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DE739034C - Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern mit sauren Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern mit sauren Farbstoffen

Info

Publication number
DE739034C
DE739034C DEC51449D DEC0051449D DE739034C DE 739034 C DE739034 C DE 739034C DE C51449 D DEC51449 D DE C51449D DE C0051449 D DEC0051449 D DE C0051449D DE 739034 C DE739034 C DE 739034C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
animal fibers
molecular weight
acidic dyes
high molecular
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC51449D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruenau Illertissen GmbH
Original Assignee
Chemische Fabrik Gruenau AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Gruenau AG filed Critical Chemische Fabrik Gruenau AG
Priority to DEC51449D priority Critical patent/DE739034C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE739034C publication Critical patent/DE739034C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/46General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing natural macromolecular substances or derivatives thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben von tierischen Fasern mit sauren Farbstoffen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von tierischen Fasern mit sauren Farbstoffen.
  • Beim Färben von tierischen Faserstoffen mit sauren Farbstoffen ist es zweckmäßig, durch Zusatz besonderer netzend wirkender Stoffe für eine möglichst große Gleichmäßigkeit der Färbung Sorge zu tragen. Es ist bekannt, als faserschützende Zusatzstoffe für saure Farbbäder Eiweißspaltstoffe und deren am Stickstoff substituierte Abkömmlinge, z. B.. die Acyl- und Benzylabkömmlinge, zu verwenden. Diese Verbindungen bewirken vor .allem infolge ihrer schutzkolloiden Eigenschaften Schonung der Faserstoffe. Daneben besitzen sie in vielen Fällen auch eine Egalisierwirkung. In manchen Fällen dagegen bilden sie mit den angewandten sauren Farbstoffen Niederschläge oder Schmieren, wodurch ungleichmäßige und weniger schöne Färbungen entstehen. Aus diesem Grunde können die hochmolekularen Eiweißstoffe, die bekanntlich nicht die Eigenschaft haben, eine netzende Wirkung auszuüben, und ihre am Stickstoff substituierten Abkömmlinge nur bei Anwendung solcher Farbstoffe, mit denen keine Niederschlags- oder Schmieren-Bildung eintritt, als Egalisiermittel benutzt werden. Erfindungsgemäß werden zum Färben von tierischen Fasern saure Färbebäder benutzt, die unter Verwendung von Präparaten hergestellt sind, die heterocyclische Stickstoffbasen mit dreiwertigem Stickstoff, hochmolekulare Eiweißabbauverbindungen oder deren am Stickstoff aralkylierte oder durch hochmolekulare Fettsäurereste acylierte Abkömmlinge und den Farbstoff enthalten. Diese Mischungen besitzen eine gute Egalisier- und Netzwirkung und führen gleichzeitig zu einer ausgesprochenen Schonung der zu färbenden Fasern.
  • Es ist zwar bekannt, tierische Fasern aus saurem Bade mit 'sauren Farbstoffen unter Mitverwendung von Basen und Schutzkolloiden, u.-a. von Pyridiniumverbindungen und Eiweißabbauverbindungen, zu 'färben. Bei dem bekannten Verfahren werden indessen sehr leicht Farbstoffschmieren erhalten, die bei dem vorliegenden Verfahren nicht zu-beobachten sind.' Außerdem sind die bei dem bekannten Verfahren benutzten Basen Kondensationsverbindungen, während bei dem vorliegenden. Verfahren einfache heterocycl.ische Basen, z. B. Anwendung finden.
  • Das vorliegende Verfahren stellt eine erhebliche Bereicherung der Färbetechnik dar; denn es war nicht vorauszusehen, daß man .durch den Zusatz von einfachen heteroeyclischen Basen die Neigung der Eiweißspaltstoffe oder ihrer Substitutionsverbindungen, mit manchen Farbstoffen Ausfällungen oder Schmieren zu geben, aufheben und deren Netzvermögen verbessern kann, ohne das Faserschutzvermögen derselben zu beeinträchtigen.
