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DE722027C - Vorrichtung zum schnellen Loesen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen - Google Patents

Vorrichtung zum schnellen Loesen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen

Info

Publication number
DE722027C
DE722027C DEF84206D DEF0084206D DE722027C DE 722027 C DE722027 C DE 722027C DE F84206 D DEF84206 D DE F84206D DE F0084206 D DEF0084206 D DE F0084206D DE 722027 C DE722027 C DE 722027C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fastening bolt
bolt
balls
explosion gases
locking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF84206D
Other languages
English (en)
Inventor
Julius Frommherz
Friedrich Marx
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FIESELER GERHARD WERKE GmbH
Original Assignee
FIESELER GERHARD WERKE GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FIESELER GERHARD WERKE GmbH filed Critical FIESELER GERHARD WERKE GmbH
Priority to DEF84206D priority Critical patent/DE722027C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE722027C publication Critical patent/DE722027C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/02Undercarriages
    • B64C25/08Undercarriages non-fixed, e.g. jettisonable

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum schnellen Lösen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum schnellen Lösen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen durch Heraustreiben der zugehörigen, in ihren Lagerungen mechanisch gesicherten Befestigungsbolzen mittels der Explosionsgase eines Sprengstoffsatzes.
  • Um Teile irgendwelcher Art von Flugzeugen zu lösen, wurden bisher mechanische oder hydraulische Auslösungsvorrichtungen zur Anwendung gebracht. Diese sind zum Teil sehr umständlich und die erforderliche Anzahl an Rohrleitungen, Pumpen o. dgl. vielfach schwer, umfangreich und leicht zu Betriebsstörungen neigend. Die Herstellung einwandfrei und betriebssicher arbeitender Anlagen bereitet besonders dann große Schwierigkeiten, wenn große und schwere Teile, wie etwa das Fahrgestell, der Motor o. dgl., von einem Flugzeug zu lösen und abzuwerfen sind. Hierbei ist noch besonders die Schwierigkeit zu beachten, daß ein vollständig gleichzeitiges Auslösen mehrerer Anschlußverbindungen, wie sie beim Fahrgestell oder Motor eines Flugzeuges in Frage kommen, erreicht wird.
  • Ferner ist es bekanntgeworden, gewisse Teile bei Luftfahrzeugen, die aber selbst nicht Teile des Luftfahrzeuges an sich sind, wie Abwurfwaffen, Fallschirme o. dgl., durch den Explosionsdruck entzündeten Sprengstoffes abzuwerfen oder zur Auslösung zu bringen.
  • Schließlich ist bereits eine Bombenabwurfvorrichtung bekanntgeworden, bei der die mechanischen Sicherungsmittel für den Befestigungsbolzen außerhalb desselben angeordnet sind und nicht durch die Explosionsgase, sondern vor Zündung des Sprengstoffes von Hand gelöst werden müssen. Die Sicherung des Befestigungsbolzens erfolgt in diesem Falle mittels einer am Führungsgehäuse des Bolzens angreifenden, durch Drehung lösbaren Sicherungsscheibe, die nach Art einer Klauenkupplung in die Gehäusewand eingreift. Naturgemäß ist eine derartige.Vorrichtung mit einer Reihe von Mängeln behaftet, die ihre Verwendung für den gleichzeitigen Abwurf mehrerer Teile als ungeeignet erscheinen lassen. So ist es z. B. in diesem Falle erforderlich, vor Zündung des Sprengstoffes die mechanischen Sicherungsvorrichtungen zu entfernen, was wiederum einen erheblichen Aufwand an zusätzlichen Hilfsmitteln erfordert. Beschränkt man sich jedoch auf eine Entfernung der Sicherungsmittel von Hand vor dein Fluge, so besteht zwar die .Möglichkeit, durch gleichzeitige Zündung mehrerer Sprengsätze verschiedene Haltepunkte gleichzeitig zu lösen. Dagegen entfällt in diesem Falle die während des Fluges angestrebte Sicherung der geschilderten Haltevorrichtung, so daß dieselbe einem etwaigen vorzeitigen Lösen infolge von Stößen o. -dgl. ausgesetzt ist.
