[go: up one dir, main page]

DE737177C - Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen - Google Patents

Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen

Info

Publication number
DE737177C
DE737177C DEJ60691D DEJ0060691D DE737177C DE 737177 C DE737177 C DE 737177C DE J60691 D DEJ60691 D DE J60691D DE J0060691 D DEJ0060691 D DE J0060691D DE 737177 C DE737177 C DE 737177C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
devices
aircraft
elevator
stabilizing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ60691D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Philipp V Doepp
Dipl-Ing August-Wilhelm Quick
Karl Stork
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messerschmitt Bolkow Blohm AG filed Critical Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority to DEJ60691D priority Critical patent/DE737177C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE737177C publication Critical patent/DE737177C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C17/00Aircraft stabilisation not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Aerodynamic Tests, Hydrodynamic Tests, Wind Tunnels, And Water Tanks (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen.
  • Mit Hilfe dieser Einrichtung soll vorzugsweise die Möglichkeit werden, bei langsamem Fluge mit starkem Schraubenschub, beispielsweise b,eirn Steigflug, Stabilität des Flugzeuges selbsttätig zu gewährleisten, d. h. @es soll der Neigung zur Abweichung von der gewünschten Richtung oder Lage, z. B. dem eingestellten Anstellwinkel, wirksam begegnet werden, bevor tatsächlich wesentliche Abweichungen, z. B. übermäßige Erhöhungen des Anstellwinkels, eingetreten sind.
  • Zur Erreichung einer Längsstabilität sind bereits die Änderungen der Motorleistung herangezogen worden; diese Art der Stabilisierung ist jedoch nicht zufriedenstellend, da die Zustandsgrößen des Motors nicht notwendigerweise in einem Abhängigkeitsverhältnis zu den jeweiligen Flugzuständen stehen. Es tritt hier z. B. der Nachteil auf, daß die stabilisierende Wirkung beim Vollgasschnellflug genau so eintritt wie beim Vollgassteigflug, was jedoch unerwünscht und nachteilig ist.
  • Auch ist bekannt, die stabilisierenden Kräfte von der Neigung des Flugzeuges um seine Querachse abzuleiten und die Verstellung des -Höhenruders nur in Abhängigkeit von der Motörleistung oder eines Höhenmessers oder eines Wendezeigers . durchzuführen, Ferner ist bekannt, das Verhältnis der Größe des Ruderausschlages zum impulsgebenden Mittel in Abhängigkeit zu der Fluggeschwindigkeit zu bringen, derart, daß bei geringer Fluggeschwindigkeit der Ruderausschlag vergrößert wird und umgekehrt. Hierbei ist auch der Fahrtwind, nicht jedoch der Schraubenschub als mitwirkendes Mittel herangezogen. Diese Einrichtung ergibt jedoch keine Sicherung gegen Überziehen beim Vollgassteigflug.
  • Weiterhin sind von Staukräften des Fahrtwindes und Seitenwindes beeinflußte Stauflächen, jedoch ohne Mitwirkung des Schraubenstrahles angegeben worden, um eine automatische Steuereinrichtung für die Seiten-und Längsstabilität und auch für die Flugrichtung herzustellen.
  • Um bei einem fliegenden Flugzeug automatische Seitenstabilität, gleiche Geschwindigkeit und Einhaltung des eingestellten Kurses zu erreichen, sind auch automatische Einrichtungen derart ausgebildet worden, daß sie unter Mitwirkung von Unter- oder Überdruck betätigt werden, wobei die Drücke durch im Fahrtwinde angeordnete Druckgeräte, z. B. Venturi- oder Pitotrohre,erzeugt werden, jedoch nicht durch vom Schraubenschub abhängige Kraftglieder.
  • Nach einem anderen Vorschlage wird eine automatische Trimmtrog unter Mitwirkung einer Membrandose als Gebergerät erreicht, deren Membran einerseits unter dem Ruhedruck und andererseits unter dem Gesamtdruck, also die Membran unter der Einwirkung des Staudruckes liegt. Bei dieser Anordnung ist jedoch ausführlich hervorgehoben worden, daß die Staudüsen nicht im Wirkungsbereich des Propellerstrahles liegen dürfen. Im übrigen wirkt diese Vorrichtung während vieler anderer langsamer Flugzustände, wobei eine Beeinflussung der Steuerung unerwünscht ist, z. B. bei Horizontalflug mit geringer Motorkraft. Auch ist die Anordnung von Windfahnen im Luftschraub.enstrahl für Seitentrimmung vorgeschlagen worden.
