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Ein- oder mehrpoliger Trennsicherungssehalter Bei,den bekanntenTxenns@oherung
ssclaltern ist mit dem eigentlichen Schaltergerät eine dagegen auswechselbare Sicherung
verbunden. Insbesondere bei Schaltern mit zwei Trennstellen je Phase und hier wiederum
vor allem bei denj enigen bekannten Schaltern, bei denen ,das Schaltgerät zwischen
einer oberen und unteren Durchführung aus der Ebene dieser Durchführung heraus schwenkbar
ist, (macht das Auswechseln der Sicherungen große Schwierigkeiten, weil die Bedienung
zwischen den in verhältnismäßig kurzem Abstand voneinander angeordneten stromführenden
Kontaktstellen arbeiten muß. Um Gefahren auszuschalten, muß hier beim Auswechseln
der :Sicherungen die Anlage ganz stromlos, gemacht werden. Wenn: auch bei Klappschaltern
Gefahren in solchem Umfange nicht vorhanden sind, dann besteht aber auch hier das
Bedürfnis nach einem weitergehenden Berührungsschutz. Schließlich erfordert bei
den bekannten Trennsicherungsschaltern der Ein- und Abbau,der Sicherung noch verhältnismäßig
viel Zeit.
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Die Erfindung beseitigt diese Übelstände mit einem Trennsicherungsschalter,
dessen Sicherung vollkommen gefahrlos und in viel einfacherer Weise und schneller
als bisher ausgewechselt werden kann. Das wird dadurch erreicht, daß :die zu schaltende
Sicherung oder bei einem reinen Trennschalter das Trennmesser in .einem aus Isolierstoff
bestehenden köcherartigen Gehäuse untergebracht ist, das dann mit der Sicherung
bzw. demMesser zusammen betätigt und geschaltet wird,.
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Inder Zeichnung ist der Trennsicherungsschalter gemäß der Erfindung
dargestellt und
sein Einbau an mehreren Ausführungsbeispielen erläutert:
Abb. i zeigt perspektivisch einen 'Peil einer 1'ransformatorensä ule mit vier dreipoligen
Trennsicherungsschaltern, Abb. -2 in teilweiser Ansicht und teilweisem Schnitt die
Schaltvorrichtung in vergrößertem Maßstab, während in Abb. 3 der Antrieb für einen
zwischen zwei Durchführungen schwenkbaren Trennsicherungsschalter und in Abb. 3
a die zu diesem Schalter gehörige Sicherungspatrone gezeichnet ist.
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Abb. 4. veranschaulicht einen einpoligen Klappsicherungsschalter in
Seitenansicht und teilweisem Schnitt.
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Wenn, wie beispielsweise in einer Transforinatorensäule eines verhältnismäßig
kleinen Durchmessers von etwa 1300 illni, vier dreipolige Trennsicherungsschalter
mit den vorgeschriebenen elektrischen Abständen untergebracht werden sollen, dann
geschieht das erfindungsgemäß auf folgende Weise: Die vier dreipoligen Trenlisicherungsschalter
kommen als Drehschalter auf jeder Seite eines aus Winkeleisen i äufgestelltenRalrmengestells
zum Einbau, indem zwischen je zwei der zusammengehörigen Winkeleisen i zwei aus
Isolierstoff bestehende Traversen 2, 3 mit den oberen und unteren Durchführungen
.I, 5 angeschlagen sind. Zwischen den Durchführungen ist eine dritte Traverse 6
aus Isolierstoff über Anschlußbalzen i in den Winkeleisen i drehbar. Diese drehbare
Traverse trägt nun die drei noch näher zu beschreibenden, aus Isolierstoff bestehenden
köcherartigen Gehäuse 8, mit je einer Sicherungspatrone, deren Kontaktenden g, 9'
in die Aufnahmekontakte der Durchführungen .I, 5 schalten. Die Drehschalter der
linken Hälfte der Abb. i sind eingeschaltet, wä hreild sich diejenigen der rechten
Hälfte in ausgeschalteter Stellung befinden. Damit sich nun beim Betätigen die Drehschalter
irn Bereich der Stoßkanten des Rahmenvierecks nicht berühren und auch hier stets
den richtigen elektrischen Abstand haben, werden, wie es aus Abb. i erkenntlich
ist, die auf den Seiten des Rahmengehäuses liegenden dreipoligen Trennsicherungsschalter
der Höhe nach jeweils gegeneinander versetzt.
