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DE7305967U - Pflanzsockel - Google Patents

Pflanzsockel

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Publication number
DE7305967U
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DE
Germany
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plant
foam
base
plant base
peat
Prior art date
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Expired
Application number
DE7305967U
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English (en)
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Individual
Publication date
Publication of DE7305967U publication Critical patent/DE7305967U/de
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  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description

Es ist bereits bekannt, dass . Pflanzen aus Samen oder Sämlingen bzw. Stecklingen in sogenannten Pflanzsockeln aufgezogen werden können, die dann mit den Pflanzen an deren endgültigen Standort in d.m Boden, z.B. im Freiland eingesetzt werden. Wichtig ist, dass der Pflanzsockel eine gewisse Festigkeit und Kompaktheit besitzt, damit er bei der Handhabung und beim Transport nicht auseinanderfällt. Andererseits wird aber bei einer zu festen Pressung des aus Torf, Humus und Nährstoffen bestehenden Substrats ein zu dichter Pflanzsockel erhalten, in dem sich die Pflänzchen nicht gut entwickeln können. Aus der österreichischen Patentschrift 294 484 ist ein Verfahren zur Herstellung von Pflanzsockeln bekannt, bei denen ein Substratgemisch aus Torf, Humus und Nährstoffen zu einem Sockel vorgepresst wird, der in eine Form so eingefüllt wird, dass zwischen
der Formenwand und dem Pflanzsockel ein Zwischenraum entsteht, in dem dann ein weicher, elastischer Schaumstoff auö einem Kunststofxüiäturiäi, z.B. ruiyurethanGcliuuni, erzeugt wird, der nach dem Herausnehmen aus der Form den Sockel topfförmig umschliesst und zusammenhalt. Darüberhinaus ist es auch bereits aus der schweizerischen Patentschrift 514 sowie aus der eigenen deutschen Offenlegungsschrift 2 025 bekannt, Pflanzsockel dadurch herzustellen, dass man zu dem Substratgemisch aus Torf, Humus, Lehm und Nährstoffen die flüssigen Schaumstoffkomponenten als Bindemittel zugefügt und dann das so erhaltene Gemisch in eine Form einbringt und dort das Bindemittel abbinden lässt. Auch hier haben sich als besonders geeignete Bindemittel die in Gegenwart von Wasser unter Aufschäumung reagierenden Polyurethankomponeriten erwiesen, wobei man als Polyolkonrponente solche auf Polyätherbasis und als IsocyanatkomponentG die aus der Polyurethanschaumstoffherstellung bekannten Toluoldiisocyanate verwendet hat.
Auch die direkte Verwendung von synthetischen Schaumstoffen als Substrat für eine erdlose Pflanzenkultur ist bereits bekannt. So wird in der deutschen Patentschrift 1 018 077 ein Kunstharzschaumstoff aus Aminoplast, Phenoplast und Melaminharz als Kulturmaterial für den erdlosen Pflanzenanbau beschrieben und in der deutschen Patentschrift 1 221 484 ist ein Verfahren zur Herstellung von Pflanzsockeln offenbart, bei dem Teilchen eines elastischen Kunststoffs, z.B. Polystyrol, mit anorganischen unelastischen Stoffen, wie Bimsstein, durch ein Bindemittel, wie Kautschuklatex, miteinander verbunden werden. Der Teilchenmischung können noch weitere organische Stoffe wie Kaffeesatz usw. bzw. mit Düngesalzen beladene Austauscher vor dem Abbinden
des Bindemittels zugefügt werden. Auch weiche Polyurethanschaumstoffe selbst sind für den erdlosen Pflanzenanbau bekannt geworden. So ist in der deutnehen Offenlegungsschrift 2 063 715 die Verwendung eines durch Zugabe von Russ oder dergleichen schwarzfärbenden Pigmenten ein dunkles Schaummaterial beschrieben, das dann in Form von Würfeln oder dergleichen als Pflanzsockel Verwendung finden kann, der besonders die Sonner "/arme gut speichert.