  • Bei keiner der bisher bekannten Einrichtungen hat man bisher aus dem Zusamm@eneinwirkenlassen von Vortriebsschub und Fahrtwind auf eine Einrichtung eine Beeinflussung der Stabilisierung um die Querachse des Flugzeuges beim Vollgassteigflug beabsichtigt oder gar .erreicht.
  • Der Erfindungszweck wird dadurch erreicht, daß Kraftschalter vorgesehen sind, von denen einer in Abhängigkeit von der Staukraft des Fahrtwindes und ein weiterer von dem Vortriebsschub des Triebwerkes wirksam ist, wobei die gemessene Differenz unmittelbar oder mittelbar ül*r einen Servomotor auf das Höhenleitwerk im Sinne der Erzeugung eines kopflastigen Drehmomentes einwirkt. Hierdurch bleibt bei langsamem Fluge durch entsprechende selbsttätige Ein-Stellung des Ruders jederzeit Stabilität utn die Querachse des Flugzeuges (Längsstabilität) gewährleistet. Zur Erreichung dieses Zweckes können am Flugzeug durch Staudruck oder andere Kräfte beeinflußbare Geräte, ,beispielsweise Staudüsen oder bewegbare Stauflächen, angeordnet werden, von denen das eine im Fahrtwind und das andere im Luftschraubenwind liegt.
  • Zur Erhöhung der Sicherheit, beispielsweise im Hinblick .auf mögliche St@@rungen, z. B. Verstopfungen, ist die Anordnung mehrerer in Gruppen zusammengeschlossener G#--rät.e vorteilhaft.
  • Es ist .an sich bekannt, daß die stal)i:isierende Wirkung des Höhenleitwerkes eines Flugzeuges mit wachsendem Schraulaenschuh bei gleichzeitig .geringer werdender Fluggeschwindigkeit abnimmt. Besonders fühlbar wird dieses beim Vollgassteigllug. De Größe des Höhenleitwerkes, di- für alle anderen, insbesondere die normalen Flugzustände zur Erhaltung der Stabilität völlig ausreichen würde, ist nur beim @'ollgassteigflug, bei dem der Schraubenschub sehr grol:r, die Fluggeschwindigkeit aber verhältnismäßig gering ist, nicht mehr ausreichend. 'Mit Hilfe einer einfachen Leitwerksvergrößerungkönnte die Instabilität des Flugzeuges beim Steigflug beseitigt werden. Dieses würde ab.#r eine ganze Reihe erheblicher Nachteile für den Normalflug, z. B. größeren L uft«-id#-rstand und größeres Gewicht der Ruder und somit ungünstige Sch«=erpunktveriagerung sowie auch größere Verstellkräfte, mit sich bringen, so daß eine besondere, nur bei langsamem Fluge wirksame Einrichtung, dic nur der Erhaltung der Stabilität, vorzugsweisim Steigflug, dienen soll, vorteilhaft ist. Mit Hilfe einer solchen Einrichtung ist dann sogar eine erhebliche Ersparnis an Leitwerksfäche bzw. eine erhebliche Vergrößerung des Bereiches möglich, innerhalb dessen der Schwerpunkt dies Flugzeuges, beispielsweise durch Lageänderung der Zuladung im Fluge, seine Lage ändern kann, ohne daß die Flugsicherheit in unzulässiger Weise gefährdet wird. Die erfindungsgemäße Beeinflussung des Höhenruders oder eines Hilfsruders am Höhenruder soll dazu dienert, dem beim Steigflug durch den Luftschraubenstrahl erzeugten starken schwanzlastigen Drehmoment um die Querachse des Flugzeuges selbsttätig ein kopflastiges Drehmoment zur Gewährleistung oder Wiederherstellung der Stabilität des. Flugzustandes entgegenzusetzen. Die unerwünschte Nebenwirkung des starken Schraubenstrahls beim Voligassteigflug wird somit durch die Wirkung der erfindungsgemäßen Einrichtung ausgeglichen. Das auf diese Weise erzeugte kopflastige Drehmoment um die Querachse des Flugzeuges bzw. seine Ursache, also der Ausschlag des Höhensteuerorgans, soll jedoch bei wachsender Geschwindigkeit des Flugzeuges schwächer -werden und von einer bestimmten, für jedes Flugzeugbaumuster vorher festlegbaren oberen Geschwindigkeitsgrenze ab zu Null werden, d. h. die Einrichtung soll bei schnellem Geradeausflug und besonders im Sturzflug nicht wirksam sein. Zur Überwindung der Luftkräfte und der in der Steuerung bei Betätigung der Übertragungsorgane auftretenden Reibungskräfte wird dabei zweckmäßigerweise ein besonderer Hilfmotor, beispielsweise ein hydraulischer Motor, so zwischengeschaltet, daß die Kraftschalter nur die Steuerung der Treibmittelzufuhr zum Hilfsmotor bewirken, während die eigentliche Arbeit des, Ruderlegens vom Hilfsmotor geleistet wird.
