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Tabellenrechenmaschine mit Speicherwerken und Saldierwerk Bei Tabellenrechenmaschinen
kommen bestimmte Gattungen von Tabellen vor, bei welchen es zweckmäßig ist, bei
Eintritt eines negativen Zeilentotals den automatischen Totalzug, der sonst bei
Übergang des Wagens in die Saldospalte eintritt, zu verhindern, um durch diese Unterbrechung,
des selbsttätigen Summenzuges ;den die Maschine Bedienenden.darauf aufmerksam zu
machen, daß das Saldierwerk auf negativem Saldo steht, und ihn zu veranlassen, die
betreffende Buchungskarte besonders zu behandeln, z. B. beiseitezulegen.
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Ein Beispiel einer solchen Tabelle, nämlich eine Lohnabrechnungstab.elle,
ist in Abb. x veranschaulicht, ein zweites Beispiel, eine kameralistische Tabelle,
in Abb. a: Bei Lohnabrechnungen ergibt sich die Nettolohnauszahlung aus dem Akkordverdienst,
Lohnstundenverdienst, den Abzügen, wie Lohnsteuer, Bürgersteuer, Versicherungsbeträge
und Vorschüsse, so daß in der Nettolohnspalte die Differenz aus diesen Plus-und
Minusbeträgen als Nettolohn ausgeworfen werden -muß.
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Nun kann es vorkommen, daß der auszuzahlende Nettolohn negativ wird,
etwa durch zu hoch entnommene Vorschüsse. In diesem Falle ist es wünschenswert,
daß die Maschine nicht mehr automatisch Summe zieht und den negativen Saldo in der
Nettolohnspalte nicht selbsttätig auswirft, sondern daß der Arbeitsgang des automatischen
Summenziehens unterbrochen wird, damit der die
Maschine Bedienende
eben zwangsläufig darauf aufmerksam gemacht wird. daß ein negativer Saldo vorliegt
und die betreuende Lohnkarte als besonders zu behandelnde beiseitegelegt «-erden
kann. -Bei Zustandekommen eines Negativsaldos soll die Summe, wie Vihlich,durch
die handeinstellbare Totaltaste aus der Maschine gezogen werden.
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Ganz ähnlich liegen die Verhältnisse bei der kaineralistischen Tabelle
(Abb. a ). Hier kann es vorkommen, da!.') die Summe der Abgänge in einer bestimmten
Zeile die Etatsstimme überschreitet und daß in der betreffenden Zeile also ein negativer
Saldo im Saldierwerk steht. Hier soll der die Maschine Bedienende auf diesen etatmäl.iig
wichtigen Vorgang zivangsläulig aufmerksam gemacht werden, und das geschieht gemäl.i
der Erlindung wieder dadurch, d-15 der automatische Summenzug unterbleibt, so daß
der Bedienende sofort weiß, es muli im Saldierwerk ein negativer Saldo stehen, und
er zu einer besonderen Handhabung der Maschine gez\i-ullgell wird.
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Bei Buchungsmaschinen ohne automatische Stimme ist die Aufgabe dadurch
gelöst. d-15 bei eintretenden Negativsalden die Totaltasten gesperrt sind. Zum Zielren
dieser Summe muß erst diese Sperre durch einen Minussaldohebel gelöst werden, so
daß dadurch die Maschinenbedienung auf den Negativsaldo aufmerksam gemacht wird.
Dies erfordert einen besonderen Bedienungsgriff. Auf:erdem wird das Arbeitstempo
heruntergemindert.
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Es ist auch bereits eine Rechenmaschine bekannt, welche selbsttätig
mittels der flüchtigen Eins der Summentaste eine Additions-oder Subtraktionsmotortaste
unterstellt, -wenn der Zählwerksinhalt ein positiver oder negativer ist. Bei dieser
Maschine wird in Abhängigkeit von der negativen flüchtigen Eins die Summentaste
gesperrt; zum Lösen der Sperre ist eine Sondertaste vorgesehen. Diese im Unterschied
zur Erfindung nicht für automatische Tabellenarbeiten geeignete Maschine besitzt
von der Kreisschaltung auf die Summentasten wirkende Sperren, die bei Verzögerung
der flüchtigen Eins und vorzeitigem Drücken der Summentaste zu einem falschen Ergebnis
führen können. Demgegenüber werden bei der Rechenmaschine der Erfindung, bei welcher
alle Funktionen und insbesondere die der Stimmen automatisch durch die Papierwagensteuerung
herbeigeführt werden, weder eine Sperrung der Totaltasten und damit auch kein Belasten
derselben noch ein besonderer Bedienungsgriff- notwendig. Das Erfindungsmerkmal
besteht darin, daß der bei Sprung des Wagens in die Zeilenstimmenspalte (neue Saldospalte]
eintretende selbsttätige Stiminenzug in Abhängigkeit von der Kreisschaltung des
Saldieriverkes bei C-ber-"allg der Rechnung aus dem positiven in den negativen Stand
verhindert wird.
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In der Zeichnung Abb.3 ist die zusätzliche Einrichtung zur Herbeiführung
dieser autoimitischen Abschaltung des Summenziehens in Abhängigkeit von der negativen
Kreisschaltung in Ansicht veranschaulicht. während Abb. .l diese Einrichtung bei
positiver Kreisschaltung zeigt. Aus Abb.5 ist die Einrichtung ersichtlich. welche
`iii Abhängigkeit von der Wagenstellung bzw. von denn ain Wagen vorgeselicnen besonderen
Anschhig die automatische Summe zieht.
