DE7236280U - Fadenspeichereinrichtung für Textilmaschinen - Google Patents
Fadenspeichereinrichtung für TextilmaschinenInfo
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Description
Beschreibung zum Gebrauchsmustergesuch
der Firma Gebrüder Sulzer Aktiengesellschaft, Winterthur/Schweiz
betreffend:
"Fadenspeichereinrichtung für Textilmaschinen"
Die Neuerung bezieht sich auf eine Fadenspeichereinrichtung für Textilmaschinen mit einem im wesentlichen zylindrischen
Wickelkörper für den zu speichernden Fadenvorrat.
Bei einer bisherigen Speichereinrichtung dieser Art hört der Wickelkörper unmittelbar an demjenigen Ende auf,
wo eine Fadenzuführeinrichtung angeordnet ist. Es konnte dann z.B. bei Verarbeitung von Garnen mit schwachen Stellen
und Schußfadenbrüchen im Bereich der Speichereinrichtung vorkommen, daß ein abgebrochenes Fadenende in das Innere
der Speichereinrichtung gelangt und sich dort verfängt und aufgewickelt wird.
Ein ähnlicher Vorgang trat auch ein, wenn z.B. durch den Schußeintrag in einer Webmaschine momentan zu viel Faden
von dem Speicherwickelkörper abgezogen wurde, so daß
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sich Zwischenräume zwischen den einzelnen Windungen einstellten
und gegebenenfalls der Schußfaden brach. Sowohl bei Zwischenräumen zwischen den Windungen als auch bei gebrochenem
Schußfaden konnte von einer zugehörigen, fotoelektrischen Schranke (Lichtstrahlquelle mit Fotozelle)
aus die Speichereinrichtung nicht abgestellt werden. In diesem Fall wurde der Wickelkörper ebenfalls hinterwickelt, die
Windungen gelangten teilweise nicht mehr auf den Wickelkörper selbst.
Derartige Störungen sind zeitraubend und die Maschine steht relativ lange still»
uer Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, die Speichereinrichtung
besonders in dieser Hinsicht zu verbessern. Die Neuerung besteht darin, daß der Wickelkörper im Bereich desjenigen
Endes, wo der Faden aufläuft, von einem im wesentlichen ringförmigen Teil unter Freilassung eines geringen Spieles
zwischen Wickelkörper und ringförmigem Teil umschlossen ist, wodurch ein Hinterwickeln außerhalb des Wickelkörpers
vermieden ist. Das Spiel wird in der Regel von der Größenordnung der Dicke des Garnes sein.
Die Anordnung läßt sich leicht so treffen, daß der zugeführte Faden auf eine konische Schrägung aufläuft, sei
es auf die Schrägung des ringförmigen, den Wickelkörper umschließenden Teiles oder auf eine unmittelbar am Wickelkörperende
angebrachte, konische Schrägung. In beiden Fällen wird das Hinterwickeln im obenerwähnten Sinne vermieden. Die auf
die Schrägung des Wickelkörpers oder auch des ringförmigen Teiles gelangte Fadenwindung rutscht sofort in Richtung
auf die verjüngte Partie der Einrichtung= Die nachfolgen-
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den Windungen scnieben die zuvor aufqewiukelle
in axialer Richtung vor sich her.
Weitere MerKmale ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung und den Ansprüchen.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine
neuerungsgemäß ausgebildete Speichereinrichtung, wobei verschiedene,
für die Neuerung unwesentliche Teile weggelassen sind;
Fig. 2 bis 6 zeigen abgewandelte Ausfuhrungsformen
in größere!1' 1.'JW1 kleinerem Maßstab.
In einem ortsfesten Gehäuse 1 ist unter Zwischenlage eines Kugellagers 2 ein eine Hohlwelle 3 enthaltender Rotationskörper
4 gelagert. Dieser wird z.B. durch einen Riementrieb angetrieben. In dem Rotationskörper 4 sind zwei Rohre 5, 6 eingeschraubt.
Durch das Rohr 5 ist der über die Hohlwelle zugeführte, bei diesem Beispiel als Schußfaden für eine Webmaschine
angenommene, von einer in Fig. 1 links befindlichen, nicht dargestellten Schußfadenvorratsspule kommende Faden 7 geführt, der
in Fig. 1 strichpunktiert eingezeichnet ist. Das Rohr 6dient nur als Massenausgleich gegenüber dem Rohr 5. Nach Durchsetzen
der öse 2 7 gelangt der Faden 7 zu dem sc^enannten Schußwerk der
Webmaschine, von wo aus er in das Webfach eingetragen wird.