  • Um auch der Forderung genügen zu können, daß das erzeugte kopflastige Drehmoment bei zunehmender Geschwindigkeit des Flugzeuges abnimmt und von einer bestimmten Geschwindigkeitsgrenze an zu Null wird, werden die Verstellglieder des Höhenruders bzw. des Hilfsruders am Höhenruder zweckmäßig so ausgebildet, daß die Größe des einem bestimmten Staudruckunterschiedentsprechenden Ruderausschlages noch von der Fluggeschwindigkeit abhängig gemacht wird. Eine Vorrichtung, die dieser besonderen Forderung genügt, -ist beispielsweise ein. Hebel, dessen übersetzungsvez-hältnis von einer bestimmten oberen Grenze bis auf Null herab geändert werden kann.
  • Die Anordnung der Einzelteile der erfindungsgemäßen Stabilisierungseinrichtung wird durch die auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Die Einzelheiten der Unteransprüche, die bei ähnlichen Einrichtungen bekannt sind, haben nur Schutz im Zusammenhang mit dem Hauptanspruch.
  • Die Abb. i zeigt schematisch eine erfindungsgemäß ausgeführte Stabiliserungseinrichtung mit von Strömungsdrücken beeinflußten Membranen.
  • Abb. 2 zeigt eine Einzelheit der Ablx i, nämlich die Ausgestaltung eines doppelarmigen Hebels samt seinem Schwinggelenk im Schnitt nach Linie II-II der Abb. i.
  • Abb. 3 zeigt eine Stabilisierungseinrichtung mit Windkraftflächen.
  • Bei der Einrichtung nach Abb. i wird ein am Höhenruder 35 sitzendes Hilfsruder 36 von einem hydraulischen Hilfsmotor 20-30 in Abhängigkeit von dem Unterschied der Staudrücke des Luftschraubenstrahls und des Fahrtwindes verstellt. Zu dem, Zweck ist dem reinen Fahrtwind ein sog. Prandtl-Rohr mit dem den Gesamtdruck aufnehmenden inneren Teil i und dem den statischen Druck aufnehmenden ,äußeren Teil e .ausgesetzt, -während im Luftschraubenstrahl eine den Gesamtdruck aufnehmende Rohrmündung q. liegt. Von den den Gesamtdruck aufnehmenden Mündungen i und 4. führen Leitungen 5 und 6 zu entgegengesetzten Seiten .einer im, Gehäuse 8 eingeschlossenen Membran 9. An diese Membran -st eine deren Bewegung nach außen fortleitende, durch das Gehäuse 8 dicht hindurchgeführte Stange 1o angeschlossen, an welcher eine Feder i i angreift, die der Belastung der Membran durch die Differenz der Gesamtdrücke des Luftschraubenstrahls und des. Fahrtwindes ständig entgegenwirkt. Die Stange i o überträgt ihre #Jers:tellbewegung auf den einen Arm 13 eines- doppelarmigen, um das festliegende Gelenk i 5 schwingbaren Hebels 13, 1.1. Vom anderen Arm 14. dieses Hebels führt ein Gestänge 16 zu :einem einarmigen Hebel 17, dessen Schwingpunkt 18 mit der Kolbenstange 2o des hydraulischen, zur Hilfsruderverstellung dienenden Hilfsmotors verbunden ist. An den Hebel 17 ist ferner der im Gehäuse 23 verschiebliche Steuerschieber 22 angeschlossen; dieser steuert die Steuerschieber und Abfuhr des durch Leitung 2 i zuströmenden, den Hilfsmotor treibenden Treibmittels (Druckflüssigkeit) über die Verbindungsleitungen 25 und 26 zum bzw. vom Kraftzylinder 3o, in dem der Kraftkolben 29 mit Kolbenstange 2o verschieblich angeordnet ist. Die Verst:ellbewegung des Kraftkolbens 29 wird über einen doppelarmigen, um das Gelenk 31 schwingbaren Hebel 32, 33 und ein Verbindun.gsgestänge,34 auf das Hilfsruder 36 übertragen. Das Gelenk 31 ist an einem Schiebekörper 3; angeordnet, der seinerseits mittels eines Handstellgliedes 38 in verschiedene Lagen gebracht und in diesen mittels Riegel q.o und Rasten 41 festgelegt werden kann.
