DE739220C - Verfahren zur Erhoehung der Citronensaeureloeslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit der Thomasschlacke - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Citronensaeureloeslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit der ThomasschlackeInfo
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- DE739220C DE739220C DET55882D DET0055882D DE739220C DE 739220 C DE739220 C DE 739220C DE T55882 D DET55882 D DE T55882D DE T0055882 D DET0055882 D DE T0055882D DE 739220 C DE739220 C DE 739220C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05B—PHOSPHATIC FERTILISERS
- C05B5/00—Thomas phosphate; Other slag phosphates
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
- Verfahren zur Erhöhung der Citronensäurelöslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit ' der Thomasschlacke Es ist bekannt, daß Phosphorsäure eine um so größere Löslichkeit in organischen Säuren, wie Citronensäure und Hutiiussäure. aufweist, damit also dem Boden um so wertvoller ist, je höher der chemisch wirksame Gehalt an Kieselsäure ist. Bei Unterschreiten eines bestimmten Wertes des Verhältnisses Si 02 : P, O, sinkt die Löslichkeit in diesen Säuren stark ab.
- Ein siliciumarmes 'Roheisen liefert beim Verblasen eine Schlacke, deren Kieselsäurekonzentration zu tief liegt, um eine gute Löslichkeit der Phosphorsäure zu gewährleisten. Es wurde daher schon der Vorschlag gemacht, Sand in den Konverter zu geben. Durch eine solche Zugabe läßt sich zwar eine gute Löslichkeit ohne weiteres erreichen, es treten jedoch hierbei metallurgische Nachteile auf,, die eine zu große Sandzugabe in den Konverter unerwünscht erscheinen lassen. Man hat daher versucht, durch Zugabe von Sand in den Schlackenkasten die Löslichkeit der Thomasschlacke in Citronensäure zu erhöhen. Bei größerer Sandzugabe wird die Kieselsäure im Schlackenkasten sehr oft nicht mehr gelöst und bildet Kieselsäureklötze und -platten, die außerordentlich hart sind.
- Um eine Verbesserung der Löslichkeit im Schlackenkasten zu erreichen, wurden Vorschläge zur besseren Durchwirbelung des Sandes mit der flüssigen Thomasschlacke gemacht. So sollte ein Einblasen des Sandes mit Preßluft in die flüssige Schlacke eine bessere Wirkung erzielen. Ebenso wurde vorgeschlagen, ein Rührwerk einzubauen, mit dem Sand in der Thomasschlacke duschgewirbelt wird. Weiterhin ist ein Vorschlag bekannt, den Sand mit Koks zu vermischen. Durch diese Mischung soll ein Aufwallen der Thomasschlacke im Schlackenkasten hervorgerufen und auf. Grund dieser .Aufwallung mehr Sand gelöst «-erden. Die -Nachteile dieses Gemenges liegen darin, daß infolge der Fallhöhe von Konverterhöhe bis zum Schlakkenkasten und der verschiedenen spezifischen Gewichte von Sand und Koks teilweise eine Entmischung erfolgt. Im Schlackenkasten ruft dann der Koks eine örtliche Aufwallung hervor, und es findet auch nur soweit eine sehr geringe Durchwirbelung statt. Der zugegebene kalte Sand kühlt aber bei größeren Mengen die Schlacke stark ab und vermag dann nicht mehr in Lösung zu gehen. Außerdem wird durch Sandzugabe der Schmelzpunkt der Thomasschlacke noch erhöht, so daß die Schlacke dann noch zäher wird. Demgegenüber bietet die erfindungsgemäße Verwendung einer Mischung aus Sand und Teer oder viscosen Ölen bzw. Abfallölen erhebliche Vorteile. jedes einzelne Sandkorn ist dabei mit einem Teerfilm bzw. Ölfilm umhüllt. Die Herstellung des Gemisches aus Sand und Teer gemäß der Erfindung geht zweckmäßigerweise so vor sich, daß eine Mischung von io Teilen Sand und i Teil Teer oder 2o Teilen Sand und i Teil Teer zusammen im Kollergang bei etwa i20" miteinander vermengt werden. Dieses Gemisch wird dann bei einer Temperatur von etwa 8o° beim Abschlacken der Thomasschlacke aus dem Konverter in kleinen Mengen von der Konverterbühne aus dem Schlackenkübel zugesetzt. Dabei fließt der Sand und backt nicht zusammen. Infolge des den Sand umhüllenden Teerfilms tritt selbst bei sehr großer Fallhöhe keine Trennung von Sand und Teer bzw. Öl ein. sondern der Teerfilm bzw. Ölfilm bleibt auf dem Sandkorn erhalten. Dieser Teerfilm verbrennt nun mit der flüssigen