  • Demgegenüber beseitigt die Vorrichtung nach der Erfindung die aufgezeigten Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten, indem erfindungsgemäß zunächst die in Ausnehmungen des den abwerfbaren Teil haltenden Befestigungsbolzens selbst untergebrachten mechanischen Bolzensicherungsmittel durch den Druck der Explosionsgase gelöst und dann zusammen mit dein Befestigungsbolzen aus dessen Lagerung herausgetrieben werden. So ist es durch diese Vorrichtung möglich, alle' nur denkbaren Teile, besonders aber schwere und mit mehreren Anschlußpunkten versehene Teile, wie vor allem das Fahrgestell, den Motor oder sonstige Lasten, vorn Flugzeug sicher zu lösen und abzuwerfen.
  • Besonders in Verbindung mit elektrisch erfolgender Zündung der Sprengstoffladung ist man in der Lage, insbesondere einen an mehreren Punkten aufgehängten Gegenstand, z. B. ein Fahrgestell, durch zeitlich gleiches Lösen aller Anschlußverbindungen sicher von dem Flugzeug zii lösen, ohne befürchten zu müssen, daß bei zeitlich ungleicher Lösung der Befestigungsteile der abzuwerfende .Gegenstand um die noch nicht gelösten Befestigungsbolzen herurnschwingt und dabei diese Defestigungen beschädigt oder so stark belastet; daß die Auslösungen nicht mehr arbeiten, wodurch ein vollständiges Abwerfen uninöglich würde. Die Zündung des Sprengstoffes kann auf jede nur mögliche Weise, also elektrisch, durch Reißzündung, Schlagbolzen, Zündschnur u. dgl., erfolgen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen Abb. r eine Ausführungsform der Erfindung vor dem Auslösen, Abb. 2 dieselbe Ausführungsform unmittelbar nach dem Auslösen, Abb. 3 und 4 zwei weitere Ausführungsformen der Erfindung vor dem Auslösen. Der Teil a., der von dem Flugzeug zu lösen ist, wird durch den Befestigungsbolzen b in seiner Lage gehalten. Der Bolzen b ist beispielsweise in dem Gabelteil c, der fest an dein Flugzeug angeordnet ist, gelagert und durch Kugeln d; die in radialen Bohrungen e des Bolzens b beweglich sind, gesichert. Die Kugeln d sind so in den Bohrungen e des Bolzens b angeordnet, daß sie nicht aus ihnen herausfallen können. Die Kugeln e sind so stark gehalten, daß sie die Wandung des Bolzens b in jedem Falle nach außen oder nach innen durchragen. Der Bolzen b ist in besonderen Buchsen f und g, die fest an dem Gabelteil c angeordnet sind, gelagert. Die Buchse f weist eine eingedrehte Rille h auf, in die die Kugeln d, durch einen in dem Bolzen axial beweglich angeordneten _Verriegelungskolben i verdrängt, eingreifen. Hierdurch wird die Sicherung des Bolzens b erzielt. In dem Bolzen b ist weiterhin der Treibkolben k axial beweglich gelagert, der mit dem Verriegelungskolben i fest verbunden ist und diesen unter Wirkung einer Feder Z in Verriegelungsstellung hält.. Die Lagerbuchse g ist mit einer einen Sprengstoffsatz aufnehmenden Kapsel in versehen, in die die Zuleitungsdrähte t, die den Glühdraht o tragen, hineinragen. Die Zuleitungsdrähte iz sind mit einer Stromduelle p und einem Unterbrechungsschalter q verbunden.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung nach der= Erfindung ist folgende: Durch Niederdrücken des Schalters q wird der Stromkreis geschlossen, und der Glühdraht o beginnt zu glühen. Hierdurch wird der Sprengstoffsatz der Kapsel m entzündet. Die sich bildenden Explosionsgase des Sprengstoffes erteilen zunächst dem Treibkolben k und dein mit ihm verbundenen Verriegelungskolben i entgegen der Kraft der Druckfeder l eine Axialbewegung. Hierdurch werden die Kugeln d' frei, so dar sie unbehindert in den Bohrungen e des Bolzens b beweglich sind. Die mechanische Sicherung des Bolzens b ist damit gelöst. Die Explosionsgase drücken nun den Kolben k bis zum Anschlag und treiben den Bolzen b aus seinen Lagerungen f und g heraus (Abb. z), wodurch der Teil a frei wird. Die dem Kolben h vorgelegte Feder Z wirkt gleichzeitig in gewissem Maße als Stoßdämpfer.