Die weichen Polyurethanschaumstoffe sind im allgemeinen offenzellig, weshalb sie Wasser aufnehmen und sich als Material für Pflanzsockel eignen. Allerdings werden bei Verwendung eines zu weichen Polyurethanschaumblocks die Wurzeln der Pflanze, sobald diese eine gewisse Höhe erreicht hat, nicht mehr ausreichend fest im Pflanzbett gehalten, so dass die Pflanze dannleicht ins Schwanken gerät. Dies ist besonders beim Auspflanzen nachteilig, weil dann die feinsten an der Peripherie des Wurzelballens sich in den Schaumstoff hinein entwickelnden Würzelchen beim Schwanken der Pflanzen im Wind oder Sturm aus- oder abreissen können. Infolgedessen muss der Schaum doch eine grössere Festigkeit und Starrheit besitzen. Die Folge davon aber ist, dass dann beim Einwachsen der Wurzeln in die Poren des Schaums, dieser einen deutlichen dauerelastischen Widerstand entgegensetzt, der das Wurzelwachstum behindern kann.
Es wurde nun festgestellt, dass ein Substrat, das aus einer Mischung aus 30 - 70 Vol.-% fein zerteilten Polyurethanschaumstoff-Flocken mit Flocken- oder Teilchengrösse von 3 - 15 mm, vorzugsweise 5-8 mm, und 70 - 30 V0I.-S6 Torf, Humus, gegebenenfalls auch Lehm, und Düngemitteln besteht und deren Teilchen durch ein elastisches Bindemittel zusammengehalten sind, besonders vorteilhafte Eigenschaften
für Pflanzsockel besitzt. Für die erfindungsgemässe Kombination eignet sich besonders ein durch chemische oder physikalische Nachbehandlung retikular gemachter PoIyurethanschaumstoff, wie dies in der deutschen Patentschrift 1 036 51 oder den deutschen Auslegeschriften 1 159 164 und 1 179 ?62 beschrieben wurde. Durch diese Nachbehandlung wird eine besonders lockere, gitternetzartige Struktur des Schaums erhalten, die für den erfindungsgemässen Zweck in Kombination mit Torf und den anderen Substratteilchen dem Pflanzsockelmaterial einen besonders lockeren und doch festen Aufbau mit besonders gutem Wasserrückhaltevermögen verleiht. Ganz besonders vorteilhaft ist hierbei die Verwendung eines Polyurethanweichschaums, der durch eine physikalische Nachbehandlung zum Aufbrechen der Zellwände in die gewünschte Gitternetz-Struktur überführt wurde, wie dies z.B. in der deutschen Auslegeschrift 1 504 096 näher beschrieben ist, Bei der Nachbehandlung der Schau"; '■ toff e werden die vorhanden teilweise noch geschlossenen Poren geöffnet und gleichzeitig die Dicke des Schaumskeietts vermindert. Der so erhaltene Schaum mit retikulärer Struktur verleiht dem Substratmaterial eine besonders hohe Kapilarfähigkeit für Luft und Wasser.
Ein Teil des Polyurethanschaums kann bei dem erfindungsgemässen Pflanzsockelsubstrat auch durch einen offenporigen Kautschuklatexschaum, insbesondere Naturlatexschaum, ersetzt sein. Durch die Kombination dieser beiden Schaumstoffarten lässt sich eine gute Feineinstellung des Wasserrückhaltevermögens des Pflanzsockels erreichen. Der Latexschaum gibt nämlich leichter Wasser ab als der Polyurethanschaum. Hierdurch lässt sich das Luftporenvolumen des Sockels während des Pflanzenwuchses günstig beeinflussen, so dass auch bei intensiver Bewässerung ein Eriicken der kleinsten Faserwurzeln verhindert wird.
