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DE732266C - Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Schlaeuchen, insbesondere kuenstlichen Wursthuellen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Schlaeuchen, insbesondere kuenstlichen Wursthuellen

Info

Publication number
DE732266C
DE732266C DEW95539D DEW0095539D DE732266C DE 732266 C DE732266 C DE 732266C DE W95539 D DEW95539 D DE W95539D DE W0095539 D DEW0095539 D DE W0095539D DE 732266 C DE732266 C DE 732266C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hose
diameter
tube
pieces
strength
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW95539D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Produktions und Vertriebs GmbH and Co OHG
Original Assignee
Wolff and Co AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wolff and Co AG filed Critical Wolff and Co AG
Priority to DEW95539D priority Critical patent/DE732266C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE732266C publication Critical patent/DE732266C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C13/00Sausage casings
    • A22C13/0013Chemical composition of synthetic sausage casings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Rigid Pipes And Flexible Pipes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Schläuchen, insbesondere künstlichen Wursthüllen Wursthüllen werden bei der Füllung mit Wurstmasse oder anderem Gut in der Querrichtung wesentlich stärker als in der Längsrichtung mechanisch beansprucht.
  • Man hat versucht, diesem Übelstand beim Herstellen künstlicher Wursthüllen aus breiartiger tierischer oder pflanzlicher Fasermasse mit Hilfe formgebender Ringdüse dadurch Rechnung zu tragen, daß man der aus dieser Düse auszupressenden Masse eine ihre Teilchen quer zur Preßrichtung stellende Drehbewegung innerhalb der Düse erteilt, so daß sich in Verbindung mit der beim Auspressen aus derRingdüse auftretenden Längsausrichtung von Masseteilchen bei der NVandung des entstehenden Schlauches eine kreuzweise Übereinanderlagerung der Fasern ergibt.
  • Dabei werden quer gerichtete Fasern nut in der Querschnittsmitte der Schlauchwandung vorhanden sein und daher die längs gerichteten Fasern überwiegen, so daß sich keine die Längsfestigkeit überschreitende Querfestigkeit des Schlauches erreichen läßt, wie sie für gefüllte Wursthüllen erforderlich ist, bei denen die Ouerbeanspruchung etwa doppelt so groß als die Längsbeanspruchung ist.
  • Man hat auch schon vorgeschlagen, bei der Bildung künstlicher Wursthüllen aus zerkleinerten Hautabfällen und ähnlichen faserigen Preßmassen zwei oder mehr Schichten mit verschiedenen Faserrichtungen aufeinander zu pressen. Auf diese Weise kann nach dem Sperrholzprinzip in einem dem Schnittwinkel dieser Faserrichtungen entsprechenden Ausmaße die Öuerfestigkeit eines aus Fasermassen erzeugten künstlichen Schlauches vergrößert werden, wenn auf die einfachere Herstellung des Schlauches in einer einzigen, durch eine Ringdüse bestimmten Schicht verzichtet wird.
  • Ferner hat man beim Herstellen von nahtlosen Schläuchen ohne Faserstruktur aus Nriscose und ähnlichen plastischen Massen durch Ausspritzen aus einer Ringdüse und Bespülen mit Fällflüssigkeit sich bereits bemüht, eine Steigerung der mechanischen Zähigkeit und damit der Haltbarkeit des Schlauches dadurch zu erreichen, daß man den Schlauch beim Verlassen der Düse gleichzeitig mit dem Erhärtungsvorgang durch inneren, durch Lufteinblasen erzeugten Druck weitet. Dabei hat sich praktisch gezeigt, daß man auf diese Weise einen Schlauch mit einer die Längsfestigkeit überschreitenden Querfestigkeit nicht erhalten kann, weil die Querlagerung der Micellen der Schlauchmasse, die für das Erreichen einer bevorzugten Querfestigkeit erforderlich ist, infolge der unmittelbar an der Düse stattfindenden Durchführung der Schlauchweitung an einer Stelle des ganzen Schlauchherstellungsganges bewirkt wird, wo die Schlauchmasse noch eine flüssige Beschaffenheit hat, so daß die Querlagerung der Mizellen durch die nachfolgende Längsführung des Schlauches die auf eine Ausrichtung der Micellen parallel oder ungefähr parallel zur Schlauchachse hinwirkt, ganz oder in der Hauptsache wieder aufgehoben wird. Diese strukturiosen Schläuche reißen daher 1 >ei Verwendung als künstliche Wursthüllen und tür ähnliche Zwecke unter der Druckwirkung des Füllgutes leicht ein, und auch beim Ah binden dieser Wursthüllen macht sich die ungenügende Querfestigkeit unangenehm bemerkbar, indem dabei die Zipfel leicht einreißen.