  • Die Wirkungsweise der baulich etwas abgewandelten Ausführungsbeispiele nach den Abb. 3 und q. ist grundsätzlich die gleiche wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
  • Gemäß der A'bb. q. sind im rechts liegenden Ende des Befestigungsbolzens b und außerdem in der Lagerbuchse g Schlitze angeordnet. Durch diese Schlitze treten die im Bolzeninnern entstehenden Explosionsgase hindurch und gelangen somit auch auf die Außenseite der Sicherungskugeln d. Hierdurch wird also ein Druckausgleich im Sinne des leichteren Lösens der Sicherungskugeln erzielt.
  • Um die Bolzensicherung ohne Entzünden des Sprengstoffes lösen und den Bolzen b von Hand herausziehen zu können, kann, wie es z. B. Abb. i zeigt, in dem Verriegelungskolben i ein Gewinde y o. dgl. vorgesehen sein, in das ein entsprechendes Werkzeug eingeschraubt werden kann. Durch Herausziehen des Kolbens i werden die Sicherungskugeln freigegeben, und somit kann auch der Bolzen b aus seinen Lagerbuchsen f und g herausgezogen werden.
  • Die bauliche Ausbildung der Vorrichtung nach der Erfindung kann selbstverständlich auch von den beschriebenen und in den Abbildungen dargestellten Ausführungsformen abweichen. So kann z. B. die Kugelsicherung durch eine andere, ähnlich wirkende Sicherung ersetzt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum schnellen Lösen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fährgestellen, aus Luftfahrzeugen durch Heraustreiben der zugehörigen, in ihren Lagerungen mechanisch gesicherten Befestigungsbolzen mittels der Explosionsgase eines Sprengstoffsatzes, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Explosionsgase zunächst die in Ausnehmungen des Befestigungsbolzens selbst untergebrachten mechanischen Sicherungsmittel für diesen gelöst und dann der Befestigungsbolzen samt Sicherungsmitteln aus seiner Lagerung herausgetrieben wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsmittel für den Befestigungsbolzen (b) durch in radialen Bohrungen desselben bewegliche, in Rasten (h) der Bolzenlagerung eingreifende Sicherungskugeln (d) und einen die Kugeln in ihrer Sicherungsstellung festlegenden, im Befestigungsbolzen axial verschiebbaren Verriegelungskolben (i) gebildet sind, welcher durch einen mit ihm gleichachsig verbundenen, bei Beaufschlagung durch die Explosionsgase entgegen der Wirkung einer im Bolzeninnern untergebrachten Feder (l) verschiebbaren Treibkolben (k) aus seiner Verriegelungsstellung heraustreibbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibkolben (lz) zugleich den Verriegelungskolben für die Sicherungskugeln bildet (Abb. q.). q..
  4. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprengstoffsatz im Innern des Befestigungsbolzens (b) untergebracht ist.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und q., dadurch gekennzeichnet, daß in dem .dem Angriff der Explosionsgase ausgesetzten Ende des Befestigungsbolzens und in dem angrenzenden Teil der Bolzenlagerung Schlitze vorgesehen sind, durch welche die Explosionsgase auch auf die Außenseite der Sicherungskugeln geleitet werden (Abb. q.).
DEF84206D 1937-12-28 1937-12-28 Vorrichtung zum schnellen Loesen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen Expired DE722027C (de)

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DEF84206D DE722027C (de) 1937-12-28 1937-12-28 Vorrichtung zum schnellen Loesen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen

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Publications (1)

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DE722027C true DE722027C (de) 1942-06-26

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DEF84206D Expired DE722027C (de) 1937-12-28 1937-12-28 Vorrichtung zum schnellen Loesen von Teilen, z. B. abwerfbaren Fahrgestellen, aus Luftfahrzeugen

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DE (1) DE722027C (de)

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