Als Düngemittel eignen sich alle mineralischen oder organischen Düngemittel, welche langsam vom Substratmaterial an die Pflanze abgegeben werden- Eine geeignete Mischung enthält Trockenblut, Hornmehrl, Harnstoff sowie minderalische Düngesalze mit Spurenelementen. Als elastisches Bindemittel eignen sich Lösungen oder Dispersionen von Synthese- oder Naturkautschuk. Hierbei ist darauf zu achten, dass insbesondere bei Verwendung von Kautschuklatex darin keine den Pflanzenwuchs hemmende Stoffe enthalten sind. Auch Gelatinelösungen oder sonstige Lösungen von Eiweiss-Stoffen eignen sich als Bindemittel. Besonders vorteilhaft hat sich aber auch bei dem erfindungsgemässen Pflanzsockelmaterial die Bindung durch das Polyurethanmaterial erwiesen, das in situ durch Verwendung der Kombination aus Polyol und Polyisocyanat gebildet wird und die Substratteilchen besonders fest aber dennoch elastisch miteinander verbindet. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Teilchenmischung aus Schäumstoff-Flocken, Torf, Humus, Lehm, Düngemittel usw. kein reaktionsfähiges Wasser enthält, da dieses sonst unnötigerweise mit dem Polyurethankomponenten bzw. mit der Isocyanatverbindung unter Zersetzung und Entwicklung von Kohlendioxydga.^. reagiert.
Von besonderem Vorteil ist bei dem erfindungsgemässen Pflanzsockelmaterial die Verwendung von Polyesterurethanschaum. Dieser ist nämlich im Gegensatz zu dem Polyätherschaum im Boden durch Bodenbakterien abbaubar, so dass der Schäumstoff-Flockenanteil ebenso wie der Torf allmählich verrotten und der neue Pflanzsockel nach dem Auspflanzen im Freiland dann vollständig als Nährmaterial für die Pflanze dic-nen kann. Der so erhaltene Pflanzsockel ist daher umweltfreundlich, da er keine Rückstände hinterlässt.
Es empfiehlt sich, für die verschiedenen Verwendungszwecke der Pflanzsockel unterschiedlich schnell abbaubare Polyesterschäume zu verwenden« Solche die viele Estergruppen besitzen
sind schnell abbaufähig und eignen sich besonders für Pflanzsockel, die im Gemüseanbau und für Zierpflanzen Verwendung finden sollen, während diejenigen Polyesterschäume, welche relativ schwer abbaubar und aus höher molekularen Dicarbonsäuren und höheren Polyalkoholen als Polyesterbestandteile aufgebaut sind, daher nicht so schnell verrotten, für Pflanzsockel geeignet sind, die in Baumschulen Verwendung finden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Polyesterpolyurethanschäume möglichst ohne Zusatz von Silikonen, d.h. von Siloxanpolymerisaten hergestellt worden sind, da diese Polysiloxanbestandteile die Abbaufähigkeit des Polyurethanschaums beeinträchtigen. Die Art der Isocyanatkomponente des Polyurethanschaums ist hierbei für den Abbau des Polyurethanschaums weniger von Bedeutung. Ein durch chenu -ehe Nachbehandlung, z.B. mit Natronlauge oder Schwefelsäure, behandelter retikulierter Polyesterschaum wird wegen seines bereits bei der Behandlung eingetretenen hydrolytischen Abbaus besonders schnell im Boden verrotten=
Die erfindungsgemässen Pflanzsockel körnen vorzugsweise auf folgende Weise hergestellt werden:
In einer Zerreisstrommel wird der feinporige Polyurethanweichschaum in grösseren oder kleineren Brocken, wobei auch Abfallschaumstücke gut Verwendung finden können, mit einem Teil oder der gesamten Menge an getrocknetem Torf versetzt und dann zerkleinert bis die gewünschte durchschnittliche Flockengrösse erreicht ist. Bei dieser Art der Zerkleinerung wird der Torf zum Teil in die Poren des Weichschaums eingearbeitet, was den Schaumstoffteilchen eine grössere Festigkeit verleiht, ohne ihr Luft- und Wasserhaltevermögen zu beeinträchtigen. Anschliessend werden gegebenenfalls noch