Schlacke, und die dabei entstehende Verbrennungswärme wird von dem Sandkorn aufgenommen, so daß dieses im Gegensatz zur Sand-Koks-Mischung auf sehr hohe Temperatur vorerwärmt wird und infolgedessen der flüssigen Thomasschlacke keine Wärmemengen entzieht. Dadurch bleibt die Schlacke wärmer, und es ist selbst bei kälterer Schlacke noch eine bessere Auflösungsmöglichkeit gegeben. Gleichzeitig bringen die entweichenden Gase die einzelnen Sandkörner in innige Berührung mit der flüssigen Thomasschlacke und wirbeln das Schlackenbad besser durch, als es mit Koks möglich ist. Es können also gegenüber dem Sand-Koks-Gemisch keine größeren örtlichen Aufwallungen auftreten. Die Reaktion verläuft im ganzen dadurch ruhiger, und es ist selbst bei größerer Teermenge nicht möglich, daß ein Überkochen des Schlackenbades eintritt. Infolge der besseren Verteilung der einzelnen Sandkörner treten keinerlei Silikatklötze oder -platten auf, die nachher die Vermahlbarkeit außerordentlich stark beeinträchtigen können. Durch entstandene elementare Kohlenstoffteilchen sowie durch das entweichende Gas tritt eine Auflockerung des gesamten Gefüges der Thomasschlacke auf und macht sie gegenüber nicht mit Sandteer behandelten Schlacken nach dem Verfahren weich und bröckelig, im oberen Drittel sogar schaumig.
- Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde auch bei Verblasen eines siliciumarmen und physikalisch kalten Roheisens mit o,22 °/o Silicium und 2 °/o Phosphor eine gute Löslichkeit der Phosphorsäure erreicht.
Beispiel Die gemäß der Erfindung behandelte Schlacke «rar im Gegensatz zu nicht behandelter Schlacke «eich, ließ sich leicht in Stücke zerschlagen und gut vermahlen. An Stelle von Teer können bei dem Verfahren der Erfindung auch viscose Öle oder Abfallöle zur Tränkung und Umhüllung des der Thomasschlacke zuzusetzenden Sandes verwendet werden, wobei man die gleichen günstigen Wirkungen erzielt, wie bei der Verwendung von Teer.Ca o Si 0, Fe Mn P, 05 P2 O.: Löslich- ges. Lösl. keit 0r o o# n :(i kill @@f(1 Vor Zusatz ... 52,00 6,15 8,88 2,46 22,30 29,6o 87,8 Nach Zusatz . . 53,76 8,6o 7,82 2,22 22,28 2431 95,6
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Citronensäurelöslichkeit und zur Verbesserung der Vermahlbarkeit der Thomasschlacke durch Zugabe von mit kohlenstoffhaltigen Stoffen vermischtem Sand, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Sandkörner vor dem Zuschlag zur Thomasschlacke mit v iscosen Ölen bzw. Abfallölen oder Teer getränkt und umhüllt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET55882D DE739220C (de) | 1941-07-03 | 1941-07-03 | Verfahren zur Erhoehung der Citronensaeureloeslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit der Thomasschlacke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET55882D DE739220C (de) | 1941-07-03 | 1941-07-03 | Verfahren zur Erhoehung der Citronensaeureloeslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit der Thomasschlacke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE739220C true DE739220C (de) | 1943-09-18 |
Family
ID=7564548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET55882D Expired DE739220C (de) | 1941-07-03 | 1941-07-03 | Verfahren zur Erhoehung der Citronensaeureloeslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit der Thomasschlacke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE739220C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE833819C (de) * | 1949-07-06 | 1952-03-13 | Huettenwerk Hoerde A G | Verfahren zur Erzielung einer Thomasschlacke mit gesteigertem Duengewert |
| DE926852C (de) * | 1952-02-09 | 1955-04-25 | Fritz Scherer | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Phosphatduengemitteln |
-
1941
- 1941-07-03 DE DET55882D patent/DE739220C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE833819C (de) * | 1949-07-06 | 1952-03-13 | Huettenwerk Hoerde A G | Verfahren zur Erzielung einer Thomasschlacke mit gesteigertem Duengewert |
| DE926852C (de) * | 1952-02-09 | 1955-04-25 | Fritz Scherer | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Phosphatduengemitteln |
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