Die Hohlwelle 3 setzt sich nach rechts in einenvWellenstumpf 8 fort, auf demwiederurr, unter Zwischenlage von nicht
sichtbaren Kugellagern ein zylindrischer Wickelkörper (Trommel) 11 gelagert ist. Er ist mittels mehrerer im Bereich 12 des orts-
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festen Gehäuses 1 befindlichen Dauermagneten und im Bereich 13 der Trommel il angeordneten Gegendauermagneten gegen Drehung
gesichert. Zwischen der Schrägiing 14 und dem zylindrischen Bereich
13 ist eine schwach konische Partie (Entspannungskonus) 41 angeordnet.
Die Trommel 11 besitzt eine konische Schrägung 14 an dem in Fig. 1 linken Ende. Am rechten Ende weist sie einen
Bund 15 auf, der bei 16 konisch ausgebildet ist. Ein mit Borateripder
sonstigen flexiblen Elementen 17 ausgestatteter Bremsring 18 ist in dem Gehäuse -1 angeordnet!und arbeitet mit dem
Bund 15 zusammen.
Während des Betriebes läuft der Faden 7 gemäß Pfeil
21 durch die Hohlweile 3 und den Fadenzuführer 5 auf die
Schrägung 14 der stillstehenden Wickeltrommel 11 auf. Auf der Schrägung 14 befindet sich etwa eine halbe ßis ganze Fadenwindung
22, die jedoch sofort in Fig. 1 nach rechts abrutscht und auf den zylindrischen Bereich 23 der Trommel 11
gelangt.
Bei weiterer Rotation der Teile 3und 5 werden die auf der zylindrischen Partie 2 3 befindlichen Windungen 24 jeweils
von der auf die Schrägung 14 auflaufenden Teilwindung
22 nach rechts gemäß Pfeil 25 verschoben. Sobald die Windungen den Bereich der fotoelektrischen Schranke 26 erreichen,
wird von dieser aus der Antrieb des Fadenführers 5 ausgeschaltet oder es wird auf eine niedrigere Drehzahl geschaltet, so
daß beim weiteren Eintragen des Schußfadens 7 in das Webfach der Webmaschine über die öse 27 der Garnvorrat auf der Trommel
11 wieder abnimmt. Alsdann wird von der Schranke 26 aus der Antrieb der Teile 3, 5 wieder eingeschaltet bzw. ihre Drehzahl
erhöht, so daß weiterer Faden auf die Trommel 11 aufgewickelt
wird.
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Auf dem WeI' stumpf 8 ist mittels einer Schraube 28
ein ringförmiger Τί , ι vorliegenden Fall eine Kappe 31,
befestigt, die Löcher 32 aufweist, durch welche der Fadenführer 5 und das Blindrohr 6 hindurch geschoben sind. Die
Kappe 31 rotiert mit. Mit ihrem rechten Ende 33 umgreift die Kappe das Ende 34 der Schrägung 14 der Trommel 11 unter
Freilassung eines geringen Spieles 37. Das Spiel 37 kann z.B. ein Zehntel oder einige Zehntel Millimeter Betragen,
je nach der Dicke des Garnes 7. Es soll verhindert werden, daß Garnwindungen durch den Schlitz bei 37 hindurchtreten
können.
Wenn aus irgendeinem Grund der Fadenführer 5 nicht stillgesetzt werden sollte, obwohl einige Windungen bereits
rechts der fotoelektrischen Schranke 26 sind, so vermag der Faden 7 bei Stauung etwa im Bereich der Schrägung 14 lediglich
auf die Kappe 31 aufgewickelt zu worden; er Kann nicht etwa unmittelbar in das Innere der Speichereinrichtung, z.B.
auf die Welle 8, gelangen. Störungen können dann vom Weber leicht behoben werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 oesitzt die rückwärtige
Wickelkappe 31a eine in Fig. 2 rechts befindliche Anschrägung 36, die der Schrägung 14 der Wickeltrommel 11
angepaßt ist und eine Fortsetzung der Schrägung 14 bildet. Zwischen den Schrägungen 36, 14 ist ein geringes Spiel 37,
das z.B. einige Zehntel Millimeter betragen kann. Dieses Spiel 37 ist erforderlich, weil die Wickelkappe 31a rotiert,
während die an der Trommel 11 befindliche Schrägung 14 stillstent.
Bei dem Beispiel nach Fig. 3 ist eine rückwärtige Wickelkappe 31b verwendet, die die Form eines Ringes be-
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sitzt. An dem in Fig. 3 rechten Ende ist Kappe 31b bei 38
angeschrägt, Die Schrägung 38 ist wiederum der Schrägung der Wickeltrommel 11 angepaßt. Schrägung 38 bildet eine Fortsetzung
der Schrägung 14.
Bei der Bauart nach Fig. 4 ist eine rückwärtige Wickelkappe 31c benutzt, deren Schrägung 39 sich in Fig. 4
rechts bis unmittelbar an die Wickeitrommel ila fortsetzt.