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Abb.6 -zeigt diese Einrichtung hei völlil;c-i-Ausschaltung der automatischen
Summe. Die Einrichtung zum automatischen Stunnienzielien besteht, wie aus Abb. 3
und 5 hervorgeht, aus einer Schiene r. welche einen Winkelhebel a, 3 um Achse 4
bei ihrer Schaltiing verschnenkt. Der Arm 3 dieses Winkelliebels ist durch Stift
3" mit einem Stößel 5. gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Federspannwerkes
6" gekuppelt, so daß er den Stößel s bei seinem Verschwenken nach oben hochstößt.
In der Normalstellung nimmt dieser Stößel die Lage nach Abb..l ein. liegt also mit
seiner Stirnkante S unter dem Ende eines um Zapfen 9 schwingenden Winkelliehels
i o, der mittels in das :Maul r i der Summenschiene i a eingreifenden Stiftes r
; die Summenschiene 1z nach rechts verschiebt und dadurch den automatischen Summenzug
bewirkt.
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Tritt nun eine negative Kreisschaltung ein, so wird der Stößel 5 aus
der in Abb. 4 gezeichneten Stellung in die laut Abh.3 dargegestellte Lage im Pfeilsinne
um den Zapfen ;" verschwenkt, tritt damit aus der Bahn des Armes io, so daß beim
Hochgange des StöIielS 5 eine Betätigung -des Winkelhebels i o nicht mehr vor sich
geht. die Summenzugschiene 1 2 also ungeschaltet bleibt und der automatische Summenzug
unterbrochen wird-Die Verschiebung der Schiene i und damit das Heben des Stößels
5 erfolgt jedesimil beim Wagensprung in die Saldospalte durch einen besonders ausgebildeten
Anschlag 14, welcher die Rolle 15 des um Zapfen t 6 schiringenden Hebels 1; in die
strichpunktierte Lage 15' bringt und dadurch die Schiebe i in der Pfeilrichtung
der Abb. 5 verschiebt.
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Die Verschivenhung des Stößels 5 aus der Lage der Abb. 4. in die Stellung
Abb. 3 erfolgt nun bei jedesmaliger negativer Kreisschaltung dadurch, daß mit dem
Stöliel durch Schlitz i 8 und Stift i 9 ein um Zapfen mit dem Stößel verschwenkbarer
Winkelhebel 21 gekuppelt ist, dessen einer Arm durch Stift 2z mit der Schubstange
23 verbunden ist. Die Schubstange 23 greift ihrerseits am
Zapfen
2¢ des um Zapfen 25 drehbaren Kreisschaltungshebels 26 an. Die Verschwenkung dieses
Kreisschaltungshebels 26 bei negativer Kreisschaltung aus der in Abb.3 eingezeichneten
Pfeilrichtung bis zum Anschlagstift erfolgt von der durch den Zehnerschaltstöl"cl
28 bei Ausschaltbewegung des Zählwerks aus # den Stellwerkssegmenten verschwenkten,
um Zapfen 29 drehbaren Klinke ßo, die hierdurch mit ihrer Umwinkelung 3 i die Rast
32 :eines um Zapfen 33 schwingenden mehrarmigen Hebels 34. freigibt. Dieser dHebel
34 steht unter Wirkung einer starken Spannfeder 3 5 und dreht sich in der Pfeilrichtung,
wobei der Stift 36 den Kreisschaltungshebel 26 in die in Abb.3 dargestellte Lage
verschwenkt. Bei jedesmaliger negativer Kreisschaltung wird also der Stößel 5 in
die Außerwirkungslage laut Abb. verschwenkt, so daß der Stößelhub, welcher bei jedesmaligem
Wagensprung in die Saldospalte erfolgt, die Summenschiene nicht mehr beeinflußt.
In diesem Falle wird die negative Summe durch die Totaltaste T gezogen.
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Um aber in bestimmten Fällen den automatischen Summenzug völlig verhindern
zu können, auch wenn das Saldierwerk auf positivem Betrag steht, ist noch eine Sondereinrichtung
vorgesehen. Sie besteht aus. einem Handhebe137 (Abb.3), der durch Schubstange 38
bei seiner Verschwenkung in der Pfeilrichtung der Abb.6 einen um den gleichen Zapfen
2o von Hebel 21 verschwenkbaren- Hebel 39 dreht. Dieser Hebel 39 ist seinerseits
durch eine Spannfeder 4.o mit dem Hebel 21 elastisch verbunden und liegt bei positiver
Kreisschaltung mit einem Stift 4.i an der Rückenfläche des Hebels 21 an (Abb. 4.).
Wird die Schubstange 38 im Pfeilsinne der Abb. 6 verschöben, dann wird Hebel 21
mittels Hebels 39 und Bolzens .4 1 in die Lage der Abb.6 verschwenkt, dadurch also
die Stößelstange 5 wieder aus der Wirkungsbahn des Winkelhebels io zwangsläufig
gebracht, d. h. der automatische Summenzug ausgeschaltet, ganz einerlei, wie das
Querwerk steht.
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Damit nun diese Bewegung des Winkelhebels 21 ohne Beeinflussung der
Stellung der Schubstange 23, deren Lage ja von der negativen Kreisschaltung abhängt,
möglich ist, erfolgt die Kupplung des Hebels 21 mit der Schubstange 23 durch Stift
22 nicht zwangsschlüssig, sondern mittels eines besonderen Schlitzes 22a, der das
selbsttätige Spiel des Hebels 21 bei Betätigung der Schubstange 38 zuläßt. Infolge
dieses Schlitzes ist es möglich, daß auch die Schubstange 23 in Abhängigkeit von
der negativen Kreisschaltung arbeiten kann, ohne daß dadurch der Ilebel2i beeinflußt
wird (s. Abb.6).