  • Als organische heterocyclische Basen kommen für die erfindungsgemäßen Mischungen beispielsweise folgende in Betracht: Pyridin, Picolin, Kollidin, Chinolin und Gemische dieser Basen, u. a. solcher, wie sie technisch anfallen. Als Eiweißspaltstoffe seien Protalbin-und Lysalbinsäure erwähnt, ferner deren Fettsäurekondensationsverbindungen, z. B. Oleyllysalbinsäure, außerdem die durch fettaromatische Reste substituierten Eiweißspaltstoffe, z. B. Benzyllysalbinsäure. Das Mischungsverhältnis kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, und seine Anpassung an die besonderen Bedürfnisse des Einzelfalles muß durch Vorv ersuche herbeigeführt werden.
  • Durch die folgenden Beispiele soll die Durchführung des vorliegenden Verfahrens näher erläutert werden: Beispiel i In einer Färb; vorrichtung mit umlaufender Flotte wird lose Wolle im Flottenverhältnis i : 30 mit einer Färbeflotte behandelt, die (auf den Faserstoff berechnet)
    6 % Diamantschwarz PVT
    (vgl. Schultz, Farbstofftabellen,
    6. Auflage, Nr. 275),
    3 0% Ameisensäure (8o0%ig),
    45 0% Schwefelsäure (92%ig),
    3 0(o hochmolekulare Eiweißspaltstoffe
    und
    1,5 % Pyridin
    enthält. Die Temperatur der Färbeflotte wird innerhalb einer halben Stunde bis in die Nähe der Siedetemperatur gesteigert und während 3/4 Stunden gehalten. Zum Schluß wird die Wolle in der üblichen Weise mit Wasser gespült und getrocknet. Durch den Zusatz von Pyridin zu der Färbeflotte wird die Bildung von unlöslichen Farbstoffschmieren vermieden.
  • Die verwendeten Eiweißspaltstoffe wurden in der folgenden Weise erhalten: ioo Teile Abfälle von lufttrockenem chromgegerbtem Rindsleder werden-zusammen mit 15o Teilen Wasser und 12 Teilen Ätzkalk während 2 Stunden durch Verkochen unter einem Überdruck von 21/2 Atm. aufgeschlossen. Die Aufschlußlauge wird durch Filtration von Chromoxydhydrat und von überschüssigem Kalk abgetrennt, mit so viel Soda, wie der in der Lösung verbleibenden Kalkmenge äquivalent ist, umgesetzt und nach nochmaliger Filtration mit Salzsäure genau neutralisiert. Zum Schluß wird die Lauge auf einen Trockengehalt von 5o °;'" eingedampft.
  • Beispiel Unter Beachtung der für die Färberei mit sauerziehenden Farbstoffen üblichen Regeln werden in einer mechanischen Färbevorrichtung Kreuzspulen, die wollenes Kammgarn enthalten, im Flottenverhältnis i :30 in einer Färbeflotte, die
    2,5 % Orange (vgl. Schultz, Farbstoff-
    tabellen, 6. Auflage, Nr. i.15),
    q. 0/0 Schwefelsäure,
    1,5 % einer Kondensationsverbindung aus
    hochmolekularen Eiweißspaltstoffen
    mit Sojafettsäure und
    1,5 % Pyridin
    enthält, ausgeführt. Man erhält eine schöne klare, reibechte Färbung, ohne daß es zur Bildung von Farbstoffschmieren kommt.
  • Die verwendete Eiweißfettsäurekondensationsverbindung wird nach dem im Patent 702 386 beschriebenen Verfahren durch Umsetzung von ioo Teilen einer 45%igen Lösung von hochmolekularen Eiweißspaltstoffen mit io Teilen Sojafettsäurechlorid erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Färben von tierischen Fasern mit sauren Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man saure Färbebäder anwendet, die unter Verwendung von Präparaten hergestellt sind, welche heterocyclische Stickstoffbasen mit dreiwertigem Stickstoff, hochmolekulare Eiweißabbauverbindungen oder deren am Stickstoff aralkvlierte oder durch hochnnolekulare Fettsäurereste acylierte Abkömmlinge und den Farbstoff enthalten. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: britische Patentschrift ..... Nr. 425 689; österreichische Patentschrift Nr. 135 654, j36375; französische Patentschrift Nr. 783 008.
DEC51449D 1936-03-19 1936-03-19 Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern mit sauren Farbstoffen Expired DE739034C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT135654B (de) * 1930-02-24 1933-11-25 Holtmann & Co G M B H A Verfahren zur Verbesserung von Anilinschwarz.
AT136375B (de) * 1931-12-07 1934-01-25 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Färben von tierischen Fasern mit Metallkomplexverbindungen von organischen sauren Farbstoffen.
GB425689A (en) * 1933-09-20 1935-03-20 Moritz Freiberger Improvements in and relating to processes for the treatment of textile and fibrous materials
FR783008A (fr) * 1933-12-20 1935-07-06 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour teindre des matières fibreuses et préparations propres à cet effet

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