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Antrieb für Gleiskettenfahrzeuge mit zwei Gleisketten Die Erfindung
bezieht sich auf den Antrieb für Gleiskettenfahrzeuge mit zwei Gleisketten, bei
dem für jede Gleiskette eine Antriebsmaschine vorgesehen ist und gleichartige Steuermittel
der beiden Antriebsmaschinen durch einen einzigen Handgriff miteinander verbunden
sind, wobei beim Vorwärts- bzw. Rückwärtsschwenken des Handgriffes beide Antriebsmaschinen.
mit gleicher Drehzahl vorwärts bzw. rückwärts laufen und Sinnfälligkeit der Steuerung
vorliegt. Ein derartiger Antrieb für Gleiskettenfahr zeuge ist bekannt, und zwar
ist der vor- und rückwärts schwenkbare Handgriff in den beiden Endlagen seitlich
awsschwenkbar. Wird in der vorderen Endlage der Handgriff nach rechts bewegt, so
wird bei Vorwärtsfahrt der Antriebsmotor der rechten Gleiskette stillgesetzt, so
daß das Fahrzeug bei Vorwärtsfahrt eine Rechtskurve durchfährt. Entsprechend wird
bei in der rückwärtigen Endlage befindlichem Handgriff. d. h. bei Rückwärtsfahrt
durch seitliches Umlegen des Handgriffes nach links. oder rechts, Kurvenfahrt nach
links oder rechtserzwungen. Bei dieser Steuerung liegt zwar Sinnfälligkeit vor,
sie ist jedoch noch nicht vollkommen. Man hat erstens keine Möglichkeit, die Geschwindigkeit
bei Vor- oder Rückwärtsfahrt zu regeln.. Zweitens .ergibt sich beim Stillsetzen.
dies einen Motors bnv. der einen Gleiskette für die Fahrbecveb ung des Fahrzeuges
nur eine Kurvenform von einem ganz bestimmten Radius. Drittens ist das Drehen des
Fahrzeuges aui, der Stelle, wozu die beiden Gleisketten in entgegengesetzter Richtung
laufen müssen, nur .durch zusätzliche Schaltmittel erreichbar.
Gemäß
der Erfindung sollen nun durch Drehen: des der einzuschlagenden Fahrtrichtung entsprechend
vor- und rückwärts schwenkbaren Handgriffes in der einen oder anderen - Richtung
in jeder Schwenklage &s Handgriffes die Steuermittel, wie z: B. Sches=; ber,
Kontroller o. dgl., durch ein am Hand griff vorgesehenes Mittel, wie z. B. ein Kegelrad
oder einen Bolzen mit kugeligen Enden, derart beeinflußt werden, daß die beiden
Motoren, mit unterschiedlicher Drehzahl bzw. Drehrichtung antreibbar sind. Beim
Vor- und Rückwärtsschwenken der Handhabe ,werden die Steuermittel der beiden Maschinen
gleichsinnig und beim Verdrehen der Handhabe gegensinnig verstellt. Man hat es also
in der Hand, die Gleisketten in der gleichen Richtung mit gleichen oder verschiedenen
Geschwindigkeiten oder beide Gleisketten in verschiedenen Richtungen mit gleichen
oder verschiedenen Geschwindigkeiten laufen zu lassen. Es ist also die Möglichkeit
gegeben, jede beliebige Kurve zwischen Drehen auf der Stelle und Geradeausfährt
in beiden Fahrtrichtungen mit beliebigen Geschwindigkeiten zu durchfahren. Zur Betätigung
kommt nur eine einzige Handhabe in Betracht. Auch die Sinnfälligkeit der Steuerung
ist gewahrt. Die Verhältnisse können leicht so gewählt werden , daß für das Ausbiegen
nach rechts die Handhabe im Rechtssinne und für das Ausbiegen nach links im Linkssinne
gedreht wird. Die Schaltbewegungen entsprechen also den Fahrbewegungen. Von Vorteil
ist ferner, daß infolge der drehbaren Anordnung des Handgriffes für die Steuerbewegungen
nach der Seite kein Platz beansprucht wird, so daß ,der Platz seitlich des Handgriffes
weitgehend für andere Zwacke ausgenutzt werden kann, was insbesondere dann wichtig
ist, wenn es in seitlicher Richtung auf größtmögliche Platzausnutzung ankommt.
