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DE7345054U - Handfeuerwaffe - Google Patents

Handfeuerwaffe

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Publication number
DE7345054U
DE7345054U DE19737345054 DE7345054U DE7345054U DE 7345054 U DE7345054 U DE 7345054U DE 19737345054 DE19737345054 DE 19737345054 DE 7345054 U DE7345054 U DE 7345054U DE 7345054 U DE7345054 U DE 7345054U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
barrel
chamber
caliber
die
small
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19737345054
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JG Anschuetz GmbH and Co KG
Original Assignee
JG Anschuetz GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JG Anschuetz GmbH and Co KG filed Critical JG Anschuetz GmbH and Co KG
Priority to DE19737345054 priority Critical patent/DE7345054U/de
Publication of DE7345054U publication Critical patent/DE7345054U/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A21/00Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
    • F41A21/28Gas-expansion chambers; Barrels provided with gas-relieving ports

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

'".'I PATENTANWÄLTE.'; j .
DIPL-ING. ^LEINWEBER Dik-iNk !!.'ZIMMERMANN
;. A. Gf. v. WENGERSKY
8 München 2, Rosental 7, 2.
Tel.-Adr. Lelnpat München Telefon (089) 2603989
Postscheck-Konto: MQnchen 220 45-804
n 30. Januar 1974
Unser Zeichen Wy/ C
J.G. Anschütz GmbH
79 Ulm/Donau
Handfeuerwaffe
Die Neuerung betrifft Handfeuerwaffen, insbesondere Kleinkaliberwaffen zum Verschießen normalenergetischer Munition mit wesentlich verminderter Bewegungsenergie des Geschosses.
Seit das Waffengesetz vom 19. September 1972 in Kraft ist (Bundegesetzblatt I S. 1797), sind außer altertümlichen Schußwaffen nur noch solche Schußwaffen erwerb- und waffenscheinfrei, bei denen die Geschosse Bewegungsenergien von höchstens 7.5 Joule ( 1 Joule =0,1 kpm) entwickeln. Geschosse aus Feuerwaffen sind jedoch meistens wesentlich energiereicher, wenn normalenergetische, handelsübliche Munition verwendet wird. Es gibt aber viele Waffenliebhaber und Schützen, denen es garnicht auf rasante Geschosse und große Schußweiten ankommt, sondern vielmehr darauf, überhaupt mit ihren Waffen schießen zu können. Manchen sportlichen Schützen genügt es, mit energiearmen Geschossen auf 10 m entfernte Scheiben zu
schießen. Waffensammler andererseits wollen hin und wieder ihre Waffen ausprobieren und nicht gezwungen sein, die einschneidenden Gesetzesauflagen zu erfüllen oder nur unbrauchbar gemachte Schußwaffen zu sammeln.
Man hat deshalb nach Möglichkeiten gesucht, vorhandene oder neu herzustellende Feuerwaffen derart umzubauen bzw. einzurichten, daß die damit verschießbaren Geschosse Bewegungsenergien von höchstens 7,5 Joule erlangen. Es war dabei allerdings zu bedenken, daß eine Verminderung der Bewegungsenergie der Geschosse auf 7,5 Joule bei noch akzeptabler Geschoßge- \ schwindigkeit nur mit geringen Geschoßgewichten erreicht werden kann, was ein kleines Kaliber voraussetzt. Beim Umbau großkalibriger Feuerwaffen ist deshalb eine Verringerung des Kalibers unumgänglich. Für Kleinkaliberfeuerwaffen ist dies vom Prinzip her nicht nötig, wenn es gelingt, für eine Verminderung der Bewegungsenergie des schon hinreichend kleinkalibrigen Geschosses besondere konstruktive Mittel einzusetzen. Außerdem muß beachtet werden, daß nach dem Waffengesetz die zu diesem Zweck getroffenen Maßnahmen nicht mehr rückgängig machbar sein; dürfen. |
Mehrere verschiedene Lösungen dieses Problems sind in : der DT-OS 2 038 084 beschrieben. Eine dieser bekannten Vorkehrungen besteht in einer oder mehreren den Lauf quer durch- j dringenden öffnungen, die in Schußrichtung gesehen unmittel- \ bar hinter dem Patronenlager angeordnet sind. Durch diese · Öffnungen kann beim Schuß ein Teiljder Pulvergase nach außen j entweichen, ohne das Geschoß anzutreiben. j
Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Patronenlager des Laufs zur Verschlußseite hin zu erweitern, so daß
- 3 Pulvergase nach rückwärts abströmen können.