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weitere Torfmengen sowie Humus, d.h. Komposterde und der mineralische oder organische Dünger zugesetzt, wobei unter Verwendung eines halogenfreien Desinfektionsmittels das Substratmaterial keimfrei gemacht wird. Nach Zugabe des flüssigen Bindemittels, das aus Kautschukmilch oder einer Latex aus synthetischem Kautschuk oder einer Lösung eines synthetischen Kautschuks in einem leicht verdampf er· den organischen Lösungsmittel oder aus einer wässrigen Gelatinelösung, vorzugsweise jedoch aus den Komponenten zur Herstellung eines Polyurethanschaums, bestehen kann, wird die Mischung in Formen eingefüllt und gegebenenfalls etwas zusammengepresst, wo sie dann zu den Pflanzsockeln der gewünschten Dichte abbindet. Nach dem Abbinden wird die Masse der Form entnommen und kann gegebenenfalls nach Zerschneiden in die gewünschte Grosse unmittelbar für die Aufzucht der Pflanzen verwendet werden. Vorzugsweise verwendet man bei der Polyol-Komponente für das Polyurethanbindemittel einen PoIyäther, da dieses Material sich als Bindemittelkomponente besser einarbeiten lässt als die Polyolesterkomponente.
Der Torf soll intensiv getrocknet sein, d.h. er soll höchstens etwa 6 % Wasser enthalten. Bei normal getrocknetem Torf ist immer noch abgabefähiges Wasser vorhanden, das dann mit dem Bindemittelkomponenten, d.h. der Diisocyanatkomponente, in unerwünschter Weise reagieren kann. Wegen dieser Intensivtrocknung des Torfes wird dieser aber praktisch wasserabstossehd. Um daher die fertigen Pflanzsockel für Wasser leicht aufnahmefähig zu machen, soll die Substratmischung noch ein oder mehrere, vorzugswiese halogenfreie Netzmittel enthalten. Man kann diese Netzmittel auch dem Torf vor der Einarbeitung zufügen. Als Netzmittel eignen sich besonders die bekannten anionischen oberflächenaktiven Substanzen. Die Invertseifen haben ausser dem Vorteil, die Benetzung zu
fördern noch desinfizierende bzw. antibakterielle Eigenschaften, so dass hierdurch gegebenenfalls ein unerwünschtes mikrobiologisches Wachstum im Pflanzsockel zurückgedrängt oder.verhindert wird.
Die neuartigen Pflanzsockel besitzen durch die Kombination von feinzerteilten Polyurethanschaumstoff-Flocken mit Torf und Humus und der Abbindung der Substratteilchen durch ein elastisches Bindemittel viele Vorteile, wie sie bisher bei den bekannten Pflanzsockeln nicht erreichbar waren. Der Pflanzsockel weist eine innere und auch äussere Festigkeit auf, ohne der Wurzelentwicklung einen Widerstand entgegenzusetzen, gewährt ein gutes Luft- und tfasserhaltevermögen, ist bei Verwendung von Polyester Schaumstoff allmählich gänzlich abbaubar und lässt daduich und aufgrund seines Gehaltes an Torf und Humus sowie Düngemittel die Pflanzen besser wachsen als z.B. ein aus dem Polyurethanschaumstoffmaterial bestehender Pflanzsockel. Gegenüber den bisher bekannten Pflanzsockeln bei denen z,B. das Substrat auf Torf und Humus durch die Polyurethankomponenten gebunden worden sind, gewährt das Vorhandensein der Flocken aus vorzugsweise physikalisch oder chemisch nachbehandeltem Polyurethanschuum in der erfindungsgemässen Kombination eine beconders gute Durchlüftung bei einem vergrössertem Wasserhaltevermögen.