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Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, daß :eine
Steuerung für zwei Steuerwalzen mit einen, gemeinsamen Schaltbebel bekannt ist,
der beliebig in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen (vorwärts., rückwärts,
nach links und rechts) schwenkbar ist. Durch die Vor- und Rückwärtsbewegung des
Schalthebels wird die eine Steuerwalze und durch Seitwärtsbewegen des Schalthebels
die andere Steuerwalze gaschaltet. Würde man also bei Anwendung dieser bekannten
Antriebsvorrichtung für die Steuermittel. auf Gleiskettenfahrzeuge mit -zwei Antriebsmaschinen
den Schalthebel nach vorn bewegen, so würde man nur die eine Antriebs maschine,
d. h. nur eine Gleiskette einschalten, also in einer Kurve fahren; man müßte demnach
erst durch eine anschließende Seitwärtsbewegung des Schalthebels die Geradeausfahrt
erzwingen. Die Sinnfälligkeit der Steuerung würde also vollkommen fehlen.
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Eine zweckmäßige Ausgestaltungsmöglichkeit der Erfindung ist in der
Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i die Vorrichtung gemäß
der Erfindung in Draufsicht, teilweise im Schnitt, Abb.2 in vergrößertem Maßstab
die Steuermittel im Schnitt und Abb. 3- einen Schnitt nach der Linie A-A der Abb.
2.
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Mit i ist der Fahrzeugrahmen. und mit 2 und 3 sind die beiden Antriebsmotore
bezeichnet. q. und 5 sind die auf der einen Seite- angeordneten Leiträder .der Gleiskette,
von denen das mit 5 bezeichnete gleichzeitig das Antriebsrad für die Kette 6 darstellt.
Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, arbeiten die beidem Motoren über einen Zahnradantrieb
auf den Innenzahnkranz 7 des Kettentreibrades 5.
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In Abb.2 sind mit 8 und 9 zwei Drehschieber bezeichnet, durch die
die Triebmittelzu- und -abfuhr für die beiden Motoren geregelt wird. An den einander
zugekehrten Seiten dieser Drehschieber sind . diese mit Kegelradsegmente,n i o und
i i versehen, in welche :ein Kegelrad 12 eingreift. An diesem Kegelrad befindet
sich eine Handhabe 13 zum Drehen des Kegelrades i?. Dieses Rad 12 mit der Handhabe
13 ist drehbar auf einer Welle 1.4 gelagert, die an ihrem unteren Ende gleichachsig
zu den Schiehern 8 und 9 schwenkbar gelagert ist.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wird der Handgriff
13 ohne Drehung gleichachsig zu den Schiebern in der einen Richtung geschwenkt,
so werden beide Mo- 1 tgren derart beeinfluß.t, daß sie in gleichem Sinne laufen.
Wird die Handhabe nach der entgegengesetzten Richtung geschwenkt, so laufen beide
Motoren und damit das Fahrzeug in umgekehrter Richtung. Wird von der Nullstellung
aus, die Handhabe um die Welle ld. gedreht, so läuft der eine Motor in der einen,
der andere in der anderen Richtung. Bei Drehung der Handhabe im umgekehrten Sinne
ändert sich entsprechend die Drehrichtung der beiden Motoren. Wird das Handrad gleichzeitig
um die Welle 14 gedreht und gleichachsig zu den Schiebern geschwenkt, so kann bei
Stillstand des einen Motors der andere in der einen oder anderen Drehrichtung in
Bewegung gesetzt werden oder aber es können beide Motoren in gleichem Sinne laufen,
nur niit verschiedener Leistung.
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Die Kegelradsegmente können auch durch andere Maschinenelemente ersetzt
werden, z. B. das Kegelrad 12 durch einen Bolzen
mit kugeligen Enden
und .die Kegelradsegmente io und i i durch Scheiben mit Schlitzen: Außerdem brauchen
die Steuermittel keine Schieber zu sein, es können auch je nach Art der Antriebsmasachine
andere Steuerungen, etwa Kontroller bei elektromotorischem Antrieb oder andere der
Eigenart der Antriebsmaschinen entsprechende Steuermittel benutzt werden.