Bei einer weiteren Ausführung ist das Patronenlager des Laufs in Schußrichtung verlängert und erweitert, wodurch wäh-
rend des Schusses in diesem Bereich ein erheblicher G-asschlupf zwischen Geschoß und lauf eintritt.
Schließlich ist auch noch die Möglichkeit beschrieben, die Züge des Laufs über die Eindringtiefe des Geschosses hinaus zu vertiefen, wodurch Überströmkanäle für die Pulvergase geschaffen werden.
Bei allen diesen Vorkehrungen wird also ein Teil der Pulvergase aus dem Lauf abgeleitet ohne seine Energie an das Geschoß abgegeben zu haben. Dafür ist es unerheblich, daß zur Verringerung des Kalibers einer großkalibrigen Feuerwaffe ein kleinkalibriger Einstecklauf verwendet und unlösbar mit der Waffe verbunden wire.
Obwohl das angestrebte Ziel, nämlich der Abschluß eines Geschosses mit geringer Bewegungsenergie, jeweils auf einfache ; Weise erreicht wird, treten doch einige lösungsspezifische Mangel auf.
Ein schwerwiegender Mangel ist, daß die nach außen führenden, den Lauf quer durchdringenden Öffnungen ohne weiteres zügeschweißt oder nach Einschneiden eines Gewindes mit einem ·, Gewindestift verschlossen und unwirksam gemacht werden können. ; Da dies faktisch jedermann möglich ist, kann eine solche Waffe j im Sinne des Waffengesetzes nicht als frei verkäuflich anerkannt werden. Ein weiterer sehr unangenehmer Nachteil besteht darin, daß die durch die Queröffnungen ausgestoßenen heißen Pulver-■gase in geringer Entfernung vom Gesicht des Schützens in die
Luft austreten.
Ähnliche Nachteile bestehen bei Patronenlagern, die zur Verschlußseite hin erweitert oder mit Ableitungsnuten versehen sind. Diese Erweiterungen bzw. Nuten können in ihrer Wirkungs- I weise leicht erkannt und durch einzulötende Füllstücke besei- i
tigt werden. Bei zweckentsprechendem Gebrauch treten aber er- ! hebliche Mengen Pulvergas in das Verschluß- und Abzugsgehäuse ein, verschmutzen und korrodieren die dort untergebrachten Funktionsteile und belästigen bei ihrem Austritt den Schützen. |
Ist das Patronenlager in Richtung zur Laufmündung zu verlängert, so treten die Pulvergase wie gewünscht nur aus der Laufmündung aus. Die Verlängerung des Patronenlagers kann aber durch ein einzusetzendes hohlzylindrisches Füllstück unschwer beseitigt werden. Ein schwerwiegender Nachteil ist hierbei außerdem, daß das Geschoß unmittelbar nnch dem Verlassen der Patronenhülse eine Freiflugstrecke ohne jegliche Führung zurücklegen muß und erst am Ende des verlängerten Patronenlagers in die Laufbohrung eintritt. Da es dort natürlich nicht genau fluchtend ankommt, wird es unwe^rlich am Laufmund beschädigt.