Die Pflanzsockel werden bekanntlich nicht nur zur Aufzucht .der Pflanzen aus Samen verwendet, sondern häufig auch zur Entwicklung der Pflanzen aus Stecklingen oder Setzlingen. Um die Samen bzw. Stecklinge oder Setzlinge in den Pflanzsockel leicht einstecken zu können,enthalten die bekannten Pflanzsockel Ausstanzungen oder Schlitze. Es hat sich nun überraschenderweise für Stecklinge die Anordnung von 2 Schlitzen in Form zweier sich berührender konkaver Einschnitte bis zu einer Tiefe von ca 2 - 3 cm
an der oberen Fläche des Sockels besonders bewährt. Diese 2 sichelförmigen Einschnitte bilden zusammen die Form eines griechischenX bzw. eines Doppelsicheis. Dort wo sich die konkaven Sichelbögen der beiden Einschnitte berühren, lässt sich dann der Steckling in die elastische Pflanzsockelmasse sehr leicht eindrücken oder stecken und wird aufgrund der besonderen Ausgestaltung dieses erfindungsgemässen Steckschlitzes in aufrechter Stellung festgehalten, ohne die Gefahr des UmkippenS; wie dies bei einem einfachen und geraden Steckschlitz bekannter Art der Fall ist. Für diese erfindungsgemässe Ausbildung des Einsteckschlitzes in Form des Doppelsichelschlitzes ist die Zusammensetzung des Sockelmaterials nicht entscheidend, weshalb er auch bei bekannten Pflanzsockeln aus z.B. einem Schaumstoffstück vorgesehen werden kann.
Wegen der besonderen äusseren Stabilität des erfindungsgemässen Pflanzsockels ergeben sich trotz seiner lockeren
vder Formung
inneren Struktur zahlreiche Möglichkeiterrrje nach Verwendungszweck wie dies in den folgenden Beispielen u.a. auch noch näher erläutert wird.
Beispiel 1
30 kg Poxyesterurethanschaum, der durch eine Behandlung geir^ss der deutschen Auslegeschrift 1 504 096 retikuliert worden ist, wurden in Giner Zerreisstronunel unter Beigabe von 20 kg feinporigem Naturlatexschaumabfällen in Gegenwart von 20 kg Torf, der bis zu einem Wassergehalt unter 6 % getrocknet worden war, bis auf Flockengrösse zwischen 5 und 8 mm zerkleinert. In einer Mischtrommel wurden dann die zerkleinerten Schaumflocken mit weiteren 20 kg Torf, 5 kg Komposterde und
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und 5 kg Düngemittel versetzt und vermischt, worauf diese 100 kg Substratmischung mit einer kurz vor der Anwendung zubereiteten flüssigen Mischung aus 13 kg Polyätherpolyol, 7 kg Diisocya.net. nnri 50 g Zinnakt.i vatnr. ?50 g Tnvertseife als Netz- und Desinfektionsmittel sowie 250 g eines anionischen Netzmittels in der Mischtrommel langsam während 10 Minuten unter Einsprühen befeuchtet wurde.
Die so erhaltene Masse wurde dann in eine quadratische Pressform mit Seitenkantenlänge von jeweils 1 m und einer Höhe von 2 m eingefüllt und durch einen Stempel bis auf 1 cbm zusammengepresst. Nach 6 Stunden unter Pressdruck war ausreagiert und der gebundene Substratwürfel konnte aus der Form entnommen und zu den Pflanzsockeln in der gewünschten Grosse und Gestalt mit Messern leicht geschnitten werdei . In Fig. 1 und 2 sind gebundene Pflanzsockel gemäss der Erfindung gezeigt.