  • Diese Einrichtung wirkt wie folgt: Im normalen Fluge hält die Differenz der an den Rohrmündungen i und 4. auftretenden und auf die Membran 9 einwirkenden Drücke der Feder i i das Gleichgewicht; hierbei steht der Schieber 22 in der Mittellage, in der er die zum Zylinder 3o des Kraftkolbens 29 führenden Kanäle 25, 26 abdeckt, so daß eine Verstellung des in der gestrichelt gezeichneten Normallage befindlichen Hilfsruders nicht eintritt. Bei langsamem Fluge dagegen erhöht sich diese Strömungsdruckdifferenz. Die Membran 9 biegt sich demzufolge nach rechts durch und verstellt über die Hebel 13, 1 4. und 17 den Schieber 22 derart, daß Kanal 26 mit der Druckmittelzufuhrleitung 21 verbunden wird. Der Kraftkolben 29 wird demzufolge nach rechts verschoben, wobei er den Hebel 17 mitnimmt und dadurch den Schieber 22 wieder in seine Mittellage zurückführt, wodurch die Leitung 26 wieder abgeschlossen wird. Es kommt somit auch der Kraftkolben wieder zum Stillstand, und zwar nach Zurücklegung eines Weges, der dem Weg der M embranstange io verhältnisgleich ist. Die Verstellung des Kraftkolbens wird über den Hebe132, 33 und Stange 3q. auf das an die Hinterkante des Höhenruders 35 gelenkig angeschlossene Hilfsruder 36 übertragen, so daß dieses bei langsamem Fluge, insbesondere bei Vollgassteigflug, eine Winkelverstellung (wie mit vollen Linien gezeichnet) :erfährt, deren Größe von der Differenz der der Geschwindigkeit des Luftschraubenstrahlseinerseits und des Fahrtwindes andererseits entsprechenden Staudrücke abhängt.
  • Soll nun bei einer solchen Einrichtung noch der Forderung genügt werden, daß bei höheren Fluggeschwindigkeiten das vom Höhenruder oder dem Hilfsruder des Höhenruders erzeugte kopflastige Moment immer kleiner werden und zuletzt ganz verschwinden soll, so kann dies in verhältnismäßig einfacher Weise durch die in Abb. i mit dargestellte zusätzliche Einrichtung erreicht werden. Zu diesem Zweck ist eine Membrandose 4o mit der Membran ¢1 vorgesehen, deren eine Seite mit der den Gesamtdruck aufnehmenden Rohrmündung i und deren andere Seite mit dem den statischen Druck der Luft aufnehmenden Außenraum 2 des Prandtl-Rohres verbunden ist, so daß die Differenz der auf ihr lastenden Drücke lediglich von der Fluggeschwindigkeit abhängt. Diesem Druckunterschied wirkt eine an der Mernbranstange 42 angreifende Feder 4.3 entgegen, die so bemessen ist, daß sie erst bei höheren Fluggeschwindigkeiten eine Formänderung erfährt. Die Membranstange ist über ein Gestänge 45 mit einem Gleitschuh 4.6 verbunden, an welchem auch das zur Verstellung des Schiebers 22 dienende Gestänge i6 angeschlossen ist. Dieser Gleitschuh ist auf dem Arm 14 des Hebels 13, 1 4. derart verschiebbar, daß er bei zunehmender Fluggeschwindigkeit sich dem Drehpunkt 15 dieses Hebels nähert und ihn schließlich erreicht.