Eelativ gut arbeitet dagegen die Ausführung des Laufs mit vertieften Zügen. Allerdings besteht hier die Gefahr, daß sich bei längerem Gebrauch die trotz allem nur sehr flachen und schmalen Züge mit Verbrennungsrückständen des Pulvers zusetzen und ihre Bypassfunktion nicht mehr erfüllen.
Eine prinzipiell andere Konstruktion wurde durch das westdeutsche Gebrauchsmuster 7 314 79'I bekannt. Hierbei ist in einem großkalibrigen Lauf ein kleinkalibriger Einstecklauf unentfernbar befestigt. In das Patronenlager kann eine Adapterhülse für energiearme Munition eingesetzt und mit dem Aus-
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zieher des Verschlusses wieder herausgezogen werden. Diese Adapterhülse besitzt eine Ausnehmung am verschlußseitigen Ende, in die eine kleine Treibladung mit Zündkapsel eingesetzt werden kann, und eins Ausnehmung am Kopfende für eine Rundkugel Beide Ausnehmungen sind durch eine enge Bohrung miteinander verbunden, die beim Schuß die Energie der Pulvergase drosselt. Damit die Drosselbohrung nicht erweitert werden kann, sind außen an der Adapterhülse zwei tiefe Radialnuten eingearbeitet.
Ein auffälliger Nachteil dieser Einrichtung ist neben
ihrem relativ hohen Preis das umständliche Laden der Adapter- j
hülse, das nur von Hand erfolgen kann. Eine ursprünglich an ■
der Waffe vorhandene Mehrladeeinrichtung mit Magazin ist nach i
dem Umbau nicht mehr verwendbar. |
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Handfeuer-: waffe durch möglichst wenig zusätzliche Teile oder Veränderun- ] gen in eine mit handelsüblicher Munition schoß taugliche Waffe umzuwandeln, die den Geschossen eine verminderte Bewegungsener-i gie von vorzugsweise höchstens 7,5 Joule verleiht, wobei die ; dazu getroffenen Maßnahmen nicht mit einfachen Mitteln rück- j gang oder unwirksam machbar sein dürfen. \
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß in das verschlußseitige Einspannende eines kleinkalibrigen Laufs ■■■ bzw. in das verschlußseitige, das Patronenlager eines großka- ί übrigen Laufs ausfüllende Ende eines kleinkalibrigen Einsteck4 laufs mindestens ein längsgerichteter Kanal oder eine sich im i wesentlichen in Lauflängsrichtung erstreckende großvolumige Kammer eingearbeitet ist, die durch Querbohrungen in der Nähe ! des geschoßseitigen Patronenhülsenrandes und durch dazu weiter! mündungsseitig entfernte Querbohrungen mit der kleinkalibrigen
Laufbohrung in Verbindung stehen und nach außen von der das Laufeinspannende umfassenden Verschlußhülse bzw. bei Einsteckläufen von der Wand des großkalibrigen Laufs überdeckt werden, oder aber daß eine gehärtete Matrize mit nach innen gerichteten, die Geschoßdurchtrittsöffnung verengenden Zähnen in unmittelbarer Nähe des Patronenlagers in der kleinkalibrigen Laufbohrung unlösbar angeordnet ist und daß der Lauf jeweils in an sich bekannter Weise mit einem Querstift aus Hartmetall oder durch !eine Schweißnaht unlösbar mit der Verschlußhülse verbunden ist.
I Die sich in Lauflängsrichtung erstreckende, großvolumige Kammer kann, durch eine Eindrehung gebildet sein, die das verschlußseitige Laufende halsförmig verengt und im Erreich des \ Patronenlagers einen schmalen flanschartigen Bund stehen läßt.
