DE738239C - Rueckstossantriebsvorrichtung - Google Patents
RueckstossantriebsvorrichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02K—JET-PROPULSION PLANTS
- F02K7/00—Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof
- F02K7/10—Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof characterised by having ram-action compression, i.e. aero-thermo-dynamic-ducts or ram-jet engines
- F02K7/12—Injection-induction jet engines
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Description
- Rückstoßantriebsvorrichtung Die Erfindung bezieht gich auf eine Rüc'kstoßantriebsvorrichtung mit Betrieb durch Verbrennungsgase, bei der der Brennstoff unter Druck in Dampf- oder Nebelform durch' eine Düse austritt und mit Luft untermischt in einer Verbrennungskammer zur Erzeugung der Vorschubkraft des Fahrzeuges zur Verbrennung gebracht wird. Die Vorrichtung dient zum Antrieb von Fahrzeugen aller Art, vorzugsweise zum Antrieb von Flugzeugen.
- Es sind bereits Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei denen der Treibstoff in Dampfform in eine vorn offene trichterförmige Verbrennungskammer einströmt und hier, mit Luft untermischt, gezündet wird. Im weiteren Verlauf dieser trichterförmigen Verbrennungskammer sind hinter der Verbrennungsstelle eine Reihe von öffnungen vorgesehen, durch die Zusatzluft einströmt. Diese Luft mischt sich mit den Verbrennungsgasen und vergrößert dabei durch Erwärmen ihr Volumexn, wodurch die Vorschubkräfte erzeugt werden. Der Wirkungsgrad einer derartigen Anordnung ist jedoch gering.
- Nach der Erfindung wird in dieser Hinsicht .eine wesentliche Verbesserung dadurch erzielt, daß bei einer Rückstoßantriebsvorrichtung der vorgenannten Art hinter dem ersten Mischraum und vor der Verbrennungskammer zusätzliche Verbrennungsluft durch weitere Zuführungsöffnungen zugemischt wird, auf denen gleichfalls der durch die Fahrtgeschwindigkeit gegebene Staudruck bzw. Verdichtungsdruck lastet, so daß der. Verbrennungskammer der Treibstoffdampf oder -nobel und die Luft .gut durchmischt in verdichtetem Zustand zugeführt werden. Hierdurch läßt sich die Verbrennung auf die kürzeste Zeit zusammendrängen und der Verbrennungsdruck (Betriebsdruck) auf ein Höchstmaß bringen, wodurch sich wesentlich größere Vorschubkräfte als bei den bekannten Einrichtungen ergeben, ohne daß durch Zusatzeinrichtungen das Gewicht des Rücksfoßmotors nennenswert erhöht wird.
- An sich ist es bekannt, Rückstoßantriebsvorrichtungen mit Betrieb durch Verbrennungsgase mit vorverdichteter Verbrennungsluft zu betreiben. Jedoch werden bei den bekannten Vorrichtungen für die Verdichtung der Mischluft besondere Kompressoren verwendet. Diese haben aber ein erhebliches Gewicht und erhöhen dadurch das tote Gewicht des Fahrzeuges so stark, daß hierdurch der durch die Verdichtung erzeugte Vorteil wieder hinfällig wird.
- Auf der anderen Seite ist es bei Brennern für Industrieöfen bekannt, dem Bresmstoffstrahl hinter dem Bersten Luftmischraum und vor der Entzündungsstelle des Gemisches durch -weitere öffnungen zusätzlich Mischluft zuzuführen. Bei diesen Anordnungen liegen aber die Luftzuführungsöffnungen derart, daß die Luft durch den Brennstoffstrahl inje'ktorartig angesaugt wird und quer zum Brennstoffstrahl zu fließt. Eine Verdichtung des Brennstoffgemisches wird daher bei diesen Anordnungen nicht erzielt, und die erreichten Kammerdrücke bleiben klein, so daß die Anwendung einer derartigen Anordnung bei Rückstoßmotoren keinen Vorteil bringt.
- Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger auf der .Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele noch näher erläutert.
- In Abb. i bedeutet i den Treibstoffverdampfer, 2 den aus düsenartigen Gebilden 8 bestehenden Mischkanal zwischen dem Verdampfer i und der Verbrennungskammer 3. Mit 4 ist die für die Verdampfung erforderliche Wärmequelle, z. B. ein Gasbrenner oder eine elektrische Beheizung, bezeichnet, während mit 5 die Zündeinrichtung und mit 6 die an die Verbrennungskammer anschließende Ausblasdüse bezeichnet ist. Die Kanäle zwischen den einzelnen Luftleitkörpern 8 des Mischkanals?- sind mit ; bezeichnet, ferner mit 9 die an den Verdampfer i angeschlossene Treibstoffdüse und mit io der Treibstoffvorrat. Die Luftleitkörper 8 sind mit Verlängerungen i i versehen, die in der Bewegungsrichtung des Fahrzeuges liegen.
- Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Antriebseinrichtung ist folgende: Durch die Wärmequelle 4 wird der Treibstoffvorrat io in der Kammer i erhitzt, so daß er verdampft und ein Überdruck erzeugt wird. Infolgedessen strömt der Treibstoffdampf oder -neb@el durch die Düse 9, in der er auf Geschwindigkeit gebracht wird, durch den Kanal 2 in die Verbrennungskammer 3, wobei ihm im Kanal 2 durch die Kanäle Luft zugesetzt wird. Da mehrere nacheinander in den Mischkanal 2 mündende Kanäle dieser Art vorgesehen sind, wird der Treibstoffstrahl stufenweise stark mit Luft angereichert, so daß seine Verbrennung in der Verbrennungskammer .3 in kürzester Zeit restlos -erfolgt. Dieser Vorgang spielt sich deswegen mit besonders guter Wirkung ab, weil die Mischluft unter dem durch die Eigenbewegung des Fahrzeuges gegebenen Verdichtungsdruck bzw. Staudruck durch die hintereinanderliegenden öffnungen des oder der Kanäle 7 in den vom Treibstoffstrahl durchströmten Mischkanal gepreßt wird. Hierdurch wird eine gute und schnelle Durchmischung bei kleinstem Raum und in Zusammenhang mit der dabei erzielten Verdichtung eine rasche Verbrennung und ,ein hoher Verbrennungsdruck erzielt. Die in den Zuführungskanälen 7 befindlichen und unter die Pressung des Staudruckes stehenden Luftsäulen ermöglichen die Steigerung des Verbrennungsdruckes, da sie die von der Verbrennungskammer her auftreffenden Druckstöße auffangen, so daß sie nach außen nicht schädlich wirken können und die im jeweiligen Stoß enthaltene Energie dem Motor erhalten bleibt.
- Hieraus ergibt sich gegenüber den bekannten Einrichtungen ein wesentlich besserer Wirkungsgrad.
- Man kann die Mischfähigkeit der Vorrichtung noch steigern, indem man entweder den Treibstoffstrahl teilt und die Zumischungsstelle mit einem Luftleitkanal 12, 14 (Abb. 2) oder mit einem Einsatzkörper 13 im Kanal 2 vorsieht (Abb.3).
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Rückstoßantriebsvorrichtung mit Betrieb durch Verbrennungsgase, bei der der Treibstoff unter Druck in Dampfform durch eine 'Düse austritt und mit Luft durchmischt in einer Verbrennungskammer zur Erzeugung der Vorschubkraft des Fahrzeuges zur Verbrennung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Treibstoffgemisch hinter der Luftzurnischstelle an der Treibstoffdüse (9) und vor der Verbrennungskammer (3) Zusatzverbrennungsluft durch weitere Zuführungskanäle (7, i i) zugesetzt wird, in denen der durch die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Fahrzeuges gegebene Verdichtungsdruck bzw. Staudruck lastet, so daß das Treibstoffgemisch in stark mit Luft angereichertem und vorverdichtetem Zustand in die Verbrennungskammer gelangt (Abb. i).
- 2. Rückstoßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lufteinführungsstellen (7) eine oder mehrere hüllenartige Verlängerungen ( i i, 12) in der Bewegungsrichtung aufweisen.
- 3. Rückstoßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibstoffstrahl vor der Zumischung der Zusatzluft aufgeteilt wird und jeder Teilstrahl für sich mit Zusatzluft vom Staudruck untermischt wird (Abb.2).
- 4. Rückstoßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem den Treibstoffstrahl führenden Kanal (2) ein oder mehrere Einsatzkörper (13) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK136053D DE738239C (de) | 1934-11-27 | 1934-11-27 | Rueckstossantriebsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEK136053D DE738239C (de) | 1934-11-27 | 1934-11-27 | Rueckstossantriebsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE738239C true DE738239C (de) | 1943-08-06 |
Family
ID=7248538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK136053D Expired DE738239C (de) | 1934-11-27 | 1934-11-27 | Rueckstossantriebsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE738239C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3093962A (en) * | 1957-03-11 | 1963-06-18 | Eugene M Gluhareff | Valveless jet engine with inertia tube |
| WO2004063549A1 (en) * | 2003-01-13 | 2004-07-29 | The Texas A & M University System | Jet ejector and method of altering fluid flow |
-
1934
- 1934-11-27 DE DEK136053D patent/DE738239C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3093962A (en) * | 1957-03-11 | 1963-06-18 | Eugene M Gluhareff | Valveless jet engine with inertia tube |
| WO2004063549A1 (en) * | 2003-01-13 | 2004-07-29 | The Texas A & M University System | Jet ejector and method of altering fluid flow |
| US7780099B2 (en) | 2003-01-13 | 2010-08-24 | The Texas A&M University System | High-efficiency jet ejector and propulsive jet |
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