-
Zerlegbare Auffahrrampe Die Erfindung betrifft eine zerlegbare Auffahrrampe,
die vorzugsweise zum schnellen Fahrzeugverladen mobiler Wehrmachtsteile, jedoch
selbstverständlich auch für Wirtschaftszwecke bestimmt ist.
-
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben ist es erforderlich, daß die Rampe ein
geringes Gewicht besitzt und schnell in handliche Stücke zerlegt, aber ebenso schnell
an jeder beliebigen Stelle wieder zusammengesetzt werden kann. Trotzdem darf sie
in aufgebautem Zustand sich in keiner Weise auf den Wagen abstützen, um von dessen
senkrechten Bewegungen beim Belasten unabhängig zu sein, da diese die Stabilität
sehr herabsetzen würden sowie besonders bei Lasten mit hohem Schwerpunkt in der
Schräglage auf der Rampe erhebliche Gefahrenmomente mit sich brächten. Andererseits
ist es @erforderlich, daß eine sichere waagerechte Verbindung gegen Auseinanderdrücken
zwischen Rampe und Wagen besteht.
-
Die Rampe soll in zusammengelegtem Zustand aus möglichst wenigen,
nicht sperrigen Teilen bestehen, damit dieselben leicht gehandhabt und ohne wesentliche
zusätzliche Platzbeanspruchung auf Fahrzeugen. beigepackt werden können.
-
In betriebsfertigem Zustand soll die Rampe eine sichere Verbindung
mit dem Eisenbahnwagen gewährleisten und in ihrer Konstruktion so widerstandsfähig
sein, daß sie selbst Wehrmachtsansprüchen im Felde genügt.
-
Außerdem soll die Rampe in der ganzen Wagenbreite befahrbar sein,
um Kraftfahrzeugen mit den verschiedensten Spurbreiten, einschließlich Krafträdern,
ebenso auch solchen mit den verschiedensten Achsabständen und ungünstigsten Bodenfreiheitsverhältnissen
wie auch Sonderfahrzeugen mit anormal großen Oberbauverhältnissen die Auffahrt mit
einem hohen Sicherheitsgrad zu ermöglichen. Um auch frontmäßig voll einsatzfähig
zu sein, muß ein Auf- und Abbau an jeder beliebigen Stelle des Schienenstranges
durchführbar sein.
-
Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Ausführung der Rampe
gelöst, indem am unteren Ende der Stütze etwa zur Mitte
der Längsträger
geführte Streben und zum Fuß der Rampe geführte Zugstangen angreifen, wobei die
Stütze so niedrig bemessen ist, daß die Träger erst dann zur Auflage auf die Stütze
kommen, nachdem die Streben und die Träger belastet sind und dadurch :da: Spiel
ihrer Verbindungsbolzen aufgehoben ist.
-
Die Auffahrrampe ist leicht und kann durch Lösen von zwei Verbindungsbolzen
schnell in zwei Hauptteile, die eigentliche Brücke mit den daran befestigten klappbaren
Verstrebungen sowie in eine Stirnwand, zerlegt werden.
-
Die erfindungsgemäße Ausführung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen: Abb. i die Rampe in betriebsfertigem Zustand, Abb. z das untere Brückenende
mit der zusätzlichen Anlaafbrücke, Abb.3 die Rampe in gelöstem Zustand, Abb. 4.
die Einhängevorrichtung an der Stirnwand der Brücke, Abb.5 die Draufsicht auf die
Rampe mit teilweise abgezogener U-Schiene.' Die Stirnwand d, die fest auf den Gleisen
steht, wird unter Beanspruchung der Anhängevorrichtungg gegen die Puffer gepreßt
und bildet senkrecht abgestützte Festpunkte, in welche sich die Brücke einhängt,
und zwar so, daß infolge der Verwendung besonders geformter Nuten rz und den dazugehörigen
entsprechenden Gegenstücken das obere Ende der Brücke auf der Oberkante der Stirnwand
gegen Kippen sowie Längs- und Querverschiebungen gesichert aufliegt.
-
Das unmittelbar auf den Gleisen ruhende andere Ende der Brücke ist
mittels Zugstangen b mit der unteren Kante der Stirnwand d lösbar verstrebt. Eine
weitere einseitig lösbare Verstrebung e führt von der Mitte der Brücke schräg nach
vorgenannter unterer Kante der Stirnwand und gibt in Verbindung mit der erstgenannten
Verstrebung b der Rampe die erforderliche Stabilität und Tragfähigkeit.
-
Diese Dreiecksabstützung bildet gleichzeitig eine Sicherheit gegen
ein Ausweichen der Stirnwand nach vorn oder hinten. Auf dieser Konstruktion beruht
somit die Standfestigkeit der leicht gebauten Brücke auch bei schwerster Belastung.
Die zur Wirkungsweise unbedingt erforderliche federzeitige Spannung im Stützdreieck
wird dadurch erreicht, daß die Stütze d so niedrig bemessen ist, daß die Träger
a erst dann zur Auflage auf die Stütze d kommen, nachdem die Streben c durch die
Träger a belastet sind und dadurch das Spiel ihrer Verbindungsbolzen k aufgehoben
ist.
-
Auf diese Brückenkonstruktion werden. zur Erzielung einer genügend
breiten und auf der ganzen Fläche finit Großlasten befahrbaren Bahn Bohlen k gelegt.
Die Oberflächen der Brückenträger besitzen angeschweißte Eisenwinkel und die Bohlen
entsprechende Nuten, so=*daß jede Verschiebekraft ausgeschaltet @-ir . In Wechselwirkung
damit tritt eine '> ere Erhöhung der Stabilität ein.
-
@' - Für Schwerstbelastung dieser Bohlen durch Fahrzeuge mit großer
Spurweite, welche die überstehenden Enden der Bohlen belasten, sind seitlich anzusteckende
U-Schienen i beigegeben, deren lastverteilende Wirkung wie folgt in Erscheinung
tritt: Die U-Schienei ist mit der Hohlseite- lose auf die Bohlenenden aufgeschoben;
die stark belastete Bohle biegt sich an den Enden abwärts und drückt auf die Innenseite
des unteren U-Profils. Ne U-Schiene zeigt nun ihrerseits das Bestreben, nach unten
auszuweichen, wird jedoch daran gehindert, da die Innenseite des oberen Profils
auf der ganzen Länge auf den übrigen Bohlen aufliegt und somit eine Lastverteilung
auf sämtliche Bohlen erfolgt. Diese Anordnung erübrigt eine besondere Befestigung
der Schiene, da bei Belastung die Reibung za1-schen Bohle und Schiene genügt, letztere
in der gewollten Lage festzuhalten. Die Bohlen sind zwecks leichter Handhabung beiderseits
mit Griffen versehen.
-
Das Ankuppeln der Rampe an die Wagenstirnwände, die in einer Gleiskurve
seitlich verschoben sind, ist ohne Schni,erigkeiten möglich, da die Rampenkupplung
g, durch einen Schlitz geführt, seitlich verschiebbar ist.
-
Die Auffahrt aus unebenem Gelände zur Brücke erleichtern mit Ausschnitt
für die Gleise versehene federnde StahlplattenL Für Fahrzeuge mit besonders ungünstiger
rückwärtiger Bodenfreiheit wird zusätzlich eine kurze Anlaufbrücke in üblicher Weise
verwendet. Sie liegt auf dem unteren Ende der Brückenträger auf und ist durch Stege/
abgestützt. Ihr freies Ende liegt auf der Gleisschiene. Diese Anlaufbrücke ist ebenfalls
mit Bohlen und U-Schienen versehen.