; Sie kann aber auch durch eine einseitige Abflachung des Laufendes erzeugt werden, die ebenfalls den Bereich des Patronenlagers ausspart. Die Länge der Kammer beträgt jeweils ein Mehr- ! |
faches des Kalibermaßes. j ^1
; f Anstelle der Kammer können auch ein oder mehrere axial j $
verlaufende Kanäle in die Oberfläche des verschlußseitigen Lauf-j Jj
endes eingearbeitet sein. Kammer oder Kanäle werden von der j -I
Verschlußhülse bzw. von der Wand des großkalibrigen Laufs über- \ %
deckt. Die durch die Querbohrungen im Bereich des Patronenla- i i!
gers eingeleiteten Pulvergase können deshalb nicht nach außen \ -
abziehen, sondern müssen durch die weiter vorn in Schußrichtung j !
befindlichen anderen Querbohrungen wieder in die Laufbohrung ' ■
eintreten. \ I
Die großvolumige Kammer wirkt jedoch im wesentlichen wie j ?! ein Speicher, der während des Schusses einen großen Teil der entstehenden Pulvergase aufnimmt, so daß sich hinter dem Geschoß
nur ein relativ geringer Gasdruck bilden kann. Während sich die Kammer mit Gas füllt, tritt ein Teil davon bereits wieder durch die mündungsseitigen Querbohrungen in die Laufbohrung ein und gelangt infolge seiner hohen Geschwindigkeit vor das Geschoß.
Demgegenüber wirken die relativ engen Kanäle jedoch noch weit mehr als Umleitwege für das Pulvergas und weniger als Speicher. Das Gas wird hiermit bei sehr hoher Geschwindigkeit aus dem Lauf und der Patronenhülse abgeleitet und seitlich am relativ langsamen Geschoß vorbei wieder in den Lauf eingeleitet. Dabei überholt soviel Pulvergas das Geschoß, daß dieses nur noch wenig Antrieb bekommt.
Die Querbohrungen sollen den Gasstrom möglichst wenig behindern, so daß es vorteilhaft ist, sie entsprechend der natürlichen Strömung schräg zur Laufbohrung anzustellen. Wenn man aber die mündungsseitigen Querbohrungen entgegengesetzt schräg stellt, wird der Gasstrom in Gegenschußrichtung in die Laufbohrung zurückgeleitet und verringert durch seinen Aufprall am Geschoß dessen Geschwindigkeit.
Die Wahl der Pulvergasableitung über eine Kammer oder
über Kanäle ist unabhängig von der Art des Laufs. '<
Eine andere Möglichkeit, Pulvergase ungenützt abzuleiten,! besteht darin, das Geschoß durch eine Matrize zu drücken, die j mehrere Nuten in die Geschoßoberfläche prägt. Durch diese Nutenί wird dann Pulvergas zur Laufmündung hin abgeleitet, so daß es j seine Energie nicht mehr auf das Geschoß übertragen kann. Es \ ist sinnvoll, die Matrize in Schußrichtung gesehen direkt hinter! dem Patronenlager anzubringen. Damit die Matrize nicht unwirk- > sam gemacht oder nachträglich entfernt werden kann, soll sie
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vorzugsweise aus Hartmetall bestehen und mit einem verdeckten Sicherungsring unentfernbar im Lauf befestigt sein.