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In Abb. 2 ist ein Glied des dreipoligen Trennsicherungsschalters nach
Abll. i, wie er außer in einer Transforlnatorensäule natürlich auch in jeder anderen
Schaltanlage aufgestellt w:-rrclen kann, in vergrößertem Maßstab ge-,.ticlinet.
Das auf der aus Isolierstoff bestehenden Schwenktraverse 6 inittig befestigte und
wiederum aus Isolierstoff bestehende köcherartige Gehäuse 8 ist zur Aufnahme der
Sicherungspatrone io oder bei -einem Trennschalter zur Aufnahme des Trennmessers
bestimmt und so bemessen, d:aß die Patrone durch ihre satt geführten Metallkappen
i i gehalten wird, während der untere Kontaktteil der Patrone durch eine ihm angepaßte
Öffnung 12 i.ln Boden -i3 des Köchers 8 geht. Bei einem Trennschalter läßt sich
das Kontaktmesser in der Köcherhülse in ähnlicher «'eise unte:--bringen.
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Man sieht, daß mit Hilfe des köcherartigen Gehäuses gemäß. der Erfindung
die Sicherungspatrone und gegebenenfalls auch das Schaltmesser zwischen den stromführenden
Kontakten in einfachster Weise und vollkommen gefahrlos ein- und ausgebaut werden
kann. Dazti hat man lediglich die Schwenktraverse 6 in die auf der rechten Hälfte
der Abb. i gezeichnete Stellung zu bringen, die Siclierungspatrone io an ihrem Kontaktkopf
9 aus dein Köcher herauszuziehen, eine neue Patrone einzusetzen und den Schalter
dann wieder zu schalten. Bei. einem dreipoligen Trennschalter erfordert .diese Arbeit
noch'nicht de,i Zeitaufwand einer Minute, während sie hei den bekannten Drehschaltern
erheblich umständlicher vnd auch nur dann geschehen kann, nachdem die gesamte Anlage
außer Spannung gesetzt worden ist.
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Die Betätigung, d.li. das Schwenken der Mitteltraverse, erfolgt, wie
man aus Abb.3 erkennt, mittels eines an dem Schwenkbolzen ; der Köchertraverse 6
angreifenden unrl durch einen Handhebel 1.1 betätigten Winkelgestänges 15, 16. Dabei
ist die Lasc:ie 15 des Gestänges oberhalb des Drehpunktes i; des Handliebens 14
so aus der -litte des Handhebels angelenkt, daß sie sich in fibertotlage befindet,
wenn das Köchergehäuse 8 mit der Sicherungspatrone in in eingeschalteter Stellung
stellt und so verriegelt ist. In Auschaltstellung Übernimmt der Antrieb selbst die
Verriegelung, doch ist auch hier noch eine zusätzliche Sicherung möglich, indem
an dem Winkelrahmen i eine Feder 18 angebracht wird, die den Schaltgriff in ausgeschaltetem
Zustand des Schalters festhält.
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Man kann den Köcherschalter nach der Erfindung anstatt als dreipoligen
Drehschalter auch als einpoligen Trennsicherungsklappschalter mit zwei Trennstellen
ausbilden, wozu Abb. d. ein Ausführungsbeispiel zeigt. In diesem Fall ist das aus
Isolierstoff bestehende Köchergehäuse 8, in dem die Sicherungspatrone 1o untergebracht
ist, nach unt°n hin verlängert, das Verlängerungsstück ig jedoch nur j zu einem
Segmentstiick ausgebildet, rodeln dort die nach dein Schalter zu gelegene Hälfte
des Köchers der Länge nach weggeschnitten ist.. Im Scharnier 2o ist der Schalter
an der Schaltwand angeschlagen, während an seinem oberen Ende eine stoßfeste Verriegelung
21 angebracht ist. Es ist ohne weiteres ersielitlich,
daß die vorstehend
beschriebenen Vorzüge des Köcherschalters auch für diesen Klappschalter gelten.
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Die Schaltvorrichtung nach der Erfindung läßt sich auch ohne weiteres
auf Niederspannungsgeräte anwenden, ivie des ferneren noch die Möglichkeit besteht,
die Trennsicherungsschalter in an sich bekännter Weise zu Leistungsschaltern auszubilden.