Beispiel 2
Wie im Beispiel 1 angegeben werden 40 kg Polyesterurethanschaum, 10 kg Naturlatexschaum in Gegenwart von 40 kg getrocknetem Torf, der bereits mit 250 g eines anionischen Netzmittels vorgemischt worden war, in einer Zerreisstrommel zerkleinert. Zu dieser Schaumstoffflocken-Torf-Mischung wurde dann in einer Mischtrommel 10 kg Komposterde, 3 kg Düngemittel zugemischt, worauf eine vorbereitete flüssige Mischung aus 10 kg Polyätherpolyol, 5 kg Diisocyanat 50 g Zinnaktivator und 250 g Invertseife eingesprüht wurden. Die so erhaltene Substratmischung wurde dann wie im Beispiel 1 beschrieben in einer Pressform bis auf 1,2 cbm verdichtet. Nach Abbindung des Bindemittels wurde der Block der Form entnommen und auf Würfel mit Kantenlänge von 5cm zerschnitten.
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Diese einzelnen I ■ ■ · *
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dann auf der
oberen Fläche einen -. 11 - in einer Tiefe
Pflanzsockel erhielten
Doppelsichel-Einschnitt
von 2 cm, wie er in der Fig. 3 gezeigt ist bei einem runden Pflanzsockel.
In diese Einschnitte können dann vom Gärtner Stecklinge, wie z.B. Pelargonienstecklingo, Nelkenstecklinge usw. an der Berührungs- oder Üherschneidungsstelle des erfindungsgemässen Doppelsichel-Einschnitts sicher eingesteckt werden. In Fig. ist ein solcher Steckling im Doppelsichelschnitt steckend gezeigt, der dort durch die besondere Form des Einschnitts gegen ein Umkippen gesichert ist und daher schnell Wurzeln bildet.
Beispiel 3
Die nach Beispiel 1 hergestellte Mischung wurde nach dem Ausreagieren in der Form unter leichtem Pressdruck der Form entnommen und der erhaltene Kubikmeter-Würfel zunächst zu Platten mit Kantenlänge von 1 m und einer Stärke von 3,5 cm geschnitten, worauf aus jeder Platte Streifen mit einseitigem Sägezahnprofil geschnitten wurden, wobei die Materialstärke am Zahnkopf 4 cm und am Zahnlückengrund 0,8cm betrug. In Fig. 5 ist ein derartiger Streifen gezeigt.
Durch Abtrennen bzw. Auseinanderreissen der einzelnen "Zähne" dieses Sägezahnprofilstreifens wurden dann einzelne kleine Pflanzensockel mit Dreiscks- oder Prismenform erhalten.
Am das Einstecken der Stecklinge sicher zu ermöglichen, kann auch bei dieser Pflanssockelform an der oberen Seite des Materialstreifens mit Sägezahnprofil jeweils in der Mitte
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erfindungsgemässe Doppelsicheleinschnitt
nommen werden.
Bei dieser speziellen Ausführungsform der Pflanzsockel, bei der die einzelnen Sockel noch erfindungsgemäss miteinander verbunden bleiben, ergeben sich für die Massenaufzucht von Stecklingen grosse Vorteile. Die einzelnen Streifen können auf Horden jeweils zwei miteinander verzahnt und mit nur geringem Abstand voneinander z.B. 2 - 5 mm Zwischenraum gelegt und mit den Stecklingen versehen werden, worauf dann die Pflanzsockel befeuchtet und im Gewächshaus die Stecklinge zur Wurzelbildung gebracht werden.
Nach der Entwicklung der Wurzeln kann der Streifen gegebenenfalls erst bei der z.B. automatisch durchgeführten Pflanzung der Stecklinge geteilt v/erden. Auf diese Weise lässt sich die Handhabung und Verpflanzung von Stecklingen bzw. Setzlingen zusammen mit ihrem Pflanzsockel in grossen Mengen vereinfachen und automatisieren.
In der beigefügten Zeichnung wird in Fig. 1 ein Pflanzsockel gemäss der Erfindung gezeigt, der eine Blumentopfform hat. Die erfindungsgemäss vorhandenen Polyurethanweichschaumflocken (1) sind gleichmässig in der Substratmasse verteilt und sind mit deren anderen Bestandteilen durch das Bindemittel verbunden. Fig. 2 zeigt einen würfelförmigen Pflanzsockel der Erfindung.