Die mit der Neuerung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß das dem Antrieb des Geschosses entzogene Pulvergas nicht unmittelbar in die Atmosphäre geleitet wird oder in das Verschlußgehäuse strömt, sondern den Lauf auf natürliche Weise durch die Laufmündung verläßt. Infolgedessen sind die Gasableitungsöffnungen nicht zugänglich und können nicht mutwillig verschlossen werden. Eine Belästigung oder Gefährdung des Schützens durch in der Nähe seines Gesichtes aus der Waffe austretende heiße Gasstrahlen wird vermieden. Andererseits ist es bei Verwendung einer Matrize, die Überströmkanäle in die ; Geschosse einprägt, vorteilhaft, daß diese Überströmkanäle im : Gegensatz zu den ähnlich wirkenden vertieften Laufzügen bei
ι jedem Schuß neu gebildet werden und sich nicht durch Pulverrückstände verstopfen können.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 das verschlußseitige Ende eines in eine Ver- ; schlußhülse eingespannten kleinkaübrigen Laufs im Längsschnitt, j
Fig. 2 das verschlußseitige Ende eines in eine Ver-
schlußhülse eingespannten großkalibrigen Laufs
mit Einstecklauf im Längsschnitt, I
Fig. 3 einen Schnitt bei Linie III-III von Fig. 1, j Fig. 4 einen Schnitt bei Linie IV-IV von Fig. 2, '
-s-
Fig. 5 eine andere Ausführung der Anordnung gemäß Fig. 1, und
Fig. 6 einen Querschnitt durch die Anordnung gemäß j Fig. 5 entlang der Linie VI-VI im größeren j Maßstab. j
Fig. 1 zeigt eine Ausführung bei der das verschlußseitige Ende eines Laufs 1, der eine kleinkalibrige Laufbohrung 2 aufweist, in eine Verschlußhülse 3 eingesetzt und mit einem Querstift 4 aus Hartmetall oder durch eine Schweißnaht 4' gesichert ist. Der Querstift 4 bildet mit den zu sichernden Teilen eine Preßpassung und kann ohne weitgehende Beschädigung der V/affe nicht mehr entfernt werden. In der Verschlußhü^se 3 ist ein Verschluß 5 axialverschieblich gelagert. Der Verschluß 5 trägt einen Schlagbolzen 6 und ist in den Darstellungen in seiner Schließstellung gezeigt.
Wie aus Fig. Ί hervorgeht, ist das verschlußseitige Ende der Laufbohrung 2 zu einem Patronenlager 7 für die Aufnahme einer Patrone 8 erweitert. Das Einspannende des Laufs 1 ist auf einer Länge von etwa sechs Kalibergrößen in der Nähe des Patronenlagers 7 beginnend halsförmig verengt, so daß bei übergeschobener Verschlußhülse 3 eine ringförmige Kammer 9 entsteht. Diese Kammer 9 steht verschlußseitig über zwei Querbohrungen 10 mit der Laufbohrung 2 in Verbindung. Die Querbohrungen 10 sind unmittelbar vor dem geschoßseitigen Rand der Patronenhülse 8 sich diametral gegenüberstehend angeordnet. Zwei weitere Querbohrungen 11 befinden sich am anderen Ende der Kammer 9. Sie sind seitlich etwas zueinander versetzt, damit die durch sie aus der Kammer 9 austretenden Gasströme nicht frontal aufeinanderprallen. Alle Querbohrungen 10 und 11 sind kammerseitig mit KegelSenkungen für einen besseren Aus- und Einlauf des Pulvergases versehen. !
- 10 -
- ΊΟ -
Fig. 2 zeigt eine etwas veränderte Ausführung der anhand von Fig. 1 beschriebenen Neuerung. Diejenigen Teile, die wie die Verschlußhülse 3, der Querstift 4, der Verschluß 5, der Schlagbolzen 6, die Patrone 8 und die Querbohrungen 10 und Π bei der Ausführung nach Fig. 2 dieselben Aufgaben, jedoch unterschiedliche Abmessungen gegen-über der Ausführung nach Fig. ί haben, sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Dur wesentliche Unterschied besteht darin, daß in der Verschlußhülse 3 ein großkalibriger Lauf 12 befestigt ist, in den wiederum ein kleinkalibriger Einstecklauf 13 eingesetzt ist. Das Verschluß- ' seitige Ende des Einstecklaufs 13, das das großkalibrige Patronenlager formgenau ausfüllt, ist am Umfang mit drei regelmäßig angeordneten Kanälen 14 versehen, die sich in Lauflängsrichtung: erstrecken. Jeder der drei Kanäle 14 ist über eine Querbohrung 10 in der Nähe des geschoßseitigen Randes der Patrone 8 und über eine Querbohrung 11 weiter mündungsseitig mit der Laufbohrung 2 verbunden. Die Querbohrungen 10 und 11 stehen hier in Schußrichtung schräg von innen nach außen, wodurch das umzuleitende Pulvergas schräg zur Schußrichtung aus der Laufbohrung 2 in die Kanäle 14 und von dort wieder schräg gegen die: Schußrichtung in die Laufbohrung 2 eingeleitet wird. Dort ' trifft es deshalb auf das sich ihm entgegenbewegende Geschoß | ΐ und vermindert dessen Bewegungsenergie. Es kann aber auch vor- ; | teilhaft sein, die Querbohrung 11 entsprechend der in Fig. 2 |j strichpunktiert gezeichneten Kontur 11! in Schußrichtung schräg | zu bohren. Durch diese Maßnahme wird der umzuleitende Gasstrom weniger stark abgelenkt, was die Strömungswiderstände verringert und eine hohe Strömungsgeschwindigkeit ermöglicht.