In diesem Fall besitzt die Wickeltrommel 11a selbst keine der Schrägung 14 entsprechende Auflaufschrägung, über welche
der Faden 7 auflaufen würde (Auf lauf konus) . Vielmehr wie!:? It
sich die erste Teilwindung auf den mitrotierenden Teil 39 der Wickelkappe 31c und rutschtvon hier unmittelbar auf die
zylindrische Wickeltrommel 11a. Auf dieser werden die Windungen 24 wiederum gemäß Pfeil 25 in Fig. 4 nach rechts axial
vorgeschoben.
Bei der abgewandelten Ausfuhrungsform nach Fig. 5
besitzt die Wickeltrommel 11b zwar einen konischen Teil 41. Dieser hat aber nicht die Funktion der Auflaufschrägung 14
bei den Beispielen nach Fig. 1 bis 3. Vielmehr besitzt der konische Teil nur eine sehr schwache, in Fig. 5 der Deutlichkeitwegen
übertrieben groß gezeichnete Konizität, die z.B. 1° bis 3° beträgt. Der Faden 7 läuft bei dem Beispiel nach
Fig. 5 in gleicher Weise wie bei Fig. 4 zunächst auf den vorderen Teil 39 der Wickelkappe 31c auf. Dabei bildet sich
eine erste Teilwindung auf dem vorderen Ende 39, das sofort auf die schwach konische Partie 41 abrutscht. Auf dieser und
anschließenden zylindrischen Partie 42 v/erden dann die Windungen 24 gemäß Pfeil 25 nach rechts verschoben. Die schwach
konische Partie 41 bildet einen Entspannungskonus für die Windungen 24, wodurch die Reibung beim Vorschub gemäß Pfeil
25 reduziert wird.
Die Einrichtung läßt sich für sämtliche Arten von fadenartigen Gebilden aus textilem, synthetischem oder auch
metallischem Werkstoff, z.B. dünne Drähte, verwenden. Die Einrichtung ist auch für andere Maschinen als Webmaschinen
anwendbar.
Es sind auch Ausführungen möglich (Fig. 6), bei denen die Wickeltrommel lic rotiert und der Faden 7 tangential
auf einen Auflaufkonus 14 der rotierenden Wickeltrommel lic
bzw. auf eine daran anschließende, rückwärtige Wickelkappe 31 aufläuft.
(Schutzansprüche)
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Claims (7)
1. Fadenspeichereinrichtung für Textilmaschinen mit einem im wesentlichen zylindrischen Wickelkörper für den
zu speichernden Fadenvorrat, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelkörper (11) im Bereich desjenigen Endes (34) , wo
der Faden (7) aufläuft, von einem im wesentlichen ringförmigen Teil (31, 31a, 31b, 31c) unter Freilassung eines geringen
Spieles (37) zwischen Wickelkörper (11) und ringförmigem Teil (31, 31a, 31b, 31c) umschlossen ist, wodurch ein Hinterwickeln
außerhalb des Wickelkörpers (11) vermieden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wickelkörper (11) in an sich bekannter Weise an demjenigen Ende (34), wo er von dem ringförmigen Teil (31, 31a,
31b) umschlossen ist, einen Auflaufkonus (14) aufweist, welcher in Richtung auf sein freies Ende hin erweitert ist, wooei
das erweiterte Ende von dem ri.igförrnigen Teil (31, 31a,
31ß) umschlossen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Teil (31, 31a, 31b, 31c) drehuar und der
Wickelkörper (11) feststehend ausgebildet sind, wobei der ringförmige Teil (31, 31a, 31b, 3lc) einen Fadenführer (5)
zum Zuführen des Fadens auf den Wickelkörper (11) enthält.
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4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Teil die Form eines Topfes
(31) hat, welcher auf dar drehbaren Welle (3, 8) des rotierenden
Fadenführers (5) befestigt und mit diesem drehbar ist.
D. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wickelkörper ei.n konisch ausgebildetes Fadenauflaufende (14) besitzt, an das sich der ringförmige Teil
(31, 31a, 31b) mit einer an das konische Auflaufende (14) des Wickelkörpers (11) angepaßten, konischen Partie (36,
38) anschließt.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der ringförmige Teil (31c) mindestens an dem den Wickelkörper (Ha) umschließenden Ende (39) konisch ausgebildet
ist, wobei der Faden (7) zunächst auf das konische Ende (39) des ringförmigen Teiles (31c) aufläuft und von hier auf den
Wickelkörper (lib) abrutscht.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wickelkörper (lib) im Bereich derjenigen Partie, wo der ringförmige Teil C1Ic) dem Wickelkörper unmittelbar
benachbart ist, eine schwach konische Partie (41) aufweist.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7236280U true DE7236280U (de) | 1972-12-21 |
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ID=1285438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7236280U Expired DE7236280U (de) | Fadenspeichereinrichtung für Textilmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7236280U (de) |
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- DE DE7236280U patent/DE7236280U/de not_active Expired
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