DE7211688U - Elektrolyt-Schleifvorrichtung - Google Patents
Elektrolyt-SchleifvorrichtungInfo
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-
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Description
Elektrolyt-Scnleifvorrichtung
Die Neuerung betrifft eir.e Elektrolyt-Schleifvorrichtung mit einer als Elektrode dienenden Schleifeinrichtung einschließlich
mehreren elektrisch voneinander isolierten und jeweils eine Elektrodeneinheit bildenden Sektoren
und mit einer stromleitenden Bürste.
Eine herkömmliche Elektrolyt-Schleifvorrichtung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Diese umfaßt als scneibenförmige
Elektrode ein Schleifwerkzeug oder eine Schleifτ scheibe 1 aus Graphit oder aus Graphit und einer abreiben
den oder schmirgelartigen Maserung oder Körnung, wie beispielsweise
Diamant oder eingelagerten Metall-Kohlenstoff-Teilchen, ein Einrichtung zum Antrieb des Schleifwerkzeugs
mit einer hohen Geschwindigkeit, eine Stromquelle J5 zur
Anlegung einer Gleichstrom- oder Wechselstromspannung über das als Elektrode dienende Schleifwerkzeug und ein
gegenüber angeordnetes Werkstück 2, und eine elektrolytische
Entladungsdüse 4, die mit einer elektrolytIschen Vorratsquelle
in Verbindung steht, wobei sowohl das Schleifwerkzeug
J."
als auch das Werkstück 2 gegeneinander bewegt werden oder eines von diesen Teilen gegen das andere bewegt
wird, während sich das Schleifwerkzeug mit einer höhen Geschwindigkeit dreht, wobei an diesen Teilen die ι
Gleich- oder Wechselspannung liegt und der Elektrolyt von der elektrolytischen Entladungsdüse auf die Oberfläche
des Schleifwerkzeuges gespeist wird, wodurch das Werkstück in die gewünschte Form poliert oder geschliffen j
wird. ι
Eine derartige bekannte Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, !
daß ein Strom, wenn auch schwach, über die fertig bearbeitete I
Oberfläche 2^ des Werkstückes 2 und das als Elektrode die- j
nende Schleifwerkzeug 1 durch den auf der fertig bearbeite- \
ten Oberfläche haftenden Elektrolyten fließt. Dadurch wird \
die fertig bearbeitete Oberfläche elektrolytisch aufge- \
löst, so daß auf der fertig bearbeiteten Oberfläche ein I
gewelltes Streifenmuster entsteht und deren Genauigkeit j merklich verringert wird.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Neuerung, eine Elektrolyt-Schleifvorrichtung anzugeben, bei der die Entstehung
eines gewellten Streifenmusters auf der fertig bearbeiteten Oberfläche eines Werkstückes ohne Verringerung
der Arbeitsleistung oder Güte verhindert werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Elektrolyt-Sohlelfvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Bürste nur
die Elektrodeneinheiten berührt, die direkt am elektrolyt ischen SohleifVorgang teilnehmen und einen Gleichoder
Wechselstrom dorthin leiten.
Eine Weiterbildung der Neuerung besteht darin, daß auf jeder der ElektrodeneInhalten eine elektrisch leitende
Platte mit einem kleineren Reibungpkoeffizienten als der des Schleifwerkzeujzes angebracht ist-, und daß die stromleitende
Bürste nur die Platten kontaktiert, die auf den Elektrodeneinheiten liegen, die direkt am Sohleifvorgarg
teilnehmen (Fig. 5)·
Es ist auch noch vorteilhaft, daß ein stromleitender Hing aus ähnlichen Abschnitten wie das Schleifwerkzeug besteht,
daß elektrische Leiter die Elektrodeneinheiten des Schleifwerkzeuges jeweils mit den Abschnitten des Ringes verbinden,
und daß die Bürste in Kontakt mit dem stromleitenden Hing
gedrückt wird, so daß ein Gleich- oder Wechselstrom durch die Leiter nur zu den Elektrodeneinheiten fließt, die direkt
am Schleifvorgang teilnehmen.