Fig. 3 und 4 lassen gut die Unterschiede der beiden I j
Ausführungen gemäß Fig. 1 und 2 erkennen: Die eine hat eine : ^
relativ großvolumige Kammer 9, die andere die relativ engen ! -1
734505418.4.74 I
Kanäle 14. Das führt hinsichtlich der Funktion zu folgenden Unterschieden: Die Ausführung nach Fig. 1 ist hauptsächlich durch die Speicherwirkung der Kammer 9 charakterisiert. In diese Kammer 9 hinein expandiert beim Schuß ein erheblicher Anteil der Pulvergase, so daß der Druck entsprechend gering bleibt. Erst in zweiter Linie kommt der Überströmeffekt durch die Kammer! 9 und die Querbohrungen 11 in die Laufbohrung 2 zum Tragen. Deshalb ist es bei schwachen Patronenladungen möglich, auf die Querbohrungen 11 zu verzichten. Im Gegensatz dazu ist bei der Ausführung nach Fig. 2 der Überströmeffekt ausschlaggebend. Hie kommt es darauf an, das Pulvergas schnell abzuleiten und, bevor das Geschoß die Querbohrungen 11 erreicht hat, wieder in die Laufbohrung 2 einströmen zu lassen. Die Ausführung mit Kanälen 14 nach Fig. 2 ist nicht an das Vorhandensein des Einstecklaufs 13 gebunden. Sie kann auch an einem Lauf 1 gemäß Fig. 1 verwirklicht werden. Desgleichen kann natürlich der Einstecklauf 13 auch mit einer Kammer ähnlich der Kammer 9 ausgestattet werden.
Fig. 5 und 6 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der Neuerung. Das verschlußseitige Ende der kleinkalibrigen Laufbohrung 2 ist hier zu einer Bohrung 15 erweitert, in die eine Matrize 16 eingesetzt ist, die zugleich auch das Patronenlager für die Patrone 8 bildet. Die Matrize 16 besitzt eine Ringnut 17, und in die Bohrung 15 ist eine damit korrespondierende Ringnut 18 eingedreht. Bei der Montage der Matrize 16 wird in die Ringnut 18 ein radial federnder Sicherungsring 19 eingesetzt, der sich dann beim Einführen der Matrize 16 in die Bohrung 15 aufspeizt und schließlich in die Ringnut 17 einschnappt, wenn die Matrize 16 vollständig eingeführt ist. Eine Demontage ist dann nicht mehr möglich. Die Matrize 16 besitzt als eigentliches Funktionseleraent eine konzentrische kreisförmige Öffnung 20 vom Durchmesser der Laufbohrung 2. Die Öff-
- 12 -
nung 20 ist am Umfang in regelmäßigen Abständen mit axial verlaufenden und nach innen vorstehenden Zähnen 21 besetzt. Wenn
das Geschoß beim Schuß durch die Öffnung 20 gepreßt wird, prägen; die Zähne 21 Längsnuten in die Geschoßoberfläche, durch die dann; ein Teil des Pulvergases an Geschoß vorbei ungenutzt ent- j weicht. :
734505418.4.74 j

Claims (9)

1. Handfeuerwaffe, insbesondere Kleinkaliberwaffe zum Verschießen normalenergetischer Munition mit wesentlich verminderter Bewegungsenergie des Geschosses, dadurch gekennzeichnet, daß in das verschlußseitige Einspannende eines klein kalibrigen Laufs (1) bzw. in das verschlußseitige, das Patronenlager eines großkalibrigen Laufs (12) ausfüllende Ende eine's klelnkalibrigen Einstecklaufs (13) mindestens ein längsgerichte.ter Kanal (14) oder eine sich