  • Erfindungsgemäß gelingt es nute, auf einfache Weise Schläuchen aus regenerierter Cellulose oder Celluloseverbindungen oder ähnlichen plastischen Niassen ohne Fasern struktur, insbesondere für Verwendung als künstliche Wursthüllen, dadurch eine große, die Längsfestigkeit überschreitende Querfestigkeit zu verleihen, daß der geformte Schlauch nach teilweise erfolgtem Fällen und vor seiner vollständigen Verfestigung in Stücke unterteilt wird, die durch inneren Druck in ihrem Durchmesser so weit ausgedehnt werden, daß eine ihre Querfestigkeit gegenüber ihrer Längsfestigkeit vergrößernde, dauernde Querlagerung ihrer Micellen zu ihrer Längsachse eintritt. Da diese Verlagerung der sonst in der überwiegenden Menge längs gerichteten Micellen erst vorgenommen wird, nachdem der Schlauch eine gewisse Festigkeit erreicht hat, bleibt sie, im Gegenssatz zu dem bekannten Aufweiten des Schlauches, unmittelbar hinter der Spinndüse, auch bei der weiteren Behandlung des Schlauches erhalten. Da sie anderseits vor dem vollständigen Verfestigen des Schlauches stattfindet, kann sie noch in einem erheblichen, für das Erreichen einer hohen Querfestigkeit genügenden Ausmaß herbeigeführt werden, was nicht mehr möglich ist, wenn die Aufweitung erst später, z. B. während des Trocknens, vorgenommen wird. Die erfindungsgemäß erreichbare Erhöhung der Querfestigkeit gegenüber der Längsfestigkeit ist auch insofern von Vorteil, als sie die Anwendung dünnerer Wandstärken der Schläuche bei gleicher mechanischer Widerstandsfähigkeit und damit eine erhebliche Werkstoffersparnis ermöglicht.
  • Wenn die Vergrößerung des Schlauchdurchmessers durch Aufblasen mit Gas bewirkt wird, kann beispielsweise bei der Schlauchherstellung durch Auspressen von Viscoselösung aus einer Ringdüse in ein Fällbad so verfahren werden, daß der Schlauch nach dem Verlassen des Fällhades in koaguliertem Zustand in Stücke passender Länge, z. B. von mehreren Nifetern, zerschnitten wird und diese Stücke an einem Ende verschlossen werden, worauf in das Innere dieser noch nicht vollständig verfestigten Schlauchstücke Gas, z. B. Luft oder Kohlensäure, eingeblasen wird, bis die gewünschte Durchmessererweiterung erreicht ist, während erst dann die Regenerierung der Schlauchmasse zu Cellulosehydrat erfolgt, woran sich das Entschwefeln, das Bleichen und das Trocknen der Schlauch stücke anschließen. Bei der Erzeugung von Schläuchen aus Celluloseäther- oder Celluloseesterlösungen wird das Aufblasen der ebenfalls in Längen geschnittenen Schlauchstücke nach dem Ausfällen mit Wasser oder dem teilweise bewirkten Verdunsten der Lösemittel vorgenommen. Wenn das Ausfällen mit Wasse oder einem anderen l.illmittel bewirkt wird, ist darauf zu achten, daß das Aufblähen der Schlauchstücke einsetzt. bevor die Gesamtheit der im entstehenden Schlauch vorhandenen Lösemittel durch das Fällmittel, z. B. Wasser, entfernt worden ist.
  • Die Durchmesservergrößerung liailn auch mit Hilfe von Unterdruck erreicht werden, indem man die teilweise ausgefällten und noch nicht vollständig verfestigten Schlauch stücke mit Luft unter Zusammenklemmen ihrer Enden füllt und dann je in ein die endgültige Schlauchweite bestimmendes Rohr von einem den Durchmesser des luftgefüllten Schlauchstückes übersteigenden Durchmesser einbringt, worauf das Rohr verschlossen und das Schlauchstück durch Herstellen von Unterdruck im Rohr unter Innendruck gesetzt wird. Durch das Rohr ist dabei die Gewähr für das Erreichen eines genau bestimmten und auf die ganze Schlauchlänge gleichbleibenden Durchmessers gegeben. Ferner kann man zum Aufblasen der Schlauchstücke an Stelle eines gasförmigen Mittels auch Flüssigkeiten, z. B. Salzlösungen bei Viscose oder Wasser bei Celluloseestern, verwenden, indem man diese Flüssigkeiten unter l)ruel in die Schlauchstücke einführt.
  • Als vorteilhaft hat es sich erwiesen. die Durchmesservergrößerung auf mindestens 40° des Ausgangsdurchmessers zu bringen. und man kann ohne Schwierigkeit bis zu 100% des Ausgangsdurchmessers gehen. Die dabei erreichten Vergrößerungen der Querfestigkeit betragen das 1.5- bis 2,5fache der Querfestigkeit eines nicht erfindungsgemäß im Durchmesser geleiteten Schlauches.
  • Gleichzeitig mit dem Vergrößern des Durch messers kann auch ein geringes Längsstrekken des Schlauches bewirkt werden, um hierdurch einem etwaigen zu starken Schrumpfen des Schlauches bei der Weiterbehandlung vorzubeugen, da der Schlauch infolge der Querlagerung seiner Micellen das Bestreben hat, in der Längsrichtung stark zu schrumpfen. Außerdem wird auf diese Weise eine Minderung der Längsfestigkeit des Schlauches entgegengewirkt.