  • Je höher sonach die Fluggeschwindigkeit ist, um so kleiner wird die wirksame Länge des Hebelarmes 1.1 und um so kleiner werden demzufolge auch die einem bestimmten Ausschlag der Membran 9 entsprechenden Verstellungen des Schiebers 22, des Kraftkolbens 29 und des Hilfsruders 3 6, bis sie schließlich, von einer bestimmten hohen Fluggeschwindigkeit ab, ganz zu Null werden.
  • Um zu verhindern, daß bei einem Versagen der Druckflüssigkeitsversorgung das Hilfsruder in einer für den jeweiligen Flugzustand ungünstigen Lage stehenbleibt, ist es zweckmäßig, auch die Möglichkeit einer Verstellung des Hilfsruders von Hand vorzusehen. Da beim Versagen der Druckflüssigkeitsversorgu-ng der Kraftkolben 29 festliegt, so kann diese Handverstellung erfolgen, indem das Schwinggelenk 3 r des Hebels 32, 33 mittels des Handhebels 38 verschoben wird. Während der hydraulischen Betätigung der Einrichtung wird das Gelenk 31 infolge Anordnung des in die Rasten q.o eingreifenden Riegels q. t in seiner jeweiligen Einstellage festgehalten.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 sind an senkrecht zur Flugzeuglängsachse verschieblichen Stangen 51, 52, die je an ein Ende eines: doppelarmigen Hebels 53 gelenkig angeschlossen sind, Windkraftflächen 5.1 und 55 derart angeordnet, daß die eine, 54, im Luftschraubenstrahl und die andere, 55, sich außerhalb desselben im reinen Fahrtwind befindet. Diese Windkraftflächen sind gegenüber dem relativen Luftstrom schräg gestellt, derart, daß die auf diese Flächen einwirkenden Luftkräfte am Hebe153 einander entgegengesetzte Drehmomente hervorrufen. Am Hebel 53 greift ferner eine Feder 57 an, die der vom Luftschraubenstrahl erzeugten Kraft entgegenwirkt. Diese Feder ist so bemessen, daß sie erst dann nachgibt, wenn der Unterschied der am Hebel wirkenden Drehmomente eine gewisse Größe überschreitet, mit anderen Worten, wenn der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit des L uftschraubenstrahls und der des Fahrtwindes größer ist als im normalen Fluge. Mit dem um das festliegende Gelenk 56 schwingbaren Doppelarmhebel53 ist ein weiterer Hebelarm 58 fest verbunden, von dem ein Gestänge 59 zu dem Hilfsruder 61 führt, das an die Hinterkante des Höhenruders 6o angelenkt ist. Dieses Hilfsruder wird also selbstätig näch oben verschwenkt, so daß es bei losem: Ruder ein zusätzliches kopflastiges Drehmoment am Flugzeug hervorbringt, sobald der Unterschied der auf die Windkraftflächen 5.1, 55 einwirkenden Strömungsdrücke eine bestimmte Größe überschreitet.
  • Um auch eine Verstellung des Hilfsruders von Hand zu ermöglichen, kann das Gestänge 59 .an einen Handstellhebel 63 angeschlossen sein. Auch hier kann der Angriffspunkt 64. des Gestänges 59 längs des Hebels 58 in Abhängigkeit von der Fluggeschwindigkeit verschiebbar angeordnet sein, um so wieder den Hilfsruderausschlag mit zunehmender Fluggeschwindigkeit bis zum Grenzwert Null zu verringern.
