatte bestehende bauliche Einheit, in Pfeilrichtung gesehen.
In Fig. 1 stellen die Teile 1 bis 5 das an sich bekannte Magnetsystem eines Tiefton-Mitteltonlautsprechers dar, nämlich
den Eisenbügel 1, den Magnetblock 2, Polkern 3, Zentrierring
4, Polplatte 5; diese Teile werden durch Schrauben 6 zusammengehalten,
die auch den Lautsprecherkorb 7 an dem
•A
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Magnetsystem befestigen. Mit 8 ist die Schwingspule und mit 10 die Konusmembran des Tiefton-Mitteltonsystems bezeichnet,
wobei diese bewegliehen Teile durch die Zentriermenibrane 9
und die Randführung II elastisch gehalten werden. Die elektrischen
Anschlüsse zur Langhub-Schwingspule sind in bekannter Weise bei 12 und 12' herausgeführt.
An dem Polkern 3 ist koaxial neuerungsgemäS ein Hochtonlautsprecher
mit Kalottenmembran angebaut,und zwar mittels eines etwa U-förmigen, aus Blech gestanzten Bügels 18, der
seinerseits mit Schrauben 16 an dem Magnetkörper des Hochtonsystems angeschraubt ist. Der Bügel 18 ist auf die Stirnfläche
des Polkerns 3 mit seiner mittleren Fläche aufgesetzt,
die ein Gewinde 19 aufweist, das mit dem aus dem Polkern 3 hervorstehenden Gewindezapfen 20 verschraubt ist.
Um ein genügend langes Gewinde in der Bügelfläche zu bilden, wird bei der Herstellung des Bügels ein entsprechender Kragen
aus dem Bügel herausgedrückt. Durch eine Bohrung 21 des Gewindezapfens 20 am Polkern 3 ist die Doppelleitung 17
des Hochtonlautsprechers herausgeführt. Dadurch ist es möglich, die beiden Lautsprecher je für sich zunächst fertigzustellen
und dann in einfacher Weise dadurch zusammenzubauen, da3 die Zuleitung 17 des Hochtonlautsprechers durch
die Bohrung 21 des Polkerns hindurchgesteckt und schließlich der Bügel 18 mit seiner Gewindebuchse 19 auf den Gewindezapfen
20 geschraubt wird.
Der Hochtonlautsprecher weist einen ringförmigen flachen Magnetkörper 13 auf, aus welchem die Kalottenmembran 14
hervortritt. Neuerunssgemäß ist an der vorderen Stirnseite
des Magnetkörpers 13 ein aus Kunststoff gepreßtes Ansatzteil
angeschraubt, welches innerhalb des von der Konusmembrane 10 des Tieftonsystems umschlossenen Raumes einen SchallfUhrungsring
15 bildet, der durch mehrere am Umfang verteilte Stege 15" mit einer Ringplatte 15' verbunden ist. Der Durchmesser
des SchallfUhrungsringes 15 ist so gewählt, daß er den Ab-
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Strahlwinkel der Kalottenmembran 14 in der erforderlichen Weise nach außen begrenzt. Die Ringplatte 15' läßt durch
ihre Mittelöffnung die Kalottenmembran Ik nach außen durchtreten,
und umgibt diese mit einem Ringwulst, der sie gegen mechanische Beschädigungen schützt. Zwischen der Ringplatte
15' und dem Schallführungsring 15 ist ein Ringspalt 22 verblieben, der sich in akustischer Hinsicht als zweckmäßig erwiesen
hat.
Das gemäß der Neuerung geschaffene Koaxialsystem zeichnet sieh durch seinen einfachen mechanischen Aufbau und in akust-i-
* scher Hinsicht durch einen sehr breiten Frequenzbereich, durch geringe Klirrverzerrungen, geringe Ein- und Ausschwingvorgänge
sowie einen räumlich breiten Abstrahlwinkel aus, der bis binauf zu sehr hohen Frequenzen weitgehend konstant bleibt.
Ansprüche
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Claims (9)
1) Hoch- Tiefton-Lautsprecher, bei dem das mit einer Konusmembran
ausgestattete Tieftonsystem mit einem Hoohtonsystem axial hintereinander baulioh derart vereinigt ist, daß
die Konusmembran des Tieftonsystems das Hochtonsystem umgibt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hochtonsystem ein Kugelkalotten-Hochton-Lautsprecher ist.
2) Koaxiallautsprecher nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η-zeichn
et, daß das Tieftonsystsm ein Tiefton-Mitteltonsystem
mit Konusmembrane nach der Langhubbauart ist.
3) Koaxiallautsprecher nach Anspruch 1 c1er 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der als Hochtonsystem dienende Kalottenlautsprecher stirnseitig mit einem
Schal!führungsring versehen ist, welcher den Abstrahlwinkel
der Kalottenmembrane innerhalb des von der Konusmembrane des Tieftonsystems umgebenen Schallraumes begrenzt
.
4) Koaxiallautsprecher nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet,
daß der Schallführungsring (15) von einer Ringplatte (15*) getragen wird, welche an der Stirnseite
des Magnetkörpers (13) des Hochtonsystems befestigt 1st und eine Mittelöffrung für den Durchtritt der Kalottenmembrane
(14) aufweist.
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5) Koaxiallautsprecher nach Anspruch h, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringplatte(15')in ihrem die Mittelöffnung
begrenzenden Teil in Form eines verstärkten P.ingwulstes
ausgebildet ist, welcher die Membrankalotte mechanisch gegen Beschädigung schützt.
6) Koaxiallautsprecher nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallführungsring (15)
mit der Ringplatte (15*) durch am Umfang verteilte Stege (15tt) derart verbunden ist, daß zwischen Ringplatte und
"* Schallführungsring ein Luftspalt (22) verbleibt.
7) Koaxiallautsprecher nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochton-LautSprecher
an dem Polkern (3) des Tiefton-Lautsprechers mit Hilfe eines U-förmigen Bügels (18) befestigt ist, der an seinen
Schenkeln an dem Magnetkörper (13) des Hochton-Lautsprechers
angeschraubt ist und an seiner mittleren Fläche an der Stirnseite des Polkerns (3) anliegt und auf einen an dieser
hervorstehenden Gewindezapfen (20) festgeschraubt ist-
8) Koaxiallautsprecher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (l8)
an seiner mittleren Fläche einen herstellungsmäßig herausgedrückten
und mit Innengewinde versehenen Kragen (19) aufweist, der mit dem Gewindezapfyn (20) verschraubt ist.
9) Koaxiallautsprecher nach einem der An^püche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gewindezapfen (20) und der Polkern O) eine Längsbohrung (21) aufweisen, durch welche
die Zuleitungen (17) des Hochtonlautsprechers geführt sind.
73388993V. 1.7*
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7338099 | 1973-04-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7338099U true DE7338099U (de) | 1974-01-31 |
Family
ID=1298228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7338099U Expired DE7338099U (de) | 1973-04-26 | Tiefton-Hochton-Lautsprecherkombination |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7338099U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3006508A1 (de) * | 1980-02-21 | 1981-08-27 | Dual Gebrüder Steidinger, 7742 St Georgen | Elektrodynamischer lautsprecher |
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- DE DE7338099U patent/DE7338099U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3006508A1 (de) * | 1980-02-21 | 1981-08-27 | Dual Gebrüder Steidinger, 7742 St Georgen | Elektrodynamischer lautsprecher |
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