Die Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf einen zylinderförmigen Pflanzsockel mit den erfindungsgemässen beiden konkaven, sichelförmigen Einschnitten (2, 3), die sich in der Mitte der Einschnitte berühren und so zusammen den doppelsichelförmigen Einsteckschlitz ergeben.
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Fig. 4 zeigt einen prismenförmigen Pflanzsockel (4) mit erfindungsgemässen Einsteckschlitz und einen in diesen eingesteckten Steckling (4).
Fig. 5 zeigt eine Aufsicht auf die noch miteinander zu einem Sockelstreifen (6) mit Sägezahnprofil verbundenen prismenförmigen Pflanzsockelr. (4) gemäss Fig. 4. Die einzelnen Pflanzsockel können, wenn gewünscht, leicht voneinander getrennt werden.
In Fig. 6 sind auf einer Platte oder Horde (7) mehrere Sockelstreifen (6) so angeordnet, wie sie für die Massenbewurzelung von Stecklingen z.B. Nelken- oder Geranienstecklingen vorgesehen werden können. Die Streifen sind paarweise einander zugeordnet. Der Zwischenraum zwischen den Streifen kann relativ gering gehalten werden, so dass hier eine gute Raumausnutzung erfolgt, ohne dass befürchtet werden muss, dass die sich entwickelnden Wurzeln eines Stecklings aus dem ihnen zugeordneten Pflanzsockel in den benachbarten Pflanzsockel einwachsen können, was unerwünscht ist, weil dann bei der Teilung des Snckelstreifens die entwickelten Wurzeln z.T abgerissen werden müssten. Diese Gefahr bestünde bei einem Sockelstreifen, bei dem eine Reihe, z.B. würfelförmige Pflanzsockel noch zu einem Streifen vereint sind. Durch das Sägezahnprofil und der daraus resultierenden Prismenform der Sockel ist dies nicht der Fall, obwohl diese noch zu einem Streifen vereint sind und dadurch besser bei der Massenaufzucht der Stecklinge gehandhabt werden können als eine große Anzahl einzelner Pflanzsockel.
SCHUTZ ANSPRÜCHE

Claims (5)

Schutz ansprüche
1. Pflanzsockel aus einer durch ein elastisches Bindemittel gebundenen Substratmischung aus Torf, Humus, gegebenenfalls Lehm sowie organischen und/oder mineralischen Düngemitteln, dadurch gekennzeichnet , dass die Substratmischung 30 bis 70 Vol.-96 3 bis 15 mm grosse Flocken eines Polyurethanweichschaums enthält.
2. Pflanzsockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flocken aus einem Polyurethanschaum physikalisch oder chemisch nachbehandelt und dadurch retikuli3rt sind.
3. Pflanzsockel nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flocken aus einem PoIyesterurethanschaum bestehen.
4.
PflanzsockeL nach Anspruch 1-3 dadurch gekennzeichnet, dass mehrere prismenförmige Pflanzsockel
miteinander zu einem Streifen mit verbunden sind.
einseitigem Sägezahnprofil
5. Pflanzsockel, insbesondere nach Anspruch 1 bis 4, mit Steckschlitz auf der oberen Seite des Sockels, dadurch gekennzeichnet , dass der Steckschlitz aus 2 konkaven sich berührenden Einschnitten besteht.
DE7305967U Pflanzsockel Expired DE7305967U (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE7305967U true DE7305967U (de) 1973-05-30

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ID=1290074

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE7305967U Expired DE7305967U (de) Pflanzsockel

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DE (1) DE7305967U (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10202678A1 (de) * 2002-01-23 2003-08-07 Harald Leidolt Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von aus Pflanzsubstrat und diesem zugemengten Verfestigungsmittel bestehenden Formkörpern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10202678A1 (de) * 2002-01-23 2003-08-07 Harald Leidolt Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von aus Pflanzsubstrat und diesem zugemengten Verfestigungsmittel bestehenden Formkörpern

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