  • Im Bedarfsfalle kann die Einrichtung so getroffen sein, daß die Verstellbevegungen des Hebelarmes 58 nicht unmittelbar auf das Höhenruder oder das Hilfsruder des Höhenruders, sondern auf ein Steuerglied eines die Verstellung dieser Ruder bewirkenden Hilfsmotors übertragen werden, der z. B. wiederum wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i als hydraulischer Motor ausgebildet sein kann.
  • Bei mehrmotorigen Flugzeugen werden zweckmäßig mit Rücksicht auf die Möglichkeit des Versagens oder der Leistungsverminderung des einen oder anderen Motors in jedem Lu,ftschraubenstrahl durch die Luftströmung beeinflußbare Geräte vorgesehen, ' so daß immer die Differenz zwischen dem jeweils größten Strömungsdruck im Schraubenstrahl und dem tatsächlichen Flugstaudruck das Höhenruder oder das Hilfsruder des Höhenruders beeinflußt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen in bezug auf die Querachse, insbesondere während des Steigfluges, gekennzeichnet durch Kraftschalter, von denen einer in Abhängigkeit von der Staukraft des Fahrtwindes und ein weiterer von dem Vortriebsschub des Triebwerkes wirksam ist, wobei die Dirfferenz der wirkenden Kräfte mittelbar über einest Servomotor oder unmittelbar auf- das Höhenleitwerk im Sinne der Erzeugung eines kopflastigen Drehmomentes einwirkt. a. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens je ein auf die Geschwindigkeit der Luftströmung ansprechendes Gerät im Luftschraubenstrahl (4, 54) und im Fahrtwind (1, a, 55) angeordnet ist, wobei das Höhenruder (35, 6o) :entweder selbst oder ein Hilfsruder (36, 61) von dem Unterschied der an diesen beiden Geräten wirksamen Staukräfte in stabilisierendem Sinne beeinflußt wird. 3. Einrichtung nasch einem der Ansprüche i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß dem Unterschied der an den geschwindigkeitsempfindlichen Geräten (8, 9, 10, 54, 55) wirksamen Kräften eine beispielsweise als Feder (1r, 57) ausgebildete Gegenkraft zugeordnet ist. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis zwischen den Kraftschaltern (8, 9, io) und den Gliedern, die das Höhensteuer (35) oder Hilfsruder (36) in stabilisierendem Sinne beeinflussen, veränderbar ist. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsgestänge ein Übersetzungsglied, z. B. einen doppelarmigen Hebel (13, 14, 15), enthält, dessen Übersetzungsverhältnis in Abhängigkeit von der Fluggeschwindigkeit selbsttätig ver-,änderb.ar ist, wobei das größere übersetzungsverhältnis der geringen Fluggeschwindigkeit des Flugzeuges und das Übersetzungsverhältnis Null einer bestimmten höheren Geschwindigkeit zugeordnet ist. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Strömungsdruck aufnehmende Geräte (1, 4) im Fahrtwind und im Schraubenstrahl angeordnet und durch Leitungen (5, 6) mit den beiden Seiten einer in einem Gehäuse (8) eingeschlossenen Membran (9) verbunden sind, wobei dem an den Geräten wirksamen Druckunterschiede eine als Feder (i i ) ausgebildete Gegenkraft entgegenwirkt und die Membran (9) durch geeignete Zwischenglieder unmittelbar oder mittelbar mit den den Stabilitätsausgleich herbeiführenden Gliedern, z. B. Höhenruder (35, 6o), verbunden ist. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Geschwindigkeit der Luftströmung ansprechenden Geräte (8, 9, io), die mit den Höhensteuerorganen in stabilisierender Wirkungsverbindung stehen, mit diesen über einen Hilfsmotor verbunden sind. B. Einrichtung nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die .auf die Geschwindigkeit der Luftströmung ansprechenden Geräte aus einem gekuppelten Paar gegenüber dem relativen Luftstrom schräg gestellter Stauflächen (54, 55) bestehen, von denen mindestens je eine im Fahrtwinde und im Schraubenstrahl angeordnet ist, wobei das Stauflä chenpaar (54, 55) mit den dem Stabilisierungsausgleich dienenden Baugliedern oder der Steuerung eines die Verstellung dieser Glieder bewirkenden Hilfsmotors in derartiger Wirkungsverbindung steht, daß nur der Staukraftunterschied wirksam ist.