im wesentlichen in Lauflängsrichtung erstreckende großvolumige Kammer (9) eingearbeitet i die durch Querbohrungen (10) in der Nähe des geschoßseitigen Patronenhülsenrandes und durch dazu weiter mündungsseitig entfernte Querbohrungen (11) mit der kleinkalibrigen Laufbohrung (2) in Verbindung stehen und nach außen von der das Laufeinspannende umfassenden Verschlußhülse (3) bzw. bei Einstecklaufen von der Wand des großkalibrigen Laufs (12) überdeckt werden, oder daß eine gehärtete Matrize (16) mit nach innen gerichte-j ten, die G-eschoßdurchtrittsöffnung (20) verengenden Zähne (21 j
in unmittelbarer Nähe des Patronenlagers in der kleinkalibrigen Laufbohrung (2) unlösbar angeordnet ist und daß der Lauf (1, 12, 13) jeweils in an sich bekannter Weise mit einem Quefstift (4) aus Hartmetall oder durch eine Schweißnaht (41) unlösbar mit der Verschlußhülse (3) verbunden ist.
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (9) eine das verschlußseitige Laufende ha}.sförmig verengende rotationssymmetrische Ausnehmung ist.
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (9) eine asymmetrische nach vorn und hinten begrenzte Abflachung des verschlußseitigen Laufendes ist.
-14-
4. Handfeuerwaffe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ; gekennzeichnet, daß die Kammer (9) nur mit Querbohrungen (10) in der Nähe des geschoßseitigen Patronenhülsenrandes mit der : Laufbohrung (2) in Verbindung steht. ;
5. Handfeuerwaffe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbohrungen (10, 11) von außen nach innen schräg in G-egenschußrichtung verlaufen. \
6. Handfeuerwaffe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ' gekennzeichnet, daß die laufmündungsseitigen Querbohrungen (11) j
von außen nach innen schräg in Schußrichtung verlaufen.
7. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-| net, daß die Matrize (16) und das Patronenlager (7) einteilig
ausgeführt sind. i
8. Handfeuerwaffe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize mit einem teilweise in Ringnuten (17, 18) des Laufs (1) und der Matrize (16) eingreifenden, radial federn^ den Sicherungsring (19) gegen Entfernen gesichert ist. j
9. Handfeuerwaffe nach den Ansprüchen 1, 7 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Matrize aus Hartmetall besteht.
DE19737345054 1973-12-19 1973-12-19 Handfeuerwaffe Expired DE7345054U (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2907931A1 (de) * 1979-03-01 1980-09-11 Mayer & Soehne Handfeuerwaffe
DE9402050U1 (de) * 1994-02-08 1994-04-07 Völker, Rainer, 50259 Pulheim Handfeuerwaffe
EP1031005A4 (de) * 1997-11-10 2001-12-19 Widlin Corp Waffensystem mit veränderbarer geschwindigkeit und selektiver lethalität und damit verbundene verfahren
US9310151B2 (en) 2011-05-26 2016-04-12 Krauss-Maffei Wegmann Gmbh & Co. Kg Insertion tube for firing sub-caliber ammunition bodies and weapon comprising an insertion tube

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