  • Beispiele I. Eine Viskose mit einem Gehalt von 9 Qo Cellulose und 801o Alkali und einer Ammonchloridreife vom Werte 3 wird aus einer Ringdüse von 40 mm Durchmesser in ein Fällbad gedrückt, welches 15% Natriumsulfat und 10% Säure enthält. Die Abzugsgeschwindigkeit beträgt etwa 15 in in der Minute, und die vom gebildeten Schlauch im Fällbad durchlaufende Strecke ist 1 in. Der auf diese Weise koagulierte Schlauch wird sofort nach Verlassen des Fällbades in Längen von 5 m geschnitten, und diese Stücke werden an einem Ende mit einer Klammer zusammengequetscht und abgeschlossen. Am anderen Ende wird in das Schlauchstück, möglichst sofort nach dem Abschneiden und dem einseitigen Abschließen, Kohlensäure in solcher Menge eingeblasen, daß der Durchmesser des Schlauchstückes von dem Düsendurchmesser aus auf 70 mm erweitert wird.
  • Wenn diese Ausweitung erreicht ist, werden die Schlauchstücke sofort durch Bedüsen mit einer schwefelsauren Natriumsulfatlösung oder durch Hindurchziehen durch eine solche Lösung zu Cellulosehydrat regeneriert, hierauf mit Wasser gewaschen, entschwefelt, gebleicht und schließlich nach Imprägnieren mit Glvcerin getrocknet.
  • 2. Eine 20 0/0ige Lösung von Nitrocellulose mit 11,9% Stickstoffgehalt in einem Ätheralkoholgemisch mit dem Verhältnis von I: 3 von Äther zu Alkohol wird mit einer Austrittsgeschwindigkeit von 7 m in der Minute aus einer Ringdüse von 40 mm Durchmesser in ein Fällbad gepreßt, das aus einer Mischung von Alkohol und Wasser mit 25% Alkohol besteht. In das Innere des sich bildenden Schlauches wird gleichzeitig Luft eingeblasen. Die Füllbadhöhe ist so bemessen, daß der Schlauch I0 Sekunden im Fällbad verweilt. Bei seinem Austritt aus dem Fällbad wird der noch etwa 50°/O seinerursprünglichen Lösemittel enthaltende Schlauch mit Abklemmvorrichtungen, die an einer endlos umlaufenden Kette angebracht sind, in Längen von 4,50 m eingespannt und luftdicht abgeschlossen, so daß die in das Schlauchinnere eingeblasene Luft durch diese Klemmittel nicht entweichen kann. Nunmehr werden die einzelnen, an beiden Enden verschlossenen Schlauchlängen unter Aufrechterhaltung dieses beidseitigen Abschlusses abgeschnitten und nacheinander in ein Rohr von /5 mm Durch messer und 5 ul Länge eingeführt. Nachdem dieses Rohr an beiden Enden versclllosse worden ist, wird es unter Vakuum gesetzt, wodurch die Schlauchwandung durch inneren Überdrucl; zum vollkommenen Anliegen an die Innenfläche des Rohres gebracht wird.
  • Das auf diese Weise im Durchmesser um 35 mm und in der Länge um 50 cm gedehnte Schlauchstück wird dann mit Wasser von den restlichen Lösemitteln befreit. mit Natriumsulfydratlösung denitriert, hierauf gewaschen und schließlich getrocknet. Die so erhaltenen Schlauchstücke haben eine Querfestigkeit von etwa 4 kg auf den Quadratmillimeter gegenüber der nur 2 kg auf den Ouadratmillimeter betragenden Querfestigkeit eines nicht erfindungsgemäß aufgeblähten Schlauches.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Schläuchen, insbesondere künstlochen Wursthüllen aus regenerierter Cellulose, Gelluloseverbindungen oder ähnlichen plastischen Massen ohne Faserstruktur, dadurch gekennzeichnet, daß der geformte Schlauch nach teilweise erfolgtem Fällen und vor seiner vollständigen Verfestigung in Stücke unterteilt wird, die durch inneren Druck in ihrem Durchmesser so weit ausgedehnt werden, daß eine ihre Ouerfestigkeit gegeniiber ihrer Längsfestigkeit vergrößernde dauernde Ouerlagerung ihrer :NIicellen zu ihrer Längsachse eintritt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Schlauchstücke mit Luft unter Zusammenklemmen ihrer Enden gefüllt und dann in ein die endgültige Schlauchweite bestimmendes Rohr von einem den Durchmesser dieses luftgefüllten Schlauchstückes übersteigenden Durchmesser eingebracht werdenrworauf das Rohr verschlossen und das Schlauchstück durch Herstellen von Unterdruck im Rohr unter Innendruck gesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man außer der durch messererweiterung auch noch eine geringe Längs streckung des teilweise gefällten noch nicht vollständig verfestigten Schlauches bewirkt.
DEW95539D 1934-12-07 1934-12-08 Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Schlaeuchen, insbesondere kuenstlichen Wursthuellen Expired DE732266C (de)

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