DEJ60691D 1938-03-03 1938-03-03 Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen Expired DE737177C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ60691D DE737177C (de) 1938-03-03 1938-03-03 Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ60691D DE737177C (de) 1938-03-03 1938-03-03 Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE737177C true DE737177C (de) 1943-07-08

Family

ID=7207431

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ60691D Expired DE737177C (de) 1938-03-03 1938-03-03 Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE737177C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1111947B (de) * 1953-11-13 1961-07-27 Bendix Corp Verfahren und Vorrichtung zur selbsttaetigen Hoehensteuerung eines durch Luftschrauben angetriebenen Luftfahrzeuges
US3012741A (en) * 1959-02-09 1961-12-12 Clarkson Alick Pitch attitude stabilizing system for aircraft
DE102007028143B4 (de) * 2007-06-19 2012-10-18 Thomas Fischer Verfahren und Einrichtung zum Verstellen eines Funktionselementes in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit eines strömenden Mediums

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1111947B (de) * 1953-11-13 1961-07-27 Bendix Corp Verfahren und Vorrichtung zur selbsttaetigen Hoehensteuerung eines durch Luftschrauben angetriebenen Luftfahrzeuges
US3012741A (en) * 1959-02-09 1961-12-12 Clarkson Alick Pitch attitude stabilizing system for aircraft
DE102007028143B4 (de) * 2007-06-19 2012-10-18 Thomas Fischer Verfahren und Einrichtung zum Verstellen eines Funktionselementes in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit eines strömenden Mediums

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2442036A1 (de) Flugzeugtragflaeche
CH392276A (de) Senkrechtstartflugzeug
DE2427406A1 (de) Fluzeug und verfahren zu dessen steuerung
DE737177C (de) Einrichtung zur Stabilisierung von Flugzeugen
DE1481524A1 (de) Stabilisierungseinrichtung fuer schnellfliegenden,entlasteten Drehfluegel-Rotor
EP0017756B1 (de) Auftriebsklappe an einem Flugzeugtragflügel
DE3150992C2 (de) Ruder für Wasserfahrzeuge
DE555740C (de) Regelungsvorrichtung
DE1045812B (de) Propeller mit selbsttaetig regelbarer Steigung der Propellerfluegel
DE1030622B (de) Sicherheitsregeleinrichtung fuer Propellerturbinen-Triebwerke mit Verstelluftschraube
DE639329C (de) Flugzeugfluegel mit Klappen zur Auftriebserhoehung
DE1556940B1 (de) Einrichtung zum Steuern der Hoehenruder von Flugzeugen
DE678519C (de) Durchstarteinrichtung fuer Flugzeuge
DE679141C (de) Hilfsfluegel fuer Flugzeugtragflaechen
DE538519C (de) Flugzeugtragfluegel
DE2114670A1 (de) Vorrichtung zum Ausfahren eines Vorflügels aus Tragflächen von Luftfahrzeugen
DE1506567A1 (de) Steuereinrichtung fuer pendelruder
DE749541C (de) Flugzeugsteuerung mit unabhaengig vom Seitenruder zu betaetigenden Querrudern und einer Einrichtung zum Ausgleich der bei Querruderausschlaegen auftretenden Giermomente um die Hochachse
DE1964205C3 (de) Lageregler für Strahlflugzeuge
DE1123919B (de) Vorrichtung zur Stabilisierung und Steuerung von lotrecht startenden und landenden Luftfahrzeugen
DE939008C (de) Selbststabilisierende Ruderflaeche, insbesondere fuer sich in der Luft oder im Wasser fortbewegende Anordnungen
DE912297C (de) Flugzeugsteuerung mit einer Einrichtung zur selbsttaetigen Erzeugung eines gewolltenRollmomentes um die Flugzeuglaengsachse beim Seitenruderlegen
DE960872C (de) Flugzeug mit feststehenden Fluegeln grossen Auftriebsbeiwertes
DE479558C (de) Flugzeug
DE1099362B (de) Luftfahrzeug mit Auftriebssteuereinrichtungen