Nachfolgend wird die Neuerung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 jeweils schematische Schnitte einer herkömmlichen elektrolytischen Schleifvorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel der
neuerungsgemäien Schleifvorrichtung.
Flg. 4 eine vergrößerte Ansicht eines Teils des Schleifwerkzeuges,
an dem die stromleitende Schleifbürste vorgesehen ist,
Fig. 5 und 6 jeweils Schnitte von anderen Ausführungsbeispielen der Neuerung, und
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VI-Vl etes Gegenstandes
der Fig. 6.
In den Pig. J> bis 7 der Zeichnung sind AusfUhrungsbeispiele
der neuerungsgemäßen elektrolytischen Schleifvorrichtung dargestellt. In jedem Ausführungsbeispiel besteht ein als
Elektrode dienendes Schleifwerkzeug oder ein Schleifrad 5 aus mehreren Sektoren, von denen jeuer aus einem Material
besteht, das im allgemeinen für elektrolytische Schleifscheiben verwendet wird, und von denen jeder eine Elektrodeneinheit
6 bildet. Diese Elektrodeneinheiten 6 sind elektrisch voneinander durch ein elektrisch isolierendes
Material 7* wie beispielsweise einen dazwischen liegenden
und elektrisch isolierenden Klebstoff oder Film, isoliert. Das elektrisch isolierende Material muß im Zeitpunkt der
Formgebung der Schleifscheibe eine gute Formbarkeit besitzen. Gegenüber zu der als Elektrode dienenden Schleifscheibe 5
ist ein Werkstück 8 angeordnet und auf einem nicht dargestellten Tisch gesichert. Das Werkstück 8 wird in der Fig.
in der Richtung des Pfeiles nach rechts geführt.
Eine stromleitende Schleifbürste 9 kontaktiert so eine
Seitenfläche der alj Elektrode dienenden Schleifscheibe 5,
daß ein Strom nur zu den Elektrodeneinheiten (in der Fig. 3 zu
den Elektrodeneinheiten 6^ und 62) ^er als Elektrode dienenden
Schleifscheibe fließt, die am Schielfvorgang teilnehmen.
Wenn beispielsweise die die Elektrode bildende Schleifscheibe 5, wie in der Fig. 4 dargestellt, urterteilt ist, wobei ck
den Teilungs- oder Mittelpunktswinkel jeder Elektrodeneinheit 6 und OY' die durch den Drehpunkt der Schleifscheibe
5 senkrecht zur Führung des Werkstückes 8 laufende Linie bedeuten, dann ist die stromleitende Schleifbürste
in einer solchen Lage angeordnet, daß ihre bei der senkrechten
Linie OY1 liegende Kante und die seknrechte Linie
im Uhrzeigersinn von der senkrechten Linie aus einen Winkel 9 bilden., der gleich ist dem Winkelt». Durch diese Anordnung
der Bürste 9 wird kein Strom durch die Bürste zur Elektrodeneinheit
6, geleitet, die von der senkrechten Linie OY1 aus entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn liegt.
Wenn es gewünscht wird, daß der atrom auch zur Elektrode O7 ι
fließt, dann kann dies sofort dadurch erreicht werden, daß die stromleitende Schleifbürste Q drehbar gemacht und dieselbe
in der Richtung des Pfeiles in eine Lage verschoben wird, in welcher der Winkel θ kleiner ist als der Winkelck
Der elektrische Kontakt zwischen der stromleitenden Bürste und der Schleifscheibe 5 kann in der in den Fig. 5 und 6
dargestellten Weise aufrechterhalten werden, anstatt die Bürste direkt gegen die Seitenfläche der Schleifscheibe
zu drücken. Im einzelnen ist in der Fig. 5 eine Kohlen- oder Metallplatte 10 an der Seitenfläche jeder Elektrodeneinheit
6 der Schleifscheibe 5 angebracht. Die stromleitende Bürste ist gegen die Platten 10 gedrückt. In der Fig. 6 sind Leiter
11# die mit- einen! elektrisch isolierenden Material (Pig. 7)
geschützt oder abgeschirmt sind, an den einen Enden mit einzelnen Elektrodeneinheiten 6 verbunden, während sie an
den anderen Biden an einen stromleitenden Ring 12 anliegen,
der uds mehreren elektrisch voneinander isolierten Ringabschnitten
besteht, ähnlich wie die als Elektrode lienende Schleifscheibe 5. Die stromleitende Bürste 9 ist gegen
den Ring 12 gedruckt. In den Fig. 5 und 6 ist mit 13 eine
Weile bezeichnet, die an ihrem einen Ende die als Elektrode dienende Schleifscheibe 5 trägt und mit ihrem anderen Ende
4Eehbar über ein Lager IJ in e^nem Maschinenrahmen 16 liegt.
In der Fig. J> sind mit 14 und 15 jeweils eine elektrolytisch^
Entladungsdüse und eine Stromquelle bezeichnet
Im Betrieb wird die als Elektrode dienende Schleifscheibe 5
der beschriebenen Vorrichtung angetrieben, während über die eisktrolytische Entladungsdüse 14 der Elektrolyt eingespeist
la
wird. Das Werkstück 8 wird gegen die sich drehende Schleifscheibe
geführt-, während von der Stromquelle 15 über der Schleifscheibe und dem Werkstück eine Spannung liegt. Der
Strom fließt durch den Elektrolyten über das Werkstück 8 und über lediglich die Elektrodeneinheiten 6, und 6p der
Schleifscheibe, die dann am SohleifVorgang teilnehmen. Dadurch
wird das Werkstück 8 in eine Form geschliffen oder poliert, die komplementär ist zur Außenfläche der Schleifscheibe 5·
Bei der vorliegenden Neuerung wird der Strom nur zu dem Teil der Schleifscheibe geleitet, der am SchleifVorgang
teilnimmt. Er fließt, wie oben dargelegt wurde, nicht über die fertige Oberfläche des Werkstückes und den
zurückbleibenden Teil der Schleifscheibe. Die Bildung eines gewellten Streifenmusters auf der fertigen Oberfläche
und deren Wjederbearbeitung können vermieden werden. Die fertige Oberfläche ist in einem hohen Maß glatt und genau.
Daher kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine fertige Oberfläche von einer genau ausgearbeiteten Form leicht und
mit einer hohen Präzision erhalten werden.
7211IMh.it*
fin
Claims (3)
1. Elektrolyt-Schleifvorrichtung mit einem Elektroden-Schleifwerkzeug,
das aus mehreren elektrisch voneinander isolierten Elektrodeneinheiten in der Form von Sektoren
besteht, und mit einer stromleitenden Bürste, d a d u r c h gekennzei chnet, daß die Bürste (9) nur die
direkt am elektrolytischen Schleifvorgang teilnehmenden Elöktrodeneinheiten (z.B. 6^, 62; Fig. 3) berühfct.
2. Elektrolyt-Schleifvorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r ch gekennzei chne t, daß auf jeder Elektrodeneinfceit
eine elektrisch leitende Platte (lo) mit einem kleineren Reibungskoeffizienten als der des
Schleifwerkzeugs (5) angebracht ist. und daß die stromleitende Bürste (9) nur die Platten (lo) berührt,
die auf den Elektrodeneinheiten liegen, die direkt am SchleifVorgang teilnehmen (Fig. 5).
3. Elektrolyt-Schleifvorrichtung nach Anspruch 1, d adureh
gekennzeichnet, daß ein stromleitender Ring (12) aus ähnlichen Abschnitten wie das
Schleifwerkzeug (5) besteht, daß mehrere elektrische Leiter (11) die Elektrodeneinheiten (6) des Schleifwerkzeuges
(5) jeweils mit den Abschnitten des Ringes (12) verbinden, und daß die Bürste (9) in Berührung
mit dem stromleitenden Ring